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A 1: Achtstreifiger Ausbau AD HH-Südost – AS HH-Stillhorn In Planung

Ziel des geplanten Ausbaus auf acht Fahrstreifen ist es, die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Visualisierung der Norderelbrücke
Visualisierung der Norderelbrücke

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: ca. 8,2 km
  • Abriss und Neubau von zwei Großbrücken: Norder- und Süderelbbrücke

Karte

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Projektbeschreibung

Die Bundesautobahn 1 beginnt im Norden Deutschlands in Heiligenhafen an der Ostsee und verläuft Richtung Südwesten bis nach Saarbrücken. Sie ist mit insgesamt 749 Kilometern die drittlängste Autobahn Deutschlands. Für den Pendler-, Wirtschafts-, Erholungs- und Freizeitverkehr ist die A 1 eine bedeutende Nord-Süd-Verbindung im Osten der Freien und Hansestadt Hamburgs.

Zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Südost (AD HH-Südost) und der Anschlussstelle Hamburg-Harburg (AS HH-Harburg) fahren werktäglich bis zu 131.000 Kfz. Mit 24 % entfallen knapp ein Viertel dieser Fahrzeuge auf den Schwerlastverkehr (Stand 2017).

Für das Prognosejahr 2030 wird mit einer durchschnittlich täglichen Verkehrsstärke von bis zu 160.000 Kfz und einem Schwerverkehrsanteil bis zu 27 % gerechnet.

Derzeit kann die A 1 in beiden Fahrtrichtungen fast durchgängig auf jeweils drei Fahrstreifen befahren werden. Eine Ausnahme stellt hier das Autobahnkreuz Hamburg-Süd dar. Hier stehen dem Verkehrsteilnehmer lediglich zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung. Damit ist das Autobahnkreuz in dem Ausbauabschnitt auch eine zentrale Engstelle.

Eine sechsstreifige Autobahn ist für eine durchschnittlich tägliche Verkehrsstärke bis 100.000 Fahrzeugen uneingeschränkt leistungsfähig. Um den Verkehr reibungslos abzuwickeln, ist ein Ausbau der A 1 erforderlich und wirtschaftlich notwendig. Zudem wird zukünftig die von Westen kommende Autobahn A 26 Hafenpassage Hamburg zwischen Kirchdorf-Süd und Stillhorn mit einem Autobahndreieck an die A 1 anschließen. In diesem Rahmen wird die heute noch vorhandene Rastanlage Stillhorn etwas weiter südlich ersetzt durch den modernen Neubau der Rastanlage Elbmarsch.

Um die Umgebung zuverlässig vor dem Verkehrslärm zu schützen, sind z. B. Lärmschutzwände geplant. Der Lärmschutz erfolgt auf Basis der Lärmvorsorge nach §§ 41 bis 43 des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) in Verbindung mit der Verkehrslärmschutzrichtlinie. Danach sind bei Bau oder wesentlicher Änderung von öffentlichen Straßen schädliche Verkehrsgeräusche soweit wie möglich zu vermeiden. Daraus ergibt sich grundsätzlich ein Anspruch auf Lärmschutz auf Basis der derzeit geltenden gesetzlichen Immissionsgrenzwerte.

Ziel des geplanten Ausbaus von aktuell sechs auf zukünftig acht Fahrstreifen ist es, die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit der A 1 zwischen dem AD HH-Südost und der AS HH-Harburg zu erhöhen. Auf diesem rund 8,2 Kilometer langen Abschnitt befinden sich bereits heute drei Anschlussstellen, ein Autobahnkreuz (A 1/A 255/A 252) und ein Autobahndreieck (A 1/A 25). Durch die Bereitstellung zusätzlicher Fahrstreifen können zudem die Wechselvorgänge zwischen den ein- und ausfahrenden Fahrzeugen entzerrt und somit die Verkehrssicherheit erhöht werden.

Der achtstreifige Ausbau der A 1 zwischen dem AD HH-Südost und der AS HH-Stillhorn wurde im Bundesverkehrswegeplan 2030 (BVWP) in die höchste Kategorie „Vordringlicher Bedarf – Engpassbeseitigung (VD-E)“ eingeordnet. Der Abschnitt zwischen der AS HH-Stillhorn und der AS HH-Harburg ist in den weiteren Bedarf mit Planungsrecht (WB) eingestuft und wird aufgrund der in diesem Abschnitt liegenden Süderelbbrücke mit geplant.

