A 7 Ersatzbauwerk Rader Hochbrücke

Bestand

A 7 Rader Hochbrücke Bestand

Visualisierung

A 7 Rader Hochbrücke Visualisierung

Möglicher Bauablauf

Bildergalerie

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Rader Hochbrücke, Bestand Rader Hochbrücke, Bestand Sicherungsmaßnahmen an den Pfeilerköpfen
 

Allgemeine Projektinformationen

Die Rader Hochbrücke überführt östlich von Rendsburg die Bundesautobahn A 7 über den Nord-Ostsee-Kanal und die Borgstedter Enge. Das knapp 1.500 Meter lange Bauwerk wurde 1972 für den Straßenverkehr freigegeben und spielt eine zentrale Rolle im Verkehr von und nach Dänemark und Skandinavien.

Projektdaten

 Gesamtlänge der Baumaßnahme

ca. 3.500 m

 Gesamtkosten

220 Mio. € (Preisstand 2016)

 Querschnitt

vierstreifig mit verbreiterten Seitenstreifen (SQ 32)

 Bauwerke

- Rader Hochbrücke (1.500 m)
- Unterführung L 42 Rendsburger Straße
- Unterführung Rader Weg

 Baubeginn

 ab 2023

 Bauzeit

 6 Jahre

 Bauherr

 Bundesrepublik Deutschland

Projektstand

Überprüfungen der Brücke im Jahr 2013 ergaben gravierende Schädigungen an den Pfeilerköpfen, die als Sofortmaßnahme Teilsperrungen für Lkw über 7,5 t sowie die Beschränkung auf einen Fahrstreifen je Fahrtrichtung erforderten. Nach Abschluss der nötigen Instandsetzungsarbeiten konnten diese Beschränkungen größtenteils wieder aufgehoben werden. Es ist von einer verbleibenden Nutzungsdauer von elf Jahren auszugehen, sodass ein Ersatzneubau unumgänglich wird.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Technologie in Schleswig-Holstein hat der DEGES im Februar 2015 die Planung und spätere Baudurchführung für die Maßnahme übertragen.

Nach der Projektübernahme hat die DEGES zunächst mit der Grundlagen­ermittlung begonnen. So wurden eine faunistische Planungsraumanalyse, eine Auswertung der Baugrunddaten, eine Bestandsvermessung sowie eine verkehrstechnische Untersuchung zur Qualität des Verkehrsablaufs durchgeführt.

Die verkehrstechnische Untersuchung ergab, dass auch künftig ein vierstreifiger Querschnitt (zwei Fahrspuren pro Richtungsfahrbahn) ausreichend leistungsfähig ist. Das Bundesministe­rium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) hat allerdings zugestimmt, die Seitenstreifen einer neuen Brücke gegenüber dem Regelwerk breiter auszuführen, sodass den Verkehrsteilnehmern bei halbseitigen Verkehrsführungen (4+0-Verkehr) breitere Fahrspuren zur Verfügung stehen.

Für das Vorhaben wird derzeit eine Umweltverträglichkeitsstudie durchgeführt, mit der die Auswirkungen auf die Umwelt ermittelt werden. Zur Festlegung des Untersuchungsraumes (die räumliche Ausdehnung) und der Untersuchungstiefe (Inhalte und Umfang der zu untersuchenden Belange) sind Vertreter zuständiger Behörden und anerkannte Naturschutzverbände im sogenannten „Scoping“ beteiligt. Eine gemeinsame Erörterung mit den Beteiligten erfolgte bei einem Scoping-Termin Ende Januar 2016, sodass Untersuchungsraum und -tiefe abgestimmt sind und die notwendigen Arbeiten aufgenommen werden konnten. Kartierungen von Flora und Fauna liefen bis zum Herbst 2016 und werden nun ausgewertet.

Die möglichen technischen Lösungen wurden zunächst in einer Machbarkeitsuntersuchung und im Rahmen der Vorplanung Strecke untersucht und mit­einander verglichen. Die Varianten waren einerseits bestandsnahe Ersatzbrücken östlich und westlich der vorhandenen Hochbrücke und außerdem eine Tunnel­unterquerung des Nord-Ostsee-Kanals und der Borgstedter Enge.