A 100: Auftrag für Neubau der Westendbrücke vergeben – Baubeginn im Dezember 2025
Relevante Vergabekriterien waren neben dem Preis die Kombination aus kurzer Bauzeit und geringstmöglichen Beeinträchtigungen für den Bahnverkehr.

Der Auftrag für den Ersatzneubau der abgerissenen Westendbrücke im Zuge der Stadtautobahn A 100 ist vergeben: Die DEGES hat nach einem europaweiten Vergabeverfahren die Bietergemeinschaft STRABAG/Donges/ZÜBLIN mit den Arbeiten beauftragt. Die Gesamtkosten für den Ersatzneubau der Westendbrücke belaufen sich auf insgesamt rund 50 Millionen Euro – inklusive der Kosten für den Abriss und weitere Bauvorbereitungen sowie Arbeiten an den Gleisanlagen unter der Brücke.
Die Bauzeit ist mit deutlich weniger als zwei Jahren veranschlagt. Der Neubau wird parallel zum Neubau der Ringbahnrücke umgesetzt. Die beauftragte Arbeitsgemeinschaft wird die Sperrzeiten bei der Bahn und S-Bahn, die für die Arbeiten an der Ringbahnbrücke eingerichtet werden, so weit wie möglich auch für die Baumaßnahmen an der Westendbrücke nutzen. So sollen die Einschränkungen für die Fahrgäste auf ein Minimum reduziert werden. Da die Arbeiten an der Westendbrücke nicht so umfangreich sind wie an der Ringbahnbrücke, ist trotz des späteren Baubeginns eine in etwa zeitgleiche Fertigstellung beider Brücken möglich. Nach Fertigstellung der Bauwerke soll die Richtungsfahrbahn Nord der A 100 im Abschnitt zwischen Messedamm und Spandauer Damm im Sommer 2027 wieder befahrbar sein.
Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES: „Wir freuen uns, dass mit der Auftragsvergabe für die Westendbrücke ein weiterer wichtiger Meilenstein für das Gesamtvorhaben ‚Wiederherstellung der Befahrbarkeit der A 100‘ erreicht ist. Mein Dank gilt den Planern und Ingenieuren, die die Anpassung der Planung schnell und professionell umgesetzt haben, der Autobahn GmbH und Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt für die Unterstützung bei der Klärung planerischer und organisatorischer Fragen sowie den Verkehrsteilnehmern und Anwohnern für ihr Verständnis und ihre Geduld.“
Bauarbeiten starten im Dezember
Der Baubeginn soll noch in diesem Jahr erfolgen. Die neue Westendbrücke wird in gleicher Lage wie das alte Bauwerk errichtet und an den heutigen Stand der Technik angepasst. Erstmalig wird lärmmindernder Asphalt auf der Brücke aufgetragen, der die Rollgeräusche vermindert und die Lärmbelastung für die Anwohner reduziert. Im Zuge der freiwilligen Lärmsanierung des Bundes können darüber hinaus sogenannte passive Lärmschutzmaßnahmen an Wohngebäuden umgesetzt und damit weitere Entlastungen für die Anwohner der Westendbrücke erzielt werden.
Entscheidend für die Auftragsvergabe war neben dem Preis die Kombination aus kurzer Bauzeit und geringstmöglicher Beeinträchtigung des S- und Fernbahnverkehrs.
Vor Baubeginn wird die DEGES die Anwohner und alle Interessierten in einer Informationsveranstaltung über Details zu Bauablauf, Verkehrsführung und Lärmschutzmaßnahmen informieren. Der Termin wird rechtzeitig unter www.deges.de/westendbruecke sowie über die Medien bekanntgegeben.
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