Prüfungsaufgaben
Beurteilung von Ausstattungsentwürfen zur Tunnelsicherheit
Neben den hohen Anforderungen des Umwelt- und Landschaftsschutzes, wozu auch der Einsatz möglichst umweltschonender Herstellungsverfahren gehört, kommt den Aspekten der Verkehrssicherheit beim modernen Straßenbau in Deutschland höchste Priorität zu. Hier wiederum gilt es den Tunnelbauwerken besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Die zur Verfügung stehenden technischen Mittel, die geeignet sind, die Betriebssicherheit eines Tunnels wirtschaftlich zu optimieren, werden eingesetzt.
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat hierfür ein Programm zur Tunnelsicherheit in Deutschland aufgelegt, wobei die einzelnen Auftragsverwaltungen der Bundesländer verpflichtet sind, Ausstattungsentwürfe und Nachrüstungsmaßnahmen bei Tunnelbauwerken im Bereich der Bundesfernstraßen dem Bundesverkehrsministerium vorzulegen.
Die DEGES ist damit beauftragt eine Auswahl vorgelegter Entwürfe fachtechnisch auf Vollständigkeit im Hinblick auf die Übereinstimmungen mit dem einschlägigen Regelwerk zu prüfen. Ein besonderes Augenmerk legt die DEGES bei der Beurteilung auf die Kostenansätze und Wirtschaftlichkeit der Nachrüstungsmaßnahmen einzelner Tunnelbauwerke. Nach Durchsicht der Unterlagen erstellt die DEGES einen Prüfbericht und legt diesen in einer anschließenden Abschlussbesprechung dem BMVBS vor.
Broschüre zum Thema Tunnelsicherheit
Beurteilung von Entwürfen für Verkehrstelematik
Moderne Verkehrstelematik auf Bundesfernstraßen soll zur Verbesserung des Verkehrsablaufs und somit zur Entlastung der Umwelt beitragen. Dabei ist es das Ziel, durch Maßnahmen der Verkehrstelematik, wie zum Beispiel Streckenbeeinflussungsanlagen, Netzbeeinflussungsanlagen, Zuflussregelungen oder temporäre Seitenstreifenfreigaben Störungen (Staus) im Verkehrsablauf zu vermeiden und für fließenden Verkehr zu sorgen. Weitere Effekte sind insbesondere bei der Streckenbeeinflussungsanlage die Warnung vor verkehrs- und witterungsbedingten Gefahren und damit die Erhöhung der Verkehrssicherheit.
Zu diesem Zweck hat das BMVBS ein Programm zur Verkehrsbeeinflussung auf Bundesfernstraßen aufgelegt, in dessen Rahmen die Auftragsverwaltungen (AV) der Bundesländer RE-Entwürfe mit Konzeption, Kostenermittlung und Wirtschaftlichkeitsuntersuchung von Verkehrsbeeinflussungsanlagen aufstellen und zur Erteilung des Gesehenvermerkes vorlegen.
Die DEGES ist vom BMVBS damit beauftragt, eine Auswahl von vorliegenden RE-Entwürfe im Hinblick auf Notwendigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der vorgesehenen Anlagen zu prüfen. Die Ergebnisse werden in Form von Prüfberichten an das BMVBS übersandt und anschließend in mehreren Paketen zusammengefasst abgestimmt. Danach erteilt das BMVBS zeitnah den Vermerk für die geprüften RE-Entwürfe als Voraussetzung für deren Unterzeichnung.
