Projektbeschreibung - Projektstand - Ausblick
B 96n Bautzen Westtangente
- Gesamtlänge: ca. 5,4 km
- Gesamtkosten: ca. 28,4 Mio. €
Die B 96n und die B 6 werden als bedeutende überregionale Verkehrsverbindungen zwischen den Mittelzentren Bautzen, Hoyerswerda und Löbau/Görlitz im Zentrum von Bautzen in gemeinsamer Trasse über die Spree geführt. Durch die Überlagerung von überregionalem Verkehr, europäischem Schwerlastverkehr sowie Quell- und Zielverkehr bestehen in der touristisch bedeutsamen Altstadt von Bautzen völlig unzureichende Verkehrsverhältnisse, die zu permanentem Stau auf der Spreebrücke führen. Mit der Westtangente soll vorrangig der überregionale Verkehr von der A 4 in Richtung Löbau und Oppach separat geführt und damit das Stadtzentrum erheblich vom Durchgangsverkehr entlastet werden.
Das Projekt wird in zwei Bauabschnitte (BA) geteilt:
1. BA:
Bauanfang bis zur Kreuzung mit der B 6 einschließlich Querspange und Schmoler Weg. Diese Verkehrsverbindung wird als Umleitungsstrecke benötigt, wenn die B 96n mittels Tunnel unter die B 6 verlegt wird. Das Bauwerk „Schmoler Weg“ wurde separat ausgeschrieben und beauftragt. Am Schmoler Weg laufen die Arbeiten an der neuen Brücke über die Westtangente. Der Baubeginn für die sogenannte „Querspange“, die von der Esso-Tankstelle an der Dresdener Straße zur Westtangente am Schmoler Weg führt, erfolgte im Mai 2010. Die Querspange und der neue Schmoler Weg sollen bis Ende 2010 fertig sein. In diesem Bereich wurde bereits eine provisorische Baustraße errichtet.
2. BA:
Von der Kreuzung mit der B 6 bis zum Bauende. Innerhalb dieses Bauwerkes werden die Spreebrücke und der Aushub des Tunnels als separate Aufträge vorgezogen vergeben, um die Bauzeit zu minimieren und der geforderten Fachlosvergabe zu entsprechen.
Für den Aushub des Tunnels an der Daimlerstraße sind Sprengungen vorgesehen. Ende Juni werden Probesprengungen im Bereich der Jordantalbrücke stattfinden, um festzustellen, welche Mengen Sprengstoff nötig sind.
Mit dem Bau der Spreebrücke wurde Anfang Mai 2010 begonnen. Die Fertigstellung der Brücke ist für Herbst 2011 vorgesehen. Das Bauwerk hat eine Länge von 125 Metern.
Landschaftspflegerische Maßnahmen zur Kompensation der Westtangente:
In der zurzeit laufenden Landschaftspflegerischen Ausführungsplanung (LAP) werden die Kompensationsmaßnahmen des Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) planerisch umgesetzt. Mit dem LBP sind Maßnahmen zur Kompensation der Eingriffe und Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes und Landschaftsbildes, die durch das Bauvorhaben entstehen, festgeschrieben. Das heißt, dass beispielsweise die zu pflanzenden Baumarten, deren Stückzahl und exakte Standorte in Pflanzplänen der LAP festgelegt werden, nach denen anschließend die Pflanzungen erfolgen können.
So werden im Bereich der neu entstehenden Böschungen der B 96n und vielfach auf angrenzenden Flächen Gehölze in Reihen, als Baumgruppen, als Einzelbäume oder Hecken gepflanzt, um die neue Trasse in die Landschaft einzubinden. Räumliche Schwerpunkte, an denen im unmittelbaren Umfeld der Trasse eine Neu- oder Umgestaltung der Landschaft erfolgt, liegen in der Niederung der Spree und an der zukünftigen „Querspange“ und im Kreuzungsbereich mit dem „Schmoler Weg“. Diese Maßnahmen werden zum Ende der Bauarbeiten der Strecke umgesetzt.
- Bauzeit des 1. Bauabschnittes: September 2009 bis Dezember 2010
- Bauzeit des 2. Bauabschnittes: März 2011 bis Juli 2013
- Bauzeit der Spreebrücke: Mai 2010 bis November 2011
- Bauzeit Tunnelaushub: November 2010 bis April 2011
In der Daimlerstrasse werden Leitungen, die unter der alten Fahrbahn liegen, ab Juni 2010 verlegt. Damit wird für den Tunnel und die neue Trasse Platz geschaffen.
Während der Tunnelarbeiten bleibt die Dresdener Straße offen. Behelfsbrücken leiten Fahrzeuge und Fußgänger über die Tunnelbaustelle. Vorgesehen ist eine Geschwindigkeitsbegrenzung: Statt 50 Stundenkilometer wie zurzeit sind dann voraussichtlich 30 Stundenkilometer erlaubt.
Um Häuser und Gärten vor Lärm zu schützen, ist an der Westtangente zwischen Daimlerstraße und Neustädter Straße der Bau von bis zu vier Meter hohen Lärmschutzwänden vorgesehen. Baubeginn für diesen Abschnitt der Westtangente ist 2011.

