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A 26: AK HH-Hafen (A 7/A 26) – AD Süderelbe (A 1/A 26) In Planung

Die Verlängerung der A 26 von Stade in Richtung Osten dient dem Netzlückenschluss zwischen der A 7 im Westen und der A 1 im Osten.

Visualisierung der Anschlussstelle Moorburg
Visualisierung der Anschlussstelle Moorburg als symmetrisches Kleeblatt. Gut zu erkennen: die Verknüpfung der A 26 Hafenpassage Hamburg mit dem Moorburger Hauptdeich

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: ca. 9,7 km
  • 1 Tunnel mit 1,5 Kilometer
  • Rund 500 Meter lange Galerie
  • 3 Anschlussstellen
  • 1 Autobahndreieck

Karte

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Projektbeschreibung

Die Verlängerung der A 26 von Stade in Richtung Osten dient dem Netzlückenschluss zwischen der A 7 im Westen und der A 1 im Osten. Die neue Autobahn soll als leistungsfähige West-Ost-Straßenverbindung hergestellt werden und weiträumige Hafenverkehre bündeln. Neben der überregionalen Funktion im Autobahnnetz soll die A 26 zudem die Erreichbarkeit des Hamburger Hafens verbessern und innerstädtische Quartiere von Verkehr und damit Lärm- und Schadstoffemissionen entlasten.

Zusammengefasst lassen sich die wesentlichen Projektziele wie folgt darstellen:

  • Reduzierung der Lärm- und Schadstoffbelastungen und der Trennwirkungen in innerstädtischen Wohnquartieren
  • Verbesserung der Erreichbarkeit des Hamburger Hafens
  • Bündelung des Ost-West-Verkehrs und der weiträumigen Hafenverkehre
  • Lückenschluss im überregionalen Bundesfernstraßennetz
  • gesamtwirtschaftliche Kostenvorteile

Visualisierung der Strecke in 360°-Ansicht

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Aktuelle Karte zu Streckenverlauf A 26 Hamburg

Allgemeine Projektdaten

  • Der Baubeginn für den ersten Abschnitt „Moorburg“ (6a) ist abhängig vom bestandskräftigen Baurecht sowie der Einstellungen der Haushaltskosten. Vorlaufende Maßnahmen starten bereits ab 2020. Das Planfeststellungsverfahren läuft seit Januar 2017.
  • Der letzte Abschnitt „Wilhelmsburg“ soll 2031 fertiggestellt werden.
  • Gesamtlänge der A 26 Hafenpassage Hamburg: ca. 9,7 km
  • Fahrstreifen: vier plus Standstreifen
  • Größtenteils besteht die Strecke aus sogenannten Ingenieurbauwerken, also beispielsweise Brücken (über den Reiherstieg sowie die 550 Meter lange Süderelbbrücke).
  • Kosten: rund 1,85 Mrd. Euro inklusive Risikozuschlag
  • überwiegend aus Bundesmitteln finanziert
  • zulässige Geschwindigkeit 80 km/h

Kontaktformular

Gerne können Sie mit uns zu allen Fragen in Kontakt treten. Bitte nutzen Sie dazu das folgende Kontaktformular. Wir freuen uns auf Ihre Mitteilung!

Pressekontakt

Christian Merl

Christian Merl

Projekte Hamburg, Schleswig-Holstein und Bremen

Telefon: 040 182104-114

E-Mail: presse@deges.de

Bevorstehende Veranstaltungen

Aktuell stehen keine Informationsveranstaltungen zur A 26 Hafenpassage Hamburg bevor.


Bisherige Veranstaltungen

Wir informieren regelmäßig über die Planungen und das weitere Vorgehen und laden dazu zu Informationsveranstaltungen ein. Hier finden Sie einen Rückblick auf alle bisherigen Termine.


