Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, Thüringes Ministerpräsidentin
Christine Lieberknecht und Thüringens Landesverkehrsminister Christian
Carius
während der Banddurchschneidung anläßlich der Verkehrsfreigabe
A 38 in Thüringen am 22.12.2009.
Foto: © S.Scheffler
Ramsauer: Freie Fahrt von Göttingen bis Halle (Saale)
Am 22. Dezember 2009 um 13 Uhr wurde der letzte, etwa 12 km lange Abschnitt der A 38 zwischen den Anschlussstellen Breitenworbis und Bleicherode in Thüringen für den Verkehr freigeben.
Im Beisein von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer, der Thüringer Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht sowie des Landesverkehrsministers Dr. Karl-Heinz Daehre (Sachsen-Anhalt) wurde damit die A 38, die so genannte Südharzautobahn, auf ihrer gesamten Länge von rund 187 km dem Verkehr übergeben.
Mit dem letzten Teilstück wurde gleichzeitig auch der Höllbergtunnel freigegeben, der neben den beiden Großbrücken über das Rhintal und das Friedetal zu den bedeutendsten Ingenieurbauwerken im Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Breitenworbis und Bleicherode zählt.
"Ab heute haben die Autofahrer auf der gesamten A 38 von Göttingen bis Halle freie Fahrt", sagte Ramsauer bei der feierlichen Verkehrsfreigabe in Breitenworbis. "Diese Autobahn ist ein sichtbarer Erfolg des Aufbaus Ost. Vierzehn Jahre wurde an dieser wichtigen West-Ost-Magistrale in der Mitte Deutschlands gebaut. Für die Anwohner, aber auch den überregionalen Verkehr werden sich die Fahrzeiten nun deutlich verkürzen."
Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht betonte in ihrer Rede, dass mit der Fertigstellung der Autobahn A 38 große Chancen für die Nordthüringer Region geschaffen wurden. "Die Standortbedingungen und Entwicklungsperspektiven der Städte und Gemeinden entlang der Autobahn werden ganz erheblich verbessert." Zugleich würden die Anwohner der bislang stark frequentierten Bundesstraße 80 von Lärm und Abgasen entlastet. Täglich würden etwa 30.000 Kraftfahrzeuge die Autobahn passieren.
Der Neubau der A 38 Göttingen - Halle/A 9 ist eines von sieben Projekten im Rahmen der Verkehrsprojekte Deutsche Straße - Straße (VDE-Nr. 13), die von der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH projektiert wurden. Die A 38/A 143 ist von außerordentlicher Bedeutung: Sie verbindet die Wirtschaftsräume Kassel/Göttingen im Westen und Halle/Leipzig im Osten und bildet mit ihren Verknüpfungen an die Autobahnen A 7 und A 9 einen wichtigen Lückenschluss im deutschen/europäischen Fernstraßennetz. Darüber hinaus übernimmt sie die Funktion einer großräumigen Regionalverbindung in Nordthüringen und im Süden Sachsen-Anhalts.
Aufsichtsrat, Geschäftsführung und Gesellschafter begrüßen die Freie
Hansestadt Bremen als neuen Gesellschafter.
Freie Hansestadt Bremen tritt der DEGES bei
Die Freie Hansestadt Bremen ist am 11. Dezember 2009 als neunter Gesellschafter der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH beigetreten. Nach der Freien und Hansestadt Hamburg, die seit August 2007 DEGES-Gesellschafterin ist, und Schleswig-Holstein, das seit Juli 2008 zu den Gesellschaftern des Unternehmens zählt, ist Bremen bereits das dritte westliche Bundesland, das die Dienstleistungen der DEGES in Anspruch nimmt. Mit diesem Beitritt sind nun acht Länder sowie der Bund Gesellschafter der DEGES.
Die DEGES plant und baut als Projektmanagementgesellschaft vornehmlich Straßenbauprojekte des Bundes (Autobahnen und Bundesstraßen) sowie Landesstraßenprojekte der Ländergesellschafter. Aber auch andere Verkehrsinfrastrukturprojekte der Gesellschafter, wie der Bau des Citytunnels Leipzig für den Freistaat Sachsen und Maßnahmen an Brücken im Zuge von Bundeswasserstraßen, gehören zum Projektportfolio der Gesellschaft.
Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer begrüßte den Beitritt Bremens und äußerte in einer Pressemitteilung hierzu: "Ich begrüße, dass ein weiterer Gesellschafter die Dienstleistungen der DEGES in Anspruch nimmt. Das stärkt die Gesellschaft und belegt, wie erfolgreich ihre Arbeit ist. Kompetente Partner im Straßenbau sind wichtig, damit unser Verkehrsnetz auch weiter den höchsten Ansprüchen genügt."
Die Mitglieder des Preisgerichtes (v.l.n.r.): Reiner Caspers, Winfried
Glitsch, Andreas Elz, Dr. Udo Pasderski, Dr. Heinz-Hubert Benning,
Steffi Seifert und Andrea Suffner.
Gewinner stehen fest
Der vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) initiierte Ideenwettbewerb zur Entwicklung des optimalen Gesamtkonzeptes für alle Ingenieurbauwerke der A 14 im Land Brandenburg ist entschieden: Bei den Präsentationen vor dem Preisgericht am 18. November 2009 in Berlin konnte das Architekturbüro André Keipke aus Rostock den 1. Platz erringen.
„Mit dem Wettbewerbsergebnis sind wir vollauf zufrieden, denn das Siegerkonzept bietet die Voraussetzung dafür, dass die vom Land Brandenburg zusammen mit dem Auslober DEGES formulierten Kriterien 'Wirtschaftlichkeit, gelungene Gestaltung, kurze Bauzeit, Funktionalität, Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit' erfüllt werden“, so Dr.-Ing. Karl Kleinhanß, Vertreter des Auslobers. Der zweite Platz ging an das Architekturbüro Prof. Bernhard Winking Architekten BDA (Berlin), der dritte an die Arbeitsgemeinschaft Architekturbüro A-Konzept 21 (Mühltal) und Ingenieurbüro Grassl (Berlin).
Aufgrund der erforderlichen Fachkenntnis bei der Erstellung von Gestaltungskonzepten im konstruktiven Ingenieurbau wurde der Wettbewerb als nichtoffener Ideenwettbewerb durchgeführt. In der engeren Wahl waren neben den Gewinnern die Arbeitsgemeinschaft Architekturbüro PPL Architektur und Stadtplanung (Hamburg) und das Ingenieurbüro IG Setzpfand GmbH & Co. KG (Weimar) sowie die Architektengemeinschaft Architekturbüro Henry Ripke Architekten (Berlin) und Architekturbüro Dr. Kind-Barkauskas (Köln).
Die geplante Baumaßnahme ist Bestandteil des Neubaus der A 14 Magdeburg – Wittenberge – Schwerin und hat eine Gesamtlänge von rund 32,1 km. Nach aktuellem Planungsstand befinden sich darin insgesamt rund 160 Bauwerke, darunter zwei Talbrücken mit über 100 m Länge, 23 Brücken im Zuge der Autobahn, sieben Überführungen, vier Grünbrücken, sieben Grünspangen und mehrere Wände, z.B. Lärmschutz- und Irritationsschutzwände, mit einer Gesamtlänge von rund 9,7 km.
Der Ideenwettbewerb wurde von der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH im Auftrag des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie des Landes Brandenburg unter Beteiligung der Brandenburgischen Architektenkammer ausgelobt. Zu der Jury zählten: Dr.-Ing. Heinz-Hubert Benning (BMVBS), Dipl.-Ing. Andrea Suffner (Landesbetrieb Straßenwesen BB, NL Autobahn), Dipl.-Ing. Steffi Seifert (Landesbetrieb Straßenwesen BB, Zentrale), Dipl.-Architekt Andreas Elz (Architektenkammer BB) sowie drei Vertreter der DEGES, darunter der Vorsitzende des Preisgerichtes Dipl.-Ing. Winfried Glitsch.
Der Sächsische Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Sven
Morlok, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung und der Konzern-
bevollmächtigte der DB AG für Sachsen Artur Stempel geben per Knopf-
druck das Startsignal für den Portikusverschub. Foto: © Uwe Schossig
Historischer Portikus wieder am ursprünglichen Platz
Am 30. Oktober 2009 wurde der historische Portikus des Bayerischen Bahnhofs in Leipzig zurück an seinen angestammten Platz verschoben – gut zweieinhalb Jahre nach seinem ersten Verschub. Sachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Sven Morlok drückte gemeinsam mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen Artur Stempel und Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung am Freitag um 13:16 Uhr den symbolischen Startknopf.
Der spektakuläre Verschub dauerte bis in die Abendstunden und wurde von zahlreichen Leipzigern live verfolgt. Langsam und ausdauernd bewegte sich der 2.800 Tonnen schwere Koloss mit einer Geschwindigkeit von etwa vier Metern in der Stunde. Nun ist er wieder mit dem ehemaligen Bahnhofsgebäude verbunden. Der erste Verschub war nötig, um Platz zu schaffen für den Bau der neuen City-Tunnel-Station direkt unterhalb des denkmalgeschützten Bauwerks. Vielfältige Überwachungsmaßnahmen sorgten dafür, dass dem Portikus – errichtet zwischen 1842 und 1844 – auf der Rückreise zu seinem alten Standort nichts passiert.
Mit einem Feuerwerk wurde am Abend die Ankunft des Portikus an seinem
alten Platz gefeiert. Foto: © Uwe Schossig
Der Portikus ruht nun wieder auf seinen historischen Fundamenten. Der für den Verschub errichtete Fundamentrahmen bleibt erhalten und sorgt für zusätzliche Stabilität. Die Baugrube wird mit Boden verfüllt und der Eingangsbereich zum Bahnhofsgebäude wieder hergestellt. Das Gelände des Bayerischen Bahnhofs wird zu einem Park umgestaltet, in den der Eingang zur unterirdischen S-Bahn-Station und die historischen Bauten integriert werden. Dass Portikus und Bahnhofsgebäude jemals getrennt waren, wird nicht erkennbar sein.
Mit dem Rückverschub des Portikus sind die zentralen Baumaßnahmen am Rohbau des City-Tunnels Leipzig weitgehend abgeschlossen. Die nun anstehenden Arbeiten bestehen im aufwendigen Innenausbau mit sämtlichen Ver- und Entsorgungsleitungen und der architektonischen Gestaltung der Stationen sowie der bahntechnischen Einrichtung der Tunnelstrecke.
500 ha renaturierte Moorflächen schaffen ein großflächiges Mosaik
ökologisch hochwertiger Ersatzlebensräume für den Bau der A 20.
Bau- und Entwicklungsphase der Koblentzer Seewiesen erfolgreich abgeschlossen
Am 14. September 2009 wurde symbolisch der Schlüssel für das Tor zu den Koblentzer Seewiesen im Uecker-Randow-Kreis übergeben und damit die Übertragung des Projektes an die Stiftung Umwelt und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern eingeleitet.
Ulrich Kasparick, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Volker Schlotmann, Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung Mecklenburg-Vorpommern, Stiftungsvorstand Hans Jürgen Zimmermann sowie Dirk Brandenburger, Technischer Geschäftsführer der DEGES, haben vor Ort eine sehr positive Bilanz der Bau- und Entwicklungsphase gezogen. Mit der Übergabe wird auch künftig der Bestand des Kompensationsflächenpools Koblentzer Seewiesen gesichert und die Straßenbauverwaltung von den speziellen Umweltaufgaben entlastet. Die Stiftung Umwelt und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern (StUN M-V) ist entsprechend ihrer Stiftungsziele besonders für die dauerhafte Weiterführung der Pflege, Unterhaltung und Verwaltung von Moorschutzprojekten qualifiziert. Insgesamt werden neun zwischen 150 und 500 Hektar große Maßnahmen mit einer Fläche von insgesamt rund 2.800 Hektar an die StUN M-V übertragen.
In dem rund 500 Hektar großen Kompensationsflächenpool Komblentzer Seewiesen werden die naturschutzrechtlichen Ausgleichsmaßnahmen aus dem fast 45 Kilometer langen A 20-Abschnitt zwischen der AS Neubrandenburg-Ost und Pasewalk-Süd zusammengefasst. Die durch die DEGES betreute Abstimmungs-, Planungs-, Genehmigungs-, Bau- und Entwicklungsphase ist mit der Übergabe abgeschlossen. Die wesentlichen Entwicklungsziele sind nachweislich erreicht. Bund und Land haben für die Renaturierung des Gebietes 4,2 Mio. Euro investiert. Weitere 3,8 Mio. Euro gehen an die Stiftung für die künftige Pflege.
Der Kompensationsflächenpool ist ein Beispiel für die Entwicklung und Umsetzung von Ausgleichsmaßnahmen, die in landwirtschaftliche Bewirtschaftung integriert sind. So können durch ökologisch angepasste landwirtschaftliche Pflegenutzung einerseits die naturschutzfachlichen Ziele erreicht und andererseits die Beeinträchtigungen betroffener Landwirtschaftsbetriebe erheblich gemindert werden.
Stimmungsvolle Lasershow beim Tunneldurchbruch.
Foto: ©Siegfried Scheffler
Durchschlag des Jagdbergtunnels bei Jena
Berlin/Jena, 27. August 2009. Im Rahmen einer von der ausführenden Arbeitsgemeinschaft ausgerichteten Durchschlagsfeier würdigten Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie Roland Richwien, Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Bau, Landesentwicklung und Medien, den schnellen Baufortschritt im Jagdbergtunnel. Die Vizepräsidentin des Thüringer Landtages, Birgit Pelke, dankte als Tunnelpatin den knapp 100 Mineuren der ARGE Jagdbergtunnel sowie allen Beteiligten dieser Baumaßnahme für die bisherigen Leistungen. Rund 2000 interessierte Bürgerinnen und Bürger verfolgten den Durchbruch der letzten Gebirgsschichten.
Mehr als 2000 Gäste warten mit Spannung auf den Durchbruch.
Foto: ©Siegfried Scheffler
In dem fast 12 Kilometer langen Neubauabschnitt der A 4 zwischen den Anschlusstellen Magdala und Jena/Göschwitz ist der rund 3 km lange Jagdbergtunnel das herausragende Bauwerk. Er ist nach dem Rennsteigtunnel im Zuge der A 71 und dem Tunnel Königshainer Berge im Zuge der A 4 der drittlängste Autobahntunnel Deutschlands.
Erst vor elf Monaten wurde mit dem bergmännischen Vortrieb begonnen. Die beiden Röhren wurden zeitgleich jeweils von beiden Portalseiten aufgefahren. Hierdurch konnten Vortriebsleistungen von bis zu 20 m am Tag erreicht werden.
Birgit Pelke, Vizepräsidentin des Thüringer Landtages und Tunnelpatin und
Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Foto: ©Siegfried Scheffler
Der sechsstreifige Neubau der Autobahn ist Bestandteil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 15 und wird die unzureichenden, weil störungsanfälligen, Verkehrsverhältnisse in dem ökologisch sensiblen Naturraum des Leutratales beseitigen.
Nach der geplanten Gesamtfertigstellung im Jahre 2012 wird das gesamte VDE-Projekt im Zuge der A 4 in Thüringen und Sachsen abgeschlossen sein. Danach schließt sich der Rückbau der alten Autobahntrasse auf rund 10 km Länge im Leutratal an. Dadurch werden die Anwohner der bestehenden Autobahn von Lärm und Abgasen vollständig entlastet und Flora und Fauna wertvolle Lebensräume zurückgegeben. Insgesamt werden ca. 300 Mio. € in den Neubauabschnitt investiert.
Beim Spatenstich: Bodo Baumbach, kaufm.-jur. Geschäftsführer der
DEGES, Dirk Brandenburger, techn. Geschäftsführer der DEGES, Gerold
Wucherpfennig, Minister für Bau, Landesentwicklung und Medien des
Freistaates Thüringen, MDir Prof. Dr.-Ing. Josef Kunz, Abteilungsleiter
Straßenbau im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
und André Schröder, Staatssekretär beim Minister für Landesentwicklung
und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt (v.l.n.r.)
Baubeginn A 71 Dreieck Südharz (A 38) – AS Heldrungen
Am 16. Juli 2009 erfolgte der Baubeginn der A 71 im Bereich der AS Artern durch einen feierlichen Spatenstich.
Nach Begrüßung durch den Technischen Geschäftsführer Dirk Brandenburger und den Ansprachen von MDir Prof. Dr.-Ing. Josef Kunz, Abteilungsleiter Straßenbau im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Gerold Wucherpfenning, Minister für Bau, Landesentwicklung und Medien des Freistaates Thüringen sowie André Schröder, Staatssekretär beim Minister für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt, wurde der erste Spatenstich für diese Straßenbaumaßnahme durchgeführt.
Der Baubeginn der A 71 im Abschnitt Dreieck Südharz (A 38) – AS Heldrungen ist ein weiterer Schritt in der Anbindung der A 38 Göttingen – Halle (A 9) (VDE Nr. 13) im Norden und der A 4 Eisenach – Görlitz (VDE Nr. 15) im Süden.
Diese Baumaßnahme führt nach Fertigstellung zu einer erheblichen Entlastung des Fernverkehrsaufkommens in Nord-Süd-Richtung zwischen Sangerhausen und Sömmerda über die Bundesstraßen 85 und 86. Die zahlreichen Ortsdurchfahrten werden in erheblichem Maße reduziert und die Belastung durch Lärm- und Schadstoffemissionen für die Anwohner dadurch drastisch minimiert.
Der Neubau der A 71 Sangerhausen – Sömmerda – Erfurt führt zu einer Stärkung der vorhandenen industriellen und gewerblichen Wirtschaft – eine Voraussetzung für weitere neue Gewerbe- und Industriestandorte sowie für die Belebung der Fremdenverkehrswirtschaft.
Daten & Fakten – Abschnitt Dreieck Südharz (A 38) – AS Heldrungen
| Länge: | 4,97 km (Land Sachsen-Anhalt) |
