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A 26: AK HH-Hafen (A 7/A 26) – AD Süderelbe (A 1/A 26) In Planung

Die Verlängerung der A 26 von Stade in Richtung Osten dient dem Netzlückenschluss zwischen der A 7 im Westen und der A 1 im Osten.

Visualisierung der Anschlussstelle Moorburg
Visualisierung der Anschlussstelle Moorburg als symmetrisches Kleeblatt. Gut zu erkennen: die Verknüpfung der A 26 Hafenpassage Hamburg mit dem Moorburger Hauptdeich

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: ca. 9,7 km

Karte

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Projektbeschreibung

Die Verlängerung der A 26 von Stade in Richtung Osten dient dem Netzlückenschluss zwischen der A 7 im Westen und der A 1 im Osten. Die neue Autobahn soll als leistungsfähige West-Ost-Straßenverbindung hergestellt werden und weiträumige Hafenverkehre bündeln. Neben der überregionalen Funktion im Autobahnnetz soll die A 26 zudem die Erreichbarkeit des Hamburger Hafens verbessern und innerstädtische Quartiere von Verkehr und damit Lärm- und Schadstoffemissionen entlasten.

Zusammengefasst lassen sich die wesentlichen Projektziele wie folgt darstellen:

  • Reduzierung der Lärm- und Schadstoffbelastungen und der Trennwirkungen in innerstädtischen Wohnquartieren
  • Verbesserung der Erreichbarkeit des Hamburger Hafens
  • Bündelung des Ost-West-Verkehrs und der weiträumigen Hafenverkehre
  • Lückenschluss im überregionalen Bundesfernstraßennetz
  • gesamtwirtschaftliche Kostenvorteile

Aktuelle Karte zu Streckenverlauf A 26 Hamburg

Allgemeine Projektdaten

  • Der Baubeginn für den ersten Abschnitt „Moorburg“ (6a) ist abhängig vom bestandskräftigen Baurecht sowie der Einstellungen der Haushaltskosten. Vorlaufende Maßnahmen starten bereits ab 2020. Das Planfeststellungsverfahren läuft seit Januar 2017.
  • Der letzte Abschnitt „Wilhelmsburg“ soll 2028 fertiggestellt werden.
  • Gesamtlänge der A 26 Hafenpassage Hamburg: ca. 9,7 km
  • Fahrstreifen: vier plus Standstreifen
  • Größtenteils besteht die Strecke aus sogenannten Ingenieurbauwerken, also beispielsweise Brücken (über den Reiherstieg sowie die 550 Meter lange Süderelbbrücke).
  • Kosten: rund 1,6 Mrd. Euro
  • überwiegend aus Bundesmitteln finanziert
  • zulässige Geschwindigkeit 80 km/h

Sie fragen – die DEGES antwortet

Fragen und Antworten zu aktuellen Entwicklungen bei der A 26 Hafenpassage Hamburg.

Die A 26 Hafenpassage Hamburg wird mit 1,8 Milliarden Euro fast doppelt so teuer wie angenommen. Ein Kilometer soll 150 Millionen Euro kosten. Wie kommt diese Kostensteigerung zustande?

Im Finanzierungs- und Realisierungsplan, der im Dezember von den für Verkehr und Haushalt zuständigen Ausschüssen des Deutschen Bundestages genehmigt worden ist, werden die Kosten langfristig geplanter Großprojekte mit Preis- und Risikozuschlägen versehen. So werden hier Annahmen für die Baupreissteigerungen in der Zukunft und der Baurisiken eingerechnet. Diese Herangehensweise ist auf Ebene des Bundes ein Novum, das im Zuge der Autobahnreform mit dem 1. Januar 2021 eingeführt worden ist. Die hochgerechneten Baukosten der A 26 Hafenpassage Hamburg, die jetzt auch den von der Bevölkerung und dem Hamburger Senat gewünschten, rund 1,5 Kilometer langen „Tunnel Wilhelmsburg“ beinhalten, liegen somit bei rund 1,8 Milliarden Euro. Hamburg beteiligt sich an den Kosten für diesen Lärmschutztunnel. Früher genannte Kosten in Höhe von 900 Millionen Euro basieren auf dem ursprünglichen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) und sind mittlerweile veraltet. Sie enthalten beispielsweise nicht die Kosten des für die Bevölkerung Wilhelmsburgs sinnvollen und wichtigen Lärmschutztunnels.

Das Wachstum des Hafens wird deutlich geringer sein, als in den Prognosen angenommen. Ist die A 26 Hafenpassage damit nicht überholt und wird gar nicht mehr gebraucht?

Mögliche Wachstumszahlen des Hafens sind nicht der allein bestimmende Faktor bei den Prognosen. Bundesweit wird mit einem steigenden LKW-Aufkommen gerechnet. Durch die im Bau befindliche A 26 West und der weiteren Fertigstellung auf niedersächsischem Gebiet wird die A 26 insgesamt den Verkehr, und damit gerade auch den Schwerlastverkehr, besser bündeln und abwickeln sowie auch die stauanfällige B 73 erheblich entasten. Die A 26-Ost stellt als Hafenpassage eine wichtige Verbindung zwischen der A 7 und der A 1 her. Als sinnvolle Ergänzung fördert sie die Zukunftsfähigkeit des Gesamtstraßennetzes. Für die Hafenverkehre werden über die Anschlussstellen „HH-Moorburg“ und „HH-Hohe Schaar“ sehr leistungsfähige Anschlüsse an den Hafen hergestellt und beispielsweise die Anschlussstelle „HH-Waltershof“ entlastet.

Wertvolle Moorlandschaften werden zerstört. Ist das in Zeiten des Klimawandels nicht unzeitgemäß und widerspricht die neue Autobahn damit nicht einer ökologischen Verkehrswende, wie sie auch von der Politik gefordert wird?

Die A 26 Hafenpassage verläuft zum einen Teil durch stark von Hafen und Industrie geprägte Bereiche, zum anderen Teil durch Gebiete, die durch Landwirtschaft und Torfböden geprägt sind. Wertvolle Moorlandschaften gibt es dort nicht. Die Eingriffe werden bewertet und vollumfänglich ausgeglichen. Unstrittig ist, dass beim Verkehr erhebliche Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Es liegt allerdings nicht im Einflussbereich des Vorhabens A 26 Hafenpassage, den CO2-Ausstoss der Fahrzeugflotte, die die Autobahn in Zukunft nutzen wird, so zu bepreisen, dass die schrittweise Ersetzung von Fahrzeugen mit fossilen Antrieben durch andere klimafreundliche Antriebsformen gefördert wird.