Digitale Informationsveranstaltung am 25. März 2021

Alle interessierten Anwohnerinnen und Anwohner, Bürgerinnen und Bürger wurden zur digitalen Informationsveranstaltung zu allen Abschnitten der A 26 Hafenpassage Hamburg eingeladen. Informiert wurden sie über den aktuellen Stand der Planung, Außerdem hatten sie die Möglichkeit, Fragen an die Experten der DEGES zu stellen.

Mitschnitt der Veranstaltung:

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Wann und wie fand die Informationsveranstaltung statt?

Die Veranstaltung fand online am Donnerstag, den 25. März 2021, von 18.30 bis 20.30 Uhr statt.

Material

Informationen finden Sie in unserer Broschüre Die A 26 Hafenpassage Hamburg. Gerne können Sie diese zur Vorbereitung auf die Informationsveranstaltung nutzen.

Fragen oder Hinweise können Sie uns bereits gerne im Vorfeld der Veranstaltung über unser Kontaktformular.

Downloads zur Informationsveranstaltung A 26 Hafenpassage Hamburg

Die Präsentation zum Informationsabend zur A 26 Hafenpassage Hamburg steht Ihnen zum Download zur Verfügung. Zudem können Sie sich den Flyer Abschnitt Hafen, sowie den Flyer Abschnitt Wilhelmsburg herunterladen.

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Informationen zur Auslegung der Planfeststellungsunterlagen A 26 Abschnitt 6c

A26 Abschnitt 6c
Wo liegen die Planfeststellungsunterlagen aus?

Die Auslegung erfolgt vom 29.03.2021 bis zum 28.04.2021:

Bezirksamt Hamburg-Mitte, Dezernat für Wirtschaftsförderung, Bauen und Umwelt, Fachamt für Bauprüfung – Kundenservice, Caffamacherreihe 1-3, 5. OG, Flurbereich C (Servicebereich), 20355 Hamburg

Hinweis: Die Einsichtnahme ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter der Telefonnummer (040)42854-3313 oder per E-Mail-Anfrage unter bp-servie@hamburg-mitte.hamburg.de möglich.


Informationsabend am 14. November 2019

Wie geht es weiter mit der A 26 in den Abschnitten „Hafen“ und „Wilhelmsburg“?

Am 14. November 2019 hatten Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit sich über den aktuellen Sachstand zum Planungsvorhaben der A 26 Hafenpassage Hamburg zu informieren.

Staatsrat Andreas Rieckhof berichtete, dass der Hamburger Senat am 22. Oktober 2019 die Finanzierung des Wilhelmsburger Deckels beschlossen hat. Damit hält der Senat Wort und stellt, vorbehaltlich der Zustimmung der Bürgerschaft, als Zuschuss für den Bau des 1,5 Kilometer langen Deckels 62,7 Mio. Euro zur Verfügung. Er löst so ein zentrales Versprechen gegenüber den Wilhelmsburger Bürgerinnen und Bürgern ein. Neben dem Deckel Wilhelmsburg sind entlang der geplanten A 26 und an der A 1 weitere Lärmschutzmaßnahmen, wie beispielsweise Lärmschutzwände, vorgesehen. Damit erhält insbesondere die Siedlung Kirchdorf-Süd zusätzlichen Lärmschutz.

Für den Abschnitt Hafen wurde noch im Jahr 2019 die Planfeststellung beantragt.

Zusätzlich verkündete Rieckhof, dass Baustart für die A 26-West im kommenden Jahr sein wird.

Auch in Zukunft möchte die BWVI gemeinsam mit der Autobahn GmbH des Bundes die Bürgerinnen und Bürger über den Planungsstand zur A 26 informiert halten.


Grundsteinlegung am 3. Mai 2019

Grundsteinlegung für das neue Gebets- und Waschhaus auf dem Friedhof Finkenriek

Die Grundsteinlegung für dieses wichtige Ereignis erfolgte gemeinsam mit den muslimischen Gemeinden aus dem Süderelberaum, Vertretern der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, des Bezirks Hamburg-Mitte und der DEGES.