Zum geplanten Ausbau der A 1 gehören u. a.:

  • Gewährleistung der Durchgängigkeit der A 1 – Umbau des AK HH-Süd
  • Neubau von zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung ergänzt durch weitere Verflechtungsfahrstreifen zwischen den einzelnen Knotenpunkten
  • Grundinstandsetzung der Bestandsstrecke auf ca. 8,2 km
  • Abriss und Neubau von zwei Großbrücken: Norder- und Süderelbbrücke
  • Abriss und Neubau weiterer Brückenbauwerke und Durchlässe
  • Neubau von Lärmschutzwänden
  • Neubau von Entwässerungsanlagen
  • Umweltfachliche Beurteilung des Ausbaus und Schaffung von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen

Zeitplan

Derzeit läuft die Entwurfsplanung. Das Planfeststellungsverfahren soll ab Ende 2020 durchgeführt werden. Mit dem Ausbau könnte im Jahr 2025 begonnen werden, wenn das Baurecht rechtzeitig erlangt wird.

Abschnitte

Der Ausbau der A 1 ist in drei Abschnitte unterteilt, die jeweils eine verkehrstechnische Einheit bilden. Für jeden Abschnitt ist geplant, ein eigenständiges Planfeststellungsverfahren zur Erlangung des Baurechts durchzuführen.

Historie

Die A 1 ist eine der ältesten Autobahnen Deutschlands. Bereits Ende der 1920er Jahre wurden während der Weimarer Republik mehrstreifige Schnellstraßen geplant. Nach der Eröffnung der ersten Autobahn, der heutigen A 555, im Jahr 1932 wurde schließlich in der Zeit des Nationalsozialismus intensiv der Bau von Autobahnen fortgeführt. So erfolgte der Erste Spatenstich zur A 1 bei Oyten am 21. März 1934. Autobahnen dienten in dieser Zeit vor allem als Propagandaprojekt: Abschaffung der Arbeitslosigkeit und neue Straßen für das Volk. Um den Menschen einen Arbeitsplatz zu geben, wurde beim Straßenbau bewusst auf den Einsatz schwerer Maschinen verzichtet. Die Arbeiter, in der Zeit auch Bausoldaten genannt, haben mit Schaufel und Hacke ausgestattet Schwerstarbeit verrichtet. So wurden auf diese Weise im Schnitt 500 Meter Autobahn pro Tag gebaut.

Nach zwei Jahren Bauzeit wurde am 25. Juli 1936 der 71 Kilometer lange Abschnitt zwischen Dibbersen und Oyten für den Verkehr freigegeben, ein Jahr später am 13. Mai 1937 schließlich der Abschnitt von Hamburg-Ost nach Lübeck. Hamburg wurde gen Süden 1939 durch die Süderelbbrücke an die  A 1 angeschlossen. Die sogenannte Hansalinie von Hamburg nach Bremen wurde bis 1939 mit 120 Kilometern Autobahn fertiggestellt und sollte zumindest im Süden Richtung Ruhrgebiet erweitert werden. Im Zweiten Weltkrieg wurden weitere Planungen und Bauarbeiten an der A 1 ausgesetzt.

Erst wieder Mitte der 1950er Jahre wurde der Bau der Autobahnen fortgesetzt, um wirtschaftliche Entwicklungen Deutschlands durch eine bessere Erreichbarkeit im Land voranzutreiben.

1963 wurden die Autobahnstrecken Hamburg-Lübeck und Hamburg-Bremen durch die südöstliche Umgehung Hamburgs auf 13 Kilometern miteinander verbunden. Eines der Vorzeigeprojekte stellte hierbei die Norderelbbrücke mit ihrer Schrägseilkonstruktion dar.

1968 war die A 1 schließlich von Lübeck bis Köln durchgängig befahrbar.

Seit den 1970ern wurde die A 1 schließlich ab Lübeck gen Norden verlängert und auch im Süden wurde sie schrittweise Richtung Eifel ausgebaut. Heute umfasst die A 1 ganze 749 Kilometer.

