VSM Leipzig
Verkehrssystemmanagement im Raum Leipzig
Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) hat das Forschungsprogramm Stadtverkehr FE-Nr.: 70561/98 „Konzept zur Untersuchung von Telematiksystemen im Verkehr des Ballungsraumes Halle/Leipzig“ veranlasst.
Ziel des Vorhabens war es, am Beispiel des Ballungsraumes Halle/Leipzig zu untersuchen, ob Systeme der Verkehrstelematik verkehrsmittelübergreifend einen wirksamen Beitrag zur Bewältigung der bestehenden Verkehrsprobleme liefern können. Dieser Nachweis konnte mit Abschluss des Forschungsvorhabens im Jahr 2000 erbracht werden.
Projektbeschreibung
Als erste Stufe wird daraus das Pilotprojekt „Verkehrssystemmanagement im Raum Leipzig“ umgesetzt.
Der Verkehrsraum Leipzig ist infrastrukturell durch seine prädestinierte Lage im Autobahnnetz (A 9, A 14, A 38) sowie dessen Verknüpfung mit dem Sekundärnetz (Radialen, Ring – und Tangentensystem) definiert. Die verkehrlichen Anforderungen an das Verkehrsnetz erfordern eine verkehrsträgerübergreifende höchst effiziente und intensive Nutzung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur bei steigendem Verkehrsaufkommen aufgrund einer hohen wirtschaftlichen Ansiedlungsdichte (Porsche, BMW, Güterverteilzentrum, Neue Messe, Quelle, usw.) sowie kultureller und sportlicher Großveranstaltungen (Fußballweltmeisterschaft). Eine vergleichbare Ausgangssituation ist in den neuen Bundesländern derzeit kaum gegeben und begründet den Pilotcharakter des Vorhabens.
Das System ermöglicht eine Alternativroutensteuerung für strategisch wichtige Nah- und Fernziele im Bereich von TEN - Trassen (EU-Osterweiterung). Damit ist eine nachhaltige Wirkung des Pilotprojektes begründet und gegeben.
Das Verkehrssystemmanagement soll sowohl steuernd/regelnd als auch informierend/beratend in den Verkehrsablauf eingreifen, um Stauerscheinungen deutlich zu mindern bzw. ganz zu vermeiden. Das gilt für die üblichen Tages- und Spitzenstundenverkehre als auch für außergewöhnliche Verkehrsbelastungen, die durch Events oder Sonderveranstaltungen auftreten.
Der Aufbau des Verkehrssystemmanagements wird durch EFRE-Mittel (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) gefördert.
Projektstand
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dWiSta (dynamische Wegweiser mit integrierten Stauinformationen):
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Es entstand in kürzester Zeit unter der Leitung von DEGES in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Landesbehörden in Sachsen und Sachsen–Anhalt sowie den Behörden der Stadt Leipzig im Raum Leipzig/Halle eines der größten Einsatzgebiete derartiger Wegweisungssysteme in Deutschland. Erstmals ist die Verknüpfung von Länderzentralen mit einer innerstädtischen Zentrale erfolgreich realisiert.
Durch die Stadt Leipzig wurde während der Fußballweltmeisterschaft eine Befragung der Besucher, u. a. zu den Wegweisungstafeln auf der Autobahn (dWiSta) durchgeführt, deren folgende Ergebnisse beachtlich sind:
- 80 % der Besucher benutzten zur Anreise die Autobahn,
- 71 % der Nutzer sind die elektronischen Wegweiser aufgefallen
- 54 % der Befragten richteten sich nach den aufgezeigten Routen
- 80 % der Befragten erklärten diese Wegweisung als hilfreich.
Ausblick
Neben der Erfassung und Anzeige durch die dWiSta-Tafeln bietet das System dem Autofahrer auch weitere Informationen über die Internseite der Stadt Leipzig: www.Leipzig.de.
Dort werden über die Verkehrsmanagementzentrale unter Verkehrsinformationen zusätzlich durch ein Baustellenmanagementsystem alle geplanten Baustellen auf Bundesautobahnen und im Stadtgebiet angezeigt, sodass die Autofahrer über die aktuelle Situation informiert sind.
Weiterhin ist es möglich, sich über den Belegungsgrad aller P & R Plätze und ausgewählter Parkhäuser der Stadt Leipzig zu informieren.
Lesen Sie die ausführliche Broschüre.