Werkstatt am 5. November 2018

Anschlussstelle an der Otto-Brenner-Straße und Lärmschutz an der A 1

Im Süden von Wilhelmsburg ist eine neue Autobahn geplant. Die Autobahn führt auch an Kirchdorf-Süd vorbei. Am 5. November 2018 kam eine Werkstatt von Perspektiven! gemeinsam mit der Verkehrsbehörde und der DEGES nach Kirchdorf-Süd in die Schule an der Burgweide. Im Fokus der Werkstatt standen Details des Anschlusses an der Otto-Brenner-Straße und die Gestaltung des Lärmschutzes an der A 1.


Informationsabend am 19. September 2018

Informationsabend zum aktuellen Planungsstand der A 26 in Wilhelmsburg

Am Informationsabend gab die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation einen Zwischenstand, wie sich die Planungen entwickelt haben. Bezugspunkt ist das Bürger*innen-Gutachten zur A 26 von Perspektiven!.


Werkstatt am 25. Januar 2018

„Anschlussstelle der A 26 in Wilhelmsburg – Welche Möglichkeiten gibt es? Welchen Einfluss hat die Lage der Anschlussstelle auf die Verkehre in Wilhelmsburg?“

Seit Februar 2017 wird in Wilhelmsburg von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation als Vorhabenträgerin gemeinsam mit der DEGES – Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH – und „Perspektiven!“ vom Bürgerhaus Wilhelmsburg erneut ein Beteiligungsverfahren durchgeführt. Ziel ist es, die Belange der betroffenen Bürgerinnen und Bürger frühzeitig im Planungsprozess zu integrieren, damit die Autobahn so verträglich wie möglich auf den Elbinseln realisiert werden kann. Nach Informationsveranstaltungen und Planungsworkshops haben die Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Forderungen in einem Bürgergutachten zusammengefasst und der Behörde im Oktober 2017 übergeben. Am 11. Dezember 2017 stellte die Stadt vor, wie die Anregungen in die weiteren Planungen einfließen. Den Kernforderungen des Bürgergutachtens wird mit einem 10-Punkte Konzept begegnet.

Noch offen blieb die westliche Verlagerung der Anschlussstelle HH-Stillhorn von der A 1 an die A 26. Hier gibt es zwei Varianten: Neben der Option einer optimierten und flächensparenden Anschlussstelle an der Otto-Brenner-Straße, besteht noch die von den Bürgerinnen und Bürgern vorgebrachte Lösung im Bereich des Pollhorner Hauptdeichs / Pollhornwegs. In der Werkstatt am 25. Januar 2018 wurden die beiden Möglichkeiten von Fachleuten an Infoständen vorgestellt und mit den Teilnehmern gemeinsam diskutiert.

Wie geht es weiter?  Das Planfeststellungsverfahren für den A 26-Abschnitt in Wilhelmsburg soll ab Ende 2019 eingeleitet werden.

Der gesamte Planungsprozess wird weiterhin mit Bürgerbeteiligung begleitet.


Informationsabend am 11. Dezember 2017

„Wie geht’s weiter mit der A 26 in Wilhelmsburg?“

Seit Februar 2017 wird in Wilhelmsburg von der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation als Vorhabenträgerin gemeinsam mit der DEGES – Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH – und „Perspektiven!“ vom Bürgerhaus Wilhelmsburg erneut ein Beteiligungsverfahren durchgeführt, um die Belange der betroffenen Bürgerinnen und Bürger frühzeitig mit in den Planungsprozess zu integrieren, um die Autobahn so verträglich wie möglich auf den Elbinseln zu realisieren. Ziel ist es die Belange der betroffenen Bürgerinnen und Bürger frühzeitig im Planungsprozess zu integrieren, damit die Autobahn so verträglich wie möglich auf den Elbinseln realisiert werden kann. Nach Informationsveranstaltungen und Planungsworkshops haben die Bürgerinnen und Bürger ihre Wünsche und Forderungen in einem Bürgergutachten zusammengefasst und der Behörde im Oktober 2017 übergeben. Am 11. Dezember 2017 hat die Stadt vorgestellt, wie die Anregungen in die weiteren Planungen einfließen.

