A 7: Rohbau der ersten Röhre am Lärmschutztunnel Altona fertiggestellt / „Richtfest“ mit Verkehrssenator Anjes Tjarks
Die Arbeiten am Lärmschutztunnel Altona im Zuge der acht-streifigen Erweiterung der Autobahn 7 in Hamburg kommen gut voran. In der Nacht vom 2. auf den 3. Juli 2026 wird das letzte Deckenelement der westlichen Tunnelröhre (die spätere Fahrtrichtung Süden) betoniert. Der Rohbau der ersten Tunnelröhre ist damit fertiggestellt. Zu diesem Anlass besuchte der Hamburger Senator für Verkehr und Mobilitätswende, Dr. Anjes Tjarks (Bündnis 90/Die Grünen) die Baustelle, um sich ein Bild des aktuellen Baufortschritts zu machen.
Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende:
„Die Bauarbeiten an der A7 werden dazu führen, dass der Verkehr künftig deutlich besser fließt. Der Autobahn-Deckel ist aber weit mehr als ein Bauwerk für den Verkehr – er steht für eine neue Lebensqualität entlang der A 7. Wir schaffen nicht nur dringend benötigten Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner, sondern gewinnen auch wertvollen Raum für Grünflächen, Parks und Kleingärten zurück. Es ist ein zentrales Zukunftsprojekt für eine lebenswertere, grünere und besser vernetzte Stadt. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die diesen Fortschritt möglich machen.“
Christian Merl, Autobahn GmbH des Bundes: „Mit der Betonage des letzten Deckenelements der Weströhre des Altonaer Tunnel kann nun mit der Ausstattung begonnen werden. Betriebs- und Verkehrstechnik müssen installiert und an unsere neue Tunnelbetriebszentrale angeschlossen werden, um die erste Tunnelröhre für die NutzerInnen sicher in Betrieb nehmen zu können. Und bereits dann, wird Altona vom Lärm der A7 geschützt sein. Ein wichtiger Meilenstein für die Anwohner und das Projekt.“
“Mit der Betonage des letzten Deckenelements der Weströhre haben wir einen Meilenstein beim Bau des Lärmschutztunnels Altona erreicht”, sagt Thomas Schröder, Projektleiter Tunnel Altona bei der DEGES, die das Projekt im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes umsetzt. “Damit sind wir unserem Ziel, mit dem acht-streifigen Ausbau der A 7 einen flüssigen und sicheren Verkehrsfluss für Pendlerinnen und Pendler, Handel und Logistik zu gewährleisten, ein gutes Stück nähergekommen. Gleichzeitig schaffen wir dringend benötigten Lärmschutz für die Anwohnerinnen und Anwohner, und es entstehen neue Grünflächen, die zuvor getrennte Stadtteile wieder miteinander verbinden werde. Jetzt gehen die Arbeiten im Inneren der Röhre mit der Installation der Verkehrs- und Sicherheitstechnik und dem Innenausbau weiter.”
Die Weströhre besteht aus insgesamt 114 Blöcken. Die Tunnelmittelwand und die westliche Außenwand sind bereits fertiggestellt. Für die Betonage eines Deckenelements werden rund 900m³ Beton benötigt. An der Strecke wurde ein eigenes mobiles Betonmischwerk errichtet, um die Wege kurz zu halten und die Belastungen durch Baustellenverkehre zu minimieren.
Nach aktueller Planung soll im zweiten Halbjahr 2027 der Verkehr auf der A 7 mit jeweils drei Fahrtstreifen pro Richtung in die Weströhre umgelegt werden, um mit dem Bau der Oströhre zu beginnen. “Mit der Umlegung des Verkehrs in die erste Tunnelröhre wird der Verkehrslärm für die Anwohnerinnen und Anwohner spürbar leiser”, erklärt Thomas Schröder. “Allerdings rückt damit der Baustellenlärm für die begrenzte Zeit der Rohbauherstellung, insbesondere während der Gründungsarbeiten der östlichen Tunnelröhre, noch einmal in den Vordergrund.”
Der Tunnel Altona bietet nicht nur den direkten Anwohnenden einen umfassenden Lärmschutz, sondern schafft großzügigen Raum für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Auf dem Lärmschutzdeckel Altona entstehen eine Vielzahl neuer Kleingärten sowie Grün- und Parkanlagen. Der Tunnel Altona ist mit rund 2,2 Kilometern der längst Lärmschutztunnel des sogenannten “Hamburger Deckels”, der noch aus dem Tunnel Schnelsen (560 Meter) und dem Tunnel Stellingen (890 Meter) besteht.

Hintergrund
Die Anfang der 70er Jahre fertig gestellte Autobahn A 7 ist für den Nord-Süd-Verkehr im Norden Deutschlands die wichtigste Verkehrsachse und unverzichtbar für die Abwicklung des Transitverkehrs sowie die regionalen, aber auch städtischen Verkehrsströme in Hamburg. Der Streckenabschnitt der A 7 zwischen der Anschlussstelle HH-Othmarschen und der Landesgrenze Hamburg/ Schleswig-Holstein zählt bundesweit zu den höchstbelasteten Autobahnen. Der heutige 4- bzw. 6-streifige Autobahnquerschnitt gewährleistet keinen flüssigen Verkehrsablauf. Zur Anpassung der Leistungsfähigkeit der A 7 an den Bedarf ist eine Erweiterung auf sechs bzw. acht Streifen dringend geboten. Bedingt durch die innerstädtische Lage der A 7 ist dabei eine Verbesserung der vorhandenen Lärmschutzanlagen unumgänglich. Im Bauabschnitt Altona entsteht daher ein Lärmschutzdeckel mit einer Länge von 2.230 Metern. Das Projekt wird vom Bund und der Freien und Hansestadt Hamburg finanziert.