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A 14: Lückenschluss Magdeburg – Wittenberge – Schwerin In Bau

Vierstreifiger Neubau von 155 km

Visualisierung Elbebrücke Wittenberge A 14
Visualisierung Elbebrücke Wittenberge A 14 | Bildnachweis: DEGES

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: 155 km
  • Verkehrsprognose 2025: für den Abschnitt 3.2.b: 26.000 Kfz/24 h; für den Abschnitt 4: 18.400 Kfz/24 h
  •  Querschnitt: vierstreifig mit Standstreifen
  • Gesamtkosten: 1,3 Mrd. €

Planfeststellungs­unterlagen

­Die Planfeststellungs­­­unterlagen für den Abschnitt AS Wittenberge – AS Karstädt können Sie hier abrufen.

Karte

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Projektbeschreibung

  • 96,9 km in Sachsen-Anhalt
  • 32,1 km in Brandenburg
  • 25,8 km in Mecklenburg-Vorpommern

Die Abschnitte Dahlenwarsleben bis Wolmirstedt (1.1), Landesgrenze Sachsen-Anhalt/Brandenburg bis Anschlussstelle Wittenberge (3.2b), Anschlussstelle Wittenberge bis Anschlussstelle Karstädt (4) sowie Anschlussstelle
Karstädt bis Anschlussstelle Groß Warnow (5) werden von der DEGES geplant und gebaut. Die Abschnitte Anschlussstelle Osterburg bis Anschlussstelle Seehausen Nord (2.2) und Landesgrenze Sachsen-Anhalt/
Brandenburg (3.1/3.2a) werden der DEGES nach Abschluss der Planfeststellung von der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt übergeben und gebaut.

Die grenzüberschreitende Elbquerung bei Wittenberge (3.2a, 3.2b) erfolgt auf Grundlage des Ergebnisses eines 2008 durchgeführten Realisierungswettbewerbs. Die Durchführung der Baurechtsverfahren in den beiden Planfeststellungsabschnitten 3.1/3.2a und 3.2b findet in enger Abstimmung zwischen den Beteiligten beider Bundesländer statt.

Der Planfeststellungsbeschluss der VKE 3.2b liegt mit Datum 15. Dezember 2017 vor.

Vollziehbares Baurecht über die Elbe von der Anschlussstelle Seehausen Nord bis Anschlussstelle Wittenberge besteht seit dem 24. Oktober 2019.

Für die Ingenieurbauwerke in den Bundesländern Sachsen-Anhalt und Brandenburg wurden jeweils Gestaltungswettbewerbe durchgeführt.

Die Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben die DEGES auch mit der Erarbeitung des Großprojektantrages zur Förderung der A 14 Magdeburg – Wittenberge – Schwerin aus EFRE-Mitteln in der Förderperiode 2007 bis 2013 einschließlich Begleitung des Genehmigungsverfahrens beauftragt. Der Dienstleistungsvertrag konnte inzwischen erfolgreich abgeschlossen und abgerechnet werden.

Förderung durch die EU

EU BMVI Siegel

Zeitplan:

Baubeginn im Abschnitt AS Wittenberge bis AS Karstädt

Baubeginn in den Abschnitten Anschlussstelle Seehausen Nord (bisher Anschlussstelle Vielbaum) bis Anschlussstelle Wittenberge

Planfeststellungsbeschluss Abschnitt 4

2. Planänderung

Vollziehbares Baurecht für die Abschnitte 3.1/3.2a und 3.2b

1. Planänderung | Auslage der Unterlagen des Planfeststellungsverfahrens für Abschnitt 4, Ende der Einwendefrist am 15. Mai 2019

Wiederaufnahme des Planfeststellungsverfahrens für Abschnitt 4

Verkehrsfreigabe Abschnitt 5 zwischen Anschlussstelle Karstädt und Anschlusstelle Groß Warnow

Pressebereich

Weitere Informationen finden Sie im Pressebereich dieses Projekts.

Zum Pressebereich

Übersicht über die Abschnitte

Die Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben der DEGES im Oktober 2007 und im Juni 2009 die Projektverantwortung für sechs Verkehrseinheiten und unterschiedliche Projektphasen an der A 14 übertragen.