Den Kernforderungen des Bürgergutachtens wird mit einem 10-Punkte-Konzept begegnet.

Noch offen blieb bisher die westliche Verlagerung der Anschlussstelle HH-Stillhorn von der A 1 an die A 26. Neben der Option einer optimierten und flächensparenden Anschlussstelle an der Otto-Brenner-Straße, besteht noch die von den Bürgerinnen und Bürgern vorgebrachte Lösung im Bereich des Pollhorner Hauptdeichs / Pollhornwegs. Hier sind noch planerische und politische Abwägungen zu treffen.

Wie geht es weiter? Die vorgestellte Lösung ist eine wichtige Weichenstellung für die weitere Entwurfsplanung, für die Abstimmungen mit dem Bund und für die Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen. Das Planfeststellungsverfahren für den A 26-Abschnitt in Wilhelmsburg soll ab Ende 2019 eingeleitet werden.

Der gesamte Planungsprozess wird weiterhin mit Bürgerbeteiligung begleitet.


Informationsabend am 11. Juli 2017

„Friedhof Finkenriek“

Informationsabend für Vertreter muslimischer Gemeinden in Wilhelmsburg zu den Plänen für ein eigenes Gräberfeld mit Gebets- und Waschhaus auf dem Friedhof Finkenriek.


Informationsabend am 19. Juni 2017

„Die A 26 in Stillhorn“

Informationsabend mit anschließendem Quartiersgespräch für Anwohnerinnen und Anwohner über den Planungsstand der A 26 in Stillhorn.


Planungswerkstatt am 22. April 2017

„A 26 in Wilhelmsburg“

Am 22. April 2017 fand im Bürgerhaus Wilhelmsburg eine Planungswerkstatt zur A 26 Hafenpassage Hamburg statt. An drei Themeninseln konnten sich Bürgerinnen und Bürger zum Planungsstand der A 26 in Wilhelmsburg, zur Lebensqualität in angrenzenden Wohngebieten und zum Verkehr rund um die A 26 informieren. Intensiv diskutierten sie mit Vertreterinnen und Vertretern unter anderem der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der DEGES, der HVV und beteiligter Ingenieurbüros.

„Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ führte die Planungswerkstatt im Rahmen des Beteiligungsverfahrens durch. Regelmäßig werden sich künftig Themengruppen treffen. Die Themengruppen entwickeln bis Juli 2017 Empfehlungen für die Planung zu bestimmten Themenfelder wie beispielsweise die nachgeordnete Verkehrsplanung.

Weitere Informationen zum Perspektiven!-Beteiligungsverfahren finden Sie hier.


Informationsabend am 14. Februar 2017

„Die A 26 in Finkenriek“

Vertreter der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der DEGES sowie Experten für Baugrundgutachten und Tunnelbau informiereten die Bürgerinnen und Bürger im Katenweg und der Kornweide über den Stand der Planungen und das weitere Vorgehen zur A 26 in Finkenriek.


Informationsabend am 1. Februar 2017

„Die A 26 in Wilhelmsburg“

Vertreter der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der DEGES und der Hamburg Port Authority informierten die Bürgerinnen und Bürger über den Stand der Planungen und das weitere Vorgehen zur A 26 in Wilhelmsburg.

In Kooperation mit dem Projekt „Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg startete auch die Bürgerbeteiligung. Perspektiven! stellte das Beteiligungsverfahren vor.


Informationsabend am 18. Januar 2017

„Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt 6a der A 26 Hafenpassage Hamburg“

Im Dezember 2016 starteten die Vorbereitungen für das Planfeststellungsverfahren zum Abschnitt 6a der A 26 Hafenpassage Hamburg. Dieser Abschnitt verläuft vom Autobahnkreuz HH-Süderelbe (A 7) bis zur Anschlussstelle HH-Hafen-Süd.

