Auf große Resonanz in der Bevölkerung stieß am Montag, 20. Mai, der Auftakt des Dialogverfahrens zur geplanten Ortsumgehung Erwitte im Kreis Soest. Rund 400 interessierte Bürgerinnen und Bürger, unter ihnen auch der Erwitter Bürgermeister Peter Wessel, füllten die Aula des Städtischen Gymnasiums bis auf den letzten Platz. Darüber hinaus verfolgten bis zu 140 Nutzer die Diskussion live über die Video-Plattform YouTube.

Im Bedarfsplan des Bundes steht der Bau der Ortsumgehung Erwitte im vordringlichen Bedarf, denn die Verkehrssituation in der Ortsmitte belastet die Menschen massiv. Das Projekt, mit dessen Planung und Durchführung das Land Nordrhein-Westfalen die DEGES beauftragt hat, ist als Kombination aus einer Neutrassierung der B 55n in Nord-Süd- und der B 1n in Ost-West-Richtung vorgesehen. Die DEGES setzt dabei auf eine frühe und intensive Öffentlichkeitsbeteiligung. DEGES-Projektleiterin Ricarda Beutler:

„Wir möchten die Interessen der Menschen in der Region, vor allem aber auch ihr Know-how, in die Planung einfließen lassen.“

Nach der Auftaktveranstaltung folgt in den kommenden Wochen und Monaten eine Vielzahl von öffentlichen Veranstaltungen, wie Exkursionen zu den denkbaren Trassenkorridoren, eine Planungswerkstatt und eine Infomesse. Des Weiteren wird es drei Dialogforen geben, in denen der detaillierte Variantenvergleich im Mittelpunkt steht. Daran werden neben Interessenvertretern aus Politik und Verwaltung, aus Wirtschaft, Landwirtschaft und Naturschutz sowie den beiden Bürgerinitiativen gegen die West- bzw. gegen die Ostumgehung auch acht zufällig ausgewählte Bürgerinnen und Bürger teilnehmen.

Bis Ende 2019 strebt die DEGES eine Lösung an und will entscheiden, mit welcher Vorzugstrasse sie ins weitere Verfahren geht. Ziel ist die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens im Jahr 2022.

Die Präsentationen der Auftaktveranstaltung sowie alle weiteren Informationen finden Sie unter: www.ortsumgehung-erwitte.de

Videomitschnitt

Bitte aktivieren Sie Cookies, um diesen dynamischen Medieninhalt anzuzeigen.