Bundesverkehrsminister Steffen Bilger an der Rader Hochbrücke
Hoher Besuch an Norddeutschlands wohl bekanntester Brückenbaustelle.

Am Montag, 10.08.2026, besuchte Bundesverkehrsminister Steffen Bilger die Baustelle der Rader Hochbrücke am Nord-Ostsee-Kanal. Das knapp 1.500 Meter lange Bauwerk spielt eine zentrale Rolle im Verkehr von und nach Skandinavien. Die DEGES realisiert seit April 2023 den Ersatzneubau dieser bedeutenden Brücke, die die A 7 über den Nord-Ostsee-Kanal und die Borgstedter Enge führt.
Vor Ort begrüßten Dirk Brandenburger, technischer Geschäftsführer der Autobahn GmbH des Bundes, Ludger Sehr, Prokurist der DEGES und Martin Steinkühler, Projektleiter der DEGES sowie Henning Schrewe, Geschäftsführer / Vorstandsmitglied und Jan Götsche, Technischer Geschäftsleiter der Implenia Construction GmbH, die im Auftrag der DEGES das erste Teilbauwerk herstellt, den Minister und die versammelten Gäste.
Martin Steinkühler informierte die Anwesenden über den aktuellen Baufortschritt. Nach dem erfolgreichen Einhub des Mittelstücks des ersten Teilbauwerks am 15. Juli 2026 laufen derzeit die Schweißarbeiten, um das Mittelstück mit dem Rest der Brücke zu verbinden. Dann folgen die Beton- und Asphaltarbeiten, um die Fahrbahn herzustellen. Nach aktueller Planung soll ab Ende des Jahres der Verkehr, der aktuell noch über die alte Brücke rollt, sukzessive auf den neuen Brückenteil umgelegt werden. Dann kann mit dem Abbruch der Bestandsbrücke begonnen werden.
Außerdem stellte Werner Breinig, Bereichsleiter Digitalisierung & IT bei der DEGES, das sogenannte Building Information Modelling, kurz BIM (deutsch: Bauwerkinformationsmodellierung), vor. BIM ist eine kooperative Arbeitsmethodik, mit der auf der Grundlage digitaler Modelle eines Bauwerks die relevanten Informationen und Daten konsistent erfasst, verwaltet und in einer transparenten Kommunikation zwischen den Beteiligten ausgetauscht oder für die weitere Bearbeitung übergeben werden. Seit März 2026 ist BIM laut Weisung des Bundesverkehrsministeriums offiziell verbindlicher Regelprozess bei der digitalen, modellbasierten Planung und Ausführung für künftige Verkehrsinfrastrukturprojekte. Die DEGES nimmt hierbei eine besondere Rolle ein. Als eine der ersten Auftraggeberorganisationen im Bundesfernstraßenbau setzt sie die Vorgaben des Bundesverkehrsministeriums mit einer verbindlichen Handlungsanweisung aktiv in die Praxis um. Damit wird der BIM-Regelprozess erstmals unternehmensweit operationalisiert und in die bestehenden Planungs- und Bauprozesse integriert.
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