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A 1: Neubau Weserbrücke und Ausbau A 1 In Planung

Mit dem geplanten Neubau der Weserbrücke geht der Ausbau der A 1 zwischen dem AK Bremen und dem AD Stuhr einher.

Überzeugt mit Funktionalität und Ästhetik: der Siegerentwurf einer flachen Spannbetonbrücke mit V-förmigen Stützen (Visualisierung: WTM EngineersEngineers/COWI/Dissing+Weitling)

Daten und Fakten

  • Achtstreifiger Ausbau
  • Streckenlänge: 19,2 km
  • Länge der Brücke: 585 m
  • Spannbetonbrücke mit Verbundträger im Hauptfeld und sich nach unten verjüngenden, V-förmigen Stützen
  • Projekt im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes

Karte

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Weitere Informationen

Die Autobahn GmbH des Bundes hat die DEGES auf einer Länge von 19,2 km zwischen dem Autobahndreieck Stuhr und dem Bremer Kreuz mit der Planung und teilweisen Realisierung des achtstreifigen Ausbaus der A 1 beauftragt. Die vorgenannten Knotenpunkte sind nicht Bestandteil des Planungsraumes. Vorhaben- und Baulastträger ist die Bundesrepublik Deutschland.

 

Im betrachteten Abschnitt liegt die A 1 zum Teil auch auf dem Gebiet des Landes Niedersachsen. Sie stellt eine wichtige Verbindung zwischen West- und Norddeutschland dar. Auf Grund des hohen Verkehrsaufkommens (146.000 Kfz/Tag) auf der A 1 kommt es in den Spitzenstunden nahezu täglich zu Staus. Die Erweiterung auf acht Fahrstreifen ist als weiterer Bedarf zur Engpassbeseitigung im Bundesverkehrswegeplan 2030 eingestuft. Die Transitbeziehungen über diese West-Nord-Achse beinhalten ein hohes Verkehrsaufkommen und nehmen kontinuierlich zu. Dies führte auf der A 1 in den vergangenen Jahren zu einem überproportionalen Anstieg der Schwerverkehrs.

Details

Die A 1 ist im betrachteten Abschnitt über vier Anschlussstellen mit dem nachgeordneten Netz verknüpft. Im ersten Schritt haben wir eine Machbarkeitsstudie beauftragt. Im Rahmen dieser Untersuchung haben wir Varianten zur Trassierung der Verkehrsanlage prüfen lassen und die Trasse final festgelegt. Die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Umwelt und die Ingenieurbauwerke waren ebenfalls Bestandteil der Expertise.

Der Planungsraum ist in vier Bauabschnitte eingeteilt. Diese Einteilung erfolgte unter Berücksichtigung der jeweils besten Verkehrswirksamkeit und beinhaltet im ersten Bauabschnitt den erforderlichen Neubau der Weserquerung.

Zwischen den AS Bremen-Hemelingen und Bremen-Arsten erstreckt sich die Weserbrücke mit einer Gesamtlänge von 540 m, die aufgrund zahlreicher Schäden aktuell bis 2028 umfangreich saniert wird. Die Sanierung dient der Überbrückung bis zu einem Ersatzneubau.

Neben der Weserquerung befinden sich im ersten Bauabschnitt zahlreiche Brücken und weitere Ingenieurbauwerke (Lärmschutzwände, Durchlässe, Verkehrszeichenbauwerke, Verkehrsbeeinflussungsanlagen). Diese müssen teilweise neu gebaut oder straßenplanerisch und konstruktiv untersucht werden. Besonders die sich nahe der Weserquerung befindliche AS Arsten ist umfangreich baulich zu erneuern.

Für die Planung der Weserquerung, bestehend aus Strom- und Vorlandbrücke, fand im Rahmen eines europaweitem Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb ein Realisierungswettbewerb statt, an dem fünf Ingenieurgemeinschaften teilnahmen.

Nach umfangreicher Vorprüfung kürte die Jury am 24. Juni 2025 den Siegerentwurf. Neben der Wirtschaftlichkeit, die mit 30 Prozent auf Grundlage von evaluierten Kosten gewertet wurde, fanden auch weitere Kriterien Eingang in die Bewertung. Diese wurden mit 70 Prozent gewertet und beinhalteten die statisch-konstruktive Konzeption, Umweltverträglichkeit im Bauphase und Endzustand, Identität/Gestaltung/Einfügung in die Landschaft, Ausführbarkeit/Bauzeit und die Umsetzung funktionaler Anforderungen.

Den Siegerentwurf stellte nach drei Wertungsrundgängen die Planungsgemeinschaft aus Hamburger Ingenieurbüro WTM Engineers, dem Ingenieurbüro COWI mit Sitz in Kopenhagen und den Architekten von Dissing und Weitling, die eine flache Spannbetonbrücke mit sich nach unten verjüngenden, V-förmigen Stützen in den Wettbewerb eingebracht hatte. Die Jury lobte unter anderem die sehr gute Harmonie des Bauwerks mit der Umgebung sowie seine Funktionalität und Baubarkeit. Besonders erwähnt wurde auch die Integration des vorgesehenen Radwegs in das öffentliche Radwegenetz. Auch für die Wirtschaftlichkeit erhielt der Entwurf Bestnoten.

 

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Ulf Evert

Ulf Evert

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