Doch die Konzeption der Autobahnen bis Mitte der 1960er Jahre konnte bald nicht mehr mit der steigenden Anzahl von Fahrzeugen mithalten: Durch den wirtschaftlichen Aufschwung wuchs der Straßenverkehr an – die ersten Staus entstanden. Anfang der 1960er Jahre betrug die Verkehrsbelastung auf der A 1 in etwa 10.000 Fahrzeuge am Tag. Heute sind es durchschnittlich zehn mal so viele.

Auch die Deutsche Einheit, der Ausbau des europäischen Binnenmarktes sowie die wirtschaftliche und politische Öffnung Osteuropas führten zu einem Anstieg des Verkehrs auf Deutschlands Fernstraßen. So musste die A 1 in bestimmten Abschnitten mehr Fahrstreifen erhalten und entsprechend ausgebaut werden. Bereits 1989 wurde die Autobahn im Abschnitt zwischen den Anschlussstellen Hamburg-Öjendorf und Hamburg-Billstedt,  2008 schließlich im Abschnitt zwischen Hamburg-Billstedt und dem Autobahndreieck Hamburg-Südost von vier auf sechs Fahrstreifen ausgebaut. Zwischen dem Kreuz Hamburg-Südost und der Anschlussstelle Hamburg-Harburg ist nun auch ein achtstreifiger Ausbau geplant, damit die Autobahn dem zukünftigen Verkehrsaufkommen gerecht werden kann.

Abschnitt „Nord“

AD HH-Südost – südlich des AK HH-Süd

  • Gesamtlänge: ca. 5,3 km
  • Anzahl der Fahrstreifen: vier pro Fahrtrichtung
  • Planfreie Knotenpunkte: AD HH-Südost, AK HH-Süd (künftig: AD Norderelbe)
  • Anzahl der Verflechtungsstreifen: zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung
  • Naturschutzfachliche Besonderheiten: FFH-Gebiet „Hamburger Unterelbe“, EG-Vogelschutzgebiet und NSG „Holzhafen“

Abschnitt „Mitte“

AK HH-Süd – nördlich der Süderelbbrücke

  • Gesamtlänge: ca. 1,2 km
  • Planfreie Knotenpunkte: AD Süderelbe (A 1/A 26) in Planung, AS HH-Stillhorn (geplanter Rückbau)
  • Anzahl der Verflechtungsstreifen: ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung
  • Bauwerke: Neue Höder Wettern, Höder Wettern, Rethwettern, Stillhorner Wettern, Stillhorner Weg

Abschnitt „Süd“

Nördlich der Süderelbbrücke – AS HH-Harburg

  • Gesamtlänge: ca. 1,7 km
  • Anzahl der Fahrstreifen: vier pro Fahrtrichtung
  • Planfreie Knotenpunkte: AS HH-Harburg
  • Bauwerke: Süderelbbrücke, Neuländer Elbdeich, Neuländer Wettern, Fünfhausener Landweg
  • Naturschutzfachliche Besonderheiten: FFH-Gebiet „Heuckenlock“ und „Schweensand“, NSG „Heucklock“, NSG „Schweensand“

Norderelbbrücke

Die bestehende Norderelbbrücke führt seit 1963 die Bundesautobahn 1 über die Norderelbe. Es handelt sich hierbei um eine Schrägseilbrücke mit einem Überbau für beide Fahrtrichtungen. Derzeit wird der Verkehr auf drei Fahrstreifen pro Richtung (ohne Standstreifen) über die Norderelbe geführt. Das Bauwerk weist diverse Schäden auf und hat entsprechend der in 2016 durchgeführten Nachrechnung eine sehr begrenzte Nutzungsdauer. Aufgrund dieses Zustandes und des achtstreifigen Ausbaus gemäß Bundesverkehrswegeplan 2030 wird ein Ersatzneubau mit angepasstem Querschnitt dieser Brücke geplant.

