Projektbeschreibung - Projektstand - Grunderwerb - Ausblick
122,4 km sechs- bzw. achtstreifige Erweiterung
Realisierung durch die Straßenbauverwaltung des Landes Brandenburg (92,8 km) sowie die DEGES (29,6 km).
- Investitionen (aktuelle Kosten Bau und Grunderwerb)
- ca. 1,02 Mrd. €, davon
- ca. 260,7 Mio. € DEGES
- In nur 25 Monaten Bauzeit wurde das Autobahndreieck Potsdam (A 10 / A 9) und der Streckenabschnitt bis zur AS Glindow ausgebaut und im Juli 1997 für den Verkehr freigegeben. Die Strecke wurde von vier auf sechs Fahrstreifen erweitert, wozu auch der Bau von sechs Brückenbauwerken inkl. einem Überführungsbauwerk für die A 9 gehört.
- Bis Juni 1999 wurde das Autobahndreieck Werder (A 2 / A 10) ebenfalls von vier auf sechs Fahrstreifen plus Standstreifen erweitert.
- Der 6 km lange Ludwigsfelder Damm wurde im Zuge der A 10 einschließlich der AS Ludwigsfelde-Ost sechsstreifig erweitert und im Dezember 2000 fertiggestellt. Der alte Autobahndamm wurde auf 300 m Länge durch ein neues Aufständerungsbauwerk ersetzt.
- Nachdem die sechsstreifige Erweiterung des Ost- und Südrings weitestgehend abgeschlossen ist, wurde das Projekt „Achtstreifige Erweiterung des Berliner Rings zwischen AD Nuthetal (A 10 / A 115) und AD Potsdam“ im Dezember 2006 vom Land Brandenburg an die DEGES zur weiteren Planung und Bauausführung übergeben.
- Die besonderen Anforderungen des Abschnittes AD Nuthetal bis AD Potsdam liegen in der Querschnittserweiterung von sechs auf acht Fahrstreifen unter Aufrechterhaltung des Verkehrs. Dabei müssen die Tank- und Rastanlage Michendorf sowie die beiden Anschlussstellen Ferch und Michendorf in allen Bauphasen nutzbar sein. Weiterhin sind zwei Eisenbahnüberführungen über die A 10 durch Abbruch und Neubau anzupassen. Insgesamt sind sechs Brücken unter laufendem Verkehr neu herzustellen sowie eine Vielzahl von Wegweisungs- und Verkehrszeichenbrücken anzupassen.
- Für den Abschnitt AD Nuthetal bis AD Potsdam wurde 2007 mit der Landschaftsplanung, Vermessung und Baugrunderkundung begonnen. Im Jahr 2008 konnten die Planungsleistungen für den Ingenieur- und Streckenbau vergeben werden und die Abstimmung zur Variantenbewertung der Linie mit dem Land Brandenburg erfolgen.
- Der RE-Entwurf für die Strecke wurde im November 2008 zur Erteilung des Gesehenvermerkes eingereicht. Dieser wurde im April 2009 erteilt. Für das Bahnbauwerk westlich der AS Ferch (Bauwerk 51 Ü1) wurde ein separates Plangenehmigungsverfahren durchgeführt. Die Plangenehmigung wurde im April 2009 erteilt. Mit dem Bau des Bauwerkes wurde im August 2009 begonnen. Der Antrag zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für die Strecke wurde im September 2009 gestellt.
Das Bauwerk 51 Ü1 (Eisenbahnbrücke in Ferch) befindet sich als vorgezogenes Bauwerk schon im Grunderwerb. Der Flächenbedarf beträgt insgesamt 800 ha auf etwa 1.070 Flurstücken mit rund 450 Eigentümern und Pächtern.
Nachdem für die Bereiche AD Werder bis AD Potsdam und Ludwigsfelder Damm der Grunderwerb sowie die Liegenschaftsvermessung abgeschlossen sind, werden die Flächen derzeit an das Land Brandenburg, die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) und Dritte, wie Landkreise, Städte, Gemeinden etc., abgegeben.
Im Jahr 2010 werden die Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung der A 10 und für die Rastanlage Michendorf-Süd fortgeführt. Der Bau des vorgezogenen Bahnbauwerkes im Abschnitt bei Ferch soll bis Ende 2010 abgeschlossen sein.

