Wie und wann kamen Sie als Mitarbeiter zur DEGES?

Ich bin seit dem 01. Februar 2014 bei der DEGES. Kurz nach dem Berufseintieg war ich zwei Jahre lang als Spezialbrückenbauingenieur in Südkorea tätig. Dort beriet ich koreanische Geschäftspartner zum Bau von Taktschiebe- und Schrägseilbrücken. Danach konnte ich Erfahrungen bei zwei großen Brückenbauprojekten sammeln: Dem Bau der Peenetalbrücke bei Jarmen in Mecklenburg-Vorpommern und der Rügenbrücke, die Stralsund und Rügen miteinander verbindet. Der Bauherr dieser Brücke war die DEGES. Im Anschluss habe ich im Balkan fünf Jahre an einer noch größeren Brücke gebaut. Das war eine unglaublich tolle Zeit.
2013 pendelte ich für ein großes Bauunternehmen ein paar Monate als Großprojektleiter nach Arabien in eine andere Welt. In der Zeit sah ich eine Ausschreibung der DEGES und bewarb mich. Die Mitarbeiter kannten mich noch aus der Projektzusammenarbeit. Sie empfingen mich mit offenen Armen.

Gab es ein Schlüsselerlebnis für Ihre Entscheidung für die DEGES?

Ja – er führte über eine große Brücke. Brücken sind mein Leben. Unter meiner Leitung entstand etwa die Rügenbrücke, die 2007 eröffnet wurde. Bauherr war die DEGES. Der Bau auf Rügen war die größte Brücke und die erste Schrägseilbrücke in der Geschichte der DEGES. Sie wurde 2007 von Angela Merkel eröffnet. Die Banddurchschnittszeremonie wurde von der DEGES organisiert und gefeiert. Das ist bis heute eines meiner schönsten Berufserlebnisse. Meine damals zehnjährigen Drillinge waren bei der Feier dabei, sie hielten die Scheren. Der Bau bedeutete für mich drei großartige Jahre, in denen ich die DEGES als fairen Projektpartner kennenlernen konnte: Hoch kompetent, mit sehr guten Leuten. Schon damals fiel mir die gute Kooperation auf. Der gemeinsame Hauptfokus der DEGES und des Bauunternehmens, bei dem ich tätig war, galt immer dem Projekt selbst. Alle Beteiligten wollten es zusammen gut hinbekommen. Dass der Bau selbst stets im Vordergrund stand, war toll. Das ist tatsächlich herausfordernd bei großen Projekten mit verschiedenen Partnern. Es dauerte dann weitere sechs Jahre, bis ich selbst zur DEGES kam. Ich blieb zunächst dem Brückenbau treu.

Welche Kernaufgaben haben Sie im Detail? Ihr Verantwortungsbereich? An welchen Großprojekten haben Sie mitgearbeitet?

Als Projektleiter Bau für Hamburg betreue ich drei Großprojekte vor Ort. Die Umverlegung der Wilhelmsburger Reichsstraße zum Beispiel ist ein umfangreiches Straßenbau- und Bahnprojekt, bei dem wir zurzeit Verkehrswege, eine Straße und eine Bahntrasse bündeln. 2013 haben wir damit begonnen. Bis die Wilhelmsburger Reichsstraße 2019 in Betrieb gehen kann, stehen uns allein im Bahnbau viele Einzelmaßnahmen bevor. Wir nehmen alte Bahngleise außer Betrieb und bauen eine 5,5 Kilometer lange Gleisstrecke neu – 16 Weichen und 30 Signale mit Anbindung der Signale von Stellwerken inklusive. Die Entwicklung des Stadtteils Wilhelmsburg profitiert sehr von unserem Projekt. Für mich bedeutet es komplexe Prozesse. Allein 70 Bauverträge sind zu koordinieren.

Bitte nennen Sie kurz 1-2 prägende Erlebnisse aus Ihrer bisherigen Zeit bei DEGES!

Das eine ist die Wilhelmsburger Reichsstraße. Daneben bauen wir mit der A 7 eine bestehende Autobahn um und aus. Dazu gehört der Bau eines Lärmschutztunnels. Das ist eine tolle Aufgabe, von der Politik total unterstützt. Prägend finde ich grundsätzlich, wie motivierend der Partnerschaftsgedanke in unseren Projekten ist. Das macht Spaß.

Welche Ihrer Stärken können Sie gut in Ihre Arbeit als Führungskraft einbringen?

Als Brückenbauexperte bin ich in tiefster Seele Ingenieur. Durch meine Erfahrungen fließt also ein gewisser Freigeist in meine Arbeit ein. Das passt zur DEGES. Wer Projektverantwortung hat, muss sich hier einerseits an ein striktes Regelwerk halten, und es gibt viel Papierarbeit. Zugleich kann ich sehr viel erreichen und bewirken: Ich sehe immer noch den Kerngedanken, gemeinsam tolle Ingenieursprojekte voranzubringen. Das Bemühen um gemeinschaftliche Lösungen ist auch zentral für mich als Führungskraft. Da ich beide Seiten kenne, die der Baufirmen und die des Auftraggebers, weiß ich, dass man nie das Verständnis für die Probleme der Partner verlieren darf. Es geht immer darum, bei Uneinigkeiten in komplexen Vorgängen rasch einen Konsens zu finden. Oft ist zum Beispiel zu wenig Bauraum da, dann wird viel verhandelt. Oder es geht darum, bestehende Termine zu halten. Gemeinsam an einem Strang zu ziehen, bringt da alle vorwärts.
Eine weitere Stärke von mir ist Flexibilität – eine Eigenschaft, die aber für jeden hier erwünscht und hilfreich ist.