| 12,13 km (Freistaat Thüringen) | |
| Bauwerke: | 8 Bauwerke im Land Sachsen-Anhalt |
| 19 Bauwerke im Freistaat Thüringen |
Baustellenschild an der A 72
Baubeginn A 72 Ossabachbrücke
Am 5. Juni 2009 fand unter Teilnahme des Bundesverkehrsministers Wolfgang Tiefensee und des Sächsischen Staatsministers für Wirtschaft und Arbeit Thomas Jurk der feierliche Baubeginn der Ossabachbrücke im Zuge der A 72 im Streckenabschnitt Rathendorf – Frohburg statt.
Durch den Neubau zwischen Chemnitz und Leipzig wird das mitteldeutsche Autobahnnetz in Nord-Süd-Richtung ergänzt und eine Verknüpfung der in Ost-West-Richtung verlaufenden A 4 Görlitz – Dresden – Eisenach als Bestandteil des transeuropäischen Straßennetzes (TEN) und der A 38 als Südumfahrung von Leipzig hergestellt.
Neben der Verbindung der beiden Oberzentren Chemnitz und Leipzig dient die Maßnahme der verbesserten Anbindung der Mittelzentren Limbach-Oberfrohna, Borna und Altenburg an die vorgenannten Oberzentren. Durch den Neubau der A 72 werden die betroffenen Ortsdurchfahrten entlang der Bundesstraße 95 vom Durchgangsverkehr stark entlastet.
Technische Daten Ossabachbrücke
Länge: 219 m
Breite zw. d. Geländer: 29,50 m
Höhe über Tal: 10 m
Höhe Lärmschutz/Kollisionsschutzwand: 4 m
Überbau: 2-stegiger Plattenbalken in Spannbeton
Prof. Dr.-Ing. Josef Kunz ist neuer Aufsichtsratsvorsitzender der DEGES
Herr Prof. Dr.-Ing. Josef Kunz wurde auf der 75. außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 16. Januar 2009 zum Vorsitzenden des Aufsichtsrates der DEGES gewählt.
Herr MDirig Prof. Dr.-Ing. Kunz leitet die Abteilung Straßenbau, Straßenverkehr im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS).
Er übernimmt den Vorsitz im Aufsichtsrat in einer wichtigen Phase der Weiterentwicklung der DEGES zu einer intermodalen Verkehrsinfrastruktur-Projektmanagementgesellschaft.
Verabschiedung des Aufsichtsratsvorsitzenden MDir Hahn
Zum 31.12.2008 scheidet der Aufsichtsratsvorsitzende MDir Wolfgang Hahn aus dem Aufsichtsrat.
MDir Hahn legt infolge seiner Bestellung zum Leiter der Grundsatzabteilung des BMVBS sein Amt als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrates mit Ablauf des 31. Dezember 2008 nieder.
In den fünf Jahren seiner intensiven Tätigkeit für die DEGES, die stark geprägt waren von strategischen Überlegungen zur Weiterentwicklung der Gesellschaft, hat er es überaus erfolgreich verstanden, die Geschäftsführung bei der Gewinnung weiterer Gesellschafter sowie der Erschließung neuer Geschäftsfelder zu unterstützen. Die Freie und Hansestadt Hamburg und das Land Schleswig-Holstein sind seit 2007 bzw. 2008 Gesellschafter.
Die DEGES hat es in dieser Zeit geschafft, die Umsetzung der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit – Straße weitgehend abzuschließen und neue Projekte im Straßenbau, aber auch im Schienen- und Wasserstraßenbau, zu erschließen.
Neben den Gesellschaftern und den anderen Mitglieder des Aufsichtsrats bedankt sich die Geschäftsführung bei MDir Hahn für die vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit und wünscht ihm für die Zukunft alles Gute.
Die Wahl des neuen Vorsitzenden erfolgt im Rahmen einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung am 16. Januar 2009.
Verabschiedung des Herrn Klofat durch den techn.
Geschäftsführer Herrn Dipl.-Ing. Brandenburger
Zum 31.12.2008 tritt der kfm.-jur. Geschäftsführer Hans Jörg Klofat in den Ruhestand.
Herr Klofat verlässt nach über 17 Jahren die DEGES, in der er seit der Gründung der Gesellschaft am 07. Oktober 1991 als kaufmännisch-juristischer Geschäftsführer tätig war. Er hat in dieser Zeit den organisatorisch-personellen Aufbau sowie die erfolgreiche Entwicklung des Unternehmens maßgeblich geprägt und die entscheidenden Voraussetzungen für die Weiterentwicklung zu einer intermodalen Projektmanagementgesellschaft für Verkehrsinfrastrukturvorhaben mitgeschaffen.
Neben zahlreichen Vertretern aus Politik und Verwaltung bedanken sich die Gesellschafter, die Mitglieder des Aufsichtsrats der DEGES sowie die gesamte Belegschaft bei Herrn Klofat für seinen herausragenden Einsatz zum Wohl der Gesellschaft und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.
Neuer kfm.-jur. Geschäftsführer ab 01.01.2009 ist Herr Bodo Baumbach.
Herr Baumbach (Jahrgang 1965) ist seit 1992 Mitarbeiter der DEGES. Seine hohe Fachkompetenz und klare Autorität sorgten für eine stetig positive berufliche Entwicklung innerhalb des Unternehmens. Als Prokurist leitete er zuletzt den kaufmännischen Bereich. Der Aufsichtsrat setzt mit dieser innerbetrieblichen Personalentscheidung ein deutliches Signal sowohl an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch an die gegenwärtigen und künftigen Gesellschafter der DEGES in Richtung einer kontinuierlichen Unternehmensentwicklung.
Durchschneiden des Bandes zur Verkehrsfreigabe
Verkehrsfreigabe der A 71 in Nordthüringen
Nach drei Jahren Bauzeit ist der im Zuge der A 71 AD Südharz – Erfurt-Bindersleben realisierte Tunnel Schmücke feierlich für den Verkehr freigegeben worden.
Der 1.725 Meter lange Tunnel wurde nach der Neuen Österreichischen Tunnelbauweise aufgefahren und ist der modernste und sicherste Tunnel Deutschlands. Zum Brandschutz- und Sicherheitssystem gehören u. a., dass die Richtungsfahrbahnen in den Bereichen der Pannenbuchten durch Quertunnel miteinander verbunden sind. Über diese Rettungs- und Fluchtwege kann der Tunnel in Notfällen sicher und schnell verlassen werden. Videokameras überwachen ständig den Verkehrsfluss.
Das Bauwerk unterquert den Höhenzug Schmücke, und dient mit dem gleichzeitig freigegebenen 7,7 km langen A 71-Streckenabschnitt zwischen AS Heldrungen und der Anbindung an die B 85 der Erschließung der Region Nordthüringens.
Das etwa 132 Mio. € teure Projekt wurde neben der konventionellen Finanzierung durch den Bund mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
A 38 in Sachsen-Anhalt komplett unter Verkehr
Verkehrsfreigabe letzter Abschnitt A 38
Die A 38 wurde mit dem letzten Abschnitt zwischen AS Eisleben – Dreieck Halle-Süd in Sachsen-Anhalt vollständig dem Verkehr übergeben. Unter großer Teilnahme der Bevölkerung nahmen Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Prof. Dr. Wolfgang Böhmer die feierliche Verkehrsfreigabe des 22,2 km langen Streckenabschnitts vor. Die Verkehrsfreigabe dieses Teils der A 38 wurde als ein wichtiger Schritt zur Komplettierung des gesamten VDE-Projektes A 38/A 143 sowie der infrastrukturellen Entwicklung im südlichen Sachsen-Anhalt hervorgehoben.
Die auch als Südharz-Autobahn bezeichnete Strecke kann nun durchgehend von der AS Bleicherode in Thüringen bis Halle/Saale und weiter in den Südraum von Leipzig befahren werden. Zugleich werden die Anwohner der parallel verlaufenden B 80 erheblich von Verkehr entlastet. Der Lückenschluss des fast 12 km langen Abschnitts AS Bleicherode – AS Breitenworbis und damit der Abschluss des A 38 Neubaus ist für das Jahr 2009 vorgesehen.
Die A 73 in Thüringen ist vollendet - "Das Werk ist jetzt vollbracht"
Mit einem großen Volksfest haben die Bürger der Region Schleusingen ihre neue Autobahn eingeweiht – Hunderte kamen, um die einmalige Chance zu nutzen, die Strecke zu Fuß, per Rad oder auf Inlineskates zu erkunden.
Zuvor gab es den offiziellen Festakt mit hochrangigen Politikern. So stellte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee fest: „Die heutige Freigabe ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Vollendung der VDE.“
v.l.: Thüringens Minister Wucherpfennig, Bundesverkehrsminister Tiefensee
und Thüringens Ministerpräsident durchschneiden
das Band.
Foto ©: arifoto
Denn mit der feierlichen Verkehrsfreigabe der A 73 zwischen den Anschlussstellen Eisfeld-Nord und Schleusingen ist der in Thüringen liegende Teil des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 16, A 71 / A 73, durchgängig befahrbar. Auch Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus zeigte sich begeistert und sprach von einer „Erfolgsgeschichte in Thüringen“.
Das Durchschneiden des Bandes wurde mit Böllerschüssen des Schleusinger Schützenvereins unterstützt. Dann ging es für die Ehrengäste auf Erst­be­fahrung in Oldtimern wie dem Simson Supra. Für das leibliche Wohl war mit Getränken und Thüringer Rostbratwurst gesorgt.
Pünktlich um 20.00 Uhr konnte dann auch wie angekündigt der Autoverkehr über die neue Strecke rollen.
Foto ©: arifoto
Die Thüringer Waldautobahn, die auch als „Lehrpfad für Brückenbauer“ bezeichnet wird, hat allein in dem nun freigegebenen, ca. 12 km langen Abschnitt sechs Talbrücken und fünf Überführungsbauwerke.
Anfang September soll dann auf bayrischer Seite das letzte Teilstück zwischen Ebersdorf und Lichtenfels unter Verkehr gehen. Das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 16 wurde in einer Bauzeit von nur 12 Jahren fertig gestellt.
Aufsichtsrat, Geschäftsführung und Gesellschafter
begrüßen
Schleswig-
Holstein als neuen Gesellschafter.
Schleswig-Holstein jetzt Gesellschafter der DEGES
Das Land Schleswig-Holstein ist am 04.07.2008 der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH beigetreten.
Schleswig-Holstein wird der DEGES die Planung einschließlich Grunderwerb sowie die Realisierung des rund 60 km langen sechsstreifigen Ausbaus der A 7 von der Landesgrenze HH/SH bis zum Autobahndreieck Bordesholm in der Form eines ÖPP-Projektes übertragen.
DEGES sieht diesen Auftrag als Anerkennung ihres Know How und als Bestätigung ihres Potentials, noch für weitere Träger öffentlicher Aufgaben - soweit sie Gesellschafter sind -, als Dienstleister und „Projektmanager“ für Verkehrsinfrastrukturprojekte (Straße, Schiene, Wasserstraße) tätig zu werden.
Nach der Hansestadt Hamburg, seit August 2007 DEGES-Gesellschafter, ist Schleswig-Holstein bereits das zweite "alte" Bundesland, das die Dienstleistungen der DEGES in Anspruch nimmt.
Notrufanlage Heidkopftunnel
Heidkopftunnel - sicherster Tunnel in Deutschland
Der von DEGES im Zuge der A 38 Göttingen - Halle realisierte Heidkopftunnel gehört laut aktuellem Tunneltest des ADAC zu den Sichersten in Europa.
Der 1724 Meter lange "Tunnel der deutschen Einheit" erhielt im ADAC-Tunneltest 2008 die Note "sehr gut". Der unter der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Thüringen verlaufende Tunnel ist als Zweitplatzierter im europäischen Vergleich von 31 Tunneln in 11 Ländern und als bester in Deutschland bewertet worden.
Brandschutz und Lüftungssysteme sowie zusätzliche Rettungs- und Fluchtwege sorgen dafür, dass der Tunnel in Notfällen sicher und schnell verlassen werden kann. Videokameras überwachen ständig den Verkehrsfluss.
Seit der Fertigstellung 2006 hat es keine größeren Zwischenfälle gegeben, es gab lediglich 12 Fahrzeug-Pannen aber keine Unfälle oder Brände. Ein großes Plus des Tunnels ist das automatische Meldesystem, das Brände erkennen, die Lüftung aktivieren, den Tunnel sperren und die Feuerwehr alarmieren kann.
Jeder dritte Tunnel ist bei dem diesjährigen Test durchgefallen.
Schatulle wird mit Urkunde, Tageszeitung, Bauplan und Münzgeld gefüllt.
Grundsteinlegung A-Modell A 4 Hörselberge
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee und Thüringens Verkehrsminister Andreas Trautvetter vollzogen am 3. April 2008 den offiziellen Baustart für die Verlegung der Bundesautobahn A 4 bei Eisenach (Hörselbergumfahrung).
Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens wurde eine Erweiterung der bislang vierstreifigen Autobahnstrecke dringend notwendig. Die Verkehrsprognosen gehen für das Jahr 2015 von täglich mehr als 70.000 Kraftfahrzeugen aus. Aufgrund der schwierigen topografischen Verhältnisse mit starken Steigungen und gestaffelten Fahrbahnen wäre ein Ausbau im Bestand mit einer überlangen Bauzeit und erheblichen Kosten verbunden. Im Verlauf der Linienuntersuchungen wurde die Umfahrung der Hörselberge als optimale Lösung festgelegt und nachfolgend planfestgestellt.
Einlassen der Schatulle durch die Herren
Beraldo (Via Solutions Thüringen
GmbH), Bresolin (VINCI Concessions), Bundesminister für Verkehr, Bau
und Stadtentwicklung Tiefensee, Prof. Rohr (HOCHTIEF AG), Thüringens
Verkehrsminister Trautvetter (v. l.)
Die Gesamtstrecke (45 km) reicht von der Landesgrenze zwischen Hessen und Thüringen bis zur Anschlussstelle Gotha. Für das Betreiben des Autobahnabschnitts erhält das Konsortium die LKW-Mauteinnahmen auf dieser Strecke.
Ende 2010 soll die Neubaustrecke fertiggestellt sein.
Vertreter des Preisgerichtes und des Auslobers
Realisierungswettbewerb Elbebrücke Wittenberge ist entschieden
Der Wettbewerb zur Gestaltung der Elbquerung der Autobahn A 14 bei Wittenberge ist entschieden: die Bürogemeinschaft Leonhardt, Andrä und Partner mit Jean-Jaques Zimmermann wird die Strombrücke entwerfen. Sie ist Teil der Elbequerung, die insgesamt über 50 Millionen Euro kosten wird. Baubeginn wird nach Abschluss des Planfeststellungsverfahrens voraussichtlich 2010 sein.
Dr. Lütke Daldrup, Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung und Jurymitglied, lobte den siegreichen Realisierungsvorschlag als "überzeugenden Entwurf".
"Die neue Elbbrücke ist ein Merkzeichen und hält sich dennoch zurück. Mit der eleganten Konstruktion und der damit erreichten schlanken Ausbildung der Brücke fügt sich das neue Bauwerk selbstverständlich in die großartige Elblandschaft ein. Die Brücke setzt Akzente, unterstreicht die Identität dieses Abschnittes der Elblandschaft und erlaubt es auch den Autofahrern, die Landschaft zu erleben."
Der Wettbewerb wurde im November letzten Jahres ausgelobt. Teilnehmen konnten Ingenieurbüros und Arbeitsgemeinschaften aus Ingenieuren und Architekten. Von 28 Bewerbern wurden fünf für die weitere Bearbeitung ausgewählt. Nach dem Sieger erhielten die VIC Brücken- und Ingenieurbau aus Potsdam den 2. Preis sowie Schlaich Bergermann und Partner den 3. Preis.
Die Tunnelbohrmaschine "Leonie" durchstieß um 3:40 Uhr die Wand
zur künftigen City-Tunnel-Station "Markt". © Freistaat Sachsen.
Leonies Durchbruch zur künftigen City-Tunnel-Station „Markt“
Die Tunnelbohrmaschine „Leonie“ durchstieß mit ihren 65.000 PS um 3.40 Uhr die Wand zur künftigen City-Tunnel-Station „Markt“.
Dabei brach zunächst an der unteren rechten Ecke ein Stück heraus. Die Bohrflüssigkeit strömte in ein hierfür gemauertes Auffangbecken, bevor sich die Wand zu dehnen begann, kreisrund aufriß, unter lautem Getöse zusammenbrach und den Blick auf das imposante Schneidrad mit seinen 9 Metern Durchmesser freigab.
Der 65 Meter lange Bohrer hat damit die zweite Wegstrecke unter der Leipziger Innenstadt gemeistert und sich bisher mehr als einen Kilometer durch den Leipziger Untergrund gegraben.
Das Einfahren der Tunnelbohrmaschine gehört zu den schwierigsten Situationen beim Tunnelbau. Daher verfolgten zahlreiche Fotografen und Fernsehteams das Spektakel.
Der Bohrer wird nun überholt, um im Januar die Tunnelarbeiten mit der nächsten – 423 Meter langen – Etappe in Richtung Hauptbahnhof fortzusetzen. Ziel ist die Fertigstellung beider Tunnelröhren bis Ende 2008.
Mit dem City-Tunnel soll der Schienennahverkehr in der Region um etwa 20 Minuten schneller werden. Er soll mit dem Fahrplanwechsel 2011/12 in Betrieb gehen. (Bilder (c) Freistaat Sachsen).
Durchstich unterm Höllberg.
Durchstich unterm Höllberg
Am 04. Dezember 2007 um 11:46 Uhr erfolgte in der Nordröhre des Höllberg-Autobahntunnels der Tunneldurchschlag. In nur sieben Monaten seit Baubeginn wurden 150.000 Kubikmeter Gestein gebrochen, 17.700 Kubikmeter Spritzbeton eingebracht, sowie 430 Tonnen Stahlbögen und 300 Tonnen Bewehrungsmatten eingebaut.
Der Durchschlag erfolgte im Rahmen der Feier anlässlich des Ehrentages der Schutzpatronin der Bergleute, der heiligen Barbara. So hatte auch die Tunnelpatin - Ordensschwester Placida - Gelegenheit die 40 Mineure für die geleistete Arbeit zu loben, ein Barbaralied vorzutragen und die Sprengung für das Loch selbst auszulösen.
Der betreffende Abschnitt der A 38 zwischen Breitenworbis und Bleicherode soll bis Ende 2009 fertig gestellt werden und dann die durchgängige Befahrbarkeit der A 38 zwischen Göttingen und Halle ermöglichen.

