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A 26: Neubau West In Planung

A 26 West, Landesgrenze Niedersachsen/Hamburg bis A 7, und Erweiterung der A 7 von Moorburg bis AS HH-Heimfeld

Fragen und Antworten

Wie verläuft die A 26 West?

Die A 26 West im Bauabschnitt 4 ist ein rund 8 Kilometer langer Lückenschluss von der Anschlussstelle Neu Wulmstorf in Niedersachsen bis zum Anschluss an die A 7 in Höhe des Moorburger Elbdeichs in Hamburg. Die linienbestimmte Trasse der A 26 liegt überwiegend nördlich der Moorwettern und somit weitgehend außerhalb des Europäischen Vogelschutzgebietes „Moorgürtel“. Der Trassenverlauf ist so gewählt, dass einerseits das Vogelschutzgebiet südlich der A 26 und andererseits die Wohnbevölkerung und landwirtschaftliche Nutzung, insbesondere der Obstanbau, nördlich der A 26 so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.

Wie viele Bauabschnitte gibt es?

Die A 26 westlich der A 7 teilt sich auf in insgesamt fünf Bauabschnitte. Der Bauabschnitt 4 liegt auf Hamburger Gebiet und wird durch die Freie und Hansestadt Hamburg geplant. Er bildet gemeinsam mit dem Bauabschnitt 4a – geplant durch die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – eine verkehrswirksame Einheit zwischen der A 7 und der Anschlussstelle Neu Wulmstorf Die Bauabschnitte der A 26 im Überblick: – Bauabschnitt 1 von Stade bis Horneburg (11,2 km) – Bauabschnitt 2 von Horneburg bis Buxtehude (9,2 km) – Bauabschnitt 3 von Buxtehude bis Neu Wulmstorf / Rübke (4,1 km) – Bauabschnitt 4a von Neu Wulmstorf / Rübke bis zur Landesgrenze NI / FHH (750 m) – Bauabschnitt 4 von der Landesgrenze NI / FHH bis zum Anschluss an die A 7 (7,9 km) – Bauabschnitt 5 von Stade bis zur A 20 bei Drochtersen (15,8 km) – Bauabschnitt 6 (6a, 6b und 6c): Hafenpassage Hamburg zwischen A 7 und A 1

Warum ist es erforderlich, dass eine neue Autobahn gebaut wird, wo wir doch bisher hier auch keine Autobahn brauchten?

Derzeit nimmt der Verkehr auf der Bundesstraße B 73 stetig zu, wodurch viele Autofahrer parallele Ausweichstrecken wählen. Dies hat zur Folge, dass im Umland (Landes-, Kreis- und Stadtstraßen) mehr Unfälle sowie erhebliche Belästigungen durch Lärm und Schadstoffe für die Anwohner entstehen. Auch die prognostizierten Verkehrszahlen aus dem Unterelberaum für die nächsten Jahrzehnte zeigen auf, dass es weiterhin einen Bedarf an einer überregionalen Verbindung geben wird. Der Unterelberaum muss besser mit dem Ballungsraum Hamburg verbunden werden. Das Hafengebiet muss besser mit der Nord- und Ostsee verbunden werden. Die A 26 soll künftig die B 73, das Umland und die Anwohner entlasten sowie eine bessere Anbindung des Süderelbraums an die Nord-Süd-Verbindungen A 1 und A 7 ermöglichen.

Wird eine Autobahn in dieser ländlichen Region nicht für ein höheres Verkehrsaufkommen sorgen und unsere Umwelt stärker belasten?

Die A 26 West soll alternativ zur B 73 eine attraktive Verkehrsverbindung für den Pendlerverkehr im Süderelbraum darstellen. Das zurzeit hohe Verkehrsaufkommen auf der B 73 und im Umland soll auf der Bundesautobahn A 26 West gebündelt werden und die ländliche Süderelbregion erheblich von Verkehr, Lärm und Schadstoffen entlasten. Zudem werden für Pendler die Angebote des ÖPNV vorgehalten.

Wieso wird der hamburgische Teil der A 26 nicht schon längst gebaut?

Mit fortschreitendem Planungsprozess mussten die Planunterlagen immer wieder angepasst und erneut ausgelegt werden, insbesondere im Hinblick auf Verbesserungen beim Naturschutz. Dies führte dazu, dass erst Ende 2018 Baurecht erlangt werden konnte.

Wird mit dem Bau gewartet, bis Niedersachsen seine Abschnitte fertiggestellt hat?

Nein. In beiden Ländern wird eine schnelle Realisierung angestrebt. Dabei ist es nachvollziehbar, dass die Autobahn abschnittsweise in Betrieb genommen wird.

Warum gibt es keine Anschlussstelle auf Hamburger Gebiet?

Auf Grund der ländlichen Struktur des Hamburger Süderelberaum ergäbe eine zusätzliche Anschlussstelle einen nur geringen zusätzlichen Verkehrswert und wäre somit unwirtschaftlich.

Was wird getan, um den Bau der A 26 West zu beschleunigen, nachdem Baurecht erlangt wurde?

Im Rahmen der Ausschreibung wird der Bau im 2-Schicht-Betrieb bindend vorgegeben. Darüber hinaus gibt ein Bonus-Malus-System starke Anreize, den Bau weiter zu beschleunigen. Dies kann durch einen 3-Schicht-Betrieb oder erhöhten Arbeitskräfte- und Materialeinsatz erfolgen und bleibt der unternehmerischen Entscheidung des Auftragnehmers überlassen.

Wann und wie wird die Anbindung an die A 7 realisiert?

Es ist geplant, die A 26 West von West nach Ost zu bauen. Der Anschluss an die A 7 soll 2023 erfolgen. Hier ist zunächst ein Autobahndreieck A 26/A 7 geplant, das nach Realisierung der A 26 Ost zum Autobahnkreuz wird.

Was passiert mit der Natur und Umwelt des Alten Landes, wenn die A 26 gebaut wird?

Für die Eingriffe in Natur und Umwelt wird auf Grundlage des Bundesnaturschutzgesetzes und je nach Art der Beeinflussung im nahegelegenen Umfeld ein Ausgleich geschaffen. An der Autobahn selbst sind zahlreiche Maßnahmen vorgesehen. Diese sind vielfältig und reichen von Querungshilfen für bestimmte Tierarten bis hin zu einer Grünbrücke und seitlichen Wänden zum Schutz von Mensch und Tier vor Lärmbeeinträchtigungen. Im Hinblick auf die landwirtschaftlichen Nutzungen entlang der zukünftigen Autobahn erfolgten ebenfalls umfangreiche Planungen. Nicht mehr bewirtschaftbare Restflächen, insbesondere zwischen A 26 und Moorwettern, werden für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen genutzt. Für die Herstellung der Umweltmaßnahmen werden teilweise auch Flächen abseits des eigentlichen Vorhabens insbesondere im weiteren Umfeld des Moorgürtels beansprucht.

Was trägt die Kosten für den Bau der A 26?

Die Kosten für die A 26 trägt der Bund.

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