Ausbau der A 7 im Norden kommt gut voran

Am 15. Januar 2018 erläuterten der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz, der Hamburger Verkehrssenator Frank Horch und DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe im traditionellen Jahresanfangsgespräch in Kiel den Baufortschritt auf der A 7 und gaben einen Ausblick auf die Bauleistungen in diesem Jahr. Minister und Senator zeigten sich zufrieden mit dem Erreichten und zuversichtlich hinsichtlich der Fertigstellung in 2018 auf Schleswig-Holsteiner Gebiet.

„Das bedeutet allerdings für alle Beteiligten noch eine große Herausforderung, um die erforderlichen Leistungen auf den insgesamt 65 Kilometern zu realisieren“, sagte Buchholz. Zum Ausbau zählen neben der Fahrbahn unter anderem auch 72 Brücken, der 550 Meter lange Lärmschutztunnel Schnelsen, 100.000 Quadratmeter Lärmschutzwände, 70 Verkehrszeichenbrücken und zehn Rastanlagen. „Mit der für Ende des Jahres angepeilten Fertigstellung von sechs Bauabschnitten wären nahezu 95 Prozent der Strecke realisiert, was zu einer deutlichen Entspannung des Verkehrs führen wird“, so Buchholz.

Auch Horch zeigte sich mit dem bisherigen Verlauf des von der DEGES sowie dem Baukonsortium Via Solutions Nord gemanagten Projekts zufrieden: „Die Erweiterung der Autobahn und der Bau der Hamburger Deckel sind zukunftsweisende Projekte mit einer Strahlkraft weit über Hamburg hinaus. Die Arbeiten gehen zügig voran, insbesondere beim Stellinger Deckel und der Langenfelder Brücke. Für den Deckel Schnelsen erwarten wir den Einfahrbetrieb in die erste Röhre in diesem Sommer. Die Ingenieurleistungen bei dem anspruchsvollen A 7-Ausbau im fließenden Verkehr mitten in Hamburg sind beeindruckend“, sagte Horch.

DEGES-Bereichsleiter Bernd Rothe erinnerte daran, dass 2017 vier Abschnitte von knapp 23 Kilometern Länge für den Verkehr freigegeben wurden und damit im ersten Quartal die Ausbau-Halbzeit erreicht worden sei. Zudem seien die Strecken zwischen Neumünster Mitte und Großenaspe (Bauabschnitt 2), Bad Bramstedt und Kaltenkirchen (Bauabschnitt 4) sowie Barmstedt und Norderstedt (Bauabschnitt 6) auf der Richtungsfahrbahn Süd so weit vorangeschritten, dass sie im ersten Quartal sukzessive unter Verkehr genommen werden können. Anschließend wird dann die Richtungsfahrbahn Nord erweitert.

Wie Rothe weiter sagte, sei auch die Realisierung der umwelttechnischen Begleitmaßnahmen weit fortgeschritten: „Zusammen mit dem Autobahnausbau realisieren wir umfangreiche ökologische Projekte – Renaturierungen oder etwa die Wiedervernetzung von Lebensräumen. Damit heben wir auch ein Stück weit die tiefen Einschnitte durch den A 7-Bau in den 70er Jahren wieder auf und kompensieren den Ausbau.“

Der Ausbau der A 7 zwischen dem Bordesholmer Dreieck und dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest erfolgt im Rahmen eines sogenannten Verfügbarkeitsmodells. Der Auftragnehmer Via Solutions Nord wird die Autobahn auch nach dem Ausbau bis ins Jahr 2044 betreiben. Das damit verbundene Finanzvolumen für Bau, Erhaltung, Betrieb und Finanzierung beläuft sich bis zum Vertragsende auf rund 1,6 Milliarden Euro.