Mit dem heutigen feierlichen Baubeginn der A 14 zwischen Wittenberge und Karstädt geht nun auch der letzte noch verbliebene Abschnitt des länderübergreifenden Gesamtvorhabens in Brandenburg in Bau. Zugleich erfolgt die Verkehrsfreigabe eines weiteren Abschnitts der A 14 in Sachsen-Anhalt bei Stendal.

Beide Anlässe sind sichtbare Zeichen für den Fortschritt beim Lückenschluss dieser überregional bedeutenden Autobahnverbindung zwischen Mitteldeutschland und den Ostseehäfen. Von der verbesserten Anbindung profitieren Regionen entlang der Strecke wie Prignitz und Altmark.

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr: „Bei unserem größten Bundesfernstraßenvorhaben in den östlichen Bundesländern haben wir die nächsten Meilensteine erreicht: Pünktlich vor Beginn der Sommerferien in Sachsen-Anhalt stehen den Verkehrsteilnehmern mit der heutigen Verkehrsfreigabe der A 14 insgesamt 36 durchgängige Autobahnkilometer zwischen Wolmirstedt und Stendal-Süd zur Verfügung. Gleichzeitig heißt es ab heute ‚Endlich Baustelle!‘ auch für die letzten 18 Kilometer des Neubaus der A 14 in Brandenburg. Rund 316 Millionen Euro investieren wir für den Abschnitt zwischen Wittenberge und Karstädt und schließen somit eine weitere Lücke in dem länderübergreifenden Verkehrsprojekt. Mit der durchgängigen A 14 schaffen wir künftig eine leistungsfähige und moderne Anbindung der Wirtschaftsstandorte Mitteldeutschlands.“

Sven Schulze, Ministerpräsident Sachsen-Anhalt: „Die Freigabe des neuen Abschnitts ist ein wichtiger Schritt für die Altmark. Die Region ist spürbar besser erreichbar. Das kommt sowohl den Menschen als auch der Wirtschaft in unserem Bundesland zugute.  Eine verlässliche Verkehrsinfrastruktur ist entscheidend dafür, dass Menschen gern hier leben und arbeiten. Mit der Anbindung an das überregionale Verkehrsnetz machen wir darüber hinaus Sachsen-Anhalt als Standort für Wohnen und Arbeit insgesamt noch attraktiver.“

Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die A 14 ist für die Prignitz und den ganzen Nordwesten Brandenburgs eine verkehrliche Lebensader. Mit dem Baubeginn des Abschnitts Wittenberge – Karstädt schließen wir die letzte brandenburgische Lücke auf dem Weg zu einer durchgehenden Autobahnverbindung zwischen Magdeburg und Schwerin. Das stärkt die Erreichbarkeit unserer Regionen, verbessert die Anbindung an die Häfen im Norden und macht Standorte in der Prignitz für Unternehmen und Arbeitsplätze noch attraktiver.“

Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes: „Bei den 6,8 Kilometern zwischen Lüderitz und Stendal-Süd handelt es sich um den ersten Neubauabschnitt der Nordverlängerung der A 14, den die Autobahn GmbH des Bundes vom Spatenstich bis zur heutigen Verkehrsfreigabe in eigener Verantwortung umgesetzt hat. Der gleichzeitige Baubeginn in Brandenburg zeigt, wie zielgerichtet wir den Ausbau der A 14 voranbringen. Beide Projekte stehen für hohe technische Qualität, verlässliche Zusammenarbeit und spürbare Verbesserungen für die Menschen vor Ort.“

Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES: „Mit dem Baustart in Brandenburg beginnt die Realisierung eines für die Region wichtigen und lang erwarteten Infrastrukturvorhabens. Gemeinsam mit allen Projektbeteiligten werden wir den Abschnitt jetzt unter Berücksichtigung der vielfältigen technischen und naturschutzfachlichen Anforderungen umsetzen.“

Zwischen Wittenberge und Karstädt werden rund 18 Kilometer durch die DEGES im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes neu gebaut. Zwischen Lüderitz und Stendal-Süd wurden heute 6,8 Kilometer für den Verkehr freigegeben.

Beim Baubeginn des Abschnitts zwischen Wittenberge und Karstädt setzten am Mittag Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr, Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH und Andreas Irngartinger, Technischer Geschäftsführer der DEGES GmbH, den ersten Spatenstich.

Bei der feierlichen Verkehrsfreigabe der Nordverlängerung der A 14 zwischen den Anschlussstellen Lüderitz und Stendal-Süd haben am Nachmittag Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr, Sven Schulze, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes symbolisch das Band durchschnitten.

Hintergrund

Der Neubau der A 14 Magdeburg – Wittenberge – Schwerin beträgt insgesamt rund 155 Kilometer und führt durch die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern.

Der heute freigegebene Abschnitt umfasst eine beidseitige Rastanlage mit beidseitig jeweils 35 Pkw-, 27 Lkw- und 3 Busstellplätzen, welche Ende 2026 eröffnet werden soll. Es wurden insgesamt 6 Brückenbauwerke sowie vier Amphibiendurchlassbauwerke errichtet. Im Zuge des Neubaus wurde auch die B 188 zwischen den Ortslagen Insel und Döbbelin auf einer Länge von rund 2,0 km ausgebaut.

Beim vierstreifigen Neubau der A 14 zwischen Wittenberge und Karstädt entstehen insgesamt 23 Ingenieurbauwerke. Hinzu kommen rund 2,9 Kilometer Lärmschutzwände, etwa 3,6 Kilometer Schutzeinrichtungen für Fledermäuse sowie mehr als ein Kilometer Irritationsschutzwände zum Schutz der Tierwelt. Darüber hinaus wird in diesem Abschnitt die bewirtschaftete Rastanlage „Löcknitztal“ errichtet.

Von links: Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Andreas Irngartinger, technischer Geschäftsführer der DEGES, beim Spatenstich in Wittenberge
Von links: Dr. Michael Güntner, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH des Bundes, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder und Andreas Irngartinger, technischer Geschäftsführer der DEGES, beim Spatenstich in Wittenberge | Bildnachweis: Meyerfoto/Iwo Hoffmann