Letzter Brückenverschub an der Rader Hochbrücke
Wichtiger Meilenstein für den Ersatzneubau

Am Montag und Dienstag, 15. und 16. Dezember 2025, haben die von der DEGES beauftragten Unternehmen den letzten Verschub der neuen Stahlkonstruktion der Rader Hochbrücke vollzogen. Damit haben – mit Ausnahme des 118 Meter langen Mittelstücks über dem Nord-Ostsee-Kanal – alle wesentlichen Stahlbauelemente der künftigen Verbundbrücke ihre endgültige Position erreicht.
„Mit diesem Schritt schließt das Projekt einen der sichtbarsten und technisch anspruchsvollsten Abschnitte des Neubaus ab“, so Mario Schönherr, Projektleiter für die Rader Hochbrücke bei der DEGES.
„Die Rader Hochbrücke und die A 7 verbinden Dänemark, Schleswig-Holstein und den Rest der Republik. Das macht den Neubau der Rader Hochbrücke zu einem der wichtigsten Verkehrsprojekte hier im Land. Es ist eine tolle Nachricht, dass hier alles wie geplant läuft – bei so einem großen Vorhaben ist das nicht selbstverständlich. Ich freue mich schon darauf, in einem Jahr über die fertige neue Brücke zu fahren“, so Minister Claus Ruhe Madsen, der sich am Dienstag auf der Baustelle zum aktuellen Stand informierte.
Insgesamt wurden 1.489 Meter der Brücke durch die Stahlbauer aus Plauen und Zwickau von beiden Widerlagern aus vorgeschoben – damit sind 1.382 Meter des 1.500 Meter langen neuen Bauwerks bereits in endgültiger Lage. Die aufwendigen Taktschübe, die höchste Präzision und erhebliche Abstimmung erfordern, sind im Laufe des Projektes zu einer perfekt eingespielten Routine geworden.
Arbeiten auf und neben der Brücke laufen auf Hochtouren
Parallel zum Stahlbau schreiten die Arbeiten auf der Baustelle deutlich voran: Nördlich und südlich des Kanals wird intensiv an der sechsstreifigen Erweiterung der Autobahn und dem dadurch erforderlichen Neubau von drei weiteren Bauwerken gearbeitet. Zudem wird auf der Brücke eine provisorische Baustraße eingerichtet, über die nun die weitere Herstellung der Fahrbahn vorbereitet wird.
Das derzeit noch fehlende Mittelstück entsteht parallel im Rendsburg Port. Es soll zur Jahresmitte 2026 eingehoben werden und damit das erste Teilbauwerk komplettieren.
Ausblick: Verkehrsverlegung Ende 2026 geplant
Das Projekt verfolgt weiterhin das Ziel, den Verkehr Ende des kommenden Jahres auf die neue Fahrbahn umzulegen und damit die bestehende Brücke, deren Zustand den Neubau dringend erforderlich macht, zu entlasten.
Mit dem Abschluss des letzten Verschubs geht das Projekt in den finalen Jahresendspurt 2025 – und setzt gleichzeitig ein sichtbares Zeichen für die kontinuierlichen Fortschritte beim Ersatzneubau der Rader Hochbrücke.
Über das Projekt
Nach der Teilsperrung der bestehenden Rader Hochbrücke im Jahr 2013 und den anschließenden Nachrechnungen war klar, dass das Bauwerk nur noch bis 2026 mit zunehmenden Einschränkungen betrieben werden kann. Die DEGES startete daher frühzeitig die Planung für einen Ersatzneubau, dessen östliche Brückenhälfte seit 2023 unter Führung der Implenia Construction GmbH gemeinsam mit der Zwickauer Sonderstahlbau GmbH und der Plauen Stahl Technologie GmbH entsteht.
Mit dem letzten Verschub der Stahlkonstruktion im Dezember 2025 hat das Projekt einen zentralen Meilenstein erreicht. Das fehlende Mittelstück wird 2026 eingehoben, sodass der Verkehr Ende kommenden Jahres auf das neue Bauwerk umgelegt werden kann. Im Anschluss folgt der Rückbau der alten Brücke sowie ab 2028 der Bau des westlichen Brückenteils – begleitet von der Erweiterung der A 7 zwischen Büdelsdorf und dem Kreuz Rendsburg auf sechs Fahrstreifen, welche bei der JOHANN BUNTE Bauunternehmung SE & Co. KG beauftragt ist.
Weiterführende Informationen
Weitere Informationen finden Sie im Projekt:




