Mit einem traditionellen Banddurchschnitt wurde am 26.09.2026 die Fertigstellung der achtstreifigen Erweiterung der A 7 im Hamburger Hafen gefeiert. Zu diesem Anlass vor Ort waren Bundesverkehrsminister Steffen Bilger, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien und Hansestadt Hamburg, und Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES. Sie feierten gemeinsam mit zahlreichen weiteren Gästen den Abschluss der gut sechsjährigen Bauarbeiten an dem rund 3,8 Kilometer langen Abschnitt der A 7, auch bekannt als K 20 oder Hochstraße Elbmarsch. Mit der Erweiterung von sechs auf acht Fahrstreifen wird die K 20 an den steigenden Bedarf angepasst, der Verkehrsfluss wird verbessert und die Sicherheit für die Verkehrsteilnehmenden erhöht. Das Besondere an diesem Projekt: Beim Bau der K 20 in den 1970er Jahren wurde bereits Platz für eine Verbreiterung nach Innen gelassen, so dass die Erweiterung ohne weitere Eingriffe in das Hafenumfeld erfolgen konnte. Die K 20 ist also ein Beispiel für vorausschauendes und nachhaltiges Bauen.

„Mit der heutigen Verkehrsfreigabe der Hochstraße Elbmarsch geben wir nicht einfach nur ein weiteres Stück Autobahn frei, sondern wir stärken die Lebensader des Hamburger Hafens. Denn eine leistungsfähige A7 bedeutet: Güter kommen schneller und verlässlicher ans Ziel, Lieferketten werden robuster und Hamburg sichert seine Rolle als Tor zur Welt“, sagte Steffen Bilger, Bundesverkehrsminister. „Rund 605 Millionen Euro, davon 142 Millionen aus dem Sondervermögen, werden wir in dieses imposante Projekt investieren. Mit unseren konsequenten Investitionen in die Infrastruktur sorgen wir für mehr Wachstum, sichern Beschäftigung und stärken die Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes.“

Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende der Freien und Hansestadt Hamburg, betonte: „Die A 7 ist eine der wichtigsten Verkehrsadern Hamburgs – für Pendlerinnen und Pendler, für den Wirtschaftsverkehr und insbesondere für die Anbindung unseres Hafens. Mit der Fertigstellung der K 20 verbessern wir den Verkehrsfluss und erhöhen die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden, südlich des Elbtunnels ist die A7 jetzt frei befahrbar. Das Projekt zeigt auch, wie wichtig es ist, unsere bestehende Infrastruktur konsequent in Schuss zu halten und vorausschauend weiterzuentwickeln. Diese Baumaßnahme hat ohne zusätzliche Eingriffe in das Hafenumfeld funktioniert, mehrere Klärbecken reinigen künftig das Abwasser bevor es in die Elbe gelangt und der Lärmschutz ist verbessert. Das zeigt deutlich, dass leistungsfähige Infrastruktur und Umweltschutz gemeinsam gedacht und umgesetzt werden können.“

„Die Erweiterung und Instandsetzung der K20 war eine besondere Herausforderung“, ergänzt Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes. „Denn es galt zu jeder Zeit, den Zugang zu Deutschlands größtem Überseehafen zu gewährleisten. Dies ging nur mit höchster Präzision in Planung, Logistik und Bauausführung. Mit dem achtstreifigen Ausbau ist die A7 jetzt bestens vorbereitet für den Anschluss der A26 über das Kreuz Hamburg Hafen. Mein Dank und Glückwunsch gilt allen Projektpartnern für diese herausragende Leistung.“

„Wir freuen uns, dass wir heute einen weiteren ausgebauten Abschnitt der A 7 in Hamburg dem Verkehr übergeben können“, sagte Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES. „Die Erweiterung der K 20 von sechs auf acht Fahrstreifen sichert langfristig die Anbindung des Hamburger Hafens und ist ein bedeutender Meilenstein für die Leistungs-fähigkeit und Verkehrssicherheit auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Achsen Deutschlands. Durch gute Kommunikation und Koordination des Projekts haben wir es trotz großer Herausforderungen geschafft, die Arbeiten über ein halbes Jahr vor dem geplanten Termin zu beenden. Ich danke allen Projektbeteiligten für ihren Einsatz und wünsche allen Verkehrsteilnehmenden eine gute und sichere Fahrt.“

