Koblentzer Seewiesen

Am 14. September 2009 wurde symbolisch der Schlüssel für das Tor zu den Koblentzer Seewiesen im Uecker-Randow-Kreis übergeben und damit die Übertragung des Projektes an die Stiftung Umwelt und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern eingeleitet.
Mit der Übergabe wird der Bestand des Kompensationsflächenpools Koblentzer Seewiesen gesichert und die Straßenbauverwaltung von den speziellen Umweltaufgaben entlastet. Die Stiftung Umwelt und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern (StUN M-V) ist entsprechend ihrer Stiftungsziele besonders für die dauerhafte Weiterführung der Pflege, Unterhaltung und Verwaltung von Moorschutzprojekten qualifiziert. Insgesamt werden neun zwischen 150 und 500 Hektar große Maßnahmen mit einer Fläche von insgesamt rund 2.800 Hektar an die StUN M-V übertragen.
In dem rund 500 Hektar großen Kompensationsflächenpool Komblentzer Seewiesen werden die naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen aus dem fast 45 Kilometer langen A 20-Abschnitt zwischen der AS Neubrandenburg-Ost und Pasewalk-Süd zusammengefasst. Die durch die DEGES betreute Abstimmungs-, Planungs-, Genehmigungs-, Bau- und Entwicklungsphase ist mit der Übergabe abgeschlossen. Die wesentlichen Entwicklungsziele sind nachweislich erreicht. Bund und Land haben für die Renaturierung des Gebietes 4,2 Mio. Euro investiert. Weitere 3,8 Mio. Euro gehen an die Stiftung für die künftige Pflege.
Der Kompensationsflächenpool ist ein Beispiel für die Entwicklung und Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen, die in landwirtschaftliche Bewirtschaftung integriert sind. So können durch ökologisch angepasste landwirtschaftliche Pflegenutzung einerseits die naturschutzfachlichen Ziele erreicht und andererseits die Beeinträchtigungen betroffener Landwirtschaftsbetriebe erheblich gemindert werden.
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