Die Verkehrsführung wird von drei auf vier Fahrstreifen sowie zwei Verflechtungsfahrstreifen pro Fahrtrichtung und zusätzlichem Standstreifen erweitert. Daher ist es notwendig, eine gänzlich neue Brücke zu errichten. Zunächst soll neben der derzeitig bestehenden Norderelbbrücke eine weitere Brücke mit sechs Fahrstreifen gebaut werden. Temporär wird dann der gesamte Verkehr in beiden Fahrtrichtungen auf dieses Brückenbauwerk verlegt, damit im Anschluss die alte Norderelbbrücke abgerissen werden und durch den Neubau der zweiten Brückenhälfte ersetzt werden kann.

Das heutige Brückenbauwerk liegt in einem naturschutzfachlich sensiblen Raum. Unmittelbar südlich des bestehenden Bauwerks grenzt das FaunaFlora-Habitat-Gebiet „Hamburger Unterelbe“ an. Nördlich befindet sich ein Vogelschutzgebiet. Weiterhin befinden sich zwei Naturschutzgebiete im näheren Umfeld des Bauwerks.

Aufgrund der gestalterischen Bedeutung, der technischen Besonderheiten und der besonders zu berücksichtigenden Umweltaspekte wurde für diesen Ersatzneubau ein Realisierungswettbewerb durchgeführt. Ebenfalls wurde beim Neubau ein Radweg eingeplant. Am 8. Februar 2019 wurde von einem Preisgericht der Siegerentwurf gekürt. Der erste Preis geht an die Planungsgemeinschaft Leonhard, Andrä und Partner (LAP) und Gerkan, Marg und Partner (gmp). Insgesamt haben sechs Beiträge aus nationalen und internationalen Planungsgemeinschaften von Ingenieur- und Architekturbüros am Wettbewerb teilgenommen.

Der Siegerentwurf überzeugte durch seinen filigranen ästhetischen Anspruch, bei dem sich Statik und Gestaltung die Hand geben. Er ist bis ins Detail sorgfältig durchgearbeitet. Die umfangreichen technischen Randbedingungen wurden gut erfüllt. Die Brücke antwortet auf die leicht asymmetrische Situation der Spannweiten mit einer dezenten Akzentuierung der Konstruktion durch unterschiedliche Pylonhöhen und Anzahl von Seilscharen.

Im Juni 2019 fand eine Ausstellung zur Norderelbbrücke in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen statt. Unten finden Sie eine Dokumentation zum Projekt.

Süderelbbrücke

Die Süderelbbrücke besteht aus zwei Teilbauwerken aus dem Jahre 1938 (Ostüberbau) und 1965 (Westüberbau). Neben den erheblichen Schäden und dem gemäß Bundesverkehrswegeplan 2030 angestrebten achtstreifigen Ausbau der A 1 in diesem Abschnitt muss auch für dieses Bauwerk dringend ein Ersatzneubau geplant werden. Das 325 Meter lange, vierfeldrige Bauwerk ist als durchlaufende Balkenbrücke ausgebildet. Die Überbauten sind 22 Meter und 17 Meter breit und die Hauptstützweite beträgt 104 Meter.

Das neue Bauwerk berücksichtigt den achtstreifigen Ausbau der A 1. Der Verkehr wird zukünftig auf vier Fahrstreifen pro Fahrtrichtung geführt.

Auch dieses Bauwerk befindet sich in einem naturschutzfachlich sensiblen Bereich und ist umgeben vom FaunaFlora-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) „Heuckenlock/Schweensand“ sowie zweier Naturschutzgebiete.

Die Herstellung ist so vorgesehen, dass der erste Überbau östlich neben dem Bestand hergestellt wird. Der Verkehr erfolgt in dieser Phase wie bisher über die alte Süderelbbrücke.

Nach Fertigstellung des neuen östlichen Überbaus wird der Verkehr mit sechs Fahrstreifen auf diesen umgelegt und es erfolgt der Abbruch beider Bestandsbrücken. Danach wird – in einem gewissen Abstand – neben dem ersten Überbau der neue zweite Überbau errichtet. Nachdem auch dieser fertiggestellt ist, wird der Verkehr mit sechs Fahrstreifen nochmals für kurze Zeit auf den westlichen Überbau umgelegt, um den Querverschub des zuerst errichteten, östlichen Überbaus zu ermöglichen. Diese aufwändige technische Maßnahme ist erforderlich, um die Umwelteingriffe im Endzustand zu begrenzen, da beidseitig der Süderelbbrücke FFH-Gebiete angrenzen.

