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A 14: Lückenschluss Magdeburg – Wittenberge – Schwerin In Bau

Vierstreifiger Neubau von 155 km

Projektstand

Die Länder Brandenburg und Sachsen-Anhalt haben der DEGES im Oktober 2007 und im Juni 2009 die Projektverantwortung für sechs Verkehrseinheiten und unterschiedliche Projektphasen an der A 14 übertragen.

Die A 14: Alle Bauabschnitte im Überblick

Abschnitte Sachsen-Anhalt

Für den Abschnitt Anschlussstelle Dahlenwarsleben bis Anschlussstelle Wolmirstedt (1.1) wurde im Februar 2011 das Planfeststellungsverfahren eingeleitet.

Für den Abschnitt Anschlussstelle Osterburg bis Anschlussstelle Seehausen (2.2) wurde das Planfeststellungsverfahren im Jahr 2014 eingeleitet.

Für den Abschnitt Anschlussstelle Seehausen bis Landesgrenze Sachsen-Anhalt/ Brandenburg (3.1/3.2a) wurde das Planfeststellungsverfahren 2009 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 15. Februar 2019.

Nach Erteilung der Planfeststellungsbeschlüsse werden der DEGES die Abschnitte Anschlussstelle Osterburg bis Anschlussstelle Seehausen und Anschlussstelle Seehausen bis Landesgrenze Sachsen-Anhalt/Brandenburg zur Baudurchführung übergeben.

Detaillierte Informationen zum Bearbeitungsstand der einzelnen Abschnitte in Sachsen-Anhalt erhalten Sie hier.

Abschnitte Brandenburg

Im Land Brandenburg hat die DEGES seit Juni 2009 die Projektverantwortung für alle drei Abschnitte zwischen den Landesgrenzen Sachsen-Anhalt/Brandenburg und Brandenburg/Mecklenburg-Vorpommern einschließlich der Elbebrücke Wittenberge.

Die Planfeststellungsverfahren für die Abschnitte Landesgrenze Sachsen-Anhalt/Brandenburg bis südlich Anschlussstelle Wittenberge (3.2b) und AS Wittenberge bis südlich Anschlussstelle Karstädt (4) wurden 2009 eingeleitet. Für den Abschnitt 3.2b liegt der Planfeststellungsbeschluss mit Datum 15.12.2017 vor.

Der Abschnitt Anschlussstelle Karstädt bis Anschlussstelle Groß Warnow (5) wurde im Dezember 2015 dem Verkehr übergeben.

Verkehrsfreigabe Karstädt – Groß Warnow
Verkehrsfreigabe am 21.12.2015 Karstädt – Groß Warnow

Lärmschutz

Mit der Umsetzung von Infrastrukturprojekten wie der A 14 sind meist auch neue oder veränderte Belastungen der Bürger durch den Verkehrslärm verbunden. Die Thematik ist dabei komplex und nicht immer leicht verständlich.

Visualisierung der Lärmschutzwand in Abschnitt 4

Die folgenden Links bieten eine Orientierung zum Thema Lärmschutz und beantworten wesentliche Fragen.

Das Faltblatt des Landesbetriebs Straßenwesen Brandenburg zu Lärmschutz im Straßenverkehr erläutert wesentliche Begriffe, rechtliche Grundlagen und Ausführungen zum Handlungsspielraum der Beteiligten.

Die Lärmfibel des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr Baden-Württemberg beschreibt die unterschiedlichen Regelungen für die verschiedenen Lärmquellen und verdeutlicht Zusammenhänge. Daneben vermittelt sie Grundlagen über Methoden der Lärmermittlung und Bewertung. In Bezug auf die Autobahnplanung ist vor allem der Punkt 3 (Verkehrslärm) von Interesse.

Mit dem Informationsblatt Passiver Schallschutz bietet die DEGES Informationen für Haus- und Wohnungseigentümer, die einen Anspruch auf passiven Schallschutz haben.

Artenschutz

Im Maßnahmenkatalog wurden die vorgesehenen Maßnahmen zur Vermeidung, zum Schutz und zur Kompensation des Eingriffs im Maßnahmenverzeichnis tabellarisch erfasst.

Technik und Ökologie

Integratives Schutzkonzept

Mit der A 14 entsteht eine moderne Autobahn, die den hohen Anforderungen des Umwelt- und Naturschutzes gerecht wird. Die nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen optimierten technischen Lösungen für die Entwässerung, für die Querung von Fließgewässern und zum Lärm- und Kollisionsschutz werden mit Biotopentwicklungsmaßnahmen in der umgebenden Landschaft kombiniert. Mit einem ästhetisch ansprechenden Gestaltungskonzept wird für die Bauwerke bewusst ein Akzent gesetzt.

Der Lärmschutz für die Ortslagen Garlin, Neu Pinnow und Groß Warnow wird aktiv mit Lärmschutzwällen erreicht. Die Eingrünung der Trasse mit Gehölzen sorgt in den angrenzenden Ortslagen für den Schutz vor Feinstaub.

Ökologische Durchlässigkeit

Grünbrücken, Faunabrücken, Gewässerdurchlässe und die Löcknitzquerung ermöglichen den Erhalt der Wanderkorridore geschützter Arten. Leitpflanzungen und technische Einrichtungen zum Kollisions- und Irritationsschutz verstärken die ökologische Funktionalität der Bauwerke.

Proaktiver Artenschutz

Kollisionsschutzwände sowie Irritations- und Blendschutzwände vermeiden die Gefährdung von geschützten Arten. Die bereits vor dem Bau der Autobahn umgesetzten Artenschutzmaßnahmen gewährleisten den Bestand der Arten durch Bereitstellung quantitativ und qualitativ angemessener Lebensstätten.

Vorgezogene Artenschutzmaßnahmen:

  • vier neu geschaffene Kleingewässer
  • 10 ha Gehölzpflanzungen
  • 20 ha artenreiches Grünland
  • 70 ha Biotopentwicklung
  • Installation von Fledermausquartieren und Waldkauzkästen
  • Umsiedlung von geschützten Arten (Ameisen und Eidechsen) aus dem Baufeld

Prävention – Monitoring und Risikomanagement

Innovative Umweltschutzmaßnahmen dienen der Vermeidung der Belastung der geschützten Gewässerfauna durch Stoffeinträge – insbesondere Chlorid – durch den Straßenbetriebsdienst in das Einzugsgebiet der Löcknitz. Ein mehrjähriges Monitoring in Kombination mit weiteren Maßnahmen zum Risikomanagement sorgt für nachhaltigen Schutz. Weitere Monitoringmaßnahmen sind für die seltene Brutvogelart Ortolan im Vogelschutzgebiet „Agrarlandschaft Prignitz-Stepenitz“ vorgesehen.