Im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern plant die DEGES den Umbau des Autobahndreiecks Funkturm. Als nächste Stufe der Beteiligung lädt die DEGES Anwohnerinnen und Anwohner sowie weitere Interessierte zu einer Themenwerkstatt ein.

Termine: Mittwoch, 26. Februar 2020, und Donnerstag, 27. Februar 2020, jeweils 17:00 bis 20:30 Uhr (Einlass ab 16:30 Uhr)

Ort: Westhafen Event & Convention Center, Westhafenstraße 1, Sektor B, Halle 1

Die Themenwerkstatt ist ein zentraler Baustein des Dialogprozesses zum Umbau des Autobahndreiecks Funkturm. Nachdem die DEGES in einer Informationsveranstaltung im Oktober 2019 einen ersten Planungsstand vorgestellt und diesen anschließend in mehreren Vor-Ort-Dialogen mit Betroffenen erörtert hat, wird in der Themenwerkstatt die Planung vertiefend und mit Blick auf die Interessen und Erwartungen der Betroffenen diskutiert.

Mehrere Experten der DEGES und der beteiligten Ingenieurbüros erläutern Details zu den Themenschwerpunkten „Grundlagen der Planung“, „Anschlussstelle Messedamm“, „Verkehrsströme und Verkehrsmengen“, „Lärmschutz“ sowie „Luftschadstoffe“, beantworten Fragen und nehmen Hinweise entgegen. Die fünf Themenschwerpunkte können an insgesamt sieben Themeninseln in Gruppen diskutiert werden. Der derzeitige Planungsstand wird anhand eines interaktiven 3D-Modells veranschaulicht. Die Auswahl der Themenschwerpunkte erfolgte auf Grundlage der rund 300 Fragen und Hinweise, die bislang bei der DEGES eingegangen sind.

Zur Vorbereitung auf die Themenwerkstatt und den dortigen Dialog mit den Fachleuten können sich alle Interessierten vorab zu den Themenschwerpunkten informieren. Dazu hat die DEGES Hintergrundinformationen zum Stand der Planung sowie die bislang am häufigsten gestellten Fragen und die dazugehörigen Antworten auf der Webseite unter www.deges.de/ad-funkturm/themenwerkstatt zur Verfügung gestellt. Über das Anmeldeformular auf der Webseite können sich Interessierte zu einem Termin und einem Themenschwerpunkt anmelden. Es stehen an beiden Tagen noch Plätze zur Verfügung.

Auf der Veranstaltung möchte die DEGES allen Betroffenen und Interessierten die Gelegenheit geben, ganz nah an die Planung heranzukommen, Fragen zu stellen, Hinweise zu geben und alternative Vorschläge zu diskutieren. Nach der Themenwerkstatt wird die DEGES die eingegangenen Rückmeldungen prüfen und die Planung weiterentwickeln. Dabei ist es die Aufgabe der DEGES, die verschiedenen öffentlichen und privaten Interessen zu prüfen und abzuwägen.

Im Frühjahr 2020 plant die DEGES einen Projektdialog, in dem die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen, der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sowie Vertreter der Eichkampsiedlung, der Heerstraße sowie der Kleingärtner der Bahn-Landwirtschaft über die Ergebnisse der Themenwerkstatt und deren Auswirkung auf die Planung informiert werden sollen.

Die Themenwerkstatt ist Bestandteil eines umfassenden Dialogprozesses. Details dazu finden Sie unter www.deges.de/ad-funkturm/dialog. Fragen zu den Themenschwerpunkten sowie zu allen weiteren Aspekten des Umbaus des Autobahndreiecks Funkturm können bereits im Vorfeld der Veranstaltung über das Kontaktformular auf www.deges.de/ad-funkturm/dialog gestellt werden. Das kostenlose Bürgertelefon der DEGES ist unter 0800 5895 2479 montags bis sonntags zwischen 8 und 20 Uhr erreichbar.

Über das Projekt

Das Autobahndreieck Funkturm ist ein zentraler Knotenpunkt in der Berliner Straßeninfrastruktur. Das Dreieck wurde Anfang der 1960er gebaut und war ursprünglich für 20.000 Fahrzeuge pro Tag ausgelegt. Heute nutzen täglich 230.000 Fahrzeuge den Knoten. Prognosen des Bundes gehen von einem weiteren Anstieg des Verkehrsaufkommens bis 2030 aus.

Das AD Funkturm ist geprägt von einer Vielzahl von Spannbetonbrücken aus den 1970er Jahren. Die starke Verkehrsbelastung hat die Bausubstanz der Brücken irreparabel geschädigt. Ein Umbau ist die einzige Möglichkeit, die Leistungsfähigkeit von Deutschlands meistbefahrenem Autobahnknoten weitgehend zu sichern. Für den Umbau müssen die heute für die Planung gültigen Richtlinien angewendet und eingehalten werden. Dafür muss die Verkehrsführung neu organisiert werden. Die heute unübersichtlichen Verkehrsverhältnisse werden aufgelöst, und die Verkehrssicherheit wird verbessert. Neue und zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen verringern die Lärmbelastung für Anwohnerinnen und Anwohner.

Die Planungen der DEGES für den Umbau des Autobahndreiecks Funkturm werden von einem umfassenden Dialog- und Beteiligungsverfahren begleitet. Dabei bespricht die DEGES mit den Anwohnerinnen und Anwohnern sowie weiteren Betroffenen und Interessierten Lösungen, die den Interessen der Öffentlichkeit entgegenkommen und innerhalb des gesetzten Rahmens aus rechtlichen Anforderungen und technischen Möglichkeiten umsetzbar sind.