Unterzeichnung des Projektvertrages für das Bau- und Erhaltungsmodell für Landesstraßen im Saale-Holzland-Kreis
Der Projektvertrag für das erste PPP-Modell (Public Private Partnership) im Landes-Straßenbau wurde am 23. November 2007 in Schkölen in Anwesenheit des Thüringer Ministers für Bau und Verkehr Andreas Trautvetter unterzeichnet.
Das Pilotprojekt wurde mit Unterstützung der DEGES vorbereitet und ist bis auf die Ortsdurchfahrten für die Abschnitte L 2306 Schkölen - Steudnitz (10,4 km), L 1071 Schkölen – Gösen (4,8 km) und L 1372 Schkölen – Landesgrenze (4,2 km) vereinbart. Es beinhaltet die grundhafte Erneuerung sowie Erhaltung und Unterhaltung dieser Straßenabschnitte über einen Zeitraum von 30 Jahren durch den privaten Betreiber.
Minister Trautvetter sieht das Pilotprojekt als richtigen Schritt, um vorhandenen Zustandsmängeln und Qualitätsdefiziten im Landesstraßennetz zu begegnen. Mit dieser Auftragsvergabe werde Thüringen nun auch bei PPP-Projekten im Straßenbau zum Vorreiter.
Die 2. Strelasundquerung - das neue "Tor nach Rügen"
Einmal zu Fuß über die neue Rügenbrücke – diesen Traum haben sich – nach dreijähriger Brückenbauzeit - am 20. und 21. Oktober 2007
ca. 180.000 Menschen erfüllt. Auch dies ein Symbol dafür, wie wichtig die Realisierung der 2. Strelasundquerung für eine optimale Verkehrsanbindung der Insel Rügen ist.
Die langen Staus auf dem alten Rügendamm gehören der Vergangenheit an, der Verkehr rollt nun über den 4.700 m langen Neubau.
Am Samstag, den 20.10.2007, war es endlich soweit:

Unter dem Motto „Deutschland schlägt Brücken“ wurde die Rügenbrücke von der Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel zusammen mit dem Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommern Dr. Harald Ringstorff feierlich dem Verkehr übergeben.
Die Bürger der Stadt Stralsund sind von dem neuen Wahrzeichen ihrer Stadt begeistert, es ist bereits von einem „Jahrhundertbauwerk“ die Rede. Dessen optischer Höhepunkt ist die 583 m lange Schrägseilbrücke über den Ziegelgraben mit seinem 128 m hohen Pylon.

Die Brückeneröffnung wurde umrahmt von einem dreitägigen Volksfest. Auf beiden Seiten der Brücke sowie im Hafen und im Zentrum von Stralsund wurde ein buntes Programm geboten, das bei der Bevölkerung und vielen Gästen großen Anklang fand.
Abgerundet wurde das kulturelle Programm durch verschiedene sportliche Events: Die „Tour d’Allée 2007“ – als einmalige Gelegenheit für Radfahrer, die Brücke zu befahren,
und den „Brückenlauf“ – die Möglichkeit für über 5000 Läufer und Walker sich dem Anstieg auf die Brücke zu stellen.
Der Eröffnungstag fand seinen Ausklang in einem Feuerwerk. Die Brücke erstrahlte durch bunte Scheinwerfer und Lichterketten in festlichem Glanz.
Zuschlag für Betreibermodell A 4 Hörselberge
(A-Modell) erteilt
Im Zuge des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 15 - A 4 Eisenach - Görlitz kann das erste Bundesfernstraßenprojekt in öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) auf einem Autobahnabschnitt in den neuen Bundesländern realisiert werden.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat dieses Projekt als eines von insgesamt fünf Pilotprojekten ausgewählt, um Erfahrungen mit der langfristigen, vertraglich geregelten Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft zu sammeln. Die Vergabe erfolgte als Baukonzession im Rahmen eines strukturierten Verhandlungsverfahrens.
Der Konzessionsnehmer ist mit der Auftragserteilung für den Neu-/Ausbau sowie den Betrieb und die Erhaltung eines 24,5 km langen Teilabschnitts der A 4 als nördliche Umfahrung der Stadt Eisenach sowie die Erhaltung und den Betrieb des vorgelagerten Abschnitts von der LGR Thüringen/Hessen sowie des nachgelagerten Abschnitts bis östlich der AS Gotha verantwortlich.
Insgesamt beträgt die Konzessionsstrecke ca. 45 km. Zur Baumaßnahme gehören u. a. drei Talbrücken, 24 weitere Ingenieurbauwerke und der Rückbau eines 10 km langen Teilabschnitts der zur Zeit bestehenden Bundesautobahn. Die Konzession umfasst auch die Finanzierung der vom Konzessionsnehmer zu erbringenden Leistungen.
Als Gegenleistung erhält der Konzessionsnehmer Einnahmen aus der LKW-Maut auf Grund des Autobahnmautgesetzes für schwere Nutzfahrzeuge. Die Konzessionsdauer beträgt 30 Jahre. Durch die langfristige Aufgabenerteilung und eine effektive Risikoverteilung wird ein permanenter Anreiz für den Privaten geschaffen, den gesamten Lebenszyklus des Autobahnabschnitts durch effektives Handeln und Innovation zu optimieren.
Die wirtschaftliche Vorteilhaftigkeit des Betreibermodells wurde anhand einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung belegt.

Der Zuschlag für das Bau- und Erhaltungsmodell für Landesstraßen im Saale-Holzland-Kreis (B-E-Modell) konnte erteilt werden
DEGES konnte am 06. September 2007 für den Freistaat Thüringen das erste in öffentlich-privater Partnerschaft zu realisierende Straßenbauprojekt auf Landesstraßenebene in Deutschland vergeben.
Es handelt sich dabei um ein Landesstraßen-Teilnetz von ca. 20 km Länge im Saale-Holzland-Kreis (SHK). Im Rahmen des Pilotprojektes wurde die Planung, die grundhafte Erneuerung, die Erhaltung und ein Teil des Betriebsdienstes sowie die Finanzierung an einen privaten Auftragnehmer für einen Zeitraum von 30 Jahren übertragen.
Angestrebt wird dabei durch Ausnutzung des Innovationspotentials des Auftragnehmers und der Lebenszyklusbetrachtung des Projektes für Thüringen wirtschaftlichere Ergebnisse zu erzielen als bei der bisher üblichen konventionellen Projektrealisierung.
Der Vorteil der ÖPP-Beschaffungsvariante gegenüber der konventionellen Realisierung wurde im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung belegt.
Hamburg jetzt Gesellschafter der DEGES
Die Freie und Hansestadt Hamburg ist gemäß Beschluss der Hamburger Bürgerschaft vom 30.08.2007 der DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH beigetreten.
Mit dem Beitritt Hamburgs nimmt erstmals ein westliches Bundesland die Dienstleistungen der DEGES in Anspruch. Starten soll die Zusammenarbeit mit einem Immissionsschutz-Konzept für den geplanten sechs- bzw. achtstreifigen Ausbau der A 7 nördlich des Elbtunnels.
DEGES sieht diesen Auftrag als Anerkennung ihres Know How und als Bestätigung ihres Potentials, künftig auch im gesamten Bundesgebiet für öffentliche Auftraggeber - soweit sie Gesellschafter sind -, als Dienstleister und „Projektmanager“ für Verkehrsinfrastrukturprojekte (Straße, Schiene, Wasserstraße) tätig zu werden.
Neue S 170 entlastet ab 2008 Friedrichswalde und Ottendorf
Mit einem symbolischen Baggerhub wurde am 27. Juni 2007 der Neubau der Staatsstraße S 170 n begonnen. Der wichtige Zubringer zur A 17 soll die beiden Gemeinden Friedrichswalde und Ottendorf vom Durchgangsverkehr entlasten und verläuft durch sehr sensibles Terrain mit geschützten Tier- und Pflanzenarten sowie wertvollen Feuchtwiesen im Tal der Bahre.
Beispielsweise „wohnt“ eine beachtliche Zahl der geschützten „Kleinen Hufeisennase“ im Dachboden des Schlosses Ottendorf. Dabei handelt es sich um eine der bedeutendsten Fledermauskolonien Deutschlands, die unter besonderem europäischen Schutz steht. Viele einzelne Schutzmaßnahmen werden für diese Tiere, wie schon beim Neubau der A 17, vorgesehen. So sollen unter anderem Fledermausüberflughilfen zum Schutz vor Kollision mit Fahrzeugen dienen.
Für die Bahretalbrücke, die mit einer Länge von 352 Metern das gesamte Tal der Bahre überspannt, gelten strenge Auflagen für das Bauverfahren zum Schutz der sensiblen Tier- und Pflanzenwelt.
Die 3,7 km lange Trasse wird teilweise durch EFRE-Mittel (Europäischen Fonds für regionale Entwicklung) gefördert. Die Kofinanzierung erfolgt aus Mitteln des Freistaates Sachsen. Die Gesamtkosten sind mit ca. 16,5 Mio. € veranschlagt.
Kompensationsmaßnahme auf der Aufstandsfläche der ehemaligen Gessenhalde
Die in der Zeit von 1970 bis 1990 entstandene Gessenhalde bei Ronneburg, in der kontaminiertes Gesteinsmaterial aus dem Uranbergbau lagerte, wurde ab 1991 in die Gruben des Tagebaues verbracht.
Die Aufstandsfläche der Halde konnte durch eine Kompensationsmaßnahme der DEGES renaturiert werden. Damit fand ein Ausgleich für die Eingriffe in Natur und Landschaft statt, die durch den Ausbau der A 4 im Abschnitt der 8,7 km langen Strecke zwischen dem Autobahnkreuz Hermsdorf und der AS Rüdersdorf hervorgerufen wurden.
Am 11. Juni 2007 wurde eine entsprechende Informationstafel im Rahmen einer feierlichen Enthüllung der interessierten Öffentlichkeit vorgestellt.
Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung Bennewitz und der Muldebrücke Wurzen
Nachdem im August 2002 das so genannte Jahrhunderthochwasser die alte Muldebrücke schwer beschädigte, wurde ein Neubau dringend erforderlich. Durch Beschleunigung des Planungsprozesses und zügige Umsetzung der Bauarbeiten wurde die Ortsumgehung Bennewitz mit der neuen Muldebrücke am 25. Mai 2007 feierlich für den Verkehr freigegeben.
Die Ortsumgehung wurde mit größtmöglichem Abstand zur vorhandenen Wohnbebauung geplant und in einer Kombination mit dem gleichzeitig realisierten Hochwasserdamm gebaut. Mit der neuen Ortsumgehung wird eine erhebliche Senkung der Lärm- und Abgasbelastung in Bennewitz erreicht. Zudem wird das Risiko für Fußgänger und Radfahrer bei der Überquerung der bisherigen B 6 reduziert und damit die Trennungswirkung der bisherigen Straße zwischen historischem Stadtkern im Norden und den Siedlungsgebieten im Süden der Stadt vermindert.
Das neue Brückenbauwerk bietet durch stromlinienförmige Pfeiler, große Stützweiten und den höher gelegten Überbau einen deutlich besseren Hochwasserschutz als die alte Brücke. Das insgesamt 523 m lange Bauwerk besteht aus einer 210 m langen Flussbrücke und einer 313 m lange Vorlandbrücke, wobei ein Trennpfeiler den Übergang von einem Bauwerk zum anderen markiert. Die Flussbrücke ist als Zügelgurtbrücke mit weithin sichtbarer, markanter, oben liegender Tragkonstruktion ausgeführt und überspannt den eigentlichen Flussquerschnitt ohne einen Pfeiler.

