B 96n: Tag der offenen Baustelle in Bautzen

Am Freitagmittag wurde die Baustelle der B 96n Westtangente Bautzen für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger geöffnet. Rund 500 Meter der Baustelle konnten betreten werden. So konnten die Besucher beispielsweise einen Blick in den neu gebauten Tunnel werfen und über die neue Spreebrücke laufen. Darüber hinaus sorgte die Projektmanagementgesellschaft DEGES für Informationen in Schrift und Wort vor Ort.

 Auch Jan Mücke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung verschaffte sich gemeinsam mit Roland Werner, Verkehrsstaatssekretär des Freistaates Sachsen und Christian Schramm, Oberbürgermeister der Stadt Bautzen, einen Überblick zum Stand der Bauarbeiten an der B 96n Westtangente Bautzen.

„Die Westtangente wird das Stadtzentrum von Bautzen erheblich vom Durchgangsverkehr entlasten“, so Staatssekretär Werner. „Vor allem die neu gebaute zweite Spreebrücke wird dafür sorgen, dass weniger Fahrzeuge über die Friedensbrücke in der Stadtmitte fahren. Außerdem steht mit der Westtangente eine leistungsfähige Anbindung der Wirtschaftsstandorte südlich von Bautzen an die A 4 zur Verfügung.“

Die Baustrecke an der B 96 ist insgesamt knapp drei Kilometer lang, die Gesamtkosten betragen rund 36 Millionen Euro. Für den rund 200 Meter langen Tunnel wurden insgesamt rund 20.000 Kubikmeter Fels gebirgsschonend gesprengt. Der Tunnel wurde in offener Bauweise aus Ortbeton hergestellt. Dem Beton ist erstmals bei dieser Bauweise in Deutschland eine spezielle Faser zu Gewährleistung des Brandschutzes beigemischt worden. Die neu errichtete Spreebrücke ist 125 Meter lang und berücksichtigt mit einer Höhe von sechs Metern über dem Tal auch das Überflutungsgebiet der Spree. Ende 2013 soll die Umgehungsstraße für den Verkehr freigegeben werden.