Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Mecklenburg-Vorpommerns Infrastrukturminister Christian Pegel haben am Montag, 21. Oktober, die Ortsumgehung Neubrandenburg für den Verkehr freigegeben.

Enak Ferlemann: „Dank der Ortsumgehung werden die Verkehre entzerrt. Staus und die damit einhergehende Belastung durch Lärm und Abgase, die die Anwohner der Ein- und Ausfahrtstraßen über viele Jahre belastet haben, werden deutlich abnehmen.“

Minister Pegel ergänzte: „Nach rund drei Jahren Bauzeit können wir heute den größten Abschnitt der neuen Umgehungsstraße für den Verkehr öffnen. Sie wird eine große Entlastung für die Neubrandenburger und ihre Gäste bringen.“

Die Stadt Neubrandenburg ist Schnittpunkt der beiden überregionalen Verkehrsachsen B 104 als Ost-West-Achse und B 96 als Nord-Süd-Achse. Der hohe Anteil an Durchgangsverkehr auf der Ortsdurchfahrt Neubrandenburg sowie das gleichzeitige Aufeinandertreffen von mehreren Bundes- und Landesstraßen führte bislang zu einer sehr hohen Verkehrsdichte in der Stadt.

Die Ortsumgehung Neubrandenburg ist in zwei Baulose geteilt. Am 21. Oktober wurde das erste Baulos, der rund 3,3 Kilometer lange Abschnitt von der B 96 Süd bis zum Knotenpunkt mit der B 104 Ost, eingeweiht. Zuvor war bereits die B 104 im Bereich der ehemaligen Hochbrücke ausgebaut worden.

Das Baulos 2 beinhaltet den Anschluss der Ortsumgehung an das städtische Straßennetz, den so genannten nördlichen Stadtanschluss am Knoten Johannesstraße, sowie den Rückbau des Bahnübergangs Sponholzer Straße. Diese Arbeiten werden voraussichtlich im vierten Quartal 2020 abgeschlossen.

Die Kosten für die Maßnahme betragen insgesamt 72 Millionen Euro und werden größtenteils vom Bund getragen. Die Stadt Neubrandenburg und Versorgungsunternehmen beteiligen sich mit zusammen ca. 1,1 Millionen Euro. Geplant und durchgeführt wurde der Bau der neuen Straße von der DEGES.