Wenn in den nächsten Jahren die Köhlbrandquerung sowieso erneuert werden muss, warum braucht es dann mit der geplanten Süderelbbrücke überhaupt noch eine zweite Querung?

Ein leistungsfähiges Gesamtstraßennetz braucht beides: eine erneuerte Haupthafenroute und eine neue A 26 Hafenpassage. Nur so lässt sich die Leistungsfähigkeit des Gesamtstraßennetzes sicherstellen.

Wird mit der A 26 Hafenpassage nicht für viel Geld eine „doppelte Infrastruktur“ geschaffen? Wäre das Geld nicht viel sinnvoller in die Haupthafenroute investiert?

Das Gesamtstraßennetz als eine Infrastruktur im Hafengebiet sollte immer auch alternative Routen ermöglichen. Ansonsten ist die Leistungsfähigkeit nicht gewährleistet. Die vorhandene Infrastruktur im Hafen ist außerordentlich störanfällig und die Haupthafenroute überlastet. Jede Woche kommt es zu Staus und damit zu stehenden LKW, die die Umwelt schädigen. Die A 26 Hafenpassage hat zudem mehrere Funktionen: Sie entlastet das nachgeordnete Netz im Süderelberaum und sie bündelt Verkehre von West nach Ost. Die neue Autobahn ist Bindeglied für die überregionalen Hafenverkehre. Als Alternativroute zur Haupthafenroute schafft sie einen zusätzlichen Anschluss der Verkehre zum Hamburger Hafen. Damit wird mit der A 26 Hafenpassage keine „doppelte Infrastruktur“ geschaffen, sondern eine sinnvolle Ergänzung im Gesamtstraßennetz.

Ist die Süderelbbrücke nicht überdimensioniert, wenn wie geplant das Kraftwerk Moorburg 2021 außer Betrieb geht?

Die Süderelbe als Bundeswasserstraße bestimmt unabhängig von einzelnen Anliegern die unter den Brücken notwendige Durchfahrtshöhe. Somit muss die Süderelbbrücke mit der gleichen Durchfahrtshöhe errichtet werden wie die angrenzenden Kattwykbrücken. Neben dem Kraftwerk Moorburg gibt es südlich der Süderelbbrücke weitere Schüttgutlagerplätze, die auch weiterhin bedient werden. Gerade Lastkähne, die dafür benötigt werden, brauchen für Leerfahrten die notwendige Höhe.

Ist die A 26 Hafenpassage nicht eine „Pendlerautobahn“, die (mehr) Verkehr erst schafft, weil sie da ist?

Als neue Möglichkeit schafft die A 26 sicherlich auch Anreize, mit dem Auto zur Arbeitsstätte zu fahren. Letztendlich ist der Umfang dieser Verkehrsart und die dabei zum Einsatz kommende Fahrzeugflotte von Randbedingungen abhängig, die nicht im Einflussbereich des Vorhabens A 26 liegen. Zudem wird die A 26 auch von Pendlerverkehren genutzt werden, die bisher jeden Tag über die B 73 von und nach Hamburg fahren. Dies wird eine deutliche Entlastung der Menschen ermöglichen, die derzeit an der B 73 unter dem hohen Verkehrsaufkommen leiden.

Verkehrlich braucht es die Hafenpassage nicht, weil die A 26 aus Westen kommend an die A7 anschließt. Die LKW wollen ohnehin nur nach Waltershof in den Hafen – wofür braucht es dann die A 26 Hafenpassage?

Die A 26 wird zu rund 60 Prozent von Fahrzeugen genutzt, die Quelle oder Ziel im Hafengebiet und damit nicht nur im Bereich der Anschlussstelle Waltershof haben. Der restliche Verkehr passiert das Hafengebiet in Richtung A 1. Die A 26 Hafenpassage entlastet das nachgeordnete Netz im Süderelberaum und bündelt Verkehre von West nach Ost.

Wird die Otto-Brenner-Straße dann nicht verkehrlich besonders belastet?

Die A 26 entlastet das nachgeordnete Netz im Süderelberaum erheblich. Lediglich im unmittelbarem Bereich der Anschlussstellen kommt es zu erhöhtem Verkehr. Entscheidend ist hierbei allerdings, dass sich der LKW-Verkehr auf die Anschlussstellen im eigentlichen Industrie- und Hafengebiet konzentriert. Dazu sollten gegebenenfalls auch verkehrslenkende Maßnahmen zum Einsatz kommen. Die an die Otto-Brenner-Straße verlegte heutige Anschlussstelle Stillhorn dient dabei vor allem der Erreichbarkeit von Kirchdorf, Stillhorn und Wilhelmsburg.

Warum wird das Geld statt in eine neue Autobahn nicht in den Ausbau des Güterschienen-verkehrs und des ÖPNV investiert?

Jeder Abschnitt der A 26 Hafenpassage steht mit einem Ausbau der Hafenbahn in Verbindung. So wird die Hafenbahn grundsätzlich zweigleisig ausgebaut und darüber hinaus zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Güterzüge geschaffen. Selbstverständlich ist anzustreben, dass möglichst viele Kfz-Fahrten des Berufs- oder Pendlerverkehrs, zukünftig durch Nutzung des ÖPNV oder durch Ausbau des Radverkehrs entfallen. Das Vorhaben A 26 Hafenpassage kann allerdings schon aufgrund der zu bewältigenden unterschiedlichen Verkehrsarten, wie des Wirtschafts- oder Erledigungsverkehrs, nicht in Konkurrenz zu notwendigen Projekten des ÖPNV stehen.

Am (ehemaligen) Kohlekraftwerksstandort Moorburg soll eine moderne Wasserstoff-produktion aus Erneuerbaren Energien entstehen. Würde die geplante A 26 Hafenpassage, die aufgeständert zwischen dem Kraftwerksgelände und der nur wenige hundert Meter entfernten Kattwykbrücke verlaufen soll, nicht potenzielle räumliche Entwicklungsmöglich-keiten deutlich einschränken und damit ein wesentliches Zukunftsprojekt der Hansestadt stark beeinträchtigen?