Tunnelanschlag „Tunnel Höllberg“
Im Zuge des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 13, A 38/A 143 Göttingen – Halle ( A 9) fand am 2. Mai 2007 im Abschnitt Anschlusstelle (AS) Breitenworbis bis AS Bleicherode ein Tunnelanschlag statt, mit dem der Bau des Tunnels Höllberg eingeläutet wurde. Neben dem Heidkopftunnel – Tunnel der Deutschen Einheit – der im Dezember 2006 für den Verkehr freigegeben wurde, entsteht mit der 885 m langen Unterquerung des Höllbergs ein zweiter Tunnel im Zuge des Neubauprojekts A 38.
Hierzu werden zwei Röhren mit je 2 Fahrstreifen gebaut und mit modernsten Einrichtungen zur Tunnelsicherheit ausgestattet.
Anlässlich des feierlichen Tunnelanschlags wurde die heilige Barbara – Schutzpatronin aller Tunnelarbeiter – geehrt und um sicheres Geleit beim Bau gebeten. Die Verkehrsfreigabe des Tunnels sowie des Abschnitts AS Breitenworbis bis AS Bleicherode ist für Ende 2009 vorgesehen.

Freigabe der A 4, AS Gera und der B 2, Nordanbindung Gera sowie der L 1079 n, Osttangente Gera
Noch vor der diesjährigen Bundesgartenschau in Gera wurde am 21. April 2007 die Anschlussstelle (AS) Gera für den Verkehr freigegeben. Diese verknüpft die B 2, Nordanbindung Gera und die L 1079 n Osttangente Gera mit der Autobahn.
Mit der Fertigstellung ist eine leistungsfähige Anbindung der nord-östlichen Gebiete der Stadt entstanden, die gleichzeitig die Innenstadt vom Durchgangsverkehr entlastet.
Im Zuge der B 2 und der L 1079 n wurden zwei Talbrücken gebaut, welche sich harmonisch in das Landschaftsbild einfügen.