Welche Voraussetzung sollte eine Führungskraft für ihre/seine Arbeit bei der DEGES mitbringen?

Wir sind eine Planungs- und Projektmanagementgesellschaft. Das setzt in gewisser Weise voraus, Verständnis aufzubringen für die Planer und Baufirmen, mit denen wir zusammenarbeiten. Als Führungskraft muss man sehr kommunikativ sein. Wichtig ist auch Visualisierungsfähigkeit, eine Vorstellungskraft für das, was man plant und baut. Die Vorhaben, die wir da so lange planen lassen, sollten wir uns als Endprodukt vorstellen können. Nur so ist erkennbar, wo Probleme für die Beteiligten auftreten können, und wir können frühzeitig gegensteuern. Außerdem halte ich ein gemeinsames Ziel für wichtig, um alle im Team „mitzunehmen“.

Wenn Sie die DEGES in einem Satz beschreiben müssten, welcher wäre das?

Der Leitsatz der DEGES sagt es: Wege sind unser Ziel. Die DEGES ist eine Planungs- und Projektmanagementgesellschaft, deren erfahrene Mitarbeiter bundesweit mit großem Engagement komplexe Straßen- und Brückenprojekte realisieren.

Welche Fachkräfte/Spezialisten sind in Ihrem Bereich besonders gefragt? Wie hat sich das ggf. im Vergleich zu früheren Zeiten gewandelt?

Wir brauchen weiterhin versierte Spezialisten. Da wir immer mehr im Bestand bauen, haben wir es zunehmend mit Anwohnern und Firmen zu tun, die durch unsere Baustellen beeinträchtigt werden. Hier sind etwa Umweltfachleute und Kommunikatoren gefragt, die sich mehr um Stakeholder kümmern können.

Inwiefern haben sich ggf. die Anforderungen an Nachwuchskräfte gewandelt? Was beobachten Sie als Führungskraft diesbezüglich?

Der Nachwuchs braucht heute mehr Flexibilität. Unser Unternehmen ist in zwölf Bundesländern präsent, Mitarbeiter sind nicht selten auch vor Ort präsent. Wer bei der DEGES startet, sollte natürlich auch der Digitalisierung offen und interessiert begegnen. Die Prozesse darum herum nehmen auch hier Fahrt auf. Ein Beispiel ist BIM („Building Information Modeling“). BIM ist eine neue, digital unterstützte Planung und Arbeitsweise, die es allen Beteiligten eines Projektes ermöglicht, auf gemeinsame Daten zuzugreifen.

Was motiviert Sie als Führungskraft besonders, wenn Sie an Ihren täglichen Einsatz denken?

Ich freue mich über die Bandbreite an Expertise, die meine Mitarbeiter haben. Toll ist es, zu sehen, wie Projekte im Team realisiert werden, bei denen wir gemeinsam Hürden überwinden, weil alle gemeinsam das Ziel vor Augen haben. Wir meistern komplexe Aufgaben. Das ist die Stärke der DEGES.

Auf welche Leistungen sind Sie stolz?

Auf meine Brücken – und auf die Projekte, die mir hier mit meinen Mitarbeitern im Team gelingen. Eine Bestätigung sind für mich Geschäftspartner, die gern mit uns zusammenarbeiten, weil wir ein Team aus Spezialisten mit Verständnis, Offenheit und Erfahrung sind. Das macht uns auch als Arbeitgeber attraktiv.

Auf welche zukünftigen Projekte/Aufgaben freuen Sie sich bereits?

Neben dem Fortgang des Projekts Wilhelmsburger Reichsstraße arbeite ich gern an einem besonderen Brückenprojekt, der Langenfelder Brücke in Hamburg. Hier wird ein Stück Autobahn von 8 auf 10 Spuren ausgebaut. Außerdem koordiniere ich den Tunnel Stellingen, einen Lärmschutztunnel. Er gehört zu einem Stück Autobahn, das durch die Stadt führt und die wir um eine Spur erweitern. Bei einem weiteren tollen Projekt werde ich an der Herzschlagader von Hamburg bauen: Ganz nah am Hamburger Hafen, südlich des Elbtunnels, planen wir eine Brückenverbreiterung. Hier gibt es eine 3,6 Kilometer lange Autobahnbrücke – die längste in Deutschland! –, die wir bei laufendem Betrieb nach innen verbreitern wollen. In einem vorauslaufenden Pilotprojekt werden wir die sehr nachhaltige Nutzung alter Koppelstellen aus den 70er Jahren – und damit eine Verbindung von einem neuen Bauwerk zu einem alten – testen und optimieren, ehe die gesamte Brückenlänge bei laufendem Betrieb in möglichst kurzer Zeit erweitert wird.

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