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A 1: Münster – Osnabrück In Planung

Sechsstreifige Erweiterung der A 1 zwischen AS Münster-Nord und AK Lotte/Osnabrück

Luftbild A 1 wird zwischen Münster und Osnabrück
Die Autobahn A 1 wird zwischen Münster und Osnabrück auf drei Fahrstreifen pro Richtung erweitert | Bildnachweis: Nürnberg Luftbild, Hajo Dietz

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge Erhaltung/Betrieb: 51,8 km
  • davon Ausbau: ca. 36,8 km
  • Vertragsdauer: 30 Jahre

Digitale Bürgerinformationsveranstaltung

Vielen Dank an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unserer digitalen Informationsveranstaltung zur A 1-Erweiterung zwischen Münster und Osnabrück.

Die Präsentation und den Flyer als PDF sowie in Kürze einen Mitschnitt der Veranstaltung finden Sie auf der Unterseite zur Veranstaltung.

Karte

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Projektbeschreibung

Im Sommer 2018 wurde die DEGES beauftragt, die sechsstreifige Erweiterung der Autobahn A 1 zwischen der Anschlussstelle Münster-Nord und dem Autobahnkreuz Lotte/Osnabrück sowie die Erhaltung und den Betrieb der Ausbaustrecke und der angrenzenden Bestandsstrecken im Gesamtabschnitt zwischen der T+R-Anlage Münsterland (nördlich Autobahnkreuz Münster-Süd) und der Anschlussstelle Osnabrück-Hafen (Landesgrenze Nordrhein-Westfalen/Niedersachsen) im Zuge eines ÖPP-Projektes zu realisieren.

Umsetzung als ÖPP-Projekt

Das Projekt wird als ÖPP-Projekt im Rahmen eines Verfügbarkeitsmodells umgesetzt. Die Vertragsdauer soll 30 Jahre betragen. Der ÖPP-Auftragnehmer erhält als Vergütung Abschlagszahlungen während der Bauphase sowie ein Verfügbarkeitsentgelt über die gesamte Vertragsdauer. Das zu zahlende Entgelt richtet sich hierbei nach der Verfügbarkeit der Strecke und nach der Qualität der erbrachten Leistungen.

Verkehrsbedeutung

Als Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes hat die A 1 eine großräumige, überregionale und grenzüberschreitende Verbindungsfunktion.

Im betreffenden Abschnitt der A 1 werden bis zum Jahr 2030 täglich bis zu 75.000 Kfz/24 h und ein Lkw-Anteil von bis zu 25 Prozent prognostiziert.

Planungs- und Baustand

Für alle vier Planfeststellungsabschnitte zum sechsstreifigen Ausbau der A 1 liegt bestandskräftiges Baurecht vor.

Das ÖPP-Vergabeverfahren wird derzeit von der DEGES vorbereitet. Hierfür werden seit 2020 umfangreiche Baugrunduntersuchungen an der Strecke und an den Bauwerken durchgeführt.

Zeitplan

Zuschlagserteilung und Baubeginn

Start des ÖPP-Vergabeverfahrens

Erstellung der ÖPP-Vergabeunterlagen

Durchführung von Baugrunduntersuchungen

DEGES erhält Planungsauftrag

Einleitung

Der Verkehr in Deutschland nimmt stetig zu. Durch Neu- und Ausbau von Bundesfernstraßen wird die Leistungsfähigkeit des Fernstraßennetzes gesichert. Um Strecken bei Bedarf an die gestiegenen Verkehrsmengen anpassen zu können, müssen enorme finanzielle Mittel aufgebracht werden. Die Ressourcen des Bundes sind jedoch begrenzt. Bereits seit über 15 Jahren gehen der Bund und private Unternehmen Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) ein, um Autobahnen und Bundesstraßen in Deutschland in hoher Qualität zu erhalten, zu erneuern und auszubauen.

Welche Vorteile hat eine Öffentlich-Private Partnerschaft?

Illustration Mann und Frau freuen sich mit Daumen hochDie Zusammenarbeit der öffentlichen Hand mit privaten Unternehmen bringt eine Reihe von Vorteilen:

  • Der Bau bzw. Ausbau von großen Autobahnabschnitten wird schneller umgesetzt.
  • Die Bauausführung hat eine überdurchschnittlich hohe Qualität.
  • Der private Partner trägt Verantwortung für einen langen Zeitraum und richtet seine Arbeiten nach dem Lebenszyklus der Infrastruktureinrichtung aus.

