Projektbeschreibung - Projektstand - Ausblick
Kartenausschnitt Planung Wilhelmsburger Reichsstraße (Details im PDF-Link)
Verlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße auf ca. 4,8 km in Hamburg
- Investitionsvolumen: ca. 65 Mio. € für Bau und Grunderwerb
Die heutige B 4/B 75, Wilhelmsburger Reichsstraße, verläuft in Nord-Süd-Richtung durch den Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg und verbindet als vierstreifige, anbaufreie Bundesstraße Harburg mit der Hamburger Innenstadt. Die B 4/B 75 ist das Bindeglied zwischen der A 253 im Süden und der A 252 im Norden.
Die Verlegung der B 4/B 75 als Ersatzneubau mit einem modernen, leistungsfähigen Querschnitt schafft die Voraussetzung für eine zukünftig sichere Verkehrsabwicklung. Die neue B 4/B 75 verbessert zusammen mit der geplanten Hafenquerspange die Erschließung und Anbindung des Hamburger Hafens im Bereich der Elbeinsel an das Hinterland.
Der Stadtteil Wilhelmsburg ist heute durch die Reichsstraße und die Bahnanlagen stadträumlich zerschnitten. Zusätzlich schränken Lärmbelästigungen die Lebensqualität der Bewohner erheblich ein.
Mit der Bündelung von Straße und Schiene in Verbindung mit aufwendigen Lärmschutzmaßnahmen besteht jetzt die Möglichkeit, die Lärmbelastungen für alle Wohngebiete deutlich zu reduzieren. So gewinnen die Wilhelmsburger durch das Projekt in jedem Fall neue Lebensqualität. Die deutliche Verbesserung der Geräuschkulisse stellt eine nachhaltige Nutzung des igs-Geländes als Parkanlage sicher und schafft darüber hinaus für die Zukunft wertvollen städtebaulichen Entwicklungsraum.
Mit der der DB AG besteht grundsätzlich Einverständnis zu den Randbedingungen und Maßnahmen zur Bündelung von Straßen und Schienen. Zurzeit wird der technische Entwurf bearbeitet. Dabei werden weitere Detailabstimmungen mit der DB AG berücksichtigt.
Auf Basis eines für Hamburg neu erstellten und damit aktualisierten Verkehrsgutachtens ist mit der lärmtechnischen Berechnung zur Eindämmung des Straßen- und Schienenlärms begonnen worden.
Anfang 2010 ist im Rahmen der Baugrunderkundungen die Hauptuntersuchung anlaufen.
Im Stadtteil Wilhelmsburg gelten beinahe alle Flächen als Kampfmittelverdachtsflächen. Deshalb werden von den zuständigen Behörden der Stadt Hamburg seit Anfang 2009 alliierte Luftbilder aus dem 2. Weltkrieg ausgewertet. Damit können im Vorfeld der Baumaßnahmen systematische Kampfmittelberäumungen stattfinden.
Im Sommer 2010 ist die Fertigstellung des technischen Entwurfes vorgesehen. Der Entwurf wird neben der verlegten Bundesstraße die durch die Verlegung ausgelösten Maßnahmen im verbleibenden Bahngelände beinhalten.