Die Talbrücke Laasener-Grund (L 1079 n) mit einer Länge von 260 m und die Brahmetalbrücke (B 2) mit einer Länge von 343 m überspannen dabei zwei natürliche Täler, deren ökologisch hochwertige Bereiche so optimal geschützt werden.
Die B 2 Nordanbindung Gera und L 1079 n Osttangente Gera sind als Pilotprojekt für die Anwendung des Förderinstruments der Beschäftigung schaffenden Infrastrukturförderung (BSI) im Straßenbau realisiert worden.
Die Agentur für Arbeit in Gera hat auf dieser Grundlage die Beschäftigung von Langzeitarbeitslosen finanziell unterstützt. Von den insgesamt 46 eingesetzten Mitarbeitern konnten 15 ehemals Arbeitslose in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis wechseln. Die Projektbeteiligten sind mit dem Erfolg der Maßnahme sehr zufrieden.
Bundesautobahn A 10 – Berliner Ring
Achtstreifiger Ausbau A 10, AD Nuthetal bis AD Potsdam, km 88,8 bis 97,0
VKE 1141
Die Bundesautobahn A 10 „Berliner Ring“ ist im südlichen und östlichen Streckenabschnitt als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit (Projekt-Nr. 11)
im Bedarfsplan für die Bundesfernstraßen als „vordringlicher Bedarf“ eingestuft.
Nachdem die sechsstreifige Erweiterung des Ost- und Südrings weitestgehend abgeschlossen ist, wurde das Projekt „Achtstreifiger Ausbau des Berliner Rings zwischen AD Nuthetal und AD Potsdam“ im Dezember 2006 vom Land Brandenburg an die DEGES zur weiteren Bearbeitung und Ausführung übergeben.
Im Frühjahr 2007 wird mit der Entwurfsplanung des Streckenabschnittes und der Ingenieurbauwerke begonnen. Bereits beauftragt sind die Vermessungsleistungen und die Baugrunduntersuchungen. Gleichzeitig laufen die Untersuchungen für die Landschaftspflegerische Begleitplanung.
Die besonderen Anforderungen des Gesamtprojektes liegen in der Querschnittserweiterung von 6 auf 8 Fahrstreifen unter Aufrechterhaltung des Verkehrs. Dabei müssen die Tank- und Rastanlage Michendorf sowie die beiden Anschlussstellen Ferch und Michendorf in allen Bauphasen nutzbar sein. Weiterhin sind zwei Eisenbahnüberführungen über die A 10 durch Abbruch und Neubau anzupassen. Insgesamt sind 6 Brücken sowie eine Vielzahl von Wegweisungs- und Verkehrszeichenbrücken unter laufendem Verkehr neu herzustellen.

Schildtaufe für die Tunnelbohrmaschine des City Tunnel Leipzig
Am 11. Januar 2007 wurde die Schildvortriebmaschine auf den Namen „Leonie“ getauft und in der Baugrube im Bayerischen Bahnhof in Gang gesetzt. Den Namen haben die Leser einer großen Leipziger Tageszeitung ausgewählt. „Leonie“ steht einerseits für die Stärke eines Löwen, die für den Vortrieb in Leipzigs Untergrund nötig ist. Andererseits aber auch für den Sanftmut eines Kätzchens, den man für den behutsamen Umgang mit Leipzigs Innenstadt braucht. Entsprechend der bergmännischen Tradition wurde die Schildtaufe durch kirchliche Vertreter, einen evangelischen und einen katholischen Geistlichen begleitet. Zur Taufe des Leipziger Bohrers wurde eine Statue der Heiligen Barbara aufgestellt, denn die Heilige ist die Schutzpatronin der Bergleute und Tunnelbauer. Die Tunnelröhren werden nach dem Vornamen der Gattin des sächsischen Ministerpräsidenten Frau Prof. Angelika Meeth-Milbradt benannt.
Seit dem 15. Januar 2007 gräbt sich der spezielle Riesenbohrer in 20 bis 25 Metern Tiefe durch den Leipziger Untergrund 1.750 Meter in Richtung Hauptbahnhof. Die Tunnelbohrmaschine wurde speziell für die Leipziger Untergrundverhältnisse angefertigt. Sie hat einen Durchmesser von neun Meter und eine Länge einschließlich der Nachläufer von 65 Metern. Sie bohrt nicht nur die Tunnelröhre und entsorgt automatisch den aufgebohrten Baugrund, sie baut auch gleich aus 40 Zentimeter starken Betonringen, sogenannten Tübbings, die Tunnelwand.
Der Citytunnel ist eines der wichtigsten innerstädtischen Infrastrukturprojekte in Deutschland. Diese Nord-Süd-Achse verknüpft künftig in Leipzig die beiden Kopfbahnhöfe Leipzig Hauptbahnhof und den Bayerischen Bahnhof. Die neu geschaffene Schieneninfrastruktur ermöglicht es, dass Züge unterirdisch direkt durch Leipzigs Innenstadt fahren, deutliche Fahrzeitverkürzungen erreichen und damit die gesamte Region mit Leipzig verbinden.

Freigabe der A 17 Dresden (A 4) – Bundesgrenze Deutschland / Tschechische Republik
Mit dem Neubau der A 17 wurde am 21. Dezember 2006 zwischen Dresden und Prag eine empfindliche Lücke im europäischen Fernstraßennetz geschlossen.
Die Autobahn ist Bestandteil eines hochwertigen Straßensystems, welches die Oberzentren Berlin, Dresden und Prag miteinander verbindet. Ab dem Autobahndreieck Dresden-West, wo die A 17 an die bestehende A 4 angebunden ist, verläuft die neue Autobahn nach Süden beziehungsweise Südosten und bildet so eine Südumfahrung der sächsischen Landeshauptstadt, ehe sie nach cirka 45 km bei Bad Gottleuba die Bundesgrenze zur Tschechischen Republik erreicht.

Im Zuge der Gesamtmaßnahmen wurden fünf Tunnelbauwerke, 58 Brücken (darunter zehn Großbrücken) gebaut. Der nachgeordnete Straßenverkehr wird über sieben Anschlussstellen mit der Bundesautobahn verbunden. Eine besondere Priorität wurde dem Natur und Umweltschutz eingeräumt. Das wird in den zahlreichen Maßnahmen zum Schutz seltener Tierarten und deren Lebensräumen deutlich.
Die neue Autobahn leistet einen wesentlichen Beitrag zur besseren Erschließung des südostsächsischen Raumes und erhöht die Attraktivität aller im Einzugsbereich liegenden Standorte. Damit entsprach dieses Bauvorhaben den europäischen Entwicklungsanforderungen.
Umfangreiche EFRE Mittel (Europäischer Fonds für Regionale Entwicklung) und Mittel des Bundeshaushaltes konnten deshalb zur Finanzierung genutzt werden.

Freigabe der A 38, AS Friedland – AS Leinefelde-Worbis
Ein 34,6 km langes Teilstück der A 38 von der AS Friedland bis zur AS Leinefelde-Worbis wurde am 20. Dezember 2006 für den Verkehr freigegeben. Die A 38 ist somit im Westen vom Autobahnkreuz A 7/A38 bis zur AS Breitenworbis befahrbar und verbindet die Bundesländer Niedersachsen, Hessen und Thüringen miteinander.
Auf dem Streckenabschnitt befinden sich beeindruckende Bauwerke wie der „Heidkopftunnel – Tunnel der Deutschen Einheit“ mit einer Länge von 1.724 m und vier große Talbrücken, zu der auch die Etzelsbachtalbrücke mit einer Länge von 525 m gehört.
Der Bau der A 38 ist notwendig, da nach der Öffnung der innerdeutschen Grenzen die Hauptlast des Durchgangsverkehrs über Bundesstraßen wie die B 80 führte. Indem die neue Autobahn den Durchgangsverkehr bündelt, werden das nachgeordnete Straßennetz und insbesondere die Ortsdurchfahrten nachhaltig entlastet.

