Am Dienstag, 28. Juli, wurde in Hamburg-Wilhelmsburg das neue Wasch- und Gebetshaus auf dem Friedhof Finkenriek feierlich eröffnet. Hintergrund für den Bau ist die erforderliche Verlegung mehrerer muslimischer Grabstätten aufgrund der Trassenplanung für die künftige A 26 Ost.

Da die neue Autobahn über die bisherigen muslimischen Gräber im Norden des Friedhofs Finkenriek verlaufen soll, ist eine Umlegung der Grabfelder notwendig. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den örtlichen muslimischen Gemeinden.

DEGES-Projektleiter Sebastian Haß: „Ziel ist eine möglichst frühzeitige Herstellung einer angemessenen Begräbnisstätte im Hamburger Süden, um die Umbettung möglichst pietätvoll zu ermöglichen.“

Das nun entstandene Gebets- und Waschhaus ermöglicht Bestattungen nach den Regeln des Islams. „Für mich persönlich war es ganz wichtig, dass die Verstorbenen hier in Hamburg bleiben und nicht in die Heimatländer zurückgebracht werden müssen“, erklärt Osman Kimil von den islamischen Gemeinden Wilhelmsburgs.

Neben den jetzt hergestellten gut 100 Grabstätten sollen auf dem Friedhof Finkenriek noch weitere 400 Grabstätten entstehen.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen finden Sie im Projekt:

A 26: AK HH-Hafen (A 7/A 26) – AD Süderelbe (A 1/A 26)