Vertreter der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, der DEGES und der Hamburg Port Authority informierten die Bürgerinnen und Bürger in Moorburg und Bostelbek über den Stand der Planungen und das weitere Vorgehen


Informationsabend am 12. Oktober 2016

„Der Bau der A 26 Abschnitt Ost“

Am Mittwoch, den 12. Oktober 2016, fand ein Informationsabend zur Hafenpassage Hamburg statt.

Die A 26 Hafenpassage Hamburg

Informationsabend 25. März 2021

Einweihung Gebets- und Waschhaus 28. Juli 2020

Grundsteinlegung Gebets- und Waschhaus 3. Mai 2019

Werkstatt 5. November 2018

Informationsveranstaltung 19. September 2018

Werkstatt 25. Januar 2018

Informationsveranstaltung 11. Dezember 2017

Informationsveranstaltung 11. Juli 2017

Informationsveranstaltung 19. Juni 2017

Werkstatt 22. April 2017

Informationsveranstaltung 14. Februar 2017

Informationsveranstaltung 1. Februar 2017

Informationsveranstaltung 18. Januar 2017

Informationsveranstaltung 12. Oktober 2016

Informationsbroschüre

Sie fragen – die DEGES antwortet

Fragen und Antworten zu aktuellen Entwicklungen bei der A 26 Hafenpassage Hamburg.

Die A 26 Hafenpassage Hamburg wird mit 1,85 Milliarden Euro fast doppelt so teuer wie angenommen. Ein Kilometer soll 150 Millionen Euro kosten. Wie kommt diese Kostensteigerung zustande?

Im Finanzierungs- und Realisierungsplan, der im Dezember von den für Verkehr und Haushalt zuständigen Ausschüssen des Deutschen Bundestages genehmigt worden ist, werden die Kosten langfristig geplanter Großprojekte mit Preis- und Risikozuschlägen versehen. So werden hier Annahmen für die Baupreissteigerungen in der Zukunft und der Baurisiken eingerechnet. Diese Herangehensweise ist auf Ebene des Bundes ein Novum, das im Zuge der Autobahnreform mit dem 1. Januar 2021 eingeführt worden ist. Die hochgerechneten Baukosten der A 26 Hafenpassage Hamburg, die jetzt auch den von der Bevölkerung und dem Hamburger Senat gewünschten, rund 1,5 Kilometer langen „Tunnel Wilhelmsburg“ beinhalten, liegen somit bei rund 1,8 Milliarden Euro. Hamburg beteiligt sich an den Kosten für diesen Lärmschutztunnel. Früher genannte Kosten in Höhe von 900 Millionen Euro basieren auf dem ursprünglichen Bundesverkehrswegeplan (BVWP) und sind mittlerweile veraltet. Sie enthalten beispielsweise nicht die Kosten des für die Bevölkerung Wilhelmsburgs sinnvollen und wichtigen Lärmschutztunnels.

Das Wachstum des Hafens wird deutlich geringer sein, als in den Prognosen angenommen. Ist die A 26 Hafenpassage damit nicht überholt und wird gar nicht mehr gebraucht?

Mögliche Wachstumszahlen des Hafens sind nicht der allein bestimmende Faktor bei den Prognosen. Bundesweit wird mit einem steigenden LKW-Aufkommen gerechnet. Durch die im Bau befindliche A 26 West und der weiteren Fertigstellung auf niedersächsischem Gebiet wird die A 26 insgesamt den Verkehr, und damit gerade auch den Schwerlastverkehr, besser bündeln und abwickeln sowie auch die stauanfällige B 73 erheblich entasten. Die A 26-Ost stellt als Hafenpassage eine wichtige Verbindung zwischen der A 7 und der A 1 her. Als sinnvolle Ergänzung fördert sie die Zukunftsfähigkeit des Gesamtstraßennetzes. Für die Hafenverkehre werden über die Anschlussstellen „HH-Moorburg“ und „HH-Hohe Schaar“ sehr leistungsfähige Anschlüsse an den Hafen hergestellt und beispielsweise die Anschlussstelle „HH-Waltershof“ entlastet.

