Herausforderungen und Besonderheiten

Aufgrund der Komplexität sowie der bereits überschrittenen Restnutzungsdauer einiger Brücken wird der Umbau in zwei Projektphasen erfolgen. In der ersten Phase werden die am dringendsten zu erneuernden Bauwerke ersetzt und parallel Vorbereitungen für die zweite Phase getroffen. In dieser werden alle weiteren Bauwerke ersetzt und die Verkehrsströme in Fahrtrichtung Norden neu sortiert.

Die vorbereitenden Untersuchungen – wie beispielsweise Baugrunduntersuchungen und Vermessungsleistungen – für die erste Phase sind weitestgehend abgeschlossen. Die Bezirksregierung Köln hat am 14.09.2018 bestätigt, dass keine Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung besteht. Die Bestätigung, dass es sich bei den Ersatzneubauten um Planungen unwesentlicher Bedeutung handelt, liegt vor. Die Vorplanungen für die Verbindungsrampe der A 4, für die Bauwerke im Zuge der A 3/A 4 über der Schienentrasse der Kölner Verkehrsbetriebe sowie für das Bauwerk im Zuge der B 8 über der A 4 wurden abgeschlossen. Derzeit werden die ingenieurstechnischen Entwürfe erarbeitet.

Die Arbeiten an der Überführung der Bundesstraße B 8 über die Autobahn A 4 haben bereits begonnen. Das Brückenbauwerk war aufgrund seines schlechten baulichen Zustandes und der mangelnden Tragfähigkeit bereits seit 2015 für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen gesperrt. Mit Errichtung und Verkehrsfreigabe einer Behelfsbrücke im Mai 2018 wurde die Bestandsbrücke vollständig für den Verkehr gesperrt. Im Juni 2019 wurde die gesperrte Bestandsbrücke zurückgebaut.

Für die zweite Phase wurde ein Variantenvergleich durchgeführt und eine Vorzugsvariante ermittelt. Augenblicklich befindet sich die Planung in der Phase der Vorplanung; weitere Baugrunduntersuchungen werden angestoßen und Abstimmungsprozesse umgesetzt.

Nicht zuletzt aufgrund der Komplexität des AD Heumar sowie der Notwendigkeit einer dauerhaften Aufrechterhaltung des Verkehrs während der Maßnahmenrealisierung nutzt die DEGES die innovative Planungsmethode „Building Information Modeling“ (BIM).

BIM ist eine Methode der interdisziplinären Zusammenarbeit auf Grundlage eines dreidimensionalen Abbildes der Verkehrsinfrastruktur und der relevanten Umgebung. Ziel ist die Gewährleistung einer höheren Planungsqualität bei gleichzeitiger Kostenoptimierung und Terminsicherheit. Darüber hinaus bietet BIM Vorteile durch vielfältige und anschauliche Visualisierungsmöglichkeiten.