Daten und Fakten
- Gesamtlänge: 950 m
- Länge Ersatzneubau: 900 m
- Bauen unter Verkehr und beengten örtlichen Verhältnissen
- Projekt im Auftrag der Autobahn GmbH des Bundes
Verkehrshinweise und Bürgersprechstunden
Bürgersprechstunden
In regelmäßigen Abständen bietet die DEGES gemeinsam mit Vertretern der Bauleitung und des Bauunternehmens Bürgersprechstunden vor Ort in Uttrichshausen an. Neben der Präsentation von anstehenden Themen und Neuigkeiten der Baustelle können Anwohnerinnen und Anwohner in diesen Terminen ihre Fragen und Anliegen mit den Fachleuten der DEGES sowie der Bauleitung besprechen. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Termine werden hier rechtzeitig bekannt gegeben.
Karte
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Weitere InformationenDie A 7 ist die längste deutsche Bundesautobahn und eine wesentliche überregionale Verkehrsachse in Nord-Süd-Richtung. Für das Jahr 2030 werden bis zu 51.000 Kraftfahrzeuge pro Tag im Bereich der Talbrücke Uttrichshausen prognostiziert.
Die heutige Talbrücke Uttrichshausen wurde von 1966 bis 1968 erbaut, hat eine Länge von 880 Metern und ist rund 30 Meter breit. Aus ihrem Alter ergibt sich die Notwendigkeit, die Autobahnbrücke in den kommenden Jahren durch einen Neubau zu ersetzen.
Der Neubau der Talbrücke Uttrichshausen wird in gleicher Lage wie der Bestandsbau realisiert. Im Zuge dieses Ersatzneubaus wird der Lärmschutz für die unmittelbar in der Umgebung liegende Ortschaft Uttrichshausen im Rahmen einer Lärmsanierung als freiwillige Leistung des Bundes ausgeweitet. So sieht die Planung beidseitig Lärmschutzwände von fünf Metern Höhe sowie einen lärmmindernden Straßenbelag auf der Talbrücke vor.
Zeitplan
Beginn Abbruch östlicher Überbau
Feierlicher Baubeginn
Finalisierung Entwurfsplanung und Vorstellung des Projekts in der Gemeinde Uttrichshausen
Baugrunderkundungen und Schallgutachten
Finalisierung Vorzugsvariante und Vermessungsarbeiten
DEGES übernimmt Projekt von Hessen Mobil
Stets auf dem neuesten Stand
Seit dem feierlichen Spatenstich für den Ersatzneubau der Talbrücke Uttrichshausen im September 2024 hat sich auf der Baustelle Einiges getan. Wir berichten hier in regelmäßigen Abständen – zunächst quartalsweise – über den Fortschritt von Abbruch und Neubau der Talbrücke unter laufendem Verkehr und möchten Ihnen mit Bildern – insbesondere aus der Luft – Einblicke in das Baugeschehen geben.
April 2025: Der Abbruch kann bald beginnen
Bis zum Ende des ersten Quartals 2025 wurde die Baustelle umfassend für den Abbruch der Bestandsbrücke vorbereitet. Da zunächst der östliche Überbau, auf dem bislang die Richtungsfahrbahn Kassel verlief, zurückgebaut wird, wurde als Erstes die Fahrbahn in Richtung Würzburg verbreitert und Mittelstreifenüberfahrten hergestellt und anschließend der gesamte Verkehr dorthin verlegt. Auf der westlichen Brückenhälfte verläuft nun der Verkehr zweistreifig pro Fahrtrichtung.
Unterhalb sowie im Nahbereich der Brücke wurde das Baufeld vorbereitet, die Baufeldzuwegungen hergestellt und Leitungen umverlegt. Auf den Baustelleneinrichtungsflächen befindet sich nun Material und Gerätschaft für den Einsatz in den kommenden Monaten.
Vom südlichen Widerlager der Brücke her haben die Arbeiten zur Vorbereitung des eigentlichen Abbruchs begonnen. Dazu zählt das Fräsen der Asphaltschicht und der Rückbau von Brückenabdichtung und Randkappen. Außerdem hat die Vormontage der Vorschubrüstung – in rot gut zu erkennen – begonnen, die zum Einsatz kommt, wenn Teile der Brücke im Bereich der Ortslage „von oben“ abgebrochen werden.