Wertvolle Moorlandschaften werden zerstört. Ist das in Zeiten des Klimawandels nicht unzeitgemäß und widerspricht die neue Autobahn damit nicht einer ökologischen Verkehrswende, wie sie auch von der Politik gefordert wird?

Die A 26 Hafenpassage verläuft zum einen Teil durch stark von Hafen und Industrie geprägte Bereiche, zum anderen Teil durch Gebiete, die durch Landwirtschaft und Torfböden geprägt sind. Wertvolle Moorlandschaften gibt es dort nicht. Die Eingriffe werden bewertet und vollumfänglich ausgeglichen. Unstrittig ist, dass beim Verkehr erhebliche Anstrengungen unternommen werden müssen, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Es liegt allerdings nicht im Einflussbereich des Vorhabens A 26 Hafenpassage, den CO2-Ausstoss der Fahrzeugflotte, die die Autobahn in Zukunft nutzen wird, so zu bepreisen, dass die schrittweise Ersetzung von Fahrzeugen mit fossilen Antrieben durch andere klimafreundliche Antriebsformen gefördert wird.

Wenn in den nächsten Jahren die Köhlbrandquerung sowieso erneuert werden muss, warum braucht es dann mit der geplanten Süderelbbrücke überhaupt noch eine zweite Querung?

Ein leistungsfähiges Gesamtstraßennetz braucht beides: eine erneuerte Haupthafenroute und eine neue A 26 Hafenpassage. Nur so lässt sich die Leistungsfähigkeit des Gesamtstraßennetzes sicherstellen.

Wird mit der A 26 Hafenpassage nicht für viel Geld eine „doppelte Infrastruktur“ geschaffen? Wäre das Geld nicht viel sinnvoller in die Haupthafenroute investiert?

Das Gesamtstraßennetz als eine Infrastruktur im Hafengebiet sollte immer auch alternative Routen ermöglichen. Ansonsten ist die Leistungsfähigkeit nicht gewährleistet. Die vorhandene Infrastruktur im Hafen ist außerordentlich störanfällig und die Haupthafenroute überlastet. Jede Woche kommt es zu Staus und damit zu stehenden LKW, die die Umwelt schädigen. Die A 26 Hafenpassage hat zudem mehrere Funktionen: Sie entlastet das nachgeordnete Netz im Süderelberaum und sie bündelt Verkehre von West nach Ost. Die neue Autobahn ist Bindeglied für die überregionalen Hafenverkehre. Als Alternativroute zur Haupthafenroute schafft sie einen zusätzlichen Anschluss der Verkehre zum Hamburger Hafen. Damit wird mit der A 26 Hafenpassage keine „doppelte Infrastruktur“ geschaffen, sondern eine sinnvolle Ergänzung im Gesamtstraßennetz.

Ist die Süderelbbrücke nicht überdimensioniert, wenn wie geplant das Kraftwerk Moorburg 2021 außer Betrieb geht?

Die Süderelbe als Bundeswasserstraße bestimmt unabhängig von einzelnen Anliegern die unter den Brücken notwendige Durchfahrtshöhe. Somit muss die Süderelbbrücke mit der gleichen Durchfahrtshöhe errichtet werden wie die angrenzenden Kattwykbrücken. Neben dem Kraftwerk Moorburg gibt es südlich der Süderelbbrücke weitere Schüttgutlagerplätze, die auch weiterhin bedient werden. Gerade Lastkähne, die dafür benötigt werden, brauchen für Leerfahrten die notwendige Höhe.

Ist die A 26 Hafenpassage nicht eine „Pendlerautobahn“, die (mehr) Verkehr erst schafft, weil sie da ist?

