L 3001 Carl-Ulrich-Brücke: Hessens Verkehrsstaatssekretär vollzieht 1. Spatenstich

Den ersten Spatenstich für den Neubau der L 3001 Carl-Ulrich-Brücke zwischen dem Frankfurter Stadtteil Fechenheim und der Stadt Offenbach nahm am Donnerstag, den 15. November Verkehrsstaatssekretär Steffen Saebisch gemeinsam mit den Oberbürgermeistern von Frankfurt und Offenbach Peter Feldmann und Horst Schneidervor.

„Ich freue mich sehr, dass wir heute den Neubau der Carl-Ulrich-Brücke auf den Wege bringen können, damit diese wichtige Verkehrsachse zwischen Offenbach und Frankfurt in naher Zukunft wieder uneingeschränkt befahrbar ist“, sagte der Staatssekretär.

Die derzeit vorhandene Stahlbalkenbrücke stammt aus dem Jahr 1930 und ist in einem schlechten baulichen Zustand. Sie kann nur noch mit Einschränkungen bis zum Jahr 2014 genutzt werden. Bereits jetzt ist der Schwerverkehr auf der Brücke auf 7,5 t beschränkt. Ihre Bedeutung als unverzichtbare Verkehrsader kommt der Carl-Ulrich-Brücke durch ihre Funktion als einzige Straßenverbindung über den Main zwischen Frankfurt-Fechenheim und Offenbach im Bereich der Offenbacher Kernstadt zu. Die Verkehrsbelastung liegt bei rund 18.600 Kfz/24h, davon beträgt der Schwerverkehr etwa 900 Kfz/24h.

Als Ersatzneubau wird in fünf Bauphasen eine 3-feldrige Stahlverbundbrücke an gleicher Stelle errichtet. Die Gesamtstützweite der neuen Konstruktion beträgt 233,76 Meter. Die Breite zwischen den Geländern wird von 13 Meter auf 14 Meter erhöht. Durch die Vergrößerung der maximalen Stützweite für die Mittelöffnung von derzeit 41,10 Meter auf rund 112 Meter profitiert auch die Mainschifffahrt.

Die Kosten für die neue Brückenverbindung zwischen Frankfurt-Fechenheim und Offenbach betragen rund 17 Millionen Euro.

Bauausführung
Die neue Brücke wird in Parallellage zum vorhandenen Bauwerk auf einer Hilfskonstruktion bis zum Frühjahr 2014 erstellt. Anschließend wird die alte Brücke aus der heutigen Achse auf eine ebenfalls erforderliche Hilfskonstruktion verschoben, um Platz zu schaffen für die neue Brücke, die dann in ihre endgültige Lage verschoben wird. Dieser Vorgang erfordert einen Zeitraum von vier Wochen, in denen die Straße voll gesperrt wird. Durch dieses Verfahren kann die Vollsperrung auf ein Minimum begrenzt werden. Die Umleitung für Kraftfahrzeuge führt während der Vollsperrung über die A 661.