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A 7: Altonatunnel In Planung

Die Tunneldecke verbindet die östlichen und westlichen Bereiche von Othmarschen und Bahrenfeld.

Bauphasen

Da der Bau des Abschnittes Altona erst nach den beiden nördlichen Abschnitten Stellingen und Schnelsen geplant ist, ist ein Baubeginn nicht vor 2020 zu erwarten.

Erst wenn die Arbeiten in den beiden nördlichen Abschnitten beendet sind, kann im Süden mit dem Bau begonnen werden. Dies hängt neben der Herstellung der baurechtlichen Grundlage von der Bereitstellung der Finanzmittel durch den Bund ab. Aus verkehrlichen Gründen können nicht alle drei Abschnitte gleichzeitig gebaut werden. Auch die Einschränkungen für Autofahrer sollen möglichst gering gehalten werden.

Die Bauzeit in Altona wird etwa acht Jahre betragen. Anschließend werden die Parkflächen und Kleingärten hergestellt.

Planung und Beteiligung

Von der ersten Skizze bis zum Bau – die einzelnen Planungsschritte

  • seit 2008: Planung des Ausbaus für den A 7-Abschnitt AS HH-Othmarschen bis AS HH-Volkspark
  • 27. September 2011: Informationsveranstaltung
  • Oktober 2011: Ideenbörse zur Deckelgestaltung Altona
  • Anfang 2012: Wettbewerbsverfahren zur Deckelgestaltung
  • ab Mitte 2017: Beginn des Planfeststellungsverfahrens
  • 18. Dezember 2018: Planfeststellungsbeschluss
  • 11. bis 24. Januar 2019: Auslage des Planfeststellungsbeschlusses im Bezirksamt Altona
  • 2021: Baubeginn zeitversetzt zum Abschnitt Stellingen (voraussichtlich)
  • Bauzeit: etwa acht Jahre
  • anschließend: Anlegen der Parkflächen und Kleingärten

Planfeststellung

Nachdem die Auslegungsunterlagen auf Vollständigkeit geprüft wurden, wurde die Einleitung der Anhörung veranlasst. Eine Anhörung dient der Ermittlung, Erörterung und Abwägung aller von dem Vorhaben betroffenen öffentlichen und privaten Belange und soll widerstreitende Interessen nach Möglichkeit ausgleichen.

Die Bekanntmachung des Auslegungszeitraums und die damit verbundenen Fristen zur Abgabe etwaiger Stellungnahmen und Einwendungen wurde am 29. September 2017 durch die Planfeststellungsbehörde veröffentlicht. Die Auslegungsunterlagen zum Planungsabschnitt Altona konnten im Zeitraum vom 10. Oktober bis 9. November 2017 im Bezirksamt Altona eingesehen werden.

Einwendungen und Äußerungen konnten innerhalb von vier Wochen nach Beendigung der Auslegung, also bis zum 11. Dezember 2017, schriftlich oder zur Niederschrift bei der Planfeststellungsbehörde  oder beim Bezirksamt Altona erhoben bzw. vorgebracht werden.

Sämtliche Einwendungen wurden vom Vorhabenträger geprüft und in einem Erörterungstermin am 17. April 2018 erläutert.

Mit Planfeststellungsbeschluss vom 18. Dezember 2018 hat die Hamburger Planfeststellungsbehörde die 6-/8-streifige Erweiterung der Autobahn A 7 im Planungsabschnitt Altona genehmigt.

Eine Ausfertigung des Beschlusses wurde mit einer Rechtsbehelfsbelehrung und mit einer Ausfertigung des festgestellten Plans in der Zeit vom 11. Januar 2019 bis 24. Januar 2019 im Bezirksamt Hamburg-Altona zur Einsicht ausgelegt.

Mit dem Ende der Auslegungsfrist gilt der Beschluss auch gegenüber den übrigen Betroffenen als zugestellt. Ab Zustellung lief eine einmonatige Klagefrist.

Über Klagen wird im ersten Rechtszug das Bundesverwaltungsgericht zu entscheiden haben. Hinsichtlich der erhobenen Einwendungen wurden durch die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation bereits verfahrensbegleitend Lösungen erarbeitet, um zu einer Befriedung beizutragen.

Die Planunterlagen sowie allgemeine Informationen zum Anhörungs- und Planfeststellungsverfahren wurden auch im Internet unter der Adresse https://www.hamburg.de/bwvi/np-aktuelle-planfeststellungsverfahren/9508572/a7-altona/veröffentlicht.

Fahrbahn und Brücken

Der Abschnitt Altona ist 3,4 Kilometer lang und umfasst die Erweiterung von sechs auf acht Streifen südlich der Anschlussstelle HH-Othmarschen bis zur Anschlussstelle HH-Volkspark. Auf diesem Abschnitt verflechten sich die Verkehrsströme der Anschlussstellen Othmarschen und Bahrenfeld. Aufgrund des vorhandenen Querschnitts mit einem Mittelstreifen bis zu 14 Metern Breite wird die Autobahn hier hauptsächlich nach innen erweitert. Im Zuge dessen werden Ingenieurbauwerke angepasst bzw. neu gebaut und die Entwässerung, die Fahrbahnbefestigung, ein Lärmschutztunnel sowie Lärmschutzwände neu gebaut.

Im Abschnitt AS HH-Volkspark bis zur querenden Baurstraße ist ein sechsstreifiger Querschnitt mit einer Breite von circa 43 Metern vorhanden. Der Mittelstreifen ist rund 12 Meter breit. Zwischen der Baurstraße und dem Nordportal des Elbtunnels verläuft die A 7 bereits vierstreifig je Richtungsfahrbahn. Hier ist der Mittelstreifen ca. vier Meter breit.

Es wird ein achtstreifiger Autobahnquerschnitt in Anlehnung an den RQ 43,5 der RAA (Richtlinien für die Anlage von Autobahnen 2008) mit einem vier Meter breiten Mittelstreifen vorgesehen. Die Gesamtquerschnittsbreite einschließlich Bankett beträgt 45 Meter. Aufgrund der sechsstreifigen Verkehrsführung im Bauzustand wird der Standstreifen in einer Breite von 3,25 Metern statt 2,50 Metern ausgeführt. Weil sich der Autobahnverkehr und der städtische Verkehr zwischen den Anschlussstellen HH-Bahrenfeld und HH-Othmarschen überlagern, sind in beiden Fahrtrichtungen Verflechtungsstreifen vorgesehen. Weiterhin sind Änderungen an den Rampenfahrbahnen der Anschlussstellen Othmarschen und Bahrenfeld sowie im Knotenpunkt Osdorfer Weg/A 7 eingeplant. Mit der Erweiterung wird die vorhandene Strecken- und Verkehrscharakteristik nicht verändert. Durch den Neubau zusätzlicher Fahrstreifen wird die Kapazität erhöht und damit dem gestiegenen und laut Verkehrsprognose noch weiter steigenden Verkehrsaufkommen Rechnung getragen sowie der Verkehrsfluss verbessert. Durch die regelgerechte Ausbildung der Querneigungen wird zusätzlich die Verkehrssicherheit erhöht.

Erneuerung von Brücken und Unterführungen

Mit dem Bau des Tunnels Altona können fünf Brücken (Kielkamp, Baurstraße, Bahrenfelder Chaussee, Osdorfer Weg, Behringstraße) entfallen, da die kreuzenden Verkehrswege teilweise auf den Altonaer Deckel verlegt werden.

Die Brücken Kielkamp und Baurstraße werden abgebrochen. Querungsmöglichkeiten über den Tunnel für Fußgänger und Radfahrer bestehen weiterhin nach Fertigstellung des Deckels. Die Brücken Bahrenfelder Chaussee, Osdorfer Weg und Behringstraße werden ebenfalls zurückgebaut und auf den Tunnel verlegt, die Verkehrsbeziehungen bleiben vollständig erhalten. Die AS HH-Bahrenfeld verläuft zukünftig im Tunnel, die Rampen werden eingehaust. Hinzu kommt eine neue Straßenquerung über den Deckel als Verlängerung des Holstenkamp in Form einer Haupterschließungsstraße.

Die Überführung S-Bahn Westtangente bleibt in bestehender Form erhalten. Um auf dem Deckelgrünzug eine durchgängige Wegebeziehung zu gewinnen, wird eine Fußgängerbrücke über den Osdorfer Weg gebaut. Hinzu kommen verschiedene Stützwände, die aus bautechnischer Sicht erforderlich werden.

Lärmschutz

Für 2030 werden bis zu 135.000 Fahrzeuge pro Tag auf dem A 7-Abschnitt Altona vorhergesagt. Mit einer solchen Verkehrslast werden fast im gesamten Bereich der geplanten Baumaßnahme aufwendige aktive Schallschutzmaßnahmen – Lärmschutzwände, Mittelwände, lärmarme Fahrbahnoberfläche („Flüsterasphalt“) und ein Lärmschutztunnel – erforderlich. Auch im Mittelstreifen zwischen den Richtungsfahrbahnen und auf querenden Brücken müssen Lärmschutzeinrichtungen vorgesehen werden.

Erläuterung des Lärmschutztunnels
Viel Verkehr, wenig Lärm – durch Lärmschutztunnel und -wände sowie „Flüsterasphalt“

 

Im Abschnitt Altona belaufen sich die gegenwärtig geplanten aktiven Lärmschutzmaßnahmen auf:

  • 2,23 Kilometer Lärmschutztunnel,
  • 0,74 Kilometer Einhausung Rampen,
  • 0,6 Kilometer lärmarme, offenporige Fahrbahnoberfläche (OPA),
  • 0,7 Kilometer Lärmschutzwände,
  • 0,4 Kilometer Lärmschutzwände auf den querenden Brücken

Infoveranstaltungen

Am 18. Januar 2017 informierten sich rund 250 Altonaer Bürgerinnen und Bürger im Kollegiensaal des Altonaer Rathauses über den Ausbau der A 7 im Abschnitt Altona sowie die Deckel-Gestaltung.

Andreas Rieckhof, Staatsrat der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation; Bernd Rothe, Prokurist der DEGES; Reinhard Schier, Abteilungsleiter der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen sowie Peter Köster vom Büro arbos Freiraumplanung standen für Fragen und Antworten bereit.

In einer weiteren Infoveranstaltung am 31. Januar 2020 erhielten Interessierte viele Informationen etwa zur Bauvorbereitung, zur Baufeldfreimachung und zum Bauablauf.