Um den Radfernweg während der gesamten Bauzeit sowohl für Radverkehr als auch für landwirtschaftliche Maschinen aufrechtzuerhalten, wurde dieser unterhalb der Brücke mit einem Schutzgerüst versehen.






Juli 2025: Brückenabbruch, Schutzgerüste und Vorbereitungen für den Neubau
Im April konnten mit dem Abbruch der Außenkappen die letzten Vorbereitungen für den Rückbau der ersten Brückenhälfte abgeschlossen werden. Seither wurde im April und Mai der eigentliche Abbruch vom südlichen Widerlager gestartet. Dieser wird mit einem Longfront-Bagger, der unten im Baufeld steht, durchgeführt. Außerdem wird in Richtung Brückenmitte der Überbau von der gut sichtbaren Vorschubrüstung aus abgebrochen. Damit kann gleichzeitig in zwei Bereichen gearbeitet werden. Gut sichtbar: Die ersten beiden Brückensegmente sind bereits vollständig abgetragen.
Anpassungen im Bauablauf werden nötig
Im Zuge der Abbrucharbeiten stellte sich heraus, dass in der Bestandsbrücke, die aus den 1960er Jahren stammt, asbesthaltige Materialien verarbeitet worden waren. Zum Schutz von Mitarbeitenden, Anrainern und der Umwelt kam unverzüglich ein erweitertes Abbruchkonzept zum Einsatz. Dabei wird der Beton mitsamt den asbesthaltigen Teilen in Blöcken aus der Brücke herausgeschnitten. Somit ist die Freisetzung von asbesthaltigen Fasern ausgeschlossen. Die Entsorgung findet im Rahmen der gebotenen Vorsichtsmaßnahmen statt.
Einrüstungen und Behelfsbrücken sorgen für Schutz und Entlastung der Ortschaft
Zum Schutz des Verkehrs auf der Mottener Straße im Baustellenbereich und auch des Schmidtwasser unterhalb der Brücke wurden in den vergangenen Wochen weitere Schutzgerüste errichtet. Über das Schmidtwasser führt nun eine Behelfsbrücke, die an die Baustraßen anschließt und dadurch fast den gesamten Baustellenverkehr innerhalb des Baufeldes ermöglicht. So wird das örtliche Straßennetz deutlich entlastet.
Zu Vorbereitung des künftigen Brückenneubaus wurde innerorts die Gemeindestraße Thalauer Weg für die Dauer der Bauzeit verlegt. Damit ist auch ein Rad- und Gehweg zum Friedhof für die Dauer der Baustelle sichergestellt.
Neben der Tank- und Rastanlage Uttrichshausen-Ost wurde abseits der Ortschaft ein Platz für den Betonbrecher vorbereitet. Hier soll künftig ein Teil des Abbruchmaterials vor dem Abtransport separiert und zerkleinert werden. Dieses Material wird recycelt und auf dieser und anderen Baustellen weiterverwertet.






Oktober 2025: Es geht voran!
Nach den Anpassungen im Abbruchablauf, die im Frühjahr durch den Fund von asbesthaltigen Materialien notwendig geworden waren, hat sich im Abbruch der Bestandsbrücke im Frühsommer Routine eingestellt und der Überbau im südlichen Arbeitsabschnitt zwischen dem Widerlager Süd und dem Radfernweg, wurde inzwischen vollständig zurückgebaut. Auch der Rückbau der zugehörigen Pfeiler erfolgt nachlaufend im südlichen Baufeld und ist nahezu abgeschlossen.
Ein wenig weiter nördlich erfolgt der Abbruch mittels Vorschubrüstung. Hier wurden bis Ende September vier Überbausegmente abgetragen. Der Rückbau eines einzelnen Überbausegments inklusive des erforderlichen Verschubvorgangs der Rüstung nimmt jeweils etwa zwei Wochen in Anspruch.