Im Bereich des Kraftwerkstandortes verläuft die Trasse der A 26 Hafenpassage unmittelbar vor der Querung der Süderelbe in Hochlage über der zweigleisigen Hafenbahn und dem Moorburger Hauptdeich. Das Kraftwerksgelände wird dabei nicht in Anspruch genommen. Allerdings müssten dort zukünftige Industrieanlagen – soweit sie dem Störfallrecht unterliegen – zu schutzwürdigen Anlagen wie der A 26 Hafenpassage oder auch zur Ortslage Moorburg die notwendigen störfallrechtlichen Abstände einhalten.

Östlich der A 1 führt die geplante Autobahn an der Großwohnsiedlung Kirchdorf-Süd vorbei. Würde sich damit die Lebensqualität für dessen Bewohnerinnen* nicht noch weiter verringern?

Im Gegenteil: Südlich der Großwohnsiedlung wird der Verkehr durch die A 26 Hafenpassage gebündelt und über einen 1.5 Kilometer langen Tunnel geführt. Die heute täglich rund 12.000 Fahrzeuge auf der Kornweide, die ohne Lärmschutz Kirchdorf passieren, werden fast vollständig durch den Tunnel geleitet. Damit wird ein effektiver Lärmschutz umgesetzt. Im Zuge der Erweiterung der A 1 und im Zuge des Autobahndreiecks Süderelbe wird erstmals an der Westseite der A1/östlich der Siedlung Kirchdorf, ein hochwertiger Lärmschutz mit einem 950 Meter langen Galeriebauwerk geplant.

Der Bau beider Autobahnabschnitte von A 26 West und Hafenpassage führt insgesamt zu einem Verlust von mehreren Hundert Hektar Lebensraumflächen – vor allem von wertvollen Niedermoorböden. Ist das ökologisch vertretbar?

Die Trasse der A 26 Hafenpassage verläuft ausschließlich durch von menschlicher Nutzung geprägten Bereichen. Hafennutzungen und Industrie sowie Landwirtschaft haben diese Landschaft geprägt. Moorlandschaften, mit ihrer Eigenschaft CO2 zu speichern und damit dem Klimawandel entgegen zu wirken, sind dort nicht mehr vorhanden. Von einem Verlust von mehreren Hundert Hektar Lebensraumflächen kann keine Rede sein. Die Beeinträchtigung von Lebensraumflächen und wertvollen Böden wurde bewertet und wird vollumfänglich ausgeglichen.

Die A26 Ost zerstört wertvollen Kohlenstoff-Speicher Moor und ist zudem durch die zementintensive Bauweise besonders klimaschädlich. Denn: Ein Großteil der Trasse muss aufgeständert werden, damit eine 50 Meter hohe Brücke die Süderelbe überqueren kann. Ist das vertretbar?

Im Bereich der Trasse existieren keine funktionsfähigen Moore, die in der Lage wären, CO2 einzulagern. Der bei den Bauarbeiten gewonnene Torfboden wird so verwertet, dass das gespeicherte CO2 nicht freigesetzt wird. So wird auch der im Rahmen des Tunnelbaus angetroffene Torf überwiegend in unmittelbarer Nähe wieder ökologisch integriert, so dass gespeichertes CO2 im Torfboden gebunden bleibt.

Der Wilhelmsburger Tunnel soll vor Lärm schützen. Er führt aber durch 16 Hektar Landschaftsschutzgebiet. Dadurch würde gleichzeitig das wenige Grün der Umgebung verloren gehen. Wir geht das einher mit einer ökologischen Verkehrsplanung?

Der „Tunnel Wilhelmsburg“ wird in offener Bauweise realisiert. Nach dem Bau werden die entstehenden Flächen entsprechend der landschaftspflegerischen Begleitplanung hergerichtet. Der Grünzug von Kirchdorf an die Süderelbe wird dabei sogar besser wiederhergestellt, da die östliche Kornweide stark vom heutigen Verkehr entlastet wird. Erforderliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden vorwiegend nahe dem Planungsgebiet umgesetzt. Durch den Rückbau der Tank- und Rastanlagen Stillhorn werden Flächen entsiegelt – dort sollen naturnahe Torflager entstehen.

Eine stark gefährdete Vogelart wie die Bekassine lebt hier. Was wird aus der Bekassine?

In den drei Autobahnabschnitten der A 26 Hafenpassage wurden bei den Untersuchungen keine Bekassine angetroffen. Es wird auch nicht damit gerechnet, dass sich der Vogel dort wieder ansiedelt. Aus diesem Grund konzentrieren sich die naturschutzfachlichen Maßnahmen auf andere schützenswerte Wiesenbrüter, die diesen Landschaftsraum prägen.

Interaktive Karte

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Projektstand/Ausblick

  • Mit Datum vom 30. April 2011 wurde das Linienbestimmungsverfahren durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung abgeschlossen. Linienbestimmt wurde die eingereichte Vorzugsvariante als Verlängerung der A 26 und der A 7 bis zur Anschlussstelle Stillhorn an der A 1.
  • Zurzeit werden die Planfeststellungsunterlagen für die Verkehrseinheit AK HH-Hafen (A 7) bis AS HH-Moorburg erarbeitet. Für die Verkehrseinheit von der AS HH-Moorburg bis AS Hohe Schaar läuft die Entwurfsbearbeitung.
  • Für die Verkehrseinheit AS Hohe Schaar über Abzweig Harburg (A 253) bis zur AS HH-Stillhorn (A 1) wird planungsbegleitend eine Bürgerbeteiligung für die Elbinsel durchgeführt. Parallel zum Beteiligungsverfahren hat die Entwurfsplanung begonnen – im Anschluss erfolgt die Genehmigungsplanung.
  • Entsprechende Einzelthemen, wie Fragen zum untergeordneten Straßennetz, zum Naturschutz, zur Wasserwirtschaft etc., werden mit den Trägern öffentlicher Belange in Hamburg bzw. im Bezirk Harburg abgestimmt.
  • Im Realisierungswettbewerb für die Querung der Süderelbe wurde der Wettbewerbssieger am 14. Mai 2013 bekanntgegeben.

Vorgeschichte

Seit den 1980er Jahren wurden unterschiedliche Verläufe der Trasse geprüft und öffentlich diskutiert. Erstmalig angedacht wurde eine Autobahn in diesem Bereich schon in den 1940er Jahren. Auch in den 1970er Jahren gab es Planungen, die jedoch auf Widerstand stießen und aufgegeben wurden.

Weiterhin sind die Autobahnen A 1 und A 7 von europaweiter Bedeutung. Das bedeutet, dass sich die Anlieger mangels der direkten Verbindung andere Wege suchen – allein 30.000 Fahrzeuge überqueren täglich die Köhlbrandbrücke. Prognose: steigend. Etwa ein Viertel ist Schwerlastverkehr.

