Projektstand

Wittenborn bis Weede

Der Planfeststellungsbeschluss wurde beklagt und vom Bundesverwaltungsgericht für nicht vollziehbar erklärt. Die DEGES betreibt zwei sogenannte Fehlerheilungsverfahren, um am Ende durch ein Planergänzungsverfahren Baurecht für den Abschnitt zu erlangen.

Im Fehlerheilungsverfahren 1 (Variantenprüfung) geht es um die Überprüfung der Trassenführung hinsichtlich weiter südlich liegender Varianten. Hierzu werden aktuell die möglichen Beeinträchtigungen durch Stickstoffimmissionen in mehreren untersuchten Varianten für die Streckenführung neu ermittelt und ausgewiesen. Mit diesen Daten ist die bestehende Variantenuntersuchung zu untersetzen.

Im Fehlerheilungsverfahren 2 (Artenschutz) müssen geeignete Schutzmaßnahmen für Fledermaus- und Haselmauspopulationen gefunden und festgelegt werden.

In beiden Fehlerheilungsverfahren hat die DEGES versucht, die Expertise der Umwelt­verbände einzuholen, um beim Artenschutz ein Einvernehmen zum Umfang und zur Funktionssicherung der Schutzmaßnahmen zu erreichen. Am 2. Oktober 2018 fand hierzu ein gemeinsamer Expertenworkshop mit den Umweltverbänden in Bad Segeberg statt. Vorschläge der Naturschutzverbände zu weiteren Schutzmaßnahmen werden durch den Vorhabenträger geprüft, und Hinweise zur Einbeziehung Dritter (wie z. B. der Stadt Bad Segeberg) werden durch den Vorhabenträger weiterverfolgt. Im März 2019 wird ein Fledermausdialog in Kooperation mit der Stadt Bad Segeberg begonnen. Ziel ist es, den Schutz der Fledermäuse mittels eines abgestimmten Maßnahmenkonzepts zu unterstützen. Konventionelle Planungs- und Genehmigungsprozesse und förmliche Beteiligungsverfahren stoßen hier an Grenzen, die mittels eines offenen Dialogforums zum Fledermausschutz ausgeweitet werden sollen. Die DEGES strebt an, die Planergänzungsunterlagen für die Fehlerheilung bis Ende 2019 zu erstellen, um dann ein Planergänzungsverfahren zu beantragen.

Zusätzliche Fledermauskartierungen wurden beauftragt und werden zurzeit schon durchgeführt.