Wie wird eine ÖPP-Vereinbarung geschlossen?

Illustration AusschreibungsunterlagenDie öffentliche Hand schreibt das Infrastrukturprojekt in einem europaweiten Vergabeverfahren aus. Nach Eingang der Erstangebote erfolgen Verhandlungen, und die Bieter geben ihr endgültiges Angebot ab. In der abschließenden Wirtschaft­lichkeits­untersuchung (aWU) wird das am besten bewertete Angebot mit dem konventionellen Vergleichsmaßstab (sog. Public Sector Comparator, PSC, der die Kosten des Vorhabens bei Realisierung allein durch die öffentliche Hand ausdrückt) verglichen. Nur wenn das ÖPP-Angebot mindestens ebenso wirtschaftlich ist wie die konventionelle Realisierung, erfolgt die Vergabe, und der ÖPP-Projektvertrag kommt zustande.

Was sind die Inhalte eines ÖPP-Vertrags?

Illustration Frau und Mann schütteln sich partnerschaftlich die HändeDem privaten Partner werden für einen genau festgelegten Streckenabschnitt die Planung, der Bau, die Erhaltung und der Betrieb übertragen. Die private Seite übernimmt ebenfalls einen Teil der Finanzierung des Projektes. Die Laufzeit eines ÖPP-Vertrags beträgt in der Regel dreißig Jahre.

Führt ein ÖPP-Projekt zur Privatisierung der Infrastruktur?

Illustration Bundesadler vor StraßeNein. Der Staat überträgt privaten Unternehmen Aufgaben, die zuvor von der öffentlichen Hand erledigt wurden. Der private Partner setzt das Projekt effizient um. Der als ÖPP realisierte Streckenabschnitt bleibt dabei über die gesamte Laufzeit des Vertrages und auch danach Eigentum des Bundes. Auch hoheitliche Aufgaben werden nicht übertragen (Ausnahme: Gebührenerhebung beim F-Modell, siehe „Wie wird ein ÖPP-Projekt finanziert?“).

Wie wird ein ÖPP-Projekt finanziert?

Das private Unternehmen finanziert einen Teil der Baukosten. In der Regel leistet die öffentliche Hand eine Anschubfinanzierung.

Illustration eine Hand reicht der anderen einen 100er ScheinSobald die Strecke in Betrieb genommen wird, erhält der private Partner von der öffentlichen Hand eine Vergütung. Diese Zahlungsverpflichtungen werden im Bundeshaushalt für die gesamte Vertragslaufzeit ausgewiesen und stellen somit keine verdeckte Staatsverschuldung und/oder Umgehung der Schuldenbremse dar.

Wie die Vergütung bemessen und auf welcher Grundlage sie bezahlt wird, hängt von der Art des ÖPP-Vertrags ab. Im Bundesfernstraßenbau gibt es hierfür drei verschiedene Grundmodelle.

Das A-Modell

Illustration Hände reichen sich GeldscheinBeim Ausbau-Modell (A-Modell) richtet sich die Vergütung für das private Unternehmen nach der Anzahl der Fahrzeuge, die nach Fertigstellung den Abschnitt nutzen. Die Grundlage der Vergütung ist die Lkw-Maut, die in Deutschland seit 2005 auf Autobahnen und seit 2018 auf Bundesstraßen erhoben wird.

Wenn bei Baustellen oder Qualitätsmängeln auf der Strecke Fahrstreifen gesperrt werden oder der Verkehr anderweitig beeinträchtigt wird, erfolgen Abzüge von der Vergütung.

Das V-Modell

Illustration Hände reichen sich GeldscheinBeim Verfügbarkeitsmodell (V-Modell) erhält der private Partner eine Vergütung dafür, dass die Strecke im festgelegten Umfang und vereinbarter Qualität für den Verkehr nutzbar ist.

Wenn baubedingt Fahrstreifen reduziert oder Geschwindigkeitsbeschränkungen eingerichtet werden müssen, reduziert die öffentliche Hand ihre Zahlungen.