Die Inbetriebnahme der erweiterten K 20 ist für die frühen Morgenstunden des 28. Septembers geplant, pünktlich zum Start des Berufsverkehrs. Zuvor ist die A 7 seit dem 25. September zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Heimfeld und Hamburg-Stellingen noch einmal voll gesperrt. Während dieser Sperrung werden unter anderem die letzten notwendigen Arbeiten und Abnahmen für die Freigabe der K 20 ausgeführt. Dazu zählen unter anderem der Rückbau der Mittelleitwand sowie Begehungen und Prüfungen.

Über das Projekt

Die K 20 beginnt südlich des Elbtunnels und endet auf Höhe Hamburg-Altenwerder. Mit rund 3,8 Kilometern ist sie die längste Autobahnbrücke Deutschlands. Zudem ist sie ein Beispiel für vorausschauendes und nachhaltiges Bauen: Bei der Planung der A 7 in den 1970er Jahren wurde im Bereich der K 20 zwischen den beiden Richtungsfahrbahnen bereits Platz für eine zweite Ausbaustufe gelassen, der jetzt für die Verbreiterung genutzt wurde. Das Bauwerk konnte somit um je einen Fahrstreifen pro Richtung nach innen verbreitert werden, ohne dass in das umliegende Hafengebiet eingegriffen werden musste. Ein kompletter Abriss und Ersatzneubau der K 20 wurde verworfen, da dieser Eingriff wesentlich aufwendiger gewesen wäre. Stattdessen wurde das Bestandsbauwerk instandgesetzt, um die noch tragende Bausubstanz zu erhalten.

Alle Fahrbahnübergänge und Verkehrszeichenbrücken wurden ausgetauscht sowie Querträger, Abdichtung, Asphalt, Kappen und Schutzeinrichtungen erneuert. Zudem wurden fünf Klärbecken gebaut, die das Autobahnabwasser reinigen und in die Elbe leiten. Zuvor liefen die Abwässer ungefiltert in die Elbe.

Der Ausbau der K 20 war sowohl technisch als auch in verkehrlicher Hinsicht eine Herausforderung: Um die leistungsfähige Anfahrbarkeit von Hafen und Elbtunnel zu gewährleisten, mussten auch während der Bauzeit grundsätzlich drei durchgehende Fahrstreifen pro Richtung verfügbar sein. Außerdem konnte die Anschlussstelle Waltershof nicht gesperrt werden. Trotz dieser anspruchsvollen Rahmenbedingungen konnte der Bau über ein halbes Jahr vor der ursprünglichen Planung abgeschlossen werden.

Hintergrund

Die A 7 ist für den Nord-Süd-Verkehr im Norden Deutschlands die wichtigste Verkehrsachse und unverzichtbar für die Abwicklung des Transitverkehrs sowie die regionalen, aber auch städtischen Verkehrsströme in Hamburg. Als Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes (TEN-V) verbindet die A 7 zudem Skandinavien direkt mit Mittel- und Südeuropa. Vor allem für den Hamburger Hafen, Deutschlands größten Seehafen, ist die A 7 eine unverzichtbare Anbindung an das Autobahnnetz. Der sechsstreifige Autobahnquerschnitt gewährleistete keinen flüssigen Verkehrsablauf mehr für die rund 120.000 Fahrzeuge täglich, davon circa 20 Prozent Schwerverkehr. Zur Anpassung der Leistungsfähigkeit an den Bedarf wurde südlich des Elbtunnels die Hochstraße Elbmarsch (K 20) im Verlauf der A 7 auf acht Fahrstreifen erweitert. Zudem zeigte das Bestandsbauwerk deutliche Verschleißerscheinungen, welche es zu beheben galt.

 

 

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen finden Sie im Projekt:

A 7: Erweiterung der Hochstraße K 20 und Ersatzneubau Brücke K 30