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A 1: Achtstreifiger Ausbau AD HH-Südost – AS HH-Stillhorn In Planung

Ziel des geplanten Ausbaus auf acht Fahrstreifen ist es, die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Abschnitt „Nord“

AD HH-Südost – südlich des AK HH-Süd

  • Gesamtlänge: ca. 5,3 km
  • Anzahl der Fahrstreifen: vier pro Fahrtrichtung
  • Planfreie Knotenpunkte: AD HH-Südost, AK HH-Süd (künftig: AD Norderelbe)
  • Anzahl der Verflechtungsstreifen: zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung
  • Naturschutzfachliche Besonderheiten: FFH-Gebiet „Hamburger Unterelbe“, EG-Vogelschutzgebiet und NSG „Holzhafen“

Abschnitt „Mitte“

AK HH-Süd – nördlich der Süderelbbrücke

  • Gesamtlänge: ca. 1,2 km
  • Planfreie Knotenpunkte: AD Süderelbe (A 1/A 26) in Planung, AS HH-Stillhorn (geplanter Rückbau)
  • Anzahl der Verflechtungsstreifen: ein Fahrstreifen pro Fahrtrichtung
  • Bauwerke: Neue Höder Wettern, Höder Wettern, Rethwettern, Stillhorner Wettern, Stillhorner Weg

Abschnitt „Süd“

Nördlich der Süderelbbrücke – AS HH-Harburg

  • Gesamtlänge: ca. 1,7 km
  • Anzahl der Fahrstreifen: vier pro Fahrtrichtung
  • Planfreie Knotenpunkte: AS HH-Harburg
  • Bauwerke: Süderelbbrücke, Neuländer Elbdeich, Neuländer Wettern, Fünfhausener Landweg
  • Naturschutzfachliche Besonderheiten: FFH-Gebiet „Heuckenlock“ und „Schweensand“, NSG „Heucklock“, NSG „Schweensand“

Norderelbbrücke

Die bestehende Norderelbbrücke führt seit 1963 die Bundesautobahn 1 über die Norderelbe. Es handelt sich hierbei um eine Schrägseilbrücke mit einem Überbau für beide Fahrtrichtungen. Derzeit wird der Verkehr auf drei Fahrstreifen pro Richtung (ohne Standstreifen) über die Norderelbe geführt. Das Bauwerk weist diverse Schäden auf und hat entsprechend der in 2016 durchgeführten Nachrechnung eine sehr begrenzte Nutzungsdauer. Aufgrund dieses Zustandes und des achtstreifigen Ausbaus gemäß Bundesverkehrswegeplan 2030 wird ein Ersatzneubau mit angepasstem Querschnitt dieser Brücke geplant.

Die Verkehrsführung wird von drei auf vier Fahrstreifen sowie zwei Verflechtungsfahrstreifen pro Fahrtrichtung und zusätzlichem Standstreifen erweitert. Daher ist es notwendig, eine gänzlich neue Brücke zu errichten. Zunächst soll neben der derzeitig bestehenden Norderelbbrücke eine weitere Brücke mit sechs Fahrstreifen gebaut werden. Temporär wird dann der gesamte Verkehr in beiden Fahrtrichtungen auf dieses Brückenbauwerk verlegt, damit im Anschluss die alte Norderelbbrücke abgerissen werden und durch den Neubau der zweiten Brückenhälfte ersetzt werden kann.

Das heutige Brückenbauwerk liegt in einem naturschutzfachlich sensiblen Raum. Unmittelbar südlich des bestehenden Bauwerks grenzt das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Hamburger Unterelbe“ an. Nördlich befindet sich ein Vogelschutzgebiet. Weiterhin befinden sich zwei Naturschutzgebiete im näheren Umfeld des Bauwerks.

Aufgrund der gestalterischen Bedeutung, der technischen Besonderheiten und der besonders zu berücksichtigenden Umweltaspekte wurde für diesen Ersatzneubau ein Realisierungswettbewerb durchgeführt. Ebenfalls wurde beim Neubau ein Radweg eingeplant. Am 8. Februar 2019 wurde von einem Preisgericht der Siegerentwurf gekürt. Der erste Preis geht an die Planungsgemeinschaft Leonhard, Andrä und Partner (LAP) und Gerkan, Marg und Partner (gmp). Insgesamt haben sechs Beiträge aus nationalen und internationalen Planungsgemeinschaften von Ingenieur- und Architekturbüros am Wettbewerb teilgenommen.

Der Siegerentwurf überzeugte durch seinen filigranen ästhetischen Anspruch, bei dem sich Statik und Gestaltung die Hand geben. Er ist bis ins Detail sorgfältig durchgearbeitet. Die umfangreichen technischen Randbedingungen wurden gut erfüllt. Die Brücke antwortet auf die leicht asymmetrische Situation der Spannweiten mit einer dezenten Akzentuierung der Konstruktion durch unterschiedliche Pylonhöhen und Anzahl von Seilscharen.

Im Juni 2019 fand eine Ausstellung zur Norderelbbrücke in der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen statt. Unten finden Sie eine Dokumentation zum Projekt.

Süderelbbrücke

Die Süderelbbrücke besteht aus zwei Teilbauwerken aus dem Jahre 1938 (Ostüberbau) und 1965 (Westüberbau). Neben den erheblichen Schäden und dem gemäß Bundesverkehrswegeplan 2030 angestrebten achtstreifigen Ausbau der A 1 in diesem Abschnitt muss auch für dieses Bauwerk dringend ein Ersatzneubau geplant werden. Das 325 Meter lange, vierfeldrige Bauwerk ist als durchlaufende Balkenbrücke ausgebildet. Die Überbauten sind 22 m und 17 m breit und die Hauptstützweite beträgt 104 m.

Das neue Bauwerk berücksichtigt den achtstreifigen Ausbau der A 1. Der Verkehr wird zukünftig auf vier Fahrstreifen pro Fahrtrichtung geführt.

Auch dieses Bauwerk befindet sich in einem naturschutzfachlich sensiblen Bereich und ist umgeben vom Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (FFH-Gebiet) „Heuckenlock/Schweensand“ sowie zweier Naturschutzgebiete.

Die Herstellung ist so vorgesehen, dass der erste Überbau östlich neben dem Bestand hergestellt wird. Der Verkehr erfolgt in dieser Phase wie bisher über die alte Süderelbbrücke.

Nach Fertigstellung des neuen östlichen Überbaus wird der Verkehr mit sechs Fahrstreifen auf diesen umgelegt und es erfolgt der Abbruch beider Bestandsbrücken. Danach wird – in einem gewissen Abstand – neben dem ersten Überbau der neue zweite Überbau errichtet. Nachdem auch dieser fertiggestellt ist, wird der Verkehr mit sechs Fahrstreifen nochmals für kurze Zeit auf den westlichen Überbau umgelegt, um den Querverschub des zuerst errichteten, östlichen Überbaus zu ermöglichen. Diese aufwändige technische Maßnahme ist erforderlich, um die Umwelteingriffe im Endzustand zu begrenzen, da beidseitig der Süderelbbrücke FFH-Gebiete angrenzen.