icon-arrow-right

A 100: Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke In Planung

Berlins Infrastruktur fit für die Zukunft machen

Besonderheiten und Herausforderungen

Die Rudolf-Wissell-Brücke ist in vielerlei Hinsicht besonders.  Ihre Länge, ihr Standort aber auch die Bedeutung für das Berliner Verkehrsnetz sorgen dafür, dass für einen Ersatzneubau keine Standardlösung möglich ist. Neben der sehr hohen Verkehrsbelastung muss bei der Planung auch die besondere Bauart der Brücke berücksichtigt werden. Es handelt sich um einen einteiligen Brückenüberbau mit exzentrischer Pfeilerstellung. Dies macht einen Teilabriss nicht ohne weiteres möglich. Die naheliegende Schleuse Charlottenburg, eine Hochspannungsleitung, Gleise der Deutschen Bahn für den Fern- und Nahverkehr sowie Kleingärten und Uferwege sorgen dafür, dass für die Planung und den Bau nur geringe Ausweichflächen zur Verfügung stehen.

Beste Lösung durch Wettbewerb ermittelt

Die DEGES startete im April 2017 einen einmaligen und für Straßenverkehrsprojekte unüblichen, europaweiten Wettbewerb, um die beste Lösung für den Verkehrsknotenpunkt Rudolf-Wissell-Brücke zu finden. Ein innovativer Ansatz, der für Straßenverkehrsprojekte normalerweise nicht angewandt wird. Es wurden bewusst möglichst viele Ingenieure an der Suche nach der besten Lösung beteiligt.

Nach einer ersten Phase, in der interessierte Ingenieursgemeinschaften und Arbeitsgemeinschaften europaweit ihre Eignung vorweisen mussten, wurden sechs Teilnehmer eingeladen, bis Mitte Juli 2017 erste Lösungsvorschläge zu entwickeln. Anschließend wurden die eingereichten Wettbewerbsbeiträge geprüft. Die besten drei Teilnehmer zogen daraufhin in die nächste Runde ein und vertieften ihre Lösungsvorschläge. Anfang 2018 erfolgte die Abschlussprüfung. In der Wettbewerbsjury saßen Vertreter des Bundesministeriums für Verkehr und Infrastruktur, der Senatsverwaltung Berlin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Wissenschaft und praktizierende Ingenieure sowie Vertreter der DEGES. Die Jury richtete ein besonderes Augenmerk auf den Bauablauf und die Verkehrsführung während der Bauzeit. Daneben gehörten auch Konstruktion/Bautechnologie, Planungs-/Bauzeit, Genehmigungsfähigkeit, Projektkosten/Wirtschaftlichkeit sowie Umweltverträglichkeit zu den Wertungskriterien.

Im Mai 2018 wurde der Gewinner des Ideenwettbewerbs für den Ersatzneubau der Rudolf-Wissell-Brücke verkündet.

Die Umsetzung: „Alt hilft Neu und Neu hilft Alt“

Der Siegerentwurf des Ingenieurbüros Leonhardt, Andrä und Partner (LAP) sieht vor, dass über die gesamte Bauzeit hinweg bis auf wenige Ausnahmen, drei Fahrspuren pro Richtung zur Verfügung stehen, um den für Berlin wichtigen Wirtschaftsverkehr zu sichern und die Region vor dem Dauerstau zu bewahren.

Geplant sind zwei nebeneinander verlaufende Brücken, eine für jede Fahrtrichtung. Zuerst wird die Fahrbahn Richtung Norden separat neu gebaut und an das AD Charlottenburg herangeführt. Anschließend wird die neue Fahrbahn in Richtung Süden in Lage der alten Brücke errichtet.

Visualisierung der geplanten Rudolf-Wissell-Brücke
Es sollen zwei nebeneinander verlaufende Brücken entstehen – eine für jede Fahrtrichtung

Die Auffächerung führt zu einer verbesserten Linienführung im Autobahndreieck Charlottenburg. Die Entzerrung der Zu- und Abfahrten ermöglicht eine Erhöhung der Verkehrssicherheit und der verkehrlichen Leistungsfähigkeit. Auch der Lärmschutz soll im Zuge des Neubaus verbessert werden.

Fahrbahnsanierung in 2017/18

Die Fahrbahn der Rudolf-Wissell-Brücke wurde in den Jahren 2017 und 2018 durch die DEGES saniert. Diese Erhaltungsmaßnahme verbesserte der Verkehrssicherheit und trägt dazu bei, dass es bis zur Verkehrsumlegung auf den neuen östlichen Überbau – frühestens 2027– deutlich weniger Baustellen als in den Jahren 2010 bis 2017 geben wird. Die Fahrbahn in Fahrtrichtung Nord wurde in den Sommerferien 2017, die in Fahrtrichtung Süd in den Sommerferien 2018 saniert. Die Kosten betrugen insgesamt ca. 7 Mio. Euro brutto und wurden von der Bundesrepublik Deutschland und dem Land Berlin getragen.Fahrsanierungsarbeiten

Cookies helfen uns, Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Mit Klick auf „Cookies erlauben“ bestätigen Sie die Verwendung von Cookies. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen