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A 26: AK HH-Hafen (A 7/A 26) – AD Süderelbe (A 1/A 26) In Planung

Die Verlängerung der A 26 von Stade in Richtung Osten dient dem Netzlückenschluss zwischen der A 7 im Westen und der A 1 im Osten.

Projektstand/Ausblick

  • Mit Datum vom 30. April 2011 wurde das Linienbestimmungsverfahren durch das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung abgeschlossen. Linienbestimmt wurde die eingereichte Vorzugsvariante als Verlängerung der A 26 und der A 7 bis zur Anschlussstelle Stillhorn an der A 1.
  • Zurzeit werden die Planfeststellungsunterlagen für die Verkehrseinheit AK HH-Hafen (A 7) bis AS HH-Moorburg erarbeitet. Für die Verkehrseinheit von der AS HH-Moorburg bis AS Hohe Schaar läuft die Entwurfsbearbeitung.
  • Für die Verkehrseinheit AS Hohe Schaar über Abzweig Harburg (A 253) bis zur AS HH-Stillhorn (A 1) wird planungsbegleitend eine Bürgerbeteiligung für die Elbinsel durchgeführt. Parallel zum Beteiligungsverfahren hat die Entwurfsplanung begonnen – im Anschluss erfolgt die Genehmigungsplanung.
  • Entsprechende Einzelthemen, wie Fragen zum untergeordneten Straßennetz, zum Naturschutz, zur Wasserwirtschaft etc., werden mit den Trägern öffentlicher Belange in Hamburg bzw. im Bezirk Harburg abgestimmt.
  • Im Realisierungswettbewerb für die Querung der Süderelbe wurde der Wettbewerbssieger am 14. Mai 2013 bekanntgegeben.

Vorgeschichte

Seit den 1980er Jahren wurden unterschiedliche Verläufe der Trasse geprüft und öffentlich diskutiert. Erstmalig angedacht wurde eine Autobahn in diesem Bereich schon in den 1940er Jahren. Auch in den 1970er Jahren gab es Planungen, die jedoch auf Widerstand stießen und aufgegeben wurden.

Weiterhin sind die Autobahnen A 1 und A 7 von europaweiter Bedeutung. Das bedeutet, dass sich die Anlieger mangels der direkten Verbindung andere Wege suchen – allein 30.000 Fahrzeuge überqueren täglich die Köhlbrandbrücke. Prognose: steigend. Etwa ein Viertel ist Schwerlastverkehr.

In den 1980er Jahren wurde angesichts der schon damals angespannten Situation eine A 252-Verlängerung als „Hafenquerspange“ diskutiert. Abermals scheiterte das Vorhaben. Nun schließt die A 26 Hafenpassage Hamburg die überregionale Verkehrsnetzlücke. Sie ist die Verlängerung der im Westen aus Niedersachsen bis an die A 7 führenden A 26. Von dort schließt die A 26 Hafenpassage Hamburg an die A 1 im Bereich Stillhorn an und gewährleistet so eine bessere Erreichbarkeit des Hamburger Hafens.

Der Verlauf der A 26 Hafenpassage Hamburg wurde lange intensiv geplant und öffentlich diskutiert. Ein erster Entwurf sah einen Verlauf der Trasse unter der Bezeichnung A 252 im Norden Wilhelmsburg vor.

Entscheidung für die Südtrasse

Die 2005 festgelegte Südtrasse der damals noch „Hafenquerspange“ genannten A 26 Hafenpassage Hamburg wurde nach Abwägung aller Interessen verworfen. Der Grund dafür ist vor allem die positive Hafenentwicklung: die Trasse konnte den zukünftigen Schiffsgrößen, dem nötigen Ausbau der Hafengleise und der wachsenden HafenCity nicht gerecht werden. Eine Anpassung der Trasse hätte mit unverhältnismäßig höheren Kosten zu Buche geschlagen.

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (heute: Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur) hat 2011 die Südtrasse als geeignetsten Verlauf der Fernstraße bestimmt. Die Gründe:

  • Das Naherholungsgebiet im Norden Wilhelmsburgs bleibt unberührt.
  • Wohngebiete werden entlastet: Die A 26 Hafenpassage Hamburg verläuft weitgehend durch Industrie- und Hafengebiete. Das Siedlungsgebiet am Moorburger Elbdeich wird südlich umfahren. Weiter östlich, in der Nähe des Wohngebietes Kornweide, wird die Autobahn auf einem Teilstück in einem Tunnel (Deckel Finkenriek oder sogar als knapp 1,5 Kilometer langer Wilhelmsburger Deckel) geführt, um die Beeinträchtigungen für die Wohnbevölkerung zu minimieren.
  • Transportkosten werden gesenkt: Handels- und Logistikunternehmen profitieren von der direkten Verbindung zwischen A 7 und A 1.
  • Berücksichtigung der Schifffahrtsbelange: die wasserseitige Hafenanbindung wird sichergestellt, denn die neue Süderelbbrücke bietet die nötige Durchfahrtshöhe für Schiffe.
  • Die Verkehrswege werden gebündelt und der Verkehrsschwerpunkt rund um den Elbtunnel entlastet.

Ziele und Nutzen

Mit dem Bau der neuen Autobahn verfolgen der Bund und die Stadt Hamburg vier gleichermaßen wichtige Ziele:

  • Die A 26 Hafenpassage Hamburg schließt eine Lücke im überregionalen Bundesfernstraßennetz.
  • Der Ost-West-Verkehr und die weiträumigen Hafenverkehre werden gebündelt.
  • Die Lärm- und Schadstoffbelastungen aus dem Straßenverkehr in den städtischen Wohnquartieren verringern sich.
  • Der Hamburger Hafen als internationale Verkehrsdrehscheibe und einer der größten Arbeitgeber in Norddeutschland kann verlässlicher erreicht werden.

Rund 34.000 Fahrzeuge fahren täglich über die Köhlbrandbrücke als wichtigste Querungsmöglichkeit der Süderelbe in West-Ost-Richtung. In Zukunft wird der Verkehr um Hamburg weiter zunehmen. Für 2030 würde ohne die Entlastung durch den Bau der A 26 allein für die Köhlbrandbrücke mit einer Zunahme auf rund 42.000 Fahrzeuge pro Tag gerechnet.

Um das höhere Verkehrsaufkommen zu bewältigen und das Risiko von mehr Staus, längeren Reisezeiten und mehr Emissionen aufzufangen, ist eine Erweiterung des Autobahnnetzes notwendig. Die Hafenpassage reduziert deutlich die Verkehrsbelastung in Wilhelmsburg und Harburg – mit einer besonderen Entlastung entlang der B 73. Darüber hinaus schafft sie erstmals eine direkte Straßenverbindung zwischen den Häfen an Nord- und Ostsee bzw. zwischen den Hansestädten Stade, Hamburg und Lübeck.

Trassenverlauf

Die A 26 Hafenpassage Hamburg ist in drei Abschnitte gegliedert:

  • Abschnitt Moorburg: AK (Autobahnkreuz) HH-Süderelbe (A 7) – AS (Anschlussstelle) HH-Moorburg
  • Abschnitt Hafen: AS HH-Moorburg – AS HH-Hohe Schaar
  • Abschnitt Wilhelmsburg: AS HH-Hohe Schaar – AD/AS HH-Stillhorn (A 1)

Bei der Vorplanung, im Vorfeld der sogenannten Linienbestimmung zur Vereinbarung von Straßen­verlauf und Straßenzweck, wurden mehrere Varianten – darunter auch eine Nordtrasse – geprüft. Verschiedene Ziele waren dabei wichtig: Wirkungen durch den Verkehr, technische Gestaltung, Umweltverträglichkeit, Stadtentwicklung und Stadtbild, Hafenwirtschaft sowie die Kosten. Dabei wurde eine der diskutierten Südtrassen – die heutige A 26 Hafenpassage Hamburg – insgesamt als die beste Lösung bewertet.

Das hohe prognostizierte Verkehrsaufkommen in der Zukunft kann mit nur einer Stadtstraße im Norden nicht bewältigt werden. Zusätzlich wäre eine weitere leistungsfähige Straße im Süden notwendig geworden.

Mit dem Bau der A 26 Hafenpassage Hamburg, ehemals Hafenquerspange, wird eine Lücke im überregionalen Bundesfernstraßennetz geschlossen. Sie ist die Verlängerung der im Westen aus Niedersachsen bis an die A 7 führenden A 26. Von dort schließt die A 26 Hafenpassage Hamburg an die A 1 im Bereich Stillhorn an und gewährleistet so eine bessere Erreichbarkeit des Hamburger Hafens. Dabei werden der überregionale Ost-West-Verkehr und der weiträumige Hafenverkehr gebündelt. Der Durchgangsverkehr und damit die Lärm- und Schadstoffbelastungen werden in den städtischen Quartieren – insbesondere in Harburg – verringert und die Verkehrssicherheit erhöht. Eine weiteres Plus: Die A 26 Hafenpassage Hamburg bietet die dringend benötigte zusätzliche Alternative zur Köhlbrandbrücke, um das Hafengebiet zu erreichen.

Abschnitt Moorburg

Der Abschnitt Moorburg der A 26 Hafenpassage Hamburg reicht vom Autobahnkreuz HH-Süderelbe (A 7) bis zur Anschlussstelle HH-Moorburg und ist rund zwei Kilometer lang. Insbesondere die Stadtteile an der Bundesstraße 73 sollen dadurch entlastet werden.

Abschnitt Moorburg Verlauf

Der Abschnitt Moorburg der A 26 Hafenpassage Hamburg reicht vom Autobahnkreuz HH-Süderelbe (A 7) bis zur Anschlussstelle HH-Moorburg und ist rund zwei Kilometer lang. Insbesondere die Stadtteile an der Bundesstraße 73 sollen dadurch entlastet werden.

Für diesen ersten Abschnitt wurden am 3. März 2017 die Planunterlagen ausgelegt. Damit wurde das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Moorburg eingeleitet. Von Bürgerinnen und Bürgern hat es 1.300 Einwendungen gegeben. Die Einwendungen betreffen viele unterschiedliche Themenbereiche, unter anderem Planrechtfertigung, Trassenführung, Variantenwahl, Abschnittsbildung, Verkehrsprognose, Lärmauswirkungen, Schadstoffe, eigentumsrechtliche Einwendungen, Umwelt. Zudem liegen 36 Stellungnahmen vor.

Die Einwendungen werden zurzeit vom Vorhabensträger bearbeitet. Hierzu macht die Planfeststellungsbehörde eine erste Sichtung und die DEGES bereitet Erwiderungen vor. Der Erörterungstermin fand am 27. August 2019 statt.

Abschnitt Hafen

Von der neuen Anschlussstelle HH-Moorburg führt der Abschnitt Hafen bis zur Anschlussstelle HH-Hohe Schaar. Für diesen Abschnitt, der überwiegend durch Hafengelände führt, sind mehrere Gutachten in der Bearbeitung.

Abschnitt Hafen Verlauf

Der neue Knotenpunkt HH-Hohe Schaar entsteht auf insgesamt drei Ebenen – eine besondere Herausforderung an die Planung und Durchführung. So wird das Hafenstraßennetz mit Kattwykdamm und Hohe-Schaar-Straße zur Querung der Gleisanlagen in die erste Ebene gehoben. Der bisherige Bahnübergang entfällt. In der zweiten Ebene überspannt die Hafenpassage die Gleisanlagen und Hafenstraßen. Der Korridor mit beidseitig vielfältigen sogenannten Zwangspunkten aus Planung wie aus Bestand werden mit einer „schlanken“ Anschlussstelle mit Parallelrampen optimal angebunden.

Die Entwurfsplanung wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) genehmigt. Das Planfeststellungsverfahren kann damit beantragt werden. Die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen ist für Herbst 2019 geplant.

Mit der Süderelbbrücke, die südlich der Kattwykbrücke die Elbe quert, erhält Hamburg in diesem Abschnitt ein neues Wahrzeichen.

Abschnitt Wilhelmsburg

Mit dem Abschnitt Wilhelmsburg von der Anschlussstelle HH-Hohe Schaar bis zum Autobahndreieck HH-Stillhorn wird der Lückenschluss zwischen der A 7 im Westen und der A 1 im Osten vollzogen.

Verlauf Abschnitt Wilhelmsburg

Da dieser Abschnitt insbesondere den Süden Wilhelmsburgs betrifft, wurde frühzeitig – am 1. Februar 2017 – eine Bürgerbeteiligung zusammen mit „Perspektiven! Miteinander planen“ für die Elbinsel gestartet. Ziel ist es, die Planungen durch eine gemeinsame Planung mit den vor Ort lebenden Menschen zu qualifizieren, d. h. im Sinne der Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern:

  • Vorstellung und Überreichung des Bürgergutachtens am 4. Oktober 2017 in der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI).
  • Öffentliche Informationsveranstaltung und Diskussion zu den Ergebnissen des Bürgergutachtens und dem daraus resultierenden 10-Punkte-Konzept der BWVI am 11. Dezember 2017 im Bürgerhaus Wilhelmsburg.
  • Öffentliche Werkstatt im Bürgerhaus Wilhelmsburg zu den Varianten der Anschlussstelle in Wilhelmsburg am 25. Januar 2018.
  • Am 19. September 2018 wurde auf einem Informationsabend der aktuelle Planungsstand zur A 26 vorgestellt und die Anschlussstelle an der Otto-Brenner-Straße als bevorzugte Lösung vorgestellt (siehe Bild 2 & 3).
  • Am 14. November 2019 wurde in einem weiteren Informationsabend von Staatsrat Rieckhof bekanntgegeben, dass der Senat den 1,5 Kilometer langen Tunnel beschlossen hat und auch an der A 1 umfassender Lärmschutz durch eine Lärmschutzgalerie entlang Kirchdorf-Süd geplant ist.
  • In 2019 soll die Entwurfsplanung abgeschlossen und mit dem Bundesministerium für Verkehr und Digitale Infrastruktur abgestimmt werden. Begleitend dazu wird die Bürgerbeteiligung in Wilhelmsburg weitergeführt.

Die Einleitung des Planfeststellungsverfahrens für den Abschnitt Wilhelmsburg ist für Mitte 2020 vorgesehen.

Umwelt

Die Hafenpassage führt weitestgehend durch Industrie- und Hafengebiete. Dort, wo dennoch der Artenschutz betroffen ist, werden „CEF-Maßnahmen“ eingeleitet. Dabei handelt es sich um „Maßnahmen zur dauerhaften Sicherung der ökologischen Funktion“. Das Bundesnaturschutzgesetz legt fest, dass von Bauvorhaben wie der A 26 Hafenpassage Hamburg betroffener Bestand geschützter Arten einen nahegelegenen Ausweichlebensraum bekommen muss. Dieser muss in Qualität und Quantität dem vorherigen Lebensraum entsprechen.

Um die Eingriffe in Umwelt und Natur möglichst gering zu halten, sind umfangreiche Maßnahmen geplant. Neben der Autobahn im Bereich des 2. Grünen Rings soll der dortige Freiraum erhalten bleiben. Darüber hinaus wird die A 26 intensiv begrünt, Biotopverbunde für Tiere und Pflanzen bleiben bestehen. Die Moorburger Landscheide wird naturnah umgestaltet und damit aufgewertet. So sollen etwa für Moorfrösche, Fledermäuse und Amphibien geeignete Wege gefunden werden, ihren Lebensraum zu sichern. Außerdem werden weitere 57 Hektar landschaftspflegerische Maßnahmen abseits der Trasse angelegt.

Lärmschutz

Die Hafenpassage Hamburg bedeutet für viele Bürgerinnen und Bürger vor allem in Wilhelms­burg und Harburg eine Entlastung von Verkehr und damit von Lärm und Schadstoffen. Die Trasse verläuft weitgehend durch Industrie- und Hafengebiete. Das macht die Planung nicht einfacher, verringert aber die Belastungen für die Anwohner. So wird das Siedlungsgebiet am Moorburger Elbdeich südlich umfahren, das Naherholungsgebiet im Norden Wilhelmsburgs bleibt unberührt.

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation setzt sich dafür ein, dass der ursprünglich geplante Deckel Finkenriek mit einer Länge von 390 Metern auf eine Länge von 1.480 Metern als Wilhelmsburger Deckel verlängert wird. Die notwendige Zustimmung des Senats, der Bürgerschaft und des Bundesverkehrsministeriums stehen noch aus.

Die neue Autobahn erzielt die größte Entlastung von Lärm und Schadstoffen in Harburg entlang der B 73. Jedes Fahrzeug, das die Hafenpassage nutzt, fährt nicht mehr über die Korn­weide oder über die Kattwykbrücke.

Mehrere Lärmschutzwände sind zudem vorgesehen. Unter anderem sind in Bostelbek (Heimfeld) auf einer Länge von 690 Metern eine Lärmschutzwand und in Moorburg eine 475 Meter lange Lärmschutzwand geplant.

Wilhelmsburger Deckel

Die A 26 Hafenpassage Hamburg überquert in Höhe der Anschlussstelle Wilhelmsburg-Süd die Wilhelmsburger Reichsstraße (B 75). Autofahrer, die von Westen kommen, können über den Abzweig Harburg nach Süden auf die B 75 abbiegen − und umgekehrt. Weiter nach Osten taucht die A 26 Hafenpassage Hamburg ab.

Dabei wird die Fahrbahn unter das normale Straßenniveau abgesenkt. Mit einem Tunnel unterquert die A 26 die Gleise des Fern-, Nah- und Güterverkehrs sowie angrenzende Siedlungsbereiche. Weiter östlich wird die A 26 über das zukünftige Autobahndreieck Hamburg-Stillhorn an die A 1 angebunden. Zudem ist eine Anpassung der Anschlussstelle Stillhorn in neuer Lage an die A 26 vorgesehen.

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation setzt sich dafür ein, dass der ursprünglich geplante Deckel Finkenriek mit einer Länge von 390 Metern auf eine Länge von 1.480 Metern als Wilhelmsburger Deckel verlängert wird. Die notwendige Zustimmung des Senats liegt bereits seit dem 22. Oktober 2019 vor. Die Zustimmung der Bürgerschaft und des Bundesverkehrsministeriums stehen noch aus.

Süderelbbrücke

Die A 26 Hafenpassage Hamburg wird die Süderelbe südlich der Kattwykbrücke queren. Sie soll modernen technischen Anforderungen gerecht werden und sich optisch in das Hafenumfeld einfügen.

Deshalb wurde 2013 ein Realisierungswettbewerb ausgelobt, an dem nationale und internationale Büros teilnahmen. Eine dreizehnköpfige Jury kürte den Entwurf der internationalen Ingenieurgemeinschaft sbp – WTM – D+W (schlaich bergermann und partner, WTM Engineers GmbH, DISSING+WEITLING architecture) zum Sieger. Die Urteilsbegründung: „Der Entwurf berücksichtigt die funktionalen Anforderungen in hohem Maß. Die Gestaltung ist gut durchdacht und in technischer Hinsicht durchführbar.“

Der Entwurf sieht eine Schrägseilbrücke mit Pylonen (Pfeilern) in der Mitte vor. Die Fahrbahnen in Richtung Ost und West verlaufen auf zwei getrennten Brückenelementen, die durch Querträger miteinander verbunden sind. Dadurch entsteht ein fünf Meter breiter Lichtspalt zwischen den Fahrbahnen.

Bis zum Reiherstieg verläuft die A 26 Hafenpassage Hamburg weiter in Hochlage. Darunter bleibt die Hohe-Schaar-Straße als bedeutende Hafenstraße bestehen.

Wissenswertes zum Entwurf

  • Brückentyp: Schrägseilbrücke mit fächerförmig angeordneten Kabeln
  • Stützweite (Spannweite zwischen den Pylonen): ca. 535 Meter über der Süderelbe
  • Höhe: zwei symmetrische 140 Meter hohe Pylone
  • Konstruktion: Bei Brücken mit großen Spannweiten werden die Fahrbahnen in der Regel auf Stahlhohlkästen angelegt. Die Vorteile: Hohlkästen sind sehr stabil und können sich nicht verdrehen.

Was steht an?

Für den Abschnitt Moorburg ist das Planfeststellungsverfahren im Januar 2017 eröffnet worden. Die Erörterung fand am 27. August 2019 statt.

Beim Abschnitt Hafen sind unterschiedliche Gutachten in Bearbeitung. Die Entwurfsplanung wurde vom BMVI genehmigt. Das Planfeststellungsverfahren soll noch 2019 beginnen.

Seit Februar 2017 wird für den Abschnitt Wilhelmsburg ein Beteiligungsverfahren durchgeführt. Gemeinsam mit dem Projekt „Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ (eine Stiftung des Bürgerhaus Wilhelmsburg), bezieht die BWVI hierdurch bereits vor dem Planfeststellungsverfahren die Bürgerinnen und Bürger in die Planung mit ein. Die Einreichung der Planfeststellungsunterlagen ist hier für Mitte 2020 geplant.

Beteiligen Sie sich!​​​​​​​

Bürgerbeteiligung

Bereits in den Jahren 2009 bis 2010 hat die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation ein erstes Beteiligungsverfahren hinsichtlich der Linienbestimmung der Hafenpassage Hamburg  durchgeführt. Nun führt die Behörde seit Februar 2017 ein weiteres Beteiligungsverfahren für Bürgerinnen und Bürger durch – gemeinsam mit der DEGES und dem Projekt „Perspektiven! Miteinander planen für die Elbinseln“ der Stiftung Bürgerhaus Wilhelmsburg.

Im Beteiligungsverfahren geht es um die Frage: Was muss beachtet werden, damit im Rahmen der vorgesehenen Trassenführung die verträglichsten Lösungen für die Menschen auf den Elbinseln gefunden werden? Wichtig ist dabei, dass die Anforderungen der Bewohnerinnen und Bewohner vor dem sogenannten Antrag zur Planfeststellung erarbeitet werden. Das stellt sicher, dass sie auch tatsächlich in die Planungen einfließen können. Die Ergebnisse des Beteiligungsverfahrens werden in einem Bericht dokumentiert und in das Planfeststellungsverfahren eingebracht und abgewogen.

Die Bürgerbeteiligung für den Abschnitt Wilhelmsburg begann am 1. Februar 2017. Im Anschluss fanden im Februar und März Stadtteilgespräche sowie eine Onlinebefragung statt. Am 22. April 2017 wurden die Ergebnisse vorgestellt und diskutiert. Themengruppen bearbeiteten diese anschließend und fassten sie in einem Gutachten zusammen. Diese Beteiligungsergebnisse wurden im Oktober erneut vorgestellt.

Am 11. Dezember 2017 stellte Staatsrat Andreas Rieckhof in einem 10-Punkte-Plan vor, wie die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung in die Planungen einbeziehen will. Ein wesentliches Ergebnis: Die BWVI setzt sich dafür ein, dass der ursprünglich geplante Deckel Finkenriek mit einer Länge von 390 Metern auf eine Länge von 1.480 Metern als Wilhelmsburger Deckel verlängert wird. Die notwendige Zustimmung des Senats, der Bürgerschaft und des Bundesverkehrsministeriums stehen noch aus.

Im Bürgerhaus Wilhelmsburg fand am 25. Januar 2018 eine öffentliche Werkstatt zu den Varianten der Anschlussstelle in Wilhelmsburg statt.

Am 19. September 2018 wurde schließlich der neue Planungsstand zur A 26 in Wilhelmsburg vorgestellt. Am 5. November 2018 wurde eine Planungswerkstatt ausgerichtet, in der sich interessierte Bürgerinnen und Bürger zur Zukunftsperspektive für Kirchdorf-Süd austauschten.

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