Fragen und Antworten

Warum muss die Autobahn ausgebaut werden?

Die A 1 im Bereich Hamburg ist neben der A 7 eine der am stärksten befahrenen Autobahnen bundesweit. 131.000 Fahrzeuge (Stand: 2017) passieren täglich allein den Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Südost und der Anschlussstelle Hamburg-Stillhorn. Die Leistungsfähigkeit der fast durchgängigen sechsstreifigen Autobahn stößt damit an ihre Grenzen. Wegen der hohen Verkehrsbelastungen kommt es gerade hier immer wieder zu langen Staus.

Wie kann die Verkehrsentwicklung für das Jahr 2030 schon heute prognostiziert werden?

Üblicherweise werden Prognosen für die Verkehrsentwicklung für Zeiträume von 15 bis 20 Jahren vorgenommen. In die Verkehrsprognose gehen unterschiedliche Faktoren ein, die sich in der Regel gut abschätzen lassen. Dazu zählen z. B. die demografische Entwicklung, geplante städtebauliche Maßnahmen, weitere Verkehrsprojekte und Vorhersagen zur wirtschaftlichen Entwicklung – lokal und überregional (z.B. Hamburger Hafen, EU-Osterweiterung, Fehmarnbeltquerung). Die Vorgehensweise ist eine gängige und anerkannte Praxis.

Wird es eine Radverkehrsverbindung entlang der Norderelbbrücke geben?

Im Bedarfsplan für Bundesfernstraßen wird der insgesamt etwa 5,3 Kilometer lange A 1-Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Südost und der Anschlussstelle Hamburg-Stillhorn als vordringlich eingeordnet. Für die verbleibenden 2,9 Kilometer zwischen der Anschlussstelle Hamburg-Stillhorn und Anschlussstelle Hamburg-Harburg besteht Planungsrecht. Im Auftrag des Bundes ist das Amt Verkehr und Straßenwesen der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) für den Ausbau der A 1 zuständig. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) wurde im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages mit der Gesamtplanung und dem Bau beauftragt. Betreiber der Strecke ist der Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG). Den Betrieb auf der Autobahn sichert die Autobahnmeisterei Stillhorn.

Wird es eine Radverkehrsverbindung entlang der Norderelbbrücke geben?

Ja, entlang der Norderelbbrücke wird eine Querung für die Radfahrer mit angedacht. An dem Bestandsbauwerk über die Süderelbe ist bereits heute eine Radwegequerung vorhanden. Diese wird im Zuge des Ausbaus auch wieder mit hergestellt.

Bekommen die Anwohner entlang des Ausbauabschnitts endlich den von ihnen seit Jahren geforderten Lärmschutz?

Beim vorgesehenen Ausbau handelt es sich um eine wesentliche Änderung der Autobahn, sodass aufgrund der gesetzlichen Vorgaben der Lärmschutz in den anstehenden Planungen umfassend untersucht werden muss. Bei dieser lärmtechnischen Untersuchung werden die Notwendigkeiten für aktiven (z. B. Lärmschutzwände) und passiven Lärmschutz (z. B. Schallschutzfenster) untersucht und dann auch umgesetzt. Wie dieser Lärmschutz im Einzelnen aussieht (also von wo bis wohin eine Lärmschutzwand gehen muss), wird sich erst im Laufe des Jahres 2019 herausstellen.

Was kostet der achtstreifige Ausbau der A 1 und wer bezahlt das?

Der Aus- und Neubau von Bundesfernstraßen wie der A 1 wird generell aus dem Bundeshaushalt finanziert. Voraussetzung dafür ist allerdings die Einordnung der Maßnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Im Fall der A 1 ist dies gegeben. Die Kosten für den dazugehörigen gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutz trägt deshalb ebenfalls der Bund. Die geschätzten Gesamtkosten sind im Bundesverkehrswegeplan nachzulesen und belaufen sich derzeit auf rund 400 Mio. € (Stand 2014). Hamburg trägt, wie im Grundgesetz geregelt, die Planungskosten sowie anteilige Baukosten für Anschlüsse und Unterführungen.

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Christian Merl

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