Freigabe der A 73, AS Suhl-Friedberg – AS Schleusingen
Ein weiteres Teilstück des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 16, A 73 Suhl - Lichtenfels, wurde am 15. Dezember 2006 für den Verkehr freigegeben.
Dieser etwa 7,8 km lange Streckenabschnitt zwischen den Anschlussstellen Suhl-Friedberg und Schleusingen ist durch ein topografisch stark bewegtes Gelände geprägt, was sich nicht zuletzt in den sieben Talbrücken mit einer Gesamtlänge von 2.172 m ausdrückt. Darunter sind zum Beispiel die Wallersbachtalbrücke mit einer Länge von 501 m oder die Talbrücke St. Kilian mit einer Länge von 442 m.
Durch den Bau der A 73 wird die Bundesstraße 247 zwischen Suhl und Schleusingen entlastet. Dies führt vor allem zu einer spürbaren Verkehrsberuhigung in den Ortslagen Hirschbach, Erlau und Schleusingen.
(Foto v.l.: Vorsitzender des Aufsichtsrats MDir. Wolfgang Hahn, Geschäftsführer Technik Dipl.-Ing. Dirk Brandenburger, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wolfgang Tiefensee, Geschäftsführer Recht und Verwaltung Hans Jörg Klofat)
Anlässlich des 15-jährigen Bestehens der DEGES stattete der Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung Wolfgang Tiefensee am 28. November 2006 dem Aufsichtsratsvorsitzenden und der Geschäftsführung einen Besuch ab.
Er bedankte sich besonders für die beeindruckenden Leistungen der DEGES und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen der Verwirklichung der VDE-Projekte sowie VDE-Zubringerprojekte und sprach die Potentiale und die daraus möglichen Perspektiven der DEGES an:
"Die DEGES hat das Potential und das Know-how, als Dienstleister für Verkehrsinfrastrukturprojekte öffentlicher Auftraggeber künftig auch im gesamten Bundesgebiet tätig zu werden."

Eindrucksvolle Bilanz im Jubiläumsjahr 2006
Am 7. Oktober 2006 beging die DEGES ihr 15-jähriges Firmenjubiläum und kann eine eindrucksvolle Leistungsbilanz vorlegen. Gegründet als eine gemeinsame Ressource der fünf neuen Länder für eine möglichst rasche Verwirklichung der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit – Straße hat die DEGES in den zurückliegenden Jahren ein hohes Maß an organisatorischer Kompetenz und technischem Know-how unter Beweis gestellt.
Das Ergebnis der in DEGES gebündelten Potentiale sind 1.150 km Autobahn (inkl. Zubringer) – geplant und gebaut in 15 Jahren. Dies entspricht fast 10 % der insgesamt in Deutschland vorhandenen Bundesautobahnen (ca. 12.200 km).

„Tag der offenen Autobahn“ auf der A 17
Am 9. Dezember 2006 bot sich jedem Bürger die Möglichkeit , am „Tag der offenen Autobahn“ auf der A 17 sich über den kompletten Streckenabschnitt zu informieren. Zwischen der AS Pirna und der Seidewitztalbrücke gab es neben Informationsständen zur A 17 auch weihnachtliche Unterhaltung für Groß und Klein.
Um 14.00 Uhr fand die offizielle Eröffnung mit Ansprachen des Landrats der Sächsischen Schweiz Herrn Michael Geisler, einem Vertreter des Wirtschaftsministeriums Sachsen sowie dem zuständigen Bereichsleiter für die A 17 der Projektmanagementgesellschaft DEGES, Herrn Rothe, statt.
Die offizielle Verkehrsfreigabe des letzten Teilstücks der A 17 erfolgt im Rahmen einer festlichen Veranstaltung am 21. Dezember 2006.

Tunneldurchschlag am Schmücketunnel mit Barbarafeier
Beim Bauwerk Schmücketunnel im Zuge des VDE-Zubringerprojektes A 71 AD Oberröblingen (A 38) – Erfurt–Bindersleben (B 7) fand am 04. Dezember 2006 der Tunneldurchschlag statt.
Somit wurde am Tag der heiligen Barbara, der Schutzheiligen aller Bergleute und Mineure, eine 1.725 m lange Verbindung zwischen dem Nord- und Südportal hergestellt. An der Feier nahm auch die Tunnelpatin Katharina Althaus teil.

Benefizlauf durch den "Heidkopftunnel - Tunnel der Deutschen Einheit", A 38
Bei einem Benefizlauf zu Gunsten der Multiple Sklerose Stiftung, deren Schirmherrin Katharina Althaus ist, wurde der "Heidkopftunnel - Tunnel der Deutsche Einheit" durchquert und bildete am Ostportal den Wendepunkt der Laufveranstaltung. Der Benefizlauf fand am 25. November 2006 um 11 Uhr statt und erstreckte sich über 15 km.
Zum Gedenken an die deutsche Wiedervereinigung erhielt das besondere Bauwerk den Namen: "Heidkopftunnel - Tunnel der Deutsche Einheit" und verbindet nach der Verkehrsfreigabe die Bundesländer Thüringen, Hessen und Niedersachsen. Es mussten mehr als 570.000 m³ Gesteinsmassen bewegt werden, um den notwendigen Platz für die beiden etwa 1,7 km langen Röhren und die Voreinschnitte zu schaffen. Der Tunnel selbst wurde dabei nach den höchsten europäischen Sicherheitsstandards ausgestattet. Die offizielle Verkehrsfreigabe des Tunnels, einschließlich der Strecke von AS Friedland bis AS Leinefelde, erfolgt demnächst im Rahmen einer festlichen Veranstaltung am 20. Dezember 2006.
Freigabe der A 9, Tautendorf - Triptis
Der Ausbau der wichtigen Nord-Süd-Achse schreitet mit der Freigabe des Streckenabschnitts A 9, Tautendorf bis Triptis vom 16. November 2006 voran. Damit ist die Bundesautobahn A 9 Berlin-Halle/Leipzig-Nürnberg-München auf diesem Abschnitt sechsstreifig befahrbar und ermöglicht einen leistungsfähigen und sicheren Verkehrsfluss.
Aufgrund des verkehrlichen Zusammenhangs wurden die Ortsumgehungsstraßen von Miesitz und Triptis im Zuge der B 281 sowie die Ortsumgehung von Mittelpöllnitz im Zuge der B 2 gemeinsam und zeitgleich mit der neuen A 9 - Anschlußstelle Triptis realisiert.
Freigabe der Ortsumgehung Trebbin
Ein weiterer Abschnitt des VDE-Zubringerprojektes B 101n Ludwigsfelde-Ost - Luckenwalde-Nord (VKE 1134) wurde am 13. November 2006 für den Verkehr freigegeben.
Der Streckenabschnitt ist 8,4 km lang und führt östlich an Trebbin vorbei. Die Ortschaften Trebbin, Kliestow und Wiesenhagen werden vom Durchgangsverkehr entlastet, wodurch die Lärm- und Abgasbelastung deutlich sinkt.
Die B 101n wird als vierstreifige Bundesstraße neu gebaut und besitzt mit 2 x 3,50 m breiten Fahrstreifen plus Standstreifen pro Fahrtrichtung eine autobahnähnliche Ausbauqualität, was zu einer wesentlichen Verbesserung der Verkehrssicherheit auf diesem wichtigen Autobahnzubringer führt.

Zum 31.08.2006 wechselte der techn. Geschäftsführer Dipl.-Ing. Hans-Jörg Kleffner in den Ruhestand.
Herr Kleffner verlässt nach über 14 Jahren die DEGES, in denen er zunächst
als Bereichsleiter und Prokurist und ab 1998 als Geschäftsführer tätig war.
Er hat in dieser Zeit sowohl die positive Entwicklung des Unternehmens als auch die
schnelle Realisierung der einzelnen Bauprojekte entscheidend geprägt.
Neben zahlreichen Vertretern aus Politik und Verwaltung bedanken sich die gesamte Belegschaft, die
Gesellschafter sowie die Mitglieder des Aufsichtsrats der DEGES für
seinen unermüdlichen Einsatz und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute.

Neuer techn. Geschäftsführer ab 01.09.2006 ist Herr Dipl.-Ing. Dirk Brandenburger.
Herr Brandenburger leitete bisher im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung das Referat S 01 (Übergreifende Aufgaben im Straßenbau, Gebietsaufgaben für Berlin und Brandenburg). Der Aufsichtsrat verbindet mit dieser Personalentscheidung ein deutliches Signal sowohl an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wie auch an die gegenwärtigen und künftigen Gesellschafter der DEGES, dass die Gesellschaft in der Orientierung auf neue Aufgaben gefördert werden soll.








