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A 1: Achtstreifiger Ausbau AD HH-Südost – AS HH-Stillhorn In Planung

Ziel des geplanten Ausbaus auf acht Fahrstreifen ist es, die Leistungsfähigkeit und Verkehrssicherheit zu erhöhen.

Fragen und Antworten

Warum muss die Autobahn ausgebaut werden?

Die A 1 im Bereich Hamburg ist neben der A 7 eine der am stärksten befahrenen Autobahnen bundesweit. 131.000 Fahrzeuge (Stand: 2017) passieren täglich allein den Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Südost und der Anschlussstelle Hamburg-Stillhorn. Die Leistungsfähigkeit der fast durchgängigen sechsstreifigen Autobahn stößt damit an ihre Grenzen. Wegen der hohen Verkehrsbelastungen kommt es gerade hier immer wieder zu langen Staus.

Wie kann die Verkehrsentwicklung für das Jahr 2030 schon heute prognostiziert werden?

Üblicherweise werden Prognosen für die Verkehrsentwicklung für Zeiträume von 15 bis 20 Jahren vorgenommen. In die Verkehrsprognose gehen unterschiedliche Faktoren ein, die sich in der Regel gut abschätzen lassen. Dazu zählen z. B. die demografische Entwicklung, geplante städtebauliche Maßnahmen, weitere Verkehrsprojekte und Vorhersagen zur wirtschaftlichen Entwicklung – lokal und überregional (z.B. Hamburger Hafen, EU-Osterweiterung, Fehmarnbeltquerung). Die Vorgehensweise ist eine gängige und anerkannte Praxis.

Wird es eine Radverkehrsverbindung entlang der Norderelbbrücke geben?

Im Bedarfsplan für Bundesfernstraßen wird der insgesamt etwa 5,3 Kilometer lange A 1-Abschnitt zwischen dem Autobahndreieck Hamburg-Südost und der Anschlussstelle Hamburg-Stillhorn als vordringlich eingeordnet. Für die verbleibenden 2,9 Kilometer zwischen der Anschlussstelle Hamburg-Stillhorn und Anschlussstelle Hamburg-Harburg besteht Planungsrecht. Im Auftrag des Bundes ist das Amt Verkehr und Straßenwesen der Hamburger Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) für den Ausbau der A 1 zuständig. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (DEGES) wurde im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages mit der Gesamtplanung und dem Bau beauftragt. Betreiber der Strecke ist der Landesbetrieb für Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG). Den Betrieb auf der Autobahn sichert die Autobahnmeisterei Stillhorn.

Wird es eine Radverkehrsverbindung entlang der Norderelbbrücke geben?

Ja, entlang der Norderelbbrücke wird eine Querung für die Radfahrer mit angedacht. An dem Bestandsbauwerk über die Süderelbe ist bereits heute eine Radwegequerung vorhanden. Diese wird im Zuge des Ausbaus auch wieder mit hergestellt.

Bekommen die Anwohner entlang des Ausbauabschnitts endlich den von ihnen seit Jahren geforderten Lärmschutz?

Beim vorgesehenen Ausbau handelt es sich um eine wesentliche Änderung der Autobahn, sodass aufgrund der gesetzlichen Vorgaben der Lärmschutz in den anstehenden Planungen umfassend untersucht werden muss. Bei dieser lärmtechnischen Untersuchung werden die Notwendigkeiten für aktiven (z. B. Lärmschutzwände) und passiven Lärmschutz (z. B. Schallschutzfenster) untersucht und dann auch umgesetzt. Wie dieser Lärmschutz im Einzelnen aussieht (also von wo bis wohin eine Lärmschutzwand gehen muss), wird sich erst im Laufe des Jahres 2019 herausstellen.

Was kostet der achtstreifige Ausbau der A 1 und wer bezahlt das?

Der Aus- und Neubau von Bundesfernstraßen wie der A 1 wird generell aus dem Bundeshaushalt finanziert. Voraussetzung dafür ist allerdings die Einordnung der Maßnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Im Fall der A 1 ist dies gegeben. Die Kosten für den dazugehörigen gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutz trägt deshalb ebenfalls der Bund. Die geschätzten Gesamtkosten sind im Bundesverkehrswegeplan nachzulesen und belaufen sich derzeit auf rund 400 Mio. € (Stand 2014). Hamburg trägt, wie im Grundgesetz geregelt, die Planungskosten sowie anteilige Baukosten für Anschlüsse und Unterführungen.

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