Bauabschnitt 4


Zwischen dem fertig gestellten 1. Bauabschnitt und dem sich in der Realisierung befindlichen Bauabschnitt 3/2 wird derzeit eine neue Weserquerung im Zuge des Bauabschnittes (BA) 4 geplant.

Nach Erteilung des Sichtvermerks durch das Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) wurden die Planfeststellungsunterlagen erstellt und im Februar 2008 das Planfeststellungsverfahren für diesen 4,9 km langen Abschnitt eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 30. Juni 2010. Grundlage der Planung waren folgende Beschlüsse:

  • Die Bremer Bürgerschaft hat sich mit Beschluss vom September 2001 und auf Grundlage einer Machbarkeitsstudie für die Realisierung der Weserquerung nach dem F-Modell (Fernstraßenbauprivatfinanzierungsgesetz) ausgesprochen.

  • Auf Grundlage einer Studie Brücke / Tunnel hat der Bund mit dem Land Bremen eine Vereinbarung zur Realisierung der Weserquerung mittels Tunnellösung getroffen, die im Oktober 2002 durch Beschluss des Bremer Senats bestätigt worden ist.

  • Auf Grundlage einer Studie „Bohrtunnel/Tunnel im Einschwimm- und Absenkverfahren (E+A-Verfahren)“ wurde im Januar 2004 entschieden, die Planung und Realisierung des Tunnels im E+A-Verfahren weiter zu verfolgen.

In einer Ende 2007 aktualisierten Machbarkeitsstudie zur Prüfung einer privatwirtschaftlichen Rentabilität wies eine vom Bund und dem Land Bremen beauftragte Gutachtergruppe die Wirtschaftlichkeit einer Öffentlich-Privaten-Partnerschaft (ÖPP) aus. Geplant ist, die Weser mit einem im E+A-Verfahren hergestellten ca. 1.095m langen Tunnel und sich anschließenden Trogbauwerken zu queren. Zur Abwicklung der ca. 40.000 Kfz/24h ist ein zweizelliger Stahlbetonrechteckrahmen mit je 9,54 lichter Zellenbreite und mehr als 5,10m lichter Höhe als wasserundurchlässige Betonkonstruktion vorgesehen. Gemäß den einschlägigen Richtlinien werden je Fahrtrichtung zwei Pannenbuchten vorgesehen. Auf der Nordseite der Weser entsteht eine Mautstation mit geplanten 16 Durchfahrtsgassen zur Erhebung der Maut. Die Gesamtkosten für den 4. Bauabschnitt belaufen sich auf ca. 230 Mio. € (Preisstand 2005/2006).

Eine Verkehrsfreigabe für den 4. Bauabschnitt und damit die Schließung des Autobahnringes ist nicht vor Ende 2016/2017 zu erwarten.