So schafft Digitalisierung Kommunikation ohne Umwege
Mit DEGES-GeO fließen Projektdaten direkt vom Planungsteam in die Öffentlichkeitsarbeit – aktuell, transparent und ohne Medienbrüche.

Interaktive Karten auf der DEGES-Website sind an sich nichts Neues. Doch während Informationen bisher aus den Projektteams oft händisch für die Website „nachgezeichnet“ werden mussten, ermöglicht die Plattform DEGES-GeO (Geo- und Objektorientiertes Informations- und Datenmanagement) nun einen direkten Datenfluss. Informationen kommen jetzt unmittelbar von dort, wo sie erstellt und für die eigentliche Projektarbeit genutzt werden. Das Ergebnis sind aktuelle, schnell erstellte Projekteinblicke und neue Funktionen wie das digitale Bautagebuch, die Transparenz ohne Umwege schaffen.
Ein neues Datenmanagement
Im Kern ist DEGES-GeO eine leistungsstarke Geodateninfrastruktur. Sie verbindet BIM-Modelle mit GIS-Daten und sorgt so für konsistente Informationen. Victoria Afanasyeva, Product Ownerin von DEGES-GeO:
„Unser großes Ziel ist es, Informationslücken zu vermeiden und die manuelle Übertragung von Daten zu beenden“.
Anstatt dass Daten isoliert in unterschiedlichen Ablagen liegen, werden sie in DEGES-GeO systematisch zusammengeführt und nutzbar gemacht. Perspektivisch bleiben die Daten zunehmend in ihren jeweiligen Fachsystemen, wo sie qualitätsgesichert gepflegt werden. Schritt für Schritt entsteht so eine verlässliche, abgestimmte Datenbasis – konsistent für unterschiedliche Anwendungen nutzbar.
Dieser Datenmanagement-Ansatz verbessert die Zusammenarbeit zwischen Planung, Bau und Verwaltung deutlich. Zugleich schafft er die Voraussetzung, ausgewählte Inhalte strukturiert, aktuell und verständlich für die Öffentlichkeit bereitzustellen.
Transparenz ohne Medienbrüche
Für Interessierte wird dieser Fortschritt auf der DEGES-Website sichtbar. Ein zentraler Anwendungsfall ist eine neue Art dynamischer Web-Karten, die direkt auf die Projektdaten zugreifen. Ein Beispiel hierfür sind Variantenvergleiche bei Planungen: Nutzer können künftig in Karten hineinzoomen, Ebenen wie Flurstücke oder Gebäude ein- und ausblenden und Adressen suchen, um zu sehen, wie weit eine geplante Trasse etwa vom eigenen Wohnort entfernt liegt. „Unser Anspruch ist es, Karten anzubieten, die tiefere Einblicke ermöglichen und die realen Planungen abbilden“, so Afanasyeva.
Das digitale Bautagebuch
Die direkte Anbindung ermöglicht auch ganz neue Features wie das digitale Bautagebuch, das beispielsweise beim Ausbau der A 1 zwischen Münster-Nord und Osnabrück pilotiert wird. Hier werden Baufortschritte nicht nur textlich beschrieben, sondern geografisch verortet. Fotos von der Baustelle erscheinen mit Zeitstempel und genauer Position auf der Karte. Interessierte können so den Bauverlauf von Brücken oder Streckenabschnitten visuell nachverfolgen – basierend auf Daten, die direkt aus der Projektüberwachung stammen.
Effizienzsteigerung im Hintergrund
Damit diese aktuellen Informationen auf der Website landen, laufen im Hintergrund stark vernetzte Prozesse ab. Ingenieure und Projektteams erfassen Daten teilweise direkt mobil auf der Baustelle – etwa über Tablets. Nach entsprechenden Freigabeprozessen können diese Informationen für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden, ohne dass sie mühsam neu aufbereitet werden müssen.
„Wenn Daten organisiert aktuell gehalten werden, profitieren alle davon“, fasst Victoria Afanasyeva zusammen. „Wir schaffen damit eine Basis, auf der wir Projekte nicht nur effizienter planen, sondern auch besser erklären können.“
Mit DEGES-GeO geht die DEGES einen weiteren Schritt voran in ihrer Digitalisierungsstrategie und macht komplexe Infrastrukturprojekte für alle Beteiligten und für Interessierte greifbarer.