Projektbeschreibung - Projektstand - Grunderwerb - Ausblick
208,2 km vierstreifiger Neubau (einschl. 3,3 km A 7)
Realisierung durch die Straßenbauverwaltung von Niedersachsen/Hessen (16,3 km einschließlich 3,3 km A 7) und die DEGES.
- DEGES-Anteil:
- 76,8 km in Thüringen
- 115,1 km in Sachsen-Anhalt (davon A 143 = 21,6 km)
- Investitionen (aktuelle Kosten Bau und Grunderwerb)
- ca. 1,57 Mrd. €, davon
- ca. 1,46 Mrd. € DEGES
Die A 38 wurde in den Jahren 1995 bis 2009 als so genannte Südharzautobahn gebaut und verbindet auf ca. 200 km die Wirtschaftsräume Kassel/Göttingen im Westen sowie Halle/Leipzig im Osten. Die A 38 umfasst markante Bauwerke wie den „Heidkopftunnel – Tunnel der Deutschen Einheit“, den „Höllbergtunnel“ sowie die Großbrücken „Etzelsbachtal“, „Friedetal“, „Thyratal“, „Weitzschkerbachtal“ und „Saalebrücke Schkortleben“.
Die feierliche Verkehrsfreigabe für die gesamte A 38 erfolgte am 22. Dezember 2009 mit der letzten Teilstrecke zwischen Breitenworbis und Bleicherode in Thüringen. Zusammen mit der 21,6 km langen A 143 Westumfahrung Halle – als Bestandteil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nr. 13 – bildet die neue West-Ost-Magistrale in der Mitte Deutschlands einen wichtigen Lückenschluss im deutschen/europäischen Fernstraßennetz. Gleichzeitig trägt die A 38 nachhaltig zur Entlastung der Innenstädte und des nachgeordneten Straßennetzes (insbesondere der B 80) mit zahlreichen Ortsdurchfahrten bei.
In Thüringen ist für die gesamte Strecke die Schlussvermessung beauftragt. Für ca. 41 km liegen die Ergebnisse der Schlussvermessung vor, davon werden für 13 km die Messungsanerkennungen auf der Grundlage der vorliegenden Veränderungsnachweise abgeschlossen.
In Sachsen-Anhalt werden für die A 38 auf einer Strecke von 33,8 km sechs Flurbereinigungsverfahren mit insgesamt 543 ha Bedarfsfläche in den Bereichen der Ämter Weißenfels und Halle durchgeführt. Für die gesamte Strecke außerhalb der Flurbereinigung wurde die Schlussvermessung beauftragt. Die Vermessungsarbeiten sind für 29 km in der Örtlichkeit abgeschlossen. Auf einer Länge von 22 km liegen die Veränderungsnachweise und damit die Voraussetzungen für den Abschluss der Messungsanerkennungen vor.
Die A 143 befindet sich teilweise im Grunderwerb. Der Flächenbedarf beträgt gemäß der aktuellen Planung 490 ha und umfasst ca. 1.000 Flurstücke mit 590 Eigentümern und Pächtern.
Für den nördlichen Teil der A 143 AS Halle-Neustadt bis AD Halle-Nord erfolgte die Einleitung des ergänzenden Planfeststellungsverfahrens im Oktober 2009.