In den 1980er Jahren wurde angesichts der schon damals angespannten Situation eine A 252-Verlängerung als „Hafenquerspange“ diskutiert. Abermals scheiterte das Vorhaben. Nun schließt die A 26 Hafenpassage Hamburg die überregionale Verkehrsnetzlücke. Sie ist die Verlängerung der im Westen aus Niedersachsen bis an die A 7 führenden A 26. Von dort schließt die A 26 Hafenpassage Hamburg an die A 1 im Bereich Stillhorn an und gewährleistet so eine bessere Erreichbarkeit des Hamburger Hafens.

Der Verlauf der A 26 Hafenpassage Hamburg wurde lange intensiv geplant und öffentlich diskutiert. Ein erster Entwurf sah einen Verlauf der Trasse unter der Bezeichnung A 252 im Norden Wilhelmsburg vor.

Entscheidung für die Südtrasse

Die 2005 festgelegte Südtrasse der damals noch „Hafenquerspange“ genannten A 26 Hafenpassage Hamburg wurde nach Abwägung aller Interessen verworfen. Der Grund dafür ist vor allem die positive Hafenentwicklung: die Trasse konnte den zukünftigen Schiffsgrößen, dem nötigen Ausbau der Hafengleise und der wachsenden HafenCity nicht gerecht werden. Eine Anpassung der Trasse hätte mit unverhältnismäßig höheren Kosten zu Buche geschlagen.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (heute: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) hat 2011 die Südtrasse als geeignetsten Verlauf der Fernstraße bestimmt. Die Gründe:

  • Das Naherholungsgebiet im Norden Wilhelmsburgs bleibt unberührt.
  • Wohngebiete werden entlastet: Die A 26 Hafenpassage Hamburg verläuft weitgehend durch Industrie- und Hafengebiete. Das Siedlungsgebiet am Moorburger Elbdeich wird südlich umfahren. Weiter östlich, in der Nähe des Wohngebietes Kornweide, wird die Autobahn auf einem Teilstück in einem Tunnel (Deckel Finkenriek oder sogar als knapp 1,5 Kilometer langer Wilhelmsburger Deckel) geführt, um die Beeinträchtigungen für die Wohnbevölkerung zu minimieren.
  • Transportkosten werden gesenkt: Handels- und Logistikunternehmen profitieren von der direkten Verbindung zwischen A 7 und A 1.
  • Berücksichtigung der Schifffahrtsbelange: die wasserseitige Hafenanbindung wird sichergestellt, denn die neue Süderelbbrücke bietet die nötige Durchfahrtshöhe für Schiffe.
  • Die Verkehrswege werden gebündelt und der Verkehrsschwerpunkt rund um den Elbtunnel entlastet.

Ziele und Nutzen

Mit dem Bau der neuen Autobahn verfolgen der Bund und die Stadt Hamburg vier gleichermaßen wichtige Ziele:

  • Die A 26 Hafenpassage Hamburg schließt eine Lücke im überregionalen Bundesfernstraßennetz.
  • Der Ost-West-Verkehr und die weiträumigen Hafenverkehre werden gebündelt.
  • Die Lärm- und Schadstoffbelastungen aus dem Straßenverkehr in den städtischen Wohnquartieren verringern sich.
  • Der Hamburger Hafen als internationale Verkehrsdrehscheibe und einer der größten Arbeitgeber in Norddeutschland kann verlässlicher erreicht werden.

Rund 34.000 Fahrzeuge fahren täglich über die Köhlbrandbrücke als wichtigste Querungsmöglichkeit der Süderelbe in West-Ost-Richtung. In Zukunft wird der Verkehr um Hamburg weiter zunehmen. Für 2030 würde ohne die Entlastung durch den Bau der A 26 allein für die Köhlbrandbrücke mit einer Zunahme auf rund 42.000 Fahrzeuge pro Tag gerechnet.

Um das höhere Verkehrsaufkommen zu bewältigen und das Risiko von mehr Staus, längeren Reisezeiten und mehr Emissionen aufzufangen, ist eine Erweiterung des Autobahnnetzes notwendig. Die Hafenpassage reduziert deutlich die Verkehrsbelastung in Wilhelmsburg und Harburg – mit einer besonderen Entlastung entlang der B 73. Darüber hinaus schafft sie erstmals eine direkte Straßenverbindung zwischen den Häfen an Nord- und Ostsee bzw. zwischen den Hansestädten Stade, Hamburg und Lübeck.

Trassenverlauf

Die A 26 Hafenpassage Hamburg ist in drei Abschnitte gegliedert:

  • Abschnitt Moorburg: AK (Autobahnkreuz) HH-Hafen (A 7) – AS (Anschlussstelle) HH-Moorburg
  • Abschnitt Hafen: AS HH-Moorburg – AS HH-Hohe Schaar
  • Abschnitt Wilhelmsburg: AS HH-Hohe Schaar – AS HH-Stillhorn (A 1) – AD Süderelbe

Bei der Vorplanung, im Vorfeld der sogenannten Linienbestimmung zur Vereinbarung von Straßen­verlauf und Straßenzweck, wurden mehrere Varianten – darunter auch eine Nordtrasse – geprüft. Verschiedene Ziele waren dabei wichtig: Wirkungen durch den Verkehr, technische Gestaltung, Umweltverträglichkeit, Stadtentwicklung und Stadtbild, Hafenwirtschaft sowie die Kosten. Dabei wurde eine der diskutierten Südtrassen – die heutige A 26 Hafenpassage Hamburg – insgesamt als die beste Lösung bewertet.

Das hohe prognostizierte Verkehrsaufkommen in der Zukunft kann mit nur einer Stadtstraße im Norden nicht bewältigt werden. Zusätzlich wäre eine weitere leistungsfähige Straße im Süden notwendig geworden.

Mit dem Bau der A 26 Hafenpassage Hamburg, ehemals Hafenquerspange, wird eine Lücke im überregionalen Bundesfernstraßennetz geschlossen. Sie ist die Verlängerung der im Westen aus Niedersachsen bis an die A 7 führenden A 26. Von dort schließt die A 26 Hafenpassage Hamburg an die A 1 im Bereich Stillhorn an und gewährleistet so eine bessere Erreichbarkeit des Hamburger Hafens. Dabei werden der überregionale Ost-West-Verkehr und der weiträumige Hafenverkehr gebündelt. Der Durchgangsverkehr und damit die Lärm- und Schadstoffbelastungen werden in den städtischen Quartieren – insbesondere in Harburg – verringert und die Verkehrssicherheit erhöht. Eine weiteres Plus: Die A 26 Hafenpassage Hamburg bietet die dringend benötigte zusätzliche Alternative zur Köhlbrandbrücke, um das Hafengebiet zu erreichen.