Als neue Möglichkeit schafft die A 26 sicherlich auch Anreize, mit dem Auto zur Arbeitsstätte zu fahren. Letztendlich ist der Umfang dieser Verkehrsart und die dabei zum Einsatz kommende Fahrzeugflotte von Randbedingungen abhängig, die nicht im Einflussbereich des Vorhabens A 26 liegen. Zudem wird die A 26 auch von Pendlerverkehren genutzt werden, die bisher jeden Tag über die B 73 von und nach Hamburg fahren. Dies wird eine deutliche Entlastung der Menschen ermöglichen, die derzeit an der B 73 unter dem hohen Verkehrsaufkommen leiden.

Verkehrlich braucht es die Hafenpassage nicht, weil die A 26 aus Westen kommend an die A7 anschließt. Die LKW wollen ohnehin nur nach Waltershof in den Hafen – wofür braucht es dann die A 26 Hafenpassage?

Die A 26 wird zu rund 60 Prozent von Fahrzeugen genutzt, die Quelle oder Ziel im Hafengebiet und damit nicht nur im Bereich der Anschlussstelle Waltershof haben. Der restliche Verkehr passiert das Hafengebiet in Richtung A 1. Die A 26 Hafenpassage entlastet das nachgeordnete Netz im Süderelberaum und bündelt Verkehre von West nach Ost.

Wird die Otto-Brenner-Straße dann nicht verkehrlich besonders belastet?

Die A 26 entlastet das nachgeordnete Netz im Süderelberaum erheblich. Lediglich im unmittelbarem Bereich der Anschlussstellen kommt es zu erhöhtem Verkehr. Entscheidend ist hierbei allerdings, dass sich der LKW-Verkehr auf die Anschlussstellen im eigentlichen Industrie- und Hafengebiet konzentriert. Dazu sollten gegebenenfalls auch verkehrslenkende Maßnahmen zum Einsatz kommen. Die an die Otto-Brenner-Straße verlegte heutige Anschlussstelle Stillhorn dient dabei vor allem der Erreichbarkeit von Kirchdorf, Stillhorn und Wilhelmsburg.

Warum wird das Geld statt in eine neue Autobahn nicht in den Ausbau des Güterschienen-verkehrs und des ÖPNV investiert?

Jeder Abschnitt der A 26 Hafenpassage steht mit einem Ausbau der Hafenbahn in Verbindung. So wird die Hafenbahn grundsätzlich zweigleisig ausgebaut und darüber hinaus zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Güterzüge geschaffen. Selbstverständlich ist anzustreben, dass möglichst viele Kfz-Fahrten des Berufs- oder Pendlerverkehrs, zukünftig durch Nutzung des ÖPNV oder durch Ausbau des Radverkehrs entfallen. Das Vorhaben A 26 Hafenpassage kann allerdings schon aufgrund der zu bewältigenden unterschiedlichen Verkehrsarten, wie des Wirtschafts- oder Erledigungsverkehrs, nicht in Konkurrenz zu notwendigen Projekten des ÖPNV stehen.

Am (ehemaligen) Kohlekraftwerksstandort Moorburg soll eine moderne Wasserstoff-produktion aus Erneuerbaren Energien entstehen. Würde die geplante A 26 Hafenpassage, die aufgeständert zwischen dem Kraftwerksgelände und der nur wenige hundert Meter entfernten Kattwykbrücke verlaufen soll, nicht potenzielle räumliche Entwicklungsmöglich-keiten deutlich einschränken und damit ein wesentliches Zukunftsprojekt der Hansestadt stark beeinträchtigen?

Im Bereich des Kraftwerkstandortes verläuft die Trasse der A 26 Hafenpassage unmittelbar vor der Querung der Süderelbe in Hochlage über der zweigleisigen Hafenbahn und dem Moorburger Hauptdeich. Das Kraftwerksgelände wird dabei nicht in Anspruch genommen. Allerdings müssten dort zukünftige Industrieanlagen – soweit sie dem Störfallrecht unterliegen – zu schutzwürdigen Anlagen wie der A 26 Hafenpassage oder auch zur Ortslage Moorburg die notwendigen störfallrechtlichen Abstände einhalten.

Östlich der A 1 führt die geplante Autobahn an der Großwohnsiedlung Kirchdorf-Süd vorbei. Würde sich damit die Lebensqualität für dessen Bewohnerinnen* nicht noch weiter verringern?

