Den ersten Spatenstich für den Neubau der Bundesautobahn A 14 zwischen den Anschlussstellen Seehausen-Nord und Wittenberge mit einer neuen länderverbindenden Elbebrücke haben am 16. Oktober Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der brandenburgische Infrastrukturminister Guido Beermann und Dr. Sebastian Putz, Staatssekretär im Verkehrsministerium Sachsen-Anhalt, durchgeführt.

Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur: „Leistungsfähige Straßen sind unverzichtbare Verkehrswege. Sie machen uns mobil und die Wirtschaft stark. Sie führen von Haus zu Haus, vom Werkstor bis zum Kunden. Die A 14 ist eines der größten Infrastrukturprojekte im Osten Deutschlands. Mit ihr verbinden wir Küste und Städte. Jetzt nehmen wir das Herzstück in Angriff: Die neue Elbbrücke verbindet Brandenburg und Sachsen-Anhalt – und wird zugleich ein neues Wahrzeichen für die Stadt Wittenberge.“

Die Nordverlängerung der Autobahn A 14 von Magdeburg über Wittenberge nach Schwerin schließt die größte noch bestehende Lücke im deutschen Autobahnnetz zwischen den Autobahnen A 2, 7, 24 und 10. Die Länge der Neubaustrecke beträgt insgesamt 155 Kilometer und durchquert die Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Von Wolmirstedt bis Tangerhütte sowie von Karstädt bis Wismar ist die Autobahn bereits befahrbar.

Der von der DEGES realisierte Bauabschnitt zwischen den Anschlussstellen Seehausen-Nord und Wittenberge umfasst rund 11 Kilometer. Die Gesamtkosten betragen rund 305 Millionen Euro. Die Autobahn wird vierstreifig ausgebaut. Bestandteil des Bauabschnitts ist eine neue Elbebrücke, die mit 1.100 Metern die längste Brücke der gesamten Nordverlängerung der A 14 ist. Die Gestaltung der Brücke ist das Ergebnis eines europaweiten Wettbewerbs. Sie wird mit ihrer schlanken Konstruktion auch den Anforderungen des Naturschutzes gerecht und beeinträchtigt die Schutzgebiete so wenig wie möglich. Die Lärmschutzwände auf der Elbebrücke dienen auch als Irritationsschutz, sind also so gestaltet, dass sie von Vögeln als Hindernis erkannt werden. Insgesamt sind weitere 19 Brücken geplant, vier Versickerungs- und ein Regenklärbecken sowie fünf Lärmschutzwände zwischen vier und 6,5 Meter Höhe auf fast fünf Kilometer werden gebaut. Im Bereich der Anschlussstelle Wittenberge wird auf einer Länge von rund einem Kilometer Flüsterasphalt als zusätzlicher Lärmschutz für Wittenberge eingebaut.

In Sachsen-Anhalt wird die A 14 abschnittsweise auf der Trasse der Bundesstraße B 189 errichtet, wodurch der Flächenverbrauch und der Eingriff in die Landschaft verringert werden kann. In der Aland-Elbe-Niederung dient die Brücke auch als Unterführung für Wildtiere.  Während der Bauzeit kann der Verkehr auf der Bundesstraße 189 weiterrollen.

Nördlich der Anschlussstelle Seehausen-Nord wird eine neue Parkplatz- und WC-Anlage entstehen. Zu beiden Seiten der Autobahn werden jeweils 35 Pkw-, 23 Lkw- und drei Busstellplätze gebaut.

Weiterführende Informationen

Weitere Informationen finden Sie im Projekt:

A 14: Lückenschluss Magdeburg – Wittenberge – Schwerin