Abschnitt Moorburg

Der Abschnitt Moorburg der A 26 Hafenpassage Hamburg reicht vom Autobahnkreuz HH-Hafen (A 7) bis zur Anschlussstelle HH-Moorburg und ist rund zwei Kilometer lang. Insbesondere die Stadtteile an der Bundesstraße 73 sollen dadurch entlastet werden.

Abschnitt Moorburg

 

Für diesen ersten Abschnitt wurden am 3. März 2017 die Planunterlagen ausgelegt. Damit wurde das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Moorburg eingeleitet. Von Bürgerinnen und Bürgern hat es 1.300 Einwendungen gegeben. Die Einwendungen betreffen viele unterschiedliche Themenbereiche, unter anderem Planrechtfertigung, Trassenführung, Variantenwahl, Abschnittsbildung, Verkehrsprognose, Lärmauswirkungen, Schadstoffe, eigentumsrechtliche Einwendungen, Umwelt. Zudem liegen 36 Stellungnahmen vor.

Die Einwendungen werden zurzeit vom Vorhabensträger bearbeitet. Hierzu macht die Planfeststellungsbehörde eine erste Sichtung und die DEGES bereitet Erwiderungen vor. Der Erörterungstermin fand am 27. August 2019 statt.

Abschnitt Hafen

Von der neuen Anschlussstelle HH-Moorburg führt der Abschnitt Hafen bis zur Anschlussstelle HH-Hohe Schaar. Für diesen Abschnitt, der überwiegend durch Hafengelände führt, sind mehrere Gutachten in der Bearbeitung.

Abschnitt Hafen

Der neue Knotenpunkt HH-Hohe Schaar entsteht auf insgesamt drei Ebenen – eine besondere Herausforderung an die Planung und Durchführung. So wird das Hafenstraßennetz mit Kattwykdamm und Hohe-Schaar-Straße zur Querung der Gleisanlagen in die erste Ebene gehoben. Der bisherige Bahnübergang entfällt. In der zweiten Ebene überspannt die Hafenpassage die Gleisanlagen und Hafenstraßen. Der Korridor mit beidseitig vielfältigen sogenannten Zwangspunkten aus Planung wie aus Bestand werden mit einer „schlanken“ Anschlussstelle mit Parallelrampen optimal angebunden.

Die Entwurfsplanung wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) genehmigt. Das Planfeststellungsverfahren kann damit beantragt werden. Die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen ist für Herbst 2019 geplant.

Mit der Süderelbbrücke, die südlich der Kattwykbrücke die Elbe quert, erhält Hamburg in diesem Abschnitt ein neues Wahrzeichen.

Abschnitt Wilhelmsburg

Mit dem Abschnitt Wilhelmsburg von der Anschlussstelle HH-Hohe Schaar bis zum Autobahndreieck Süderelbe wird der Lückenschluss zwischen der A 7 im Westen und der A 1 im Osten vollzogen.

Abschnitt Wilhelmsburg

Da dieser Abschnitt insbesondere den Süden Wilhelmsburgs betrifft, wurde frühzeitig – am 1. Februar 2017 – eine Bürgerbeteiligung zusammen mit „Perspektiven! Miteinander planen“ für die Elbinsel gestartet. Ziel ist es, die Planungen durch eine gemeinsame Planung mit den vor Ort lebenden Menschen zu qualifizieren, d. h. im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern:

  • Vorstellung und Überreichung des Bürgergutachtens am 4. Oktober 2017 in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI).
  • Öffentliche Informationsveranstaltung und Diskussion zu den Ergebnissen des Bürgergutachtens und dem daraus resultierenden 10-Punkte-Konzept der BWVI am 11. Dezember 2017 im Bürgerhaus Wilhelmsburg.
  • Öffentliche Werkstatt im Bürgerhaus Wilhelmsburg zu den Varianten der Anschlussstelle in Wilhelmsburg am 25. Januar 2018.
  • Am 19. September 2018 wurde auf einem Informationsabend der aktuelle Planungsstand zur A 26 vorgestellt und die Anschlussstelle an der Otto-Brenner-Straße als bevorzugte Lösung vorgestellt (siehe Bild 2 & 3).
  • Am 14. November 2019 wurde in einem weiteren Informationsabend von Staatsrat Rieckhof bekanntgegeben, dass der Senat den 1,5 Kilometer langen Tunnel beschlossen hat und auch an der A 1 umfassender Lärmschutz durch eine Lärmschutzgalerie entlang Kirchdorf-Süd geplant ist.
  • In 2019 soll die Entwurfsplanung abgeschlossen und mit dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur abgestimmt werden. Begleitend dazu wird die Bürgerbeteiligung in Wilhelmsburg weitergeführt.

Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den Abschnitt Wilhelmsburg ist für Mitte 2020 vorgesehen.

Umwelt

Die Hafenpassage führt weitestgehend durch Industrie- und Hafengebiete. Dort, wo dennoch der Artenschutz betroffen ist, werden „CEF-Maßnahmen“ eingeleitet. Dabei handelt es sich um „Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung der ökologischen Funktion“. Das Bundesnaturschutzgesetz legt fest, dass von Bauvorhaben wie der A 26 Hafenpassage Hamburg betroffener Bestand geschützter Arten einen nahegelegenen Ausweichlebensraum bekommen muss. Dieser muss in Qualität und Quantität dem vorherigen Lebensraum entsprechen.

Um die Eingriffe in Umwelt und Natur möglichst gering zu halten, sind umfangreiche Maßnahmen geplant. Neben der Autobahn im Bereich des 2. Grünen Rings soll der dortige Freiraum erhalten bleiben. Darüber hinaus wird die A 26 intensiv begrünt, Biotopverbunde für Tiere und Pflanzen bleiben bestehen. Die Moorburger Landscheide wird naturnah umgestaltet und damit aufgewertet. So sollen etwa für Moorfrösche, Fledermäuse und Amphibien geeignete Wege gefunden werden, ihren Lebensraum zu sichern. Außerdem werden weitere 57 Hektar landschaftspflegerische Maßnahmen abseits der Trasse angelegt.