Im Gegenteil: Südlich der Großwohnsiedlung wird der Verkehr durch die A 26 Hafenpassage gebündelt und über einen 1.5 Kilometer langen Tunnel geführt. Die heute täglich rund 12.000 Fahrzeuge auf der Kornweide, die ohne Lärmschutz Kirchdorf passieren, werden fast vollständig durch den Tunnel geleitet. Damit wird ein effektiver Lärmschutz umgesetzt. Im Zuge der Erweiterung der A 1 und im Zuge des Autobahndreiecks Süderelbe wird erstmals an der Westseite der A1/östlich der Siedlung Kirchdorf, ein hochwertiger Lärmschutz mit einem 950 Meter langen Galeriebauwerk geplant.

Der Bau beider Autobahnabschnitte von A 26 West und Hafenpassage führt insgesamt zu einem Verlust von mehreren Hundert Hektar Lebensraumflächen – vor allem von wertvollen Niedermoorböden. Ist das ökologisch vertretbar?

Die Trasse der A 26 Hafenpassage verläuft ausschließlich durch von menschlicher Nutzung geprägten Bereichen. Hafennutzungen und Industrie sowie Landwirtschaft haben diese Landschaft geprägt. Moorlandschaften, mit ihrer Eigenschaft CO2 zu speichern und damit dem Klimawandel entgegen zu wirken, sind dort nicht mehr vorhanden. Von einem Verlust von mehreren Hundert Hektar Lebensraumflächen kann keine Rede sein. Die Beeinträchtigung von Lebensraumflächen und wertvollen Böden wurde bewertet und wird vollumfänglich ausgeglichen.

Die A26 Ost zerstört wertvollen Kohlenstoff-Speicher Moor und ist zudem durch die zementintensive Bauweise besonders klimaschädlich. Denn: Ein Großteil der Trasse muss aufgeständert werden, damit eine 50 Meter hohe Brücke die Süderelbe überqueren kann. Ist das vertretbar?

Im Bereich der Trasse existieren keine funktionsfähigen Moore, die in der Lage wären, CO2 einzulagern. Der bei den Bauarbeiten gewonnene Torfboden wird so verwertet, dass das gespeicherte CO2 nicht freigesetzt wird. So wird auch der im Rahmen des Tunnelbaus angetroffene Torf überwiegend in unmittelbarer Nähe wieder ökologisch integriert, so dass gespeichertes CO2 im Torfboden gebunden bleibt.

Der Wilhelmsburger Tunnel soll vor Lärm schützen. Er führt aber durch 16 Hektar Landschaftsschutzgebiet. Dadurch würde gleichzeitig das wenige Grün der Umgebung verloren gehen. Wir geht das einher mit einer ökologischen Verkehrsplanung?

Der „Tunnel Wilhelmsburg“ wird in offener Bauweise realisiert. Nach dem Bau werden die entstehenden Flächen entsprechend der landschaftspflegerischen Begleitplanung hergerichtet. Der Grünzug von Kirchdorf an die Süderelbe wird dabei sogar besser wiederhergestellt, da die östliche Kornweide stark vom heutigen Verkehr entlastet wird. Erforderliche Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen werden vorwiegend nahe dem Planungsgebiet umgesetzt. Durch den Rückbau der Tank- und Rastanlagen Stillhorn werden Flächen entsiegelt – dort sollen naturnahe Torflager entstehen.

Eine stark gefährdete Vogelart wie die Bekassine lebt hier. Was wird aus der Bekassine?

In den drei Autobahnabschnitten der A 26 Hafenpassage wurden bei den Untersuchungen keine Bekassine angetroffen. Es wird auch nicht damit gerechnet, dass sich der Vogel dort wieder ansiedelt. Aus diesem Grund konzentrieren sich die naturschutzfachlichen Maßnahmen auf andere schützenswerte Wiesenbrüter, die diesen Landschaftsraum prägen.