Projektstand

Wittenborn bis Weede

Der Planfeststellungsbeschluss von April 2012 wurde beklagt und im November 2013 vom Bundesverwaltungsgericht für nicht vollziehbar erklärt. Die DEGES betreibt aktuell zwei sogenannte Fehlerheilungsverfahren, um Baurecht für den Abschnitt 3 zu erlangen.

Im Fehlerheilungsverfahren 1 werden weiter südlich von Bad Segeberg verlaufende Varianten vertiefend untersucht. Dabei geht es vor allem darum, mögliche Beeinträchtigungen durch Stickstoffimmissionen in den FFH-Gebieten „Travetal“ und „Lezener Au-Niederung und Hangwälder“ zu ermitteln und zu bewerten. Darüber hinaus werden die verkehrliche Eignung und die Kosten dieser Varianten bewertet und die Beeinträchtigung weiterer Umweltbelange geprüft. Die Daten werden dann die bestehende Variantenuntersuchung zum FFH-Gebiet „Travetal“ ergänzen.

Im Fehlerheilungsverfahren 2 werden geeignete arten- und habitatschutzrechtliche Vermeidungsmaßnahmen für Fledermaus- und Haselmauspopulationen erarbeitet und festgelegt. In Expertenworkshops hat sich das Planungsteam der DEGES mit verschiedenen Fachplanern zusammengesetzt und vor dem Hintergrund des hoch bedeutenden Fledermausquartiers „Segeberger Kalkberghöhlen“ ein umfangreiches Maßnahmenkonzept zum Schutz der Fledermäuse erarbeitet. Im Rahmen von verschiedenen Dialogen fand ein Austausch mit Vertretern der Stadt Bad Segeberg, den Fachbehörden des Landes und den Umweltverbänden statt. Die DEGES hat darüber hinaus die Umweltverbände direkt kontaktiert, um deren Expertise in die Planung einzubinden und bei den Vermeidungsmaßnahmen eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Die DEGES strebt an, im Sommer 2020 den Antrag auf Planänderung zu stellen und damit das Planänderungsverfahren zur Fehlerheilung einzuleiten. Die Unterlagen werden voraussichtlich im Herbst 2020 öffentlich ausgelegt. Der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt 3 wird dann in der zweiten Jahreshälfte 2021 erwartet.

Seit 2019 erarbeitet die DEGES die Ausführungsplanungen für vorgezogene Artenschutzmaßnahmen der Haselmaus. Diese Landschaftsbauleistungen sollen bereits im laufenden Planänderungsverfahren ausgeschrieben werden.