Lärmschutz

Die Hafenpassage Hamburg bedeutet für viele Bürgerinnen und Bürger vor allem in Wilhelms­burg und Harburg eine Entlastung von Verkehr und damit von Lärm und Schadstoffen. Die Trasse verläuft weitgehend durch Industrie- und Hafengebiete. Das macht die Planung nicht einfacher, verringert aber die Belastungen für die Anwohner. So wird das Siedlungsgebiet am Moorburger Elbdeich südlich umfahren, das Naherholungsgebiet im Norden Wilhelmsburgs bleibt unberührt.

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation setzt sich dafür ein, dass der ursprünglich geplante Deckel Finkenriek mit einer Länge von 390 Metern auf eine Länge von 1.480 Metern als Wilhelmsburger Deckel verlängert wird. Die notwendige Zustimmung des Senats, der Bürgerschaft und des Bundesverkehrsministeriums stehen noch aus.

Die neue Autobahn erzielt die größte Entlastung von Lärm und Schadstoffen in Harburg entlang der B 73. Jedes Fahrzeug, das die Hafenpassage nutzt, fährt nicht mehr über die Korn­weide oder über die Kattwykbrücke.

Mehrere Lärmschutzwände sind zudem vorgesehen. Unter anderem sind in Bostelbek (Heimfeld) auf einer Länge von 690 Metern eine Lärmschutzwand und in Moorburg eine 475 Meter lange Lärmschutzwand geplant.

Wilhelmsburger Deckel

Die A 26 Hafenpassage Hamburg überquert in Höhe der Anschlussstelle Wilhelmsburg-Süd die Wilhelmsburger Reichsstraße (B 75). Autofahrer, die von Westen kommen, können über den Abzweig Harburg nach Süden auf die B 75 abbiegen − und umgekehrt. Weiter nach Osten taucht die A 26 Hafenpassage Hamburg ab.

Dabei wird die Fahrbahn unter das normale Straßenniveau abgesenkt. Mit einem Tunnel unterquert die A 26 die Gleise des Fern-, Nah- und Güterverkehrs sowie angrenzende Siedlungsbereiche. Weiter östlich wird die A 26 über das zukünftige Autobahndreieck Hamburg-Stillhorn an die A 1 angebunden. Zudem ist eine Anpassung der Anschlussstelle Stillhorn in neuer Lage an die A 26 vorgesehen.

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation setzt sich dafür ein, dass der ursprünglich geplante Deckel Finkenriek mit einer Länge von 390 Metern auf eine Länge von 1.480 Metern als Wilhelmsburger Deckel verlängert wird. Die notwendige Zustimmung des Senats liegt bereits seit dem 22. Oktober 2019 vor. Die Zustimmung der Bürgerschaft und des Bundesverkehrsministeriums stehen noch aus.

Süderelbbrücke

Die A 26 Hafenpassage Hamburg wird die Süderelbe südlich der Kattwykbrücke queren. Sie soll modernen technischen Anforderungen gerecht werden und sich optisch in das Hafenumfeld einfügen.

Deshalb wurde 2013 ein Realisierungswettbewerb ausgelobt, an dem nationale und internationale Büros teilnahmen. Eine dreizehnköpfige Jury kürte den Entwurf der internationalen Ingenieurgemeinschaft sbp – WTM – D+W (schlaich bergermann und partner, WTM Engineers GmbH, DISSING+WEITLING architecture) zum Sieger. Die Urteilsbegründung: „Der Entwurf berücksichtigt die funktionalen Anforderungen in hohem Maß. Die Gestaltung ist gut durchdacht und in technischer Hinsicht durchführbar.“

Der Entwurf sieht eine Schrägseilbrücke mit Pylonen (Pfeilern) in der Mitte vor. Die Fahrbahnen in Richtung Ost und West verlaufen auf zwei getrennten Brückenelementen, die durch Querträger miteinander verbunden sind. Dadurch entsteht ein fünf Meter breiter Lichtspalt zwischen den Fahrbahnen.

Bis zum Reiherstieg verläuft die A 26 Hafenpassage Hamburg weiter in Hochlage. Darunter bleibt die Hohe-Schaar-Straße als bedeutende Hafenstraße bestehen.

Wissenswertes zum Entwurf

  • Brückentyp: Schrägseilbrücke mit fächerförmig angeordneten Kabeln
  • Stützweite (Spannweite zwischen den Pylonen): ca. 535 Meter über der Süderelbe
  • Höhe: zwei symmetrische 140 Meter hohe Pylone
  • Konstruktion: Bei Brücken mit großen Spannweiten werden die Fahrbahnen in der Regel auf Stahlhohlkästen angelegt. Die Vorteile: Hohlkästen sind sehr stabil und können sich nicht verdrehen.

Was steht an?

Für den Abschnitt Moorburg ist das Planfeststellungsverfahren im Januar 2017 eröffnet worden. Die Erörterung fand am 27. August 2019 statt.

Beim Abschnitt Hafen sind unterschiedliche Gutachten in Bearbeitung. Die Entwurfsplanung wurde vom BMVI genehmigt. Das Planfeststellungsverfahren soll noch 2019 beginnen.

Seit Februar 2017 wird für den Abschnitt Wilhelmsburg ein Beteiligungsverfahren durchgeführt. Gemeinsam mit dem Projekt „Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ (eine Stiftung des Bürgerhaus Wilhelmsburg), bezieht die BWVI hierdurch bereits vor dem Planfeststellungsverfahren die Bürgerinnen und Bürger in die Planung mit ein. Die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen ist hier für Mitte 2020 geplant.

Beteiligen Sie sich!​​​​​​​

Bürgerbeteiligung

Bereits in den Jahren 2009 bis 2010 hat die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation ein erstes Beteiligungsverfahren hinsichtlich der Linienbestimmung der Hafenpassage Hamburg  durchgeführt. Nun führt die Behörde seit Februar 2017 ein weiteres Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger durch – gemeinsam mit der DEGES und dem Projekt „Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg.

Im Beteiligungsverfahren geht es um die Frage: Was muss beachtet werden, damit im Rahmen der vorgesehenen Trassenführung die verträglichsten Lösungen für die Menschen auf den Elbinseln gefunden werden? Wichtig ist dabei, dass die Anforderungen der Bewohnerinnen und Bewohner vor dem sogenannten Antrag zur Planfeststellung erarbeitet werden. Das stellt sicher, dass sie auch tatsächlich in die Planungen einfließen können. Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens werden in einem Bericht dokumentiert und in das Planfeststellungsverfahren eingebracht und abgewogen.

Die Bürgerbeteiligung für den Abschnitt Wilhelmsburg begann am 1. Februar 2017. Im Anschluss fanden im Februar und März Stadtteilgespräche sowie eine Onlinebefragung statt. Am 22. April 2017 wurden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Themengruppen bearbeiteten diese anschließend und fassten sie in einem Gutachten zusammen. Diese Beteiligungsergebnisse wurden im Oktober erneut vorgestellt.

Am 11. Dezember 2017 stellte Staatsrat Andreas Rieckhof in einem 10-Punkte-Plan vor, wie die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung in die Planungen einbeziehen will. Ein wesentliches Ergebnis: Die BWVI setzt sich dafür ein, dass der ursprünglich geplante Deckel Finkenriek mit einer Länge von 390 Metern auf eine Länge von 1.480 Metern als Wilhelmsburger Deckel verlängert wird. Die notwendige Zustimmung des Senats, der Bürgerschaft und des Bundesverkehrsministeriums stehen noch aus.

Im Bürgerhaus Wilhelmsburg fand am 25. Januar 2018 eine öffentliche Werkstatt zu den Varianten der Anschlussstelle in Wilhelmsburg statt.

Am 19. September 2018 wurde schließlich der neue Planungsstand zur A 26 in Wilhelmsburg vorgestellt. Am 5. November 2018 wurde eine Planungswerkstatt ausgerichtet, in der sich interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Zukunftsperspektive für Kirchdorf-Süd austauschten.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Perspektiven!

Kontaktformular

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Bevorstehende Veranstaltungen

Aktuell sind keine Veranstaltungen geplant. An dieser Stelle informieren wir Sie, sobald Termine für weitere Informationsveranstaltungen feststehen.

Bisherige Veranstaltungen

Wir informieren regelmäßig über die Planungen und das weitere Vorgehen und laden dazu zu Informationsveranstaltungen ein. Hier finden Sie einen Rückblick auf alle bisherigen Termine.


Informationsabend am 14. November 2019

Wie geht es weiter mit der A 26 in den Abschnitten „Hafen“ und „Wilhelmsburg“?

Am 14. November 2019 hatten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit sich über den aktuellen Sachstand zum Planungsvorhaben der A 26 Hafenpassage Hamburg zu informieren.

Staatsrat Andreas Rieckhof berichtete, dass der Hamburger Senat am 22. Oktober 2019 die Finanzierung des Wilhelmsburger Deckels beschlossen hat. Damit hält der Senat Wort und stellt, vorbehaltlich der Zustimmung der Bürgerschaft, als Zuschuss für den Bau des 1,5 Kilometer langen Deckels 62,7 Mio. Euro zur Verfügung. Er löst so ein zentrales Versprechen gegenüber den Wilhelmsburger Bürgerinnen und Bürgern ein. Neben dem Deckel Wilhelmsburg sind entlang der geplanten A 26 und an der A 1 weitere Lärmschutzmaßnahmen, wie beispielsweise Lärmschutzwände, vorgesehen. Damit erhält insbesondere die Siedlung Kirchdorf-Süd zusätzlichen Lärmschutz.

Für den Abschnitt Hafen wurde noch im Jahr 2019 die Planfeststellung beantragt.

Zusätzlich verkündete Rieckhof, dass Baustart für die A 26-West im kommenden Jahr sein wird.

Auch in Zukunft möchte die BWVI gemeinsam mit der Autobahn GmbH des Bundes die Bürgerinnen und Bürger über den Planungsstand zur A 26 informiert halten.


Grundsteinlegung am 3. Mai 2019

Grundsteinlegung für das neue Gebets- und Waschhaus auf dem Friedhof Finkenriek

Die Grundsteinlegung für dieses wichtige Ereignis erfolgte gemeinsam mit den muslimischen Gemeinden aus dem Süderelberaum, Vertretern der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, des Bezirks Hamburg-Mitte und der DEGES.


Werkstatt am 5. November 2018

Anschlussstelle an der Otto-Brenner-Straße und Lärmschutz an der A 1

Im Süden von Wilhelmsburg ist eine neue Autobahn geplant. Die Autobahn führt auch an Kirchdorf-Süd vorbei. Am 5. November 2018 kam eine Werkstatt von Perspektiven! gemeinsam mit der Verkehrsbehörde und der DEGES nach Kirchdorf-Süd in die Schule an der Burgweide. Im Fokus der Werkstatt standen Details des Anschlusses an der Otto-Brenner-Straße und die Gestaltung des Lärmschutzes an der A 1.


Informationsabend am 19. September 2018

Informationsabend zum aktuellen Planungsstand der A 26 in Wilhelmsburg

Am Informationsabend gab die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation einen Zwischenstand, wie sich die Planungen entwickelt haben. Bezugspunkt ist das Bürger*innen-Gutachten zur A 26 von Perspektiven!.


Werkstatt am 25. Januar 2018

„Anschlussstelle der A 26 in Wilhelmsburg – Welche Möglichkeiten gibt es? Welchen Einfluss hat die Lage der Anschlussstelle auf die Verkehre in Wilhelmsburg?“

Seit Februar 2017 wird in Wilhelmsburg von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation als Vorhabenträgerin gemeinsam mit der DEGES – Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH – und „Perspektiven!“ vom Bürgerhaus Wilhelmsburg erneut ein Beteiligungsverfahren durchgeführt. Ziel ist es, die Belange der betroffenen Bürgerinnen und Bürger frühzeitig im Planungsprozess zu integrieren, damit die Autobahn so verträglich wie möglich auf den Elbinseln realisiert werden kann. Nach Informationsveranstaltungen und Planungsworkshops haben die Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Forderungen in einem Bürgergutachten zusammengefasst und der Behörde im Oktober 2017 übergeben. Am 11. Dezember 2017 stellte die Stadt vor, wie die Anregungen in die weiteren Planungen einfließen. Den Kernforderungen des Bürgergutachtens wird mit einem 10-Punkte Konzept begegnet.

Noch offen blieb die westliche Verlagerung der Anschlussstelle HH-Stillhorn von der A 1 an die A 26. Hier gibt es zwei Varianten: Neben der Option einer optimierten und flächensparenden Anschlussstelle an der Otto-Brenner-Straße, besteht noch die von den Bürgerinnen und Bürgern vorgebrachte Lösung im Bereich des Pollhorner Hauptdeichs / Pollhornwegs. In der Werkstatt am 25. Januar 2018 wurden die beiden Möglichkeiten von Fachleuten an Infoständen vorgestellt und mit den Teilnehmern gemeinsam diskutiert.

Wie geht es weiter?  Das Planfeststellungsverfahren für den A 26-Abschnitt in Wilhelmsburg soll ab Ende 2019 eingeleitet werden.

Der gesamte Planungsprozess wird weiterhin mit Bürgerbeteiligung begleitet.


Informationsabend am 11. Dezember 2017

„Wie geht’s weiter mit der A 26 in Wilhelmsburg?“

Seit Februar 2017 wird in Wilhelmsburg von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation als Vorhabenträgerin gemeinsam mit der DEGES – Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH – und „Perspektiven!“ vom Bürgerhaus Wilhelmsburg erneut ein Beteiligungsverfahren durchgeführt, um die Belange der betroffenen Bürgerinnen und Bürger frühzeitig mit in den Planungsprozess zu integrieren, um die Autobahn so verträglich wie möglich auf den Elbinseln zu realisieren. Ziel ist es die Belange der betroffenen Bürgerinnen und Bürger frühzeitig im Planungsprozess zu integrieren, damit die Autobahn so verträglich wie möglich auf den Elbinseln realisiert werden kann. Nach Informationsveranstaltungen und Planungsworkshops haben die Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Forderungen in einem Bürgergutachten zusammengefasst und der Behörde im Oktober 2017 übergeben. Am 11. Dezember 2017 hat die Stadt vorgestellt, wie die Anregungen in die weiteren Planungen einfließen.

Den Kernforderungen des Bürgergutachtens wird mit einem 10-Punkte-Konzept begegnet.

Noch offen blieb bisher die westliche Verlagerung der Anschlussstelle HH-Stillhorn von der A 1 an die A 26. Neben der Option einer optimierten und flächensparenden Anschlussstelle an der Otto-Brenner-Straße, besteht noch die von den Bürgerinnen und Bürgern vorgebrachte Lösung im Bereich des Pollhorner Hauptdeichs / Pollhornwegs. Hier sind noch planerische und politische Abwägungen zu treffen.

Wie geht es weiter? Die vorgestellte Lösung ist eine wichtige Weichenstellung für die weitere Entwurfsplanung, für die Abstimmungen mit dem Bund und für die Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen. Das Planfeststellungsverfahren für den A 26-Abschnitt in Wilhelmsburg soll ab Ende 2019 eingeleitet werden.

Der gesamte Planungsprozess wird weiterhin mit Bürgerbeteiligung begleitet.


Informationsabend am 11. Juli 2017

„Friedhof Finkenriek“

Informationsabend für Vertreter muslimischer Gemeinden in Wilhelmsburg zu den Plänen für ein eigenes Gräberfeld mit Gebets- und Waschhaus auf dem Friedhof Finkenriek.


Informationsabend am 19. Juni 2017

„Die A 26 in Stillhorn“

Informationsabend mit anschließendem Quartiersgespräch für Anwohnerinnen und Anwohner über den Planungsstand der A 26 in Stillhorn.


Planungswerkstatt am 22. April 2017

„A 26 in Wilhelmsburg“

Am 22. April 2017 fand im Bürgerhaus Wilhelmsburg eine Planungswerkstatt zur A 26 Hafenpassage Hamburg statt. An drei Themeninseln konnten sich Bürgerinnen und Bürger zum Planungsstand der A 26 in Wilhelmsburg, zur Lebensqualität in angrenzenden Wohngebieten und zum Verkehr rund um die A 26 informieren. Intensiv diskutierten sie mit Vertreterinnen und Vertretern unter anderem der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der DEGES, der HVV und beteiligter Ingenieurbüros.

„Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ führte die Planungswerkstatt im Rahmen des Beteiligungsverfahrens durch. Regelmäßig werden sich künftig Themengruppen treffen. Die Themengruppen entwickeln bis Juli 2017 Empfehlungen für die Planung zu bestimmten Themenfelder wie beispielsweise die nachgeordnete Verkehrsplanung.

Weitere Informationen zum Perspektiven!-Beteiligungsverfahren finden Sie hier.


Informationsabend am 14. Februar 2017

„Die A 26 in Finkenriek“

Vertreter der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der DEGES sowie Experten für Baugrundgutachten und Tunnelbau informiereten die Bürgerinnen und Bürger im Katenweg und der Kornweide über den Stand der Planungen und das weitere Vorgehen zur A 26 in Finkenriek.


Informationsabend am 1. Februar 2017

„Die A 26 in Wilhelmsburg“

Vertreter der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der DEGES und der Hamburg Port Authority informierten die Bürgerinnen und Bürger über den Stand der Planungen und das weitere Vorgehen zur A 26 in Wilhelmsburg.

In Kooperation mit dem Projekt „Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg startete auch die Bürgerbeteiligung. Perspektiven! stellte das Beteiligungsverfahren vor.


Informationsabend am 18. Januar 2017

„Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 6a der A 26 Hafenpassage Hamburg“

Im Dezember 2016 starteten die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren zum Abschnitt 6a der A 26 Hafenpassage Hamburg. Dieser Abschnitt verläuft vom Autobahnkreuz HH-Süderelbe (A 7) bis zur Anschlussstelle HH-Hafen-Süd.

Vertreter der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der DEGES und der Hamburg Port Authority informierten die Bürgerinnen und Bürger in Moorburg und Bostelbek über den Stand der Planungen und das weitere Vorgehen


Informationsabend am 12. Oktober 2016

„Der Bau der A 26 Abschnitt Ost“

Am Mittwoch, den 12. Oktober 2016, fand ein Informationsabend zur Hafenpassage Hamburg statt.

Lückenschluss zwischen A 1 und A 7

Einweihung Gebets- und Waschhaus 28. Juli 2020

Informationsabend 14. November 2019

Grundsteinlegung Gebets- und Waschhaus 3. Mai 2019

Werkstatt 5. November 2018

Informationsveranstaltung 19. September 2018

Werkstatt 25. Januar 2018

Informationsveranstaltung 11. Dezember 2017

Informationsveranstaltung 11. Juli 2017

Informationsveranstaltung 19. Juni 2017

Werkstatt 22. April 2017

Informationsveranstaltung 14. Februar 2017

Informationsveranstaltung 1. Februar 2017

Informationsveranstaltung 18. Januar 2017

Informationsveranstaltung 12. Oktober 2016

Informationsbroschüre

Pressekontakt

Christian Merl

Christian Merl

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