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A 14: Abschnitt 3 (AS Seehausen-Nord bis Wittenberge) In Bau

Informationen zum Abschnitt 3 (AS Seehausen-Nord bis Wittenberge) des A 14-Lückenschlusses Magdeburg – Wittenberge – Schwerin

Visualisierung der A14-Elbequerung
Visualisierung der geplanten Elbequerung bei Wittenberge | Bildnachweis: DEGES

Daten und Fakten

  • Strecke: 10,8 Kilometer, inklusive neue, länderverbindende Elbebrücke Länge 1,1 km
  • Anschlussstellen: AS Seehausen-Nord
  • Bauwerke: neue Brücke über die Elbe, 19 weitere Brücken im Streckenverlauf, drei Irritationsschutzwände, eine Stützmauer, vier Versickerbecken, ein Regenklärbecken, fünf Lärmschutzwände zwischen 4,00 und 6,50 Meter Höhe mit einer Gesamtlänge von fast fünf Kilometern
  • Sonstige Anlagen: Zweiseitige Parkplatzanlage mit WC „Aland-Elbe-Niederung“

Hinweis

Vielen Dank an die über 160 Teilnehmer:innen unserer digitalen Informationsveranstaltung zum Neubau der A14 zwischen der Anschlussstelle Seehausen-Nord und Wittenberge.

Die Präsentation und Broschüre als PDF sowie einen Mitschnitt der Veranstaltung gibt es auf der Unterseite Informationsveranstaltung.

Karte

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Projektbeschreibung

Abschnitt 3 des A 14-Lückenschlusses beginnt nördlich von Seehausen (Sachsen-Anhalt) an der heutigen Landesstraße L 2 und endet südlich der zukünftigen Anschlussstelle Wittenberge (Brandenburg). Einen wesentlichen Teil dieses Abschnitts bildet die neue, länderverbindende Elbebrücke.

Die neue Brücke über die Elbe ist mit einer Gesamtlänge von 1.100 Metern (Vorland- und Strombrücke gemeinsam) die längste Brücke des gesamten A 14-Lückenschlusses. Für die Gestaltung der Strombrücke wurde im Jahr 2007 ein europaweiter Wettbewerb durchgeführt.

Vorteile des Neubaus

Verbesserung der überregionalen Verkehrsverbindungen

  • Schaffung einer schnellen Verbindung zwischen den Wirtschaftsstandorten im mitteldeutschen Wirtschaftsraum und den Häfen an der Ostseeküste
  • Schließung der Lücke zwischen der Autobahn A 2 (Autobahnkreuz Magdeburg) und der A 24/A 14 (Autobahndreieck Schwerin)

Verbesserung der regionalen Erreichbarkeit

  • Anbindung der Altmark und der Prignitz an das bundesdeutsche und europäische Fernstraßennetz
  • Verkürzung von Fahrzeiten für Pendler, Wirtschaftsverkehre und Touristen

Sicherung wirtschaftlicher Potenziale

  • Schnelle und direkte Verkehrsanbindung zu den Ballungszentren Magdeburg, Berlin, Hamburg, Hannover
  • Verbesserung der Standortbedingungen und der Entwicklungsmöglichkeiten