A 1: Siegerentwurf für Norderelbbrücke gekürt

Im Zuge des Realisierungswettbewerbs für den Neubau der Norderelbbrücke in Hamburg hat am 8. Februar 2019 das Preisgericht getagt und den Siegerentwurf gekürt. Der erste Preis geht an die Planungsgemeinschaft Leonhard, Andrä und Partner (LAP) und Gerkan, Marg und Partner (gmp).

Die weithin sichtbare Brücke über die Norderelbe muss durch einen leistungsfähigen Neubau ersetzt werden. Aufgrund der gestalterischen Bedeutung, der technischen Besonderheiten und der zu berücksichtigenden Umweltaspekte wurde der Realisierungswettbewerb für diesen Ersatzneubau in den vergangenen Monaten durchgeführt. Die Wettbewerbsjury war mit namhaften Architekten und Ingenieuren sowie Vertretern des Bundes und der Freien und Hansestadt Hamburg besetzt. Insgesamt nahmen sechs Beiträge nationaler und internationaler Planungsgemeinschaften von Ingenieur- und Architekturbüros am Wettbewerb teil. Der Siegerentwurf überzeugt durch nordische Eleganz, Klarheit der Konstruktion und ansprechende Gestaltung. Die Jury lobte insbesondere die bis ins Detail geführte klare Konstruktionssprache.

Die bestehende Norderelbbrücke führt seit 1963 die Bundesautobahn A 1 über die Norderelbe. Es handelt sich hierbei um eine Mittelträger-Schrägseilbrücke mit einem einteiligen Überbau. Derzeit wird der Verkehr auf drei Fahrstreifen pro Richtung über die Norderelbe geführt. Das Bauwerk weist diverse Schäden auf und hat eine begrenzte Restnutzungsdauer. Der Neubau berücksichtigt den vorgesehenen achtstreifigen Ausbau der A 1. Aufgrund der angrenzenden Autobahndreiecke mit der A 25 und der A 255 sind pro Richtung noch zwei Verflechtungsfahrstreifen zusätzlich zu berücksichtigen, sodass der Neubau pro Fahrtrichtung sechs Fahrstreifen plus Standstreifen aufweist. Weitere Randbedingungen sind die aktuellen Anforderungen aus der Binnenschifffahrt und dem Hochwasserschutz. Mit dem Neubau wird auch ein Geh- und Radweg überführt.

Die Freie und Hansestadt Hamburg hat die DEGES mit der Realisierung des achtstreifigen Ausbaus betraut. Die Baukosten trägt der Bund. Das Planfeststellungsverfahren ist ab 2021 vorgesehen; der Bau wird frühestens in 2024 beginnen.