Im dritten Quartal wurden sämtliche vier Schutzgerüste über den öffentlichen, unter der Bestandsbrücke in Fahrtrichtung Kassel, querenden Wegen montiert und in Betrieb genommen.
Die provisorische Umverlegung der Gemeindestraße Thalauer Weg wurde über den Sommer vollständig hergestellt und planmäßig in Betrieb genommen.
Auch der Beginn des Ersatzneubaus ist fortgeschritten. Das südliche Widerlager wurde vollständig betoniert. Parallel dazu wurden im südlichen Baufeld in zwei Pfeilerachsen die Bohrpfähle fertiggestellt.
Für den Bau der neuen Brücke in Fahrtrichtung Kassel werden werden zur Anlieferung von Material weitere Zufahrten und Baustraßen nötig. Diese wurden einschließlich der Behelfsbrücke über das Schmidtwasser vollständig hergestellt.
Am 27. September 2025 veranstaltete die Autobahn GmbH zum ersten Mal den „Tag der Autobahn“ und die Außenstelle Fulda präsentierte sich und ihre Arbeit an der Tank- und Rastanlage Uttrichshausen. Die DEGES unterstützte ihre Auftraggeberin mit einer umfassenden Projektpräsentation der Talbrücke Uttrichshausen und Führungen durch die Baustelle für interessierte Bürger.
Über den Tellerrand: Der Ersatzneubau der Talbrücke Uttrichshausen ist eines von vielen Brückenprojekten in Deutschland. Um Erfahrungswerte zu sammeln, werden Teile des ausgeschnittenen Abbruchmaterials im Rahmen eines Forschungsprojekts untersucht. So können wertvolle Erkenntnisse über den Zustand von Spannbetonbrücken gewonnen werden, die helfen, Korrosionszustände an Spanngliedern auch bei anderen Brücken möglichst frühzeitig zu erkennen.
Januar 2026: Abbruch und Neubau laufen parallel
In Herbst wurde es deutlich erkennbar: Der Abbruch der alten Brücke und der Neubau des Ersatzbauwerks werden zeitgleich durchgeführt. Dieses parallele Vorgehen spart Bauzeit und sorgt für eine kürzere Dauer der verkehrlichen Einschränkungen.
Fortschritte beim Brückenneubau: Im vierten Quartal wurde das südliche Widerlager des ersten neuen Brückenbauwerks vollständig hergestellt und verfüllt. Zudem wurden die ersten beiden Pfeilerachsen, also die Standorte der neuen Brückenpfeiler nahezu vollständig fertiggestellt.
Für den ersten Überbauabschnitt konnte das Traggerüst einschließlich der Schalung komplett aufgebaut werden. Auch die Bewehrung der unteren Platte sowie der seitlich geneigten Wände wurde abgeschlossen.
Parallel dazu begannen bereits die Arbeiten für den zweiten Überbauabschnitt: Die Gründung des dafür benötigten Traggerüsts wurde ausgeführt. Gleichzeitig wurden die Bohrpfähle und Pfahlkopfplatten für weitere Pfeilerachsen Schritt für Schritt in nördlicher Richtung hergestellt.
Rückbau der alten Brücke: Bis zum Ende des Jahres wurden der Überbau sowie die Pfeiler im südlichen Baufeld, also südlich der Kreuzung Mottenerstraße, vollständig abgebrochen.
Insgesamt sind damit:
rund 80 Prozent des Überbaus der Bestandsbrücke zurückgebaut
etwa 65 Prozent der Pfeiler und Widerlager entfernt
Umverlegung einer Wasserleitung: Neben Abbruch und Neubau wurden auch wichtige baubegleitende Maßnahmen durchgeführt. Dazu gehörte die Umverlegung einer Hauptwasserleitung, die unterhalb der Brücke verläuft und diese im Bereich der Mottenerstraße quert.
Die Leitung wurde vollständig in neuer Lage hergestellt. Diese Maßnahme war notwendig, um eine Kollision des Leitungsverlaufs mit den neu geplanten Brückenpfeilern zu vermeiden.




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