Die DEGES realisiert den rund 5,5 km langen Neubau der Ortsumgehung Kallmerode im Zuge der B 247. Sie hat jetzt als erstes Baulos den Bau einer Brücke ausgeschrieben, die die B 247n über den so genannten „Kleyweg“ zwischen Birkungen und Beinrode führen wird. Wenn die Ausschreibung erfolgreich verläuft, kann der Baubeginn bereits im September erfolgen.

„Die B 247 ist eine der bedeutendsten Verkehrsachsen in Nordwestthüringen. Mit dem Neubau der Ortsumgehung werden die Anwohner in Kallmerode nun endlich von den Verkehrsbelastungen befreit“, sagt die Thüringer Infrastrukturministerin Birgit Keller. „Ich freue mich, dass der Bund die notwendigen Finanzmittel jetzt bereitstellt.“

„Unsere bauvorbereitenden Arbeiten sind weit vorangeschritten; jetzt wollen wir zeitnah mit dem Bau beginnen“, betont DEGES-Projektleiterin Andrea Prangen. In den vergangenen Monaten wurden vorgezogene landschaftspflegerische Maßnahmen umgesetzt, zahlreiche Leitungen verlegt, archäologische Untersuchungen durchgeführt und Bäume im notwendigen Umfang gefällt (bis Ende Februar). „Wir sind also startklar und gehen nach aktueller Planung davon aus, die Ortsumgehung 2022 für den Verkehr freigeben zu können“, so Prangen.

Neben der Brücke über den „Kleyweg“ werden drei weitere Brücken errichtet, die andere Straßen bzw. Wege über die B 247n führen werden: den „Reifensteiner Weg“, den Wirtschaftsweg „Am Kirchberg“ und die Landstraße 3080. Der Streckenbau soll ab Ende 2020 erfolgen.

Ursprünglich war vorgesehen, die Ortsumgehung Kallmerode als ÖPP-Projekt, also in öffentlich-privater Partnerschaft, zu realisieren. Auf die entsprechende Ausschreibung ging aber kein wirtschaftliches Angebot ein. Der Bund, der Freistaat Thüringen und die DEGES kamen daher überein, diesen Abschnitt der B 247n konventionell in Regie der DEGES zu bauen.

Verkehrsbedeutung

Die Bundesstraße 247 ist Hauptbestandteil des überregionalen und regionalen Verkehrszuges B 247/B 176/B 4 zwischen den Wirtschaftsräumen Mittelthüringens, Südniedersachsens und Nordhessens. Sie stellt dabei das wesentliche Verbindungselement zwischen den Bundesautobahnen A 4, A 71 und A 38 dar und sichert in hohem Maße die Erschließung der autobahnfernen Mittelzentren Mühlhausen und Bad Langensalza.

Die Ortsumgehung Kallmerode führt die B 247n zukünftig östlich an Kallmerode vorbei und wird den Ort spürbar vom Durchgangsverkehr entlasten. Die Prognose für die Ortsumgehung für das Jahr 2030 beläuft sich auf 11.500 Fahrzeuge täglich, davon knapp jedes Fünfte ein Lkw.