Die Abschnitte der A 14

Von der DEGES betreute Abschnitte in Bau (Seehausen Nord bis Wittenberge)

Aktueller Status und Vorarbeiten (2020 bis 2022)

Die Elbequerung sowie die anschließenden landseitigen Abschnitte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg bilden einen zusammenhängenden Abschnitt der neuen Autobahn A 14. Für diesen besteht seit dem 24. Oktober 2019 vollziehbares Baurecht.

Vor dem Bau der Elbebrücke, der Autobahn und der Anpassung des Nebennetzes werden im Gesamtabschnitt umfangreiche Vorarbeiten geleistet.

Bereits mit der Räumung des Baufeldes werden ökologischer Funktionen gestört. Um diese Funktionen aufrecht zu erhalten, sind umfangreiche landschaftspflegerische Maßnahmen erforderlich. Diese werden zum Teil erst ein bis zwei Jahre nach Umsetzung respektive Herstellung ihre Wirkung entfalten können. Diese Maßnahmen bestehen z.B. in der Änderung der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, in der Anlage von Pflanzungen und der Erstellung von Kleingewässern.  Mit dem Bau darf erst begonnen werden, wenn diese Maßnahmen wirksam geworden sind.

In Sachsen-Anhalt sollen noch im Jahr 2020 die notwendige Landschaftsbauleistungen zur Sicherstellung von ökologischen Funktionen (sogenannte CEF-Maßnahmen) umgesetzt, um einen zügigen Baufortschritt zu ermöglichen. Abhängig von der Vorlaufzeit dieser Maßnahmen und ihrer festgestellten Funktionsfähigkeit, können dann ab 2021 die umfangreichen archäologischen Voruntersuchungen archäologischen Untersuchungen beginnen.

Seit Anfang 2020 laufen bereits die Vergaben für die Ausführungsplanung der Verkehrsanlage in Sachsen-Anhalt zwischen der Anschlussstelle Seehausen Nord (bei L2) und der Elbebrücke. Im dritten Quartal 2020 kann die planerische Arbeit aufgenommen werden. Die Leistungen zur Bauwerksplanung werden parallel zu den Straßenplanungsleistungen ausgeschrieben und können ebenfalls ab dem dritten Quartal 2020 starten. Im Laufe des Jahres 2021 werden die Planungen finalisiert, so dass Anfang 2022 vergabereife Planungsunterlagen vorliegen.

Bauablauf

Herzstück des Abschnitts ist das Brückenbauwerk über die Elbe. Der vorliegende und durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur genehmigte Bauwerksentwurf wird bis Ende des Jahres 2020 soweit verfeinert, dass vergabereife Unterlagen im Frühjahr 2021 vorliegen. Nach erfolgreicher Vergabe soll eine Auftragserteilung an ein qualifiziertes Bauunternehmen im Jahr 2021 erfolgen. Mit einem Baubeginn ist im Frühjahr 2022 zu rechnen.

In Sachsen- Anhalt wird die Baudurchführung davon geprägt, dass durch die neue Autobahn A 14 ein Teilbereich der vorhandenen B 189 überbaut wird. Dieser Bereich erstreckt sich etwa von der L2 bis nördlich der Ortslage Geestgottberg. Ein wesentliches Ziel ist es, dass der Verkehr auf der B 189 über die gesamte Bauzeit nicht unterbrochen wird. Deshalb soll in einem ersten Schritt in diesem Bereich neben der noch vorhandenen B 189 die östliche Richtungsfahrbahn der A 14 errichtet werden. Der Verkehr wird nach Fertigstellung von der B 189 auf diese Fahrbahn verlegt, und dann die westliche Fahrbahn der A 14 errichtet.

Die Streckenbauleistungen in Sachsen-Anhalt können nach Abschluss der archäologischen Untersuchungen voraussichtlich im Jahr 2023 starten. Mit der Gesamtfertigstellung ist im Jahr 2025 zu rechnen.

In Brandenburg beginnen die landseitigen Arbeiten mit der Baufeldfreimachung und Erdarbeiten im Herbst 2020. Im Vorfeld erfolgten und erfolgen Vorbereitungsleistungen wie Leitungsverlegungen sowie die oben genannten Landschaftsbauleistungen. Als Voraussetzung für den Bau der Elbebrücke wird die Bundesstraße B 189 zwischen der Bundesstraße B 195 und der Brücke der Bundesstraße B 189 über die Elbe nach Osten verlegt. Der Bau des Streckenabschnitts von der Elbbrücke bis südlich der Anschlussstelle Wittenberge beginnt 2021 und wird 2025 abgeschlossen sein.

Abschnitte in Planfeststellung

Sachsen-Anhalt

Für den Abschnitt Anschlussstelle Dahlenwarsleben bis Anschlussstelle Wolmirstedt (1.1) wurde im Februar 2011 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.

Für den Abschnitt Anschlussstelle Osterburg bis Anschlussstelle Seehausen (2.2) wurde das Planfeststellungsverfahren im Jahr 2014 eingeleitet.

Detaillierte Informationen zum Bearbeitungsstand der einzelnen Abschnitte in Sachsen-Anhalt erhalten Sie auf den Seiten der Landesstraßenbaubehörde Sachsen-Anhalt.

Brandenburg

Für den Abschnitt Anschlussstelle Wittenberge bis Anschlussstelle Karstädt (4) wurde im Herbst 2019 das Planfeststellungsverfahren wiederaufgenommen. Vom 4. März bis zum 3. April 2019 lagen die Unterlagen für die Planfeststellung aus. Eine zweite Planänderung soll im Herbst 2020 eingereicht werden. Ein Planfeststellungsbeschluss ist demnach frühestens Ende 2020 / Anfang 2021 möglich.

Abschnitte in Betrieb

Brandenburg

Der Abschnitt Anschlussstelle Karstädt bis Anschlussstelle Groß Warnow (5) wurde im Dezember 2015 dem Verkehr übergeben.

Verkehrsfreigabe Karstädt – Groß Warnow
Verkehrsfreigabe am 21.12.2015 Karstädt – Groß Warnow | Bildnachweis: René Legrand

Lärmschutz

Mit der Umsetzung von Infrastrukturprojekten wie der A 14 sind meist auch neue oder veränderte Belastungen der Bürger durch den Verkehrslärm verbunden. Die Thematik ist dabei komplex und nicht immer leicht verständlich.

Visualisierung der Lärmschutzwand in Abschnitt 4
Visualisierung der Lärmschutzwand | Bildnachweis: DEGES

Die folgenden Links bieten eine Orientierung zum Thema Lärmschutz und beantworten wesentliche Fragen.

Das Faltblatt des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg zu Lärmschutz im Straßenverkehr erläutert wesentliche Begriffe, rechtliche Grundlagen und Ausführungen zum Handlungsspielraum der Beteiligten.

Die Lärmfibel des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Baden-Württemberg beschreibt die unterschiedlichen Regelungen für die verschiedenen Lärmquellen und verdeutlicht Zusammenhänge. Daneben vermittelt sie Grundlagen über Methoden der Lärmermittlung und Bewertung. In Bezug auf die Autobahnplanung ist vor allem der Punkt 3 (Verkehrslärm) von Interesse.

Mit dem Informationsblatt Passiver Schallschutz bietet die DEGES Informationen für Haus- und Wohnungseigentümer, die einen Anspruch auf passiven Schallschutz haben.

Artenschutz

Im Maßnahmenkatalog wurden die vorgesehenen Maßnahmen zur Vermeidung, zum Schutz und zur Kompensation des Eingriffs im Maßnahmenverzeichnis tabellarisch erfasst.

Technik und Ökologie

Integratives Schutzkonzept

Mit der A 14 entsteht eine moderne Autobahn, die den hohen Anforderungen des Umwelt- und Naturschutzes gerecht wird. Die nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen optimierten technischen Lösungen für die Entwässerung, für die Querung von Fließgewässern und zum Lärm- und Kollisionsschutz werden mit Biotopentwicklungsmaßnahmen in der umgebenden Landschaft kombiniert. Mit einem ästhetisch ansprechenden Gestaltungskonzept wird für die Bauwerke bewusst ein Akzent gesetzt.

Der Lärmschutz für die Ortslagen Garlin, Neu Pinnow und Groß Warnow wird aktiv mit Lärmschutzwällen erreicht. Die Eingrünung der Trasse mit Gehölzen sorgt in den angrenzenden Ortslagen für den Schutz vor Feinstaub.

Ökologische Durchlässigkeit

Grünbrücken, Faunabrücken, Gewässerdurchlässe und die Löcknitzquerung ermöglichen den Erhalt der Wanderkorridore geschützter Arten. Leitpflanzungen und technische Einrichtungen zum Kollisions- und Irritationsschutz verstärken die ökologische Funktionalität der Bauwerke.

Proaktiver Artenschutz

Kollisionsschutzwände sowie Irritations- und Blendschutzwände vermeiden die Gefährdung von geschützten Arten. Die bereits vor dem Bau der Autobahn umgesetzten Artenschutzmaßnahmen gewährleisten den Bestand der Arten durch Bereitstellung quantitativ und qualitativ angemessener Lebensstätten.

Vorgezogene Artenschutzmaßnahmen:

  • vier neu geschaffene Kleingewässer
  • 10 ha Gehölzpflanzungen
  • 20 ha artenreiches Grünland
  • 70 ha Biotopentwicklung
  • Installation von Fledermausquartieren und Waldkauzkästen
  • Umsiedlung von geschützten Arten (Ameisen und Eidechsen) aus dem Baufeld

Prävention – Monitoring und Risikomanagement

Innovative Umweltschutzmaßnahmen dienen der Vermeidung der Belastung der geschützten Gewässerfauna durch Stoffeinträge – insbesondere Chlorid – durch den Straßenbetriebsdienst in das Einzugsgebiet der Löcknitz. Ein mehrjähriges Monitoring in Kombination mit weiteren Maßnahmen zum Risikomanagement sorgt für nachhaltigen Schutz. Weitere Monitoringmaßnahmen sind für die seltene Brutvogelart Ortolan im Vogelschutzgebiet „Agrarlandschaft Prignitz-Stepenitz“ vorgesehen.

Projektbegleitender Arbeitskreis

Am 10. Juli 2013 fand unter Moderation von Egbert Neumann, Abteilungsleiter Verkehr des Ministeriums für Infrastruktur und Landwirtschaft, die konstituierende Sitzung des projektbegleitenden Arbeitskreises zum Neubauvorhaben „Bundesautobahn 14, Abschnitt 4, südlich der Anschlussstelle Wittenberge – südlich der Anschlussstelle Karstädt“ statt. Ziel ist es, durch frühzeitige Einbeziehung der Region Transparenz in den Planungsprozessen herzustellen.

Durch die Begleitung des Planungsprozesses mit einem Arbeitskreis sollen die Perspektiven der verschiedenen Beteiligten sichtbar werden. Nur so besteht die Chance, eine hohe Akzeptanz für die Projektrealisierung in der Region zu schaffen. Der Arbeitskreis ist zusammengesetzt aus Vertretern der Bürger, des Landkreises, der Städte und Gemeinden, der regionalen Wirtschafts- und Umweltverbände sowie des Tourismus und der Umweltverwaltung.

Eine 2. Sitzung des projektbegleitenden Arbeitskreises fand am 24. Oktober 2013 in Wittenberge statt.

Die 3. Sitzung des projektbegleitenden Arbeitskreises fand am 23. Juni 2014 in Wittenberge statt. Im Anschluss an die Arbeitskreissitzung wurde der aktuelle Planungsstand in einem Pressetermin vorgestellt. Die Pressemappe kann hier eingesehen werden. Zusätzlich wurden die Präsentation zur Sitzung des 3. projektbegleitenden Arbeitskreises und das mit den Teilnehmern abgestimmte Protokoll eingestellt.

Am 29. April 2015 fand die 4. Sitzung des projektbegleitenden Arbeitskreises in Wittenberge statt. Gast des Arbeitskreises und der anschließenden Bürgerversammlung war Verkehrsstaatssekretärin Katrin Lange, die sich vor Ort über den Stand der Planung der Autobahn A14
informierte.
Die Präsentation des  4. Arbeitskreises kann hier eingesehen werden.
Die Präsentation zur Bürgerversammlung finden Sie hier.
Das Protokoll können Sie hier einsehen.

Am 14. Juni 2016 fand die 5. Sitzung des projektbegleitenden Arbeitskreises in Wittenberge statt. DEGES stellte den aktuellen Stand der Planung im Arbeitskreis und anschließend in einer Bürgerinformation vor. Hauptthemen waren die Auswahl der dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur vorzulegenden Vorzugsvariante und deren Auswirkungen auf die Ortslagen Lindenberg und Bentwisch.
Die Kurzpräsentationen steht zum Download zur Verfügung, ebenso die gezeigten Pläne.

Die 6. Sitzung des projektbegleitenden Arbeitskreises fand am 12. Juli 2017 in Wittenberge statt. Die Kurzpräsentation erhalten Sie hier. Auch die vorgestellten Planunterlagen stehen zum Download zur Verfügung.

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