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A 7: HH-Othmarschen – Landesgrenze HH/SH In Bau

Acht-/sechsstreifige Erweiterung von 11,6 km in Hamburg

Projektstand

  • Abschnitt Altona (noch nicht im Bau): Um die trennende Wirkung der A 7 weitgehend zu beheben, hat die Hamburger Bürgerschaft 2016 beschlossen, den Tunnel in der Variante „optimaler Städtebau“ mit einer Gesamtlänge von ca. 2.200 m zu realisieren. Die Mehrkosten gegenüber dem gesetzlich erforderlichen Lärmschutz (kürzerer Tunnel) trägt die Freie und Hansestadt Hamburg.
  • Das Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Altona wurde Ende September 2017 eingeleitet und am 18. Dezember 2018 mit dem Planfeststellungsbeschluss abgeschlossen.
  • Der Bau der Langenfelder Brücke ist seit Oktober 2018 abgeschlossen.
  • Seit Ende April 2016 wird der Tunnel Stellingen gebaut. Die Gründung für die erste Röhre ist abgeschlossen, und das erste Deckenelement wurde Ende August 2017 betoniert.

    Visualisierung Tunnel Stellingen
    Visualisierung Stellingen
  • Auftragnehmer für das ÖPP-Projekt für den Abschnitt Schnelsen ist Via Solutions Nord, ein Konsortium aus den Firmen Hochtief, DIF und Kemna. Insgesamt reicht das ÖPP-Projekt bis zum AD Dreieck Bordesholm in Schleswig-Holstein (65 km).
  • Am 1. September 2014 war Vertragsbeginn, am 29. September 2014 erfolgte der offizielle Projektstart mit Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt, Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer und Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch.
  • Der Schnelsentunnel wurde im Dezember 2019 fertiggestellt.

Fotos

 

Ausblick

Der Tunnel Stellingen wird im zweiten Halbjahr 2020 fertiggestellt.

Ziele und Nutzen

Mehr Spuren und weniger Lärm für die Anwohner

Drei Hamburger Deckel und innovativer Flüsterasphalt sorgen für mehr Ruhe entlang der Autobahn. Mehr Spuren bedeuten einen erhöhten Fahrkomfort für Autofahrer.

Im Hamburger Westen entsteht ein europaweit zukunftsweisendes Lärmschutzprojekt. Im Zuge der Erweiterung der A 7 um zwei Fahrstreifen nördlich des Elbtunnels wird ein umfassender Lärmschutz aus Tunneln und Wänden in Altona und Eimsbüttel geschaffen. Ein Gewinn an Lebensqualität: Auf den Tunneldeckeln entstehen Parkanlagen und Kleingärten, Quartiere wachsen zusammen und auf lärmberuhigten Flächen können mehr als 3.000 neue Wohnungen errichtet werden.

Den Fahrkomfort erhöhen: Die A 7 erhält mehr Spuren

Übersicht des Ausbaus der A 7
Ausbau auf sechs bis acht Fahrstreifen | Bildnachweis: BWVI

 

Der Ausbau der A 7 ist zwingend erforderlich, um den Fernverkehr nicht zum Erliegen zu bringen und die Mobilität der Hamburger zu gewährleisten. Das Konzept: Neue Verflechtungsstreifen auf der rechten Fahrbahnseite schaffen zwischen den dicht aufeinanderfolgenden Anschlussstellen Platz für alle Fahrer, die die A 7 innerhalb Hamburgs auf kurzer Distanz nutzen. Auf den inneren Fahrstreifen bleibt Raum für den Durchgangsverkehr.

Lärmschutz durch Deckel, moderne Schutzwände und Flüsterasphalt

Um die Umgebung trotz des zunehmenden Verkehrs auf der Autobahn zuverlässig vor dem Verkehrslärm schützen zu können, sind neben Lärmschutzwänden und -wällen sowie Flüsterasphalt drei Lärmschutztunnel geplant – das Herzstück der gesamten Lärmschutzmaßnahmen. Möglich wird der umfassende Lärmschutz im Hamburger Westen, weil die Erweiterung der A 7 eine wesentliche Änderung einer Verkehrsanlage darstellt. Daraus ergibt sich ein Anspruch auf Lärmschutz auf Basis der derzeit geltenden gesetzlichen Immissionsgrenzwerte.

Die schalltechnischen Untersuchungen ergaben, dass im gesamten Erweiterungsabschnitt neue Lärmschutzmaßnahmen nötig sind. Damit profitieren nicht nur die Anwohner im Umfeld der drei Deckel, sondern auf der gesamten Länge der A 7 vom Elbtunnel bis zur Landesgrenze wird der Lärmschutz erheblich verbessert.

Lärmschutzbauwerke in hoher gestalterischer Qualität

Planungen für begrünte Lärmschutzwände
Lebendige Gestaltung: Entwurf für begrünte Lärmschutz- und Tunnelwand | Bildnachweis: BSW

 

Bei der Planung des Lärmschutzes wurden neben technischen und wirtschaftlichen auch gestalterische und städtebauliche Gesichtspunkte berücksichtigt. Insbesondere die Lärmschutzwände werden von hoher gestalterischer Qualität sein, mit einer klaren und einheitlichen Formensprache sowie dezenter Farbgebung. An den Tunnelportalen werden die Lärmschutzwände – am Rand und im Mittelstreifen – harmonisch ineinander fließen. An den Enden der Tunneloberflächen sind zudem Lärmschutzwände geplant, die die neuen Parks auf den Deckeln vor Lärm schützen.

Eine Computeranimation der DEGES zeigt, wie der Stadtraum entlang der A 7 nach dem Ausbau und der Überdeckelung der A 7 wirken könnte. Die Oberfläche des Deckels ist bislang nur als Wiese dargestellt – die künftige Gestaltung der Parkanlagen und Kleingärten (Ergebnisse der Wettbewerbe für die Deckel) wird später ergänzt.

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Der Bauablauf − Beeinträchtigungen auf ein Minimum reduzieren

Bauarbeiten in Etappen machen es möglich: Autofahrern stehen durchgängig alle Fahrstreifen zur Verfügung – damit der Verkehr auch während der Bauzeit rollt. Mögliche Einengungen, Umleitungen und Sperrungen werden auf ein Minimum beschränkt.

Die Arbeiten haben im Norden mit dem Abschnitt Schnelsen begonnen, etwas zeitversetzt startete der Abriss und Neubau der Langenfelder Brücke im Abschnitt Stellingen. Es folgt der restliche Abschnitt einschließlich des Tunnels. Zuletzt erfolgt der Ausbau im Abschnitt Altona.

Auch zahlreiche Brücken müssen verändert oder erneuert werden. Einige Verbindungen zwischen den Stadtteilen führen künftig direkt über die neuen Lärmschutzdeckel, sodass ein Wiederaufbau der Brücken nicht notwendig ist. Während der Bauzeit wird dafür gesorgt, dass niemand von der gewohnten Infrastruktur abgeschnitten wird. Es werden u. a. Behelfsbrücken errichtet und wenn nötig Umleitungen eingerichtet.

Langenfelder Brücke

Neubau bei laufendem Verkehr

Mit der fast 400 Meter langen Langenfelder Brücke überquert der A 7-Verkehr die Bahnanlagen Hamburg-Langenfelde, die Hauptverkehrsstraße Binsbarg und den Rohlfsweg. Sie ist für den achtspurigen Ausbau und den Lärmschutz nicht breit und tragfähig genug, daher wird sie in einem aufwendigen Verfahren zurück- und anschließend neu gebaut.

Eine Höchstleistung der Ingenieure, denn der Neubau erfolgt bei laufendem Verkehr – auf der Brücke und darunter. Statt eines herkömmlichen Abbruchs wird in zwei Schritten kontrolliert zurückgebaut: zunächst der östliche (Fahrbahn Richtung Norden), dann der westliche Überbau (Fahrbahn Richtung Süden). Der Verkehr wird derweil sechsstreifig über den jeweils anderen Brückenteil geleitet. Der Bahnbetrieb soll durchgehend weiterlaufen können.

Wichtige Bauphasen im Überblick

Bauphasen der Langenfelder BRücke
Die Bauphasen | Bildnachweis: BWVI

 

Eine weltweit neue Technik des Brückenabbruchs ermöglichte 2015/2016 einen nahezu reibungslosen Abriss und Neubau des östlichen Brückenteils: Die alte Fahrbahn Richtung Norden (östlicher Überbau) wurde nicht an gleicher Stelle zerkleinert, sondern in einem Stück mittels Hydraulikzylindern, Stahlseilen und Teflon-beschichteten Verschiebelagern auf festen Untergrund gezogen – um sie dort, abseits der Bahngleise, zu zerkleinern.

Auch beim Neubau wurden 2015/2016 Brückenteile am Stück über die Gleise verschoben – insgesamt rund 3.500 Tonnen Stahl über eine Gesamtlänge von ca. 330 Metern. Ende April lag die komplette Stahlkonstruktion in ihrer endgültigen Position. Die zwei Konstruktionen wurden anschließend verschweißt und rund 1.000 Betonplatten für die Fahrbahn verlegt. Ende 2016 konnte die neue Fahrbahn Richtung Norden planmäßig für den Verkehr freigegeben werden.

Nach der Verkehrsumlegung auf die östliche Seite starteten im Frühjahr 2017 die Arbeiten für den Abbruch des westlichen Überbaus der Langenfelder Brücke. Im August 2017 war der Abbruch (Fahrbahn Richtung Süden) bereits abgeschlossen. Neben dem konventionellen Abbruch „mit schwerem Gerät“ musste auch bei diesem Brückenteil der alte Betonüberbau mit einer Länge von 137 Metern und einem Gewicht von fast 7000 Tonnen über die Gleisbereiche der Deutschen Bahn ausgeschoben werden. Die Herstellung der neuen Stahlkonstruktion West ist seit März 2018 abgeschlossen. Im Nachgang startete der Fahrbahnaufbau mit der Betonage des Überbaus.

Die Streckenentwässerung und Brückenkappen, als seitliche Begrenzung der Brücke, wurden im Sommer 2018 fertiggestellt. Dann folgte der Fahrbahnaufbau (Asphaltieren) und die verkehrstechnische Ausstattung des Brückenbauwerks mit Betonleitwänden und Verkehrszeichenbrücken. Parallel dazu lief die Montage der Lärmschutzwände auf der Westseite des neuen Brückenteils. Im Oktober 2018 wurde der Abbruch und Neubau beider Brückenbauwerke erfolgreich abgeschlossen.

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(Februar 2018)

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(Februar 2015)

Bildergalerie

 

Finanzierung

Der Aus- und Neubau von Bundesfernstraßen wird vom Bund finanziert. Hamburg beteiligt sich an den Kosten für zusätzliche Deckelabschnitte, die über den Lärmschutz hinaus einen städtebaulichen Nutzen haben.

Der Aus- und Neubau von Bundesfernstraßen wie der der A 7 wird generell aus dem Bundeshaushalt finanziert. Voraussetzung dafür ist die Einordnung der Maßnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans. Im Falle der A 7 ist dies für alle drei Abschnitte gegeben. Den gesetzlich erforderlichen Lärmschutz trägt deshalb ebenfalls der Bund.

Hamburg beteiligt sich an den Kosten für die ergänzenden Deckelabschnitte, die über den reinen Lärmschutz hinaus einen städtebaulichen Nutzen haben. Berechnungen zufolge liegt der städtische Anteil bei voraussichtlich 150 Millionen Euro Investitionskosten. Dazu kommen etwa 17 Millionen Euro für die Planung. Die städtischen Flächen im Umfeld der lärmberuhigten Autobahn werden für den Wohnungsbau entwickelt. Dadurch wird der Hamburger Haushalt um voraussichtlich 167 Millionen Euro entlastet.

Grafik zur Kostenverteilung A 7
Kostenverteilung Ausbau und Lärmschutz A 7 | Bildnachweis: BSW

 

Der Abschnitt Schnelsen sowie der nördliche Teil des Abschnittes Stellingen bis zur Betriebswendeschleife Niendorfer Gehege werden als Bestandteil eines Öffentlich-Privaten Partnerschaftsprojektes durch einen privaten Träger ausgebaut und betrieben.

Stadtentwicklung

Impulse für die Stadtentwicklung

Der Ausbau der A 7 löst in den Bezirken Eimsbüttel und Altona Impulse für die Stadtentwicklung aus, die weit über die benachbarten Flächen hinausstrahlen. Herzstück des Vorhabens sind drei Tunnelanlagen in Schnelsen, Stellingen und Altona – die „Hamburger Deckel“. Diese sollen nicht nur vor Lärm schützen, sondern den Bürgerinnen und Bürgern vor allem eines bieten: mehr Lebensqualität. Hamburg hat deshalb 2009 beschlossen, über die für den Lärmschutz notwendigen Überdeckelungen der Autobahn in Altona und Stellingen hinaus weitere Deckel zu schaffen – anstatt geplanter Lärmschutzwände.

Dort, wo Hamburg mehr als den gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutz realisieren möchte, muss sich die Stadt auch an der Finanzierung beteiligen. Die Kosten sollen aus dem Verkauf von städtischen Flächen gezahlt werden, die durch die Verlagerung von Grünanlagen und Kleingärten auf die Autobahndeckel für die Entwicklung von Wohnungsbau frei werden.

Der rund 730 Meter lange (Pflicht-)Deckel in Altona soll auf über zwei Kilometer bis zum Volkspark ergänzt − und in Schnelsen ein zusätzlicher Deckel in der Länge von circa 560 Metern gebaut werden. Damit sind in Hamburg zusammen mit dem circa 890 Meter langen Stellinger Bundesdeckel ungefähr 3,5 Kilometer überdeckelte Autobahn geplant.

Wo heute noch die A 7 eine Schneise durch die Stadtteile im Hamburger Westen zieht, wird im Bereich der neuen Deckel schon in einigen Jahren nicht mehr viel an eine Bundesautobahn erinnern. Stattdessen werden ca. 27 Hektar neu gewonnene Grünflächen den Hamburgern für Freizeit und Erholung mit Fuß- und Radwegen, Parkanlagen und Kleingärten sowie Spiel- und Freizeitflächen zur Verfügung stehen.

Die künftige Gestaltung der Deckel in Schnelsen, Stellingen und Altona wurde durch freiraumplanerische Wettbewerbe ausgewählt. Auf der Basis der Siegerentwürfe werden die Deckelgrünflächen gestaltet und für alle drei Flächen Bebauungspläne aufgestellt, die die Nutzungen Parkanlage und Kleingärten planrechtlich sichern. Der Planungsprozess zur Gestaltung der Deckeloberflächen läuft in enger Abstimmung mit den jeweiligen Planfeststellungsverfahren zum Ausbau der A 7.

Das Lärmschutzprojekt zum Ausbau der A 7 eröffnet für Hamburg große Stadtentwicklungs-Chancen. In Altona und Eimsbüttel kann auf rund 60 Hektar neuer Wohnraum geschaffen werden. Es handelt sich um Flächen, die für den Wohnungsbau neu zur Verfügung stehen − aufgrund der Lärmreduzierung oder wegen der Verlegung bisheriger Nutzungen auf die Deckel.

Im Rahmen des Deckelprojektes wird es Bebauungspläne für mehr als 3.800 neue Wohnungen geben. Außerdem wird im Stadtteil Bahrenfeld eine große neue Sportanlage in unmittelbarer Nachbarschaft des Altonaer Deckels entstehen.

Animation Stadtentwicklung Stellingen
Impulse für die Stadtentwicklung: Der Deckel Stellingen

Mehr als 3.800 neue Wohnungen entstehen

Die Hamburger Deckel in Schnelsen, Stellingen und Altona sind nicht nur für die derzeitigen Bewohner im Hamburger Westen von Vorteil. Sie bieten auch neuen Bewohnern die Chance, sich in diesem Stadtgebiet anzusiedeln. In Bereichen, die heute noch durch den Autobahnlärm stark beeinträchtigt sind, entstehen in Zukunft attraktive Wohngebiete. Mehr als 3.000 Wohnungen sind allein im Umfeld des neuen Altonaer Deckels geplant. Voraussichtlich weitere 800 Wohnungen entstehen in Stellingen und Schnelsen.

Der Bau der dringend benötigten Wohnungen kommt den Hamburger Bürgerinnen und Bürgern zugute. Da die neuen Deckelflächen die von der Autobahn zerschnittenen Stadträume wieder schließen, fügen sich die neuen Wohngebiete optimal in die Stadtstruktur ein. So verliert der Hamburger Westen an Lärm – und gewinnt an Lebensqualität.

Vor allem im Bezirk Altona werden in den nächsten Jahren große Flächen für den Wohnungsbau entwickelt. Für die großen Entwicklungsräume Bahrenfeld Nord und Othmarschen sind informelle Rahmenplanungen erfolgt, um erste Vorstellungen und Ziele für die Entwicklung der Gebiete hinsichtlich künftiger Grünvernetzungen, übergeordneter Verkehrserschließungen, sozialer und technischer Infrastruktur sowie zu Dichte und Qualität der neuen Wohnquartiere zu formulieren. Diese vorbereitenden Planungen wurden mit den vertiefenden Verkehrsuntersuchungen Bahrenfeld-Nord weiter konkretisiert. Aktuell erfolgt mit dem Wettbewerbsverfahren „Wohnen am Volkspark“ eine weitere Konkretisierung der Planungen am Volkspark.

Im Rahmen des Projektes Deckel A 7 werden für die Entwicklungsgebiete rund 15 verbindliche Bebauungspläne durch die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen aufgestellt, die in enger Abstimmung mit den Bezirken Eimsbüttel und Altona erarbeitet werden. Darüber hinaus stehen weitere Bebauungspläne der Bezirke im unmittelbaren Zusammenhang mit der Überdeckelung der A 7.

Wohnungsbau in Eimsbüttel

Im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der A 7 sind folgende Bebauungspläne im Bezirk Eimsbüttel im Verfahren oder festgestellt:

Bebauungsplan-Entwurf Stellingen 64 (Spannskamp)

Das Plangebiet befindet sich nördlich und südlich des Spannskamps (Stellingen). Mit dem Bebauungsplan Stellingen 64 werden die planungsrechtlichen Voraussetzungen zur Realisierung neuer Wohnungsbauflächen und zur Sicherung einer wichtigen Nord-Süd-verlaufenden öffentlichen Grünverbindung geschaffen. Parallel zum Bebauungsplanverfahren erfolgen Änderungen des Flächennutzungsplans und des Landschaftsprogramms. Die dort befindlichen Kleingärten werden auf den Deckeln Schnelsen und Stellingen ersetzt.

Bebauungsplan Schnelsen 88 (Holsteiner Chaussee)

Zwischen der Holsteiner Chaussee und der Hamburger Landesgrenze sind auf Gemeinbedarfs- und Wohnbauflächen insgesamt ca. 150 öffentliche geförderte Wohnungen sowie Wohneinheiten für Wohnungslose, Flüchtlinge und Asylsuchende geplant. Die Grünflächen im Westen bleiben erhalten. Parallel zum Bebauungsplanverfahren wurden der Flächennutzungsplan und das Landschaftsprogramm berichtigt.

Am 27. März 2018 wurde der Bebauungsplan Schnelsen 88 festgestellt. Zum Bebauungsplan existiert eine 23-seitige Begründung.

Bebauungsplan Schnelsen 89 (Peter Timm-Straße)

Das Plangebiet befindet sich südlich der Peter-Timm-Straße in Schnelsen. Mit dem Bebauungsplan Schnelsen 89 sind die planrechtlichen Voraussetzungen für eine städtebauliche Neuordnung mit der Zielsetzung der Entwicklung von Wohnungsbau geschaffen worden. Änderungen des Flächennutzungsplans und des Landschaftsprogramms wurden parallel zum Bebauungsplanverfahren durchgeführt. Die Verordnung über den Bebauungsplan 89 ist am 24. November 2015 festgestellt worden. Hier finden Sie auch die 27-seitige Begründung.

Bebauungsplan-Entwurf Schnelsen 86 (Hogenfelder Kamp)

Der Bebauungsplan Schnelsen 86 schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die bauliche Entwicklung insbesondere des unbebauten Blockinnenbereichs nördlich des Hogenfelder Kamps. Es sind dort ca. 280 Wohnungen vorgesehen. Ergänzend wird planungsrechtlich eine Verdichtung der Randbereiche durch Wohnungsbau und gewerbliche Nutzungen durch die Ausweisung eines Urbanen Gebietes sowie eines allgemeinen Wohngebietes ermöglicht.
Der Bebauungsplan Schnelsen 86 inklusive seiner 45-seitigen Begründung wurde am 25. September 2018 festgestellt.

Bebauungsplan Schnelsen 79 (Königskinderweg)

Am nördlichen Rand des Stadtteiles Schnelsen sollen die vorhandenen landwirtschaftlichen Flächen für Wohnungsbau erschlossen und dadurch der Bau von max. 60 Wohneinheiten in Form von Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern als reines Wohngebiet ermöglicht werden. Etwa die Hälfte davon wird verkehrlich von Süden über den Königskinderweg erschlossen werden, der andere Teil wird sich östlich zum Bönningstedter Weg orientieren.

Für das Vorhaben ist am 7. Juni 2016 der Bebauungsplan Schnelsen 79 festgestellt worden. Zum Bebauungsplan gibt es eine 32-seitige Begründung. Änderungen des Flächennutzungsplans und des Landschaftsprogramms wurden parallel zum Bebauungsplanverfahren durchgeführt.

Wohnungsbau in Altona

Im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau der A 7 sind folgende Bebauungspläne im Bezirk Altona im Verfahren oder festgestellt:

Bebauungsplan-Entwurf Othmarschen 42 (Stegelweg)

Der Bebauungsplan Othmarschen 42 soll die planungsrechtlichen Voraussetzungen für neuen Wohnungsbau südlich des Othmarscher Kirchenweges schaffen. Dabei werden zwei Flächen überplant: das Areal des westlich an den Othmarscher Mühlenweg gelegenen Sportplatzes und die östlich angrenzenden Kleingärten. Der Sportplatz wird im Zuge des Neubaus des Sportparks Bahrenfeld ersetzt. Bevor die Kleingärten geräumt werden, wird Ersatz auf dem Altonaer Deckel bereitgestellt.

Bebauungsplan-Entwurf Othmarschen 44 (Trenknerweg)

Im Bereich des Sportplatzes am Trenknerweg soll ein neues Wohnquartier mit etwa 50 Wohneinheiten entstehen. Der Sportplatz wird in die neue Sportanlage an der Baurstraße verlagert. Die Erschließung des Gebietes erfolgt über den Trenknerweg. Der grüne Charakter des Gebietes wird über die Festsetzungen von privaten Grünflächen sowie Anpflanzungs- und Erhaltungsgebote von Bäumen und Sträuchern langfristig gesichert.

Am 14. August 2018 wurde daher der vorhabenbezogene Bebauungsplan Othmarschen 44 und die dazugehörige 26-seitige Begründung festgestellt.

Planungen Eimsbüttel

Städtebauliches Konzept für Wohnbebauung am Spannskamp

Auf den Kleingartenparzellen am Spannskamp soll neuer Wohnungsbau realisiert werden. Die dortigen Kleingärten werden auf die Deckel in Schnelsen und Stellingen verlagert. Zur Entwicklung eines städtebaulichen und freiraumplanerischen Konzeptes für die Fläche wurde ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt.

Der städtebauliche Wettbewerb „Wohnen am Spannskamp“

Am 13. Juni 2017 wurde im Haus für Jugend, Kultur und Stadtteil Stellingen eine Informationsveranstaltung mit einer Ideenbörse durchgeführt und interessierten Bürgerinnen und Bürgern erläutert, welche festen Vorgaben es geben wird, aber auch, wo noch Spielraum für Wünsche und Anregungen ist. Die Anregungen aus der Bürgerinnen und Bürger wurden in die Auslobung für den Wettbewerb mit aufgenommen. Der Wettbewerb startete dann Ende Juli 2017.

Der erste Preis sieht 250 Wohnungen vor

Das Preisgericht hat am 8. November 2017 den Entwurf des Architekturbüros Renner Hainke Wirth und des Landschaftsarchitekturbüros G2 Landschaft aus Hamburg mit dem ersten Preis prämiert.

Der Entwurf der Wettbewerbssieger überzeugte das Preisgericht durch seine urbane Blockrandstruktur, die im Inneren drei unterschiedliche, qualitätsvolle, halboffene Höfe ausbildet. Besonders positiv wurde das Freiraumkonzept bewertet. Durch die vorgeschlagene Bebauungsstruktur wird eine positiv bewertete Öffnung und Aufweitung des Landschaftsraumes in Richtung Süden erreicht. Insgesamt sollen hier rund 250 Wohneinheiten entstehen, davon 50 Prozent im geförderten Wohnungsbau. Auf der Grundlage der ausgewählten Arbeit wird der Funktionsplan als Grundlage für das anschließende Bebauungsplanverfahren erarbeitet.

Bebauungskonzept Spannskamp
Für das Areal rund um den Spannskamp wird ein neues Bebauungskonzept erarbeitet | Bildnachweis BSW

 

Planungen Altona

Der Rahmenplan Krankenhausquartier Altona

Für das Gebiet zwischen der Behringstraße, der Griegstraße, dem Othmarscher Kirchenweg und der Autobahn A7 wird eine Rahmenplanung rund um das Krankenhaus der AK Altona durchgeführt. Der Planungsraum umfasst ca. 30 Hektar. Anlass für die Rahmenplanung des Krankenhausquartiers Altona ist der Neubaubedarf der Asklepios Klinik Altona, da das jetzige Gebäude-Ensemble nicht mehr den heutigen Anforderungen an moderne Krankenhäuser entspricht.

Das Ensemble der Asklepios Klinik steht seit 2013 mit Gebäuden und den Freiflächen unter Denkmalschutz. Daher ist zu klären, wie mit dem Gebäudebestand und den geschützten Außenanlagen im städtebaulichen Kontext des neuen Quartiers umzugehen ist. Im Bereich des Rahmenplans Krankenhausquartier Altona gibt es überdies Bedarf für eine neue Grundschule. Aufgrund der Wohngebietsentwicklung im Stadtteil ergibt sich darüber hinaus in Zukunft der Bedarf für eine weiterführende Schule. Zudem muss die Erschließung zur Neuordnung und Verdichtung der städtebaulichen Nutzungen neu organisiert werden. Auch die Verbindungen des Planungsraums nach Norden über die Behringstraße, nach Westen zum Grünzug vom Volkspark zur Elbe und nach Süden über den Othmarscher Kirchenweg sind zu berücksichtigen und weiterzuentwickeln.

Aufgabe des Rahmenplans Krankenhausquartier Altona ist es daher, die vielfältigen Zielvorgaben, Nutzungsansprüche und die zum Teil konkurrierenden Belange in Einklang zu bringen und mit einem städtebaulich-freiraumplanerisch überzeugenden und nachhaltigen Gesamtkonzept die Grundlage für die weitere langfristige Entwicklung des Quartiers zu schaffen.

Kleingärten

Kleingartenersatz im Projekt Hamburger Deckel

Durch den Ausbau und die Überdeckelung der A 7 entsteht für Hamburg die große Chance, bisher durch die Autobahn getrennte Stadtteile wieder miteinander zu verbinden. Die Kosten für die Überdeckelung der Autobahn trägt dabei nicht allein der Bund. Dort, wo Hamburg mehr als den gesetzlich vorgeschriebenen Lärmschutz realisieren möchte, muss sich die Stadt auch an der Finanzierung beteiligen. Die Kosten sollen aus dem Verkauf von städtischen Flächen gezahlt werden, die − durch die Verlegung von Grünanlagen und Kleingärten auf die neuen Autobahndeckel − für die Entwicklung von Wohnungsbau frei werden.

Die Konsequenz für die Kleingärten in den Entwicklungsflächen: Sie werden überplant und geräumt. Für die Pächter ist dies ein schwerer Verlust – nicht nur an investierter Kraft und Zeit. Es ist auch der Verlust eines Ortes, mit dem persönliche Erinnerungen verbunden sind.

Aber es wird Ersatz geschaffen. Das hat die Bürgerschaft 2009 beschlossen. Als Ersatzstandorte sind die Kleingärten auf den drei Deckeln und weitere Ersatzstandorte abseits der Deckel vorgesehen, da nicht alle räumungsbetroffenen Kleingärten auf den Deckeln Platz finden werden.

Welche Kleingärten innerhalb der Entwicklungsflächen liegen und damit von den zukünftigen Planungen betroffen sein werden, können sie dem unten zum Download bereitgestellten Übersichtsplan entnehmen.

Die A 7-Deckel – Ein außergewöhnlicher Kleingartenstandort

Darstellung Bodenaufbau
Schematische Darstellung des Bodenaufbaus | Bildnachweis: BSW

 

Kleingärten auf einem Tunnelbauwerk über einer der am stärksten befahrenen Autobahnen Deutschlands. Geht das überhaupt? Ja, das geht, aber natürlich nicht einfach so, denn gerade Bodenaufbau und -qualität müssen den gewünschten Nutzungen – Parkanlage und Kleingärten – auf den Deckeln voll gerecht werden. Dabei gibt die kleingärtnerische Nutzbarkeit den Maßstab für die Bodenplanung vor. Neben dem Einsatz von schadstofffreien Böden ist vor allem der Bodenaufbau ein wichtiges Thema. Unter den Parzellen wird ein Bodenaufbau von 1,20 Meter vorhanden sein, der für die Pflanzenwurzeln komplett verfügbar ist. Störende Trennschichten z. B. aus Vlies wird es nicht geben. Auf künstliche Leichtbausubstrate wird im Bereich der Kleingärten verzichtet. Sowohl über die Bodenplanung und -qualität als auch über die Gestaltung der Park- und Kleingartenanlagen auf den Deckeln werden der Landesbund der Gartenfreunde Hamburg (LGH) und seine Gutachter regelmäßig informiert.

Entgegen der üblichen Praxis in Hamburg wird im Projekt Hamburger Deckel für die jeweils von einer Kündigung betroffenen Kleingärten ein 1:1-Ersatz vorab geschaffen. Dies hat die Bürgerschaft entschieden. Genau heißt das, für jeden geräumten Kleingarten in den Entwicklungsflächen, wird ein neuer Kleingarten geschaffen. Darüber hinaus wird den Kleingärtnern in der Drucksache von der Bürgerschaft eine besondere Betreuung versprochen. Daher gibt es in der Projektgruppe extra einen Ansprechpartner der sich darum kümmert, dass z. B. genügend Ersatzkleingärten vorab geschaffen werden. Darüber hinaus werden die jeweils von aktuellen Planungen betroffenen Kleingärtner durch die Projektgruppe über die Planungen und den voraussichtlichen Kündigungszeitpunkt informiert.

Die Pächter der betroffenen Kleingartenparzellen aus den Entwicklungsflächen haben von Senat und Bürgerschaft die Zusage, dass sie erst gekündigt werden, wenn entsprechende Ersatzparzellen – sei es auf den Deckeln oder an anderer Stelle neu geschaffene Kleingärten – bereitstehen. Die Parzellen auf den drei Deckeln werden in Bebauungsplänen als Dauerkleingärten gesichert. Auch die Ersatzparzellen auf den restlichen Flächen werden als Dauerkleingärten gesichert oder durch vertragliche Vereinbarungen wie planrechtlich gesicherte Dauerkleingärten behandelt. Was im Fall einer Kündigung ihrer Parzelle weiter passiert, können Sie im unten zum Download bereitgestellten Informationsblatt nachlesen.

Vorteile der Deckelkleingärten:

Im Gegensatz zu einigen Kleingartenstandorten, die jetzt in den Entwicklungsflächen überplant werden, ist der Boden frei von Altlasten.
Die Deckel als Kleingartenstandorte werden planrechtlich gesichert, aber sie sind auch sicher, weil auf den Deckeln keine größeren Bauwerke gebaut werden können. Die Kleingärten auf den Deckeln befinden sich in einem ansprechenden Umfeld mit einer neuen Parkanlage.

Wer plant und baut neue Kleingärten?

Alle neuen Parzellen in Altona werden unter Regie des Fachamtes Management des öffentlichen Raumes, Abteilung Stadtgrün des Bezirksamtes Altona – in Abstimmung mit dem Landesbund der Gartenfreunde in Hamburg und dem Vereinsvorstand – geplant und gebaut.

Bürgerbeteiligung

Möglichkeiten der Beteiligung

Die Planungen für den A 7-Ausbau und der Lärmschutztunnel (Planfeststellungsverfahren) laufen Hand in Hand mit den Planungen für die Oberflächen der Hamburger Deckel (Wettbewerbe und Bebauungsplanverfahren).

Bevor mit dem Bauen begonnen wird, braucht jedes Vorhaben eine planungsrechtliche Grundlage sowie die erforderlichen Genehmigungen. Für den Bau oder die Erweiterung einer Bundesfernstraße bildet das Planfeststellungsverfahren nach dem Bundesfernstraßengesetz die rechtliche Grundlage.

Die künftigen Nutzungen auf den Autobahndeckeln werden in Bebauungsplänen festgesetzt, deren Grundlage die vorauslaufenden Wettbewerbsverfahren sind. Auch die neuen Wohnungsbaugebiete in den angrenzenden Stadträumen werden auf der Grundlage von Bebauungsplänen errichtet.

Planfeststellungsverfahren und Bebauungsplanverfahren für die Deckel werden weitgehend parallel betrieben – damit die Planungen optimal aufeinander abgestimmt und für die Öffentlichkeit nachvollziehbar sind (siehe nachfolgendes Schema). Der Bebauungsplan wird erst nach dem Planfeststellungsbeschluss rechtkräftig festgestellt werden.

Was ist ein Planfeststellungsverfahren?

Ein Planfeststellungsverfahren dient dazu, alle von einem Bauvorhaben betroffenen öffentlichen und privaten Belange zu ermitteln. Dies bedeutet, dass alle Interessen angehört, erörtert und gegeneinander abgewogen sowie nach Möglichkeit ausgeglichen werden. Im Zuge des Ausbaus der A 7 in Hamburg wird es drei Planfeststellungsverfahren geben – jeweils eines für die Bauabschnitte Stellingen, Schnelsen und Altona. Mit Abschluss des jeweiligen Planfeststellungsverfahrens wird mit dem Planfeststellungsbeschluss über die Zulässigkeit der geplanten Erweiterungen inklusive der Lärmschutzbauwerke der A 7 entschieden. Erst dann kann mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Der Vorhabenträger legt der Anhörungsbehörde die Planunterlagen zusammen mit dem Antrag auf Zulassung des Vorhabens vor. Vorhabenträger ist im Fall des A 7-Ausbaus die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI). Sie beantragt die Zulassung des Bauvorhabens beim Rechtsamt der BWVI.

Wie können sich die Bürger beteiligen?

Die Bürgerinnen und Bürger können im Planfeststellungsverfahren ihre Einwendungen und Anregungen äußern. Die Anhörungsbehörde veranlasst die öffentliche Auslegung der Planunterlagen in den betroffenen Bezirken für den Zeitraum von einem Monat. Vorher wird im Amtlichen Anzeiger darauf hingewiesen. Bis spätestens zwei Wochen nach Ablauf der Auslegungsfrist müssen die Einwendungen schriftlich oder zur Niederschrift bei der Anhörungsbehörde oder dem Bezirksamt eingehen.

In einem gesonderten Erörterungstermin werden die eingegangenen Einwendungen, Stellungnahmen und Anregungen mündlich diskutiert. Daran können außer dem Vorhabenträger und der Anhörungsbehörde die Einwender, die Träger öffentlicher Belange und die Naturschutzverbände, die Stellung genommen haben, teilnehmen.

Wenn die Planfeststellungsbehörde das Vorhaben für genehmigungsfähig hält, stellt sie den Plan durch Beschluss fest. Sie kann dabei Auflagen und Bedingungen als Nebenbestimmungen erteilen. Nach Bekanntgabe des Planfeststellungsbeschlusses kann Klage dagegen erhoben werden – im Falle des A 7-Ausbaus vor dem Bundesverwaltungsgericht. Der festgestellte Plan wird bestandskräftig, wenn innerhalb der Klagefrist keine Klage erhoben oder eine erhobene Klage rechtskräftig abgewiesen wird.

Was ist die Bauleitplanung?

Die Bauleitplanung ist das zentrale Instrument, um die bauliche und sonstige Nutzung des Bodens in einer Gemeinde zu steuern. Die Bauleitplanung besteht aus dem vorbereitenden Bauleitplan (dem Flächennutzungsplan) und den verbindlichen Bauleitplänen (den Bebauungsplänen).

Wie sieht die Bauleitplanung beim Projekt A 7 aus?

Die Bauleitpläne werden in einem im Baugesetzbuch förmlich geregelten Verfahren aufgestellt. Weil die Bauleitplanung und das Planfeststellungsverfahren beim Ausbau der A 7 inhaltlich eng miteinander verflochten sind und das Projekt eine gesamtstädtische Bedeutung hat, hat der Senat die Bebauungsplanverfahren an sich gezogen (evoziert). Daher wird die Bebauungsplanung nicht durch den Bezirk, sondern durch die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW) betrieben und vom Senat festgestellt. Die BSW arbeitet dabei eng mit dem Fachamt Stadt- und Landschaftsplanung des jeweiligen Bezirks zusammen und beteiligt sich auch an den bezirklichen Ausschüssen. Als politisches Gremium ist bei Senatsplänen die Kommission für Stadtentwicklung zuständig.

Wie kann sich die Öffentlichkeit beteiligen?

Die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit findet in Form einer öffentlichen Plandiskussion statt. Sie steht am Anfang des Bebauungsplanverfahrens. In der öffentlichen Plandiskussion werden die Ziele und Zwecke der Planung anhand von ersten Konzepten und Vorentwürfen sowie deren voraussichtliche Auswirkungen dargestellt und erläutert. Alle Bürgerinnen und Bürger haben dort die Möglichkeit, die Planung mit den beteiligten Planern zu erörtern sowie Anregungen oder Kritik vorzubringen.

Im zweiten Schritt der Öffentlichkeitsbeteiligung wird der von Verwaltung und Politik abgestimmte Bebauungsplanentwurf für einen Monat in der BSW ausgelegt. Zusätzlich können die Unterlagen im Bezirksamt eingesehen werden. Während der öffentlichen Auslegung können sich die Bürgerinnen und Bürger den Entwurf von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der BSW erläutern lassen. Innerhalb der Auslegungsfrist können sie außerdem eine Stellungnahme abgeben. Alle Stellungnahmen werden geprüft und unter Berücksichtigung der privaten und öffentlichen Belange gerecht gegeneinander und untereinander abgewogen.

Wann tritt ein Plan in Kraft?

Die Bebauungspläne werden vom Senat beschlossen und treten mit der ortsüblichen Bekanntmachung in Kraft. Im besonderen Fall der
A 7-Erweiterung ist zu beachten, dass durch spezielle rechtliche Regelungen sichergestellt wird, dass die Bebauungspläne ihre Wirksamkeit erst entfalten können, wenn die Planfeststellung bestandskräftig geworden ist.