Das F-Modell

Illustration Hände reichen sich GeldscheinDas F-Modell wurde benannt nach dem Fern­straßen­bau­privat­finanzierungs­gesetz.

Auf Grundlage des Gesetzes kann der private Betreiber für die Nutzung des Streckenabschnitts eine Gebühr von allen Verkehrs­teilnehmern einfordern. Das heißt, die Mautpflicht besteht beispielsweise auch für Pkw und Motorräder. Die Höhe der Maut wird durch die zuständige Landesbehörde festgelegt. Die Anwendung des F-Modells ist beschränkt auf Brücken, Tunnel und Gebirgspässe sowie auf mehrstreifige, autobahnähnlich ausgebaute Bundesstraßen.

Bürgertelefon

Sie haben Fragen zu einer unserer Baumaßnahmen? Dann rufen Sie gerne an. Sie erreichen unser Bürgertelefon montags bis sonntags zwischen 8 und 20 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2479

Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL

Unser Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL informiert regelmäßig über den aktuellen Stand der DEGES-Bauvorhaben in Nordrhein-Westfalen. Damit bleiben Sie auf dem Laufenden zu Planung, Umsetzung und Fertigstellung der Verkehrsprojekte. Hier können Sie sich die bisherigen Ausgaben anschauen und sich anmelden.

Kontaktformular

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Pressekontakt

Simone Döll

Simone Döll

Projekte Nordrhein-Westfalen,
Rastanlagen

Telefon: 0211 913491-44

E-Mail: presse@deges.de

Pressemitteilungen

Digitale Informationsveranstaltung

Wir laden alle Interessierten zur digitalen Bürgerinformationsveranstaltung zur A 1-Erweiterung zwischen Münster und Osnabrück ein. Informieren Sie sich über den aktuellen Stand des Projekts und nutzen Sie die Möglichkeit, Fragen an die Expertinnen und Experten der DEGES zu stellen.

Dienstag, 26. Oktober 2021

18:30 bis 20:30 Uhr

Auf dieser Seite stellen wir Ihnen alle Informationen kompakt zur Verfügung, die Sie benötigen, um mit oder ohne internetfähigem Gerät an der Veranstaltung teilzunehmen.

Angesichts der Corona-Pandemie führen wir die Veranstaltung digital durch. Wir freuen uns, Sie als Anwohnerin, Anwohner und Interessierte zahlreich an der digitalen Informationsveranstaltung begrüßen zu dürfen.

Präsentation zum Download

Die in der Veranstaltung gezeigte Präsentation mit allen Informationen können Sie hier als PDF-Datei herunterladen.

Ihre Fragen und Hinweise

Fragen oder Hinweise können Sie uns bereits im Vorfeld der Veranstaltung zukommen lassen. Alternativ haben Sie während der Veranstaltung die Möglichkeit, den Chat zu nutzen.

Nach der Veranstaltung

Fragen oder Hinweise können Sie uns über unser Kontaktformular mit dem Stichwort „Infoveranstaltung A 1“ zukommen lassen oder über das Bürgertelefon unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 5895 2479 übermitteln.

Ablauf der Informationsveranstaltung

  • Begrüßung und Einführung
  • Vortrag 1: Vorstellung des Abschnitts und der wesentlichen Bauabläufe
  • Diskussionsrunde mit Fragen aus dem Chat
  • Vortrag 2: Vorstellung von Details zu den Themen Lärmschutz und Grunderwerb
  • Diskussionsrunde mit Fragen aus dem Chat
  • Ausblick auf das weitere Vorgehen

Datenschutz und Netiquette

Die Veranstaltung wird mitgeschnitten. Es ist vorgesehen, den Mitschnitt zu veröffentlichen. Hier finden Sie unsere Hinweise zum Datenschutz für Ihre Teilnahme an der digitalen Informationsveranstaltung. Alle Zuschauenden sind ohne Kamera und ohne Ton zugeschaltet, im späteren Mitschnitt also nicht zu sehen.

Wir vertrauen darauf, dass sich alle Teilnehmenden an die Regeln des Anstands und gegenseitigen Respekts halten. Sollte das nicht der Fall sein, behalten wir uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und diejenigen, die diese Regeln verletzen, von der Veranstaltung auszuschließen.

Flyer zum Download