1.250 Tonnen Brückenstahl erfolgreich auf Ponton verladen
Im Rendsburger Hafen klappte alles, und das schneller als erwartet. Die DEGES zeigte einmal mehr ihre Kompetenz im Brückenbau

Die erste Etappe auf dem Weg zum Brückenschluss ist geschafft, und das mit Bravour: Am heutigen Dienstag ging es für das 118 Meter lange Mittelteil der Rader Hochbrücke aufs Wasser, genauer gesagt vom Pier im Rendsburg Port auf einen extra aus Cuxhaven herangeschafften Ponton. Für eben jenen war diese Last nur eine kleine Kniebeuge, kann er doch problemlos auch das Zehnfache an Gewicht transportieren.
Den Weg dorthin bewältigten vier so genannte Self-Propelled Modular Transporter und rollten den Koloss millimetergenau in Position. Langsam, aber sicher galt es dann für eine Achse nach der nächsten den Weg auf die Schwimmplattform zu finden – weil die Kaikanten für solche Belastungen nicht ausgelegt sind, hatten die Techniker extra mithilfe mehrerer Stahlträger eine Hilfsbrücke errichtet. Schließlich stand der Stahlblock sicher auf dem etwa 80 Meter langen Ponton, es sah dann am Ende aus wie ein riesiger Kerl in einem zu kurzen Bett. Auf beiden Seiten ragte er fast zwanzig Meter über den Ponton hinaus.
Um 13:30 Uhr war dann mithilfe zweier kleiner, aber bockstarker Schlepper auch der finale 90-Grad-Schwenk vollzogen, Ponton und Brückenteil am Pier vertäut. 150 Minuten zu früh übrigens – mit dem positiven Nebeneffekt, dass die Kanalsperrung vorfristig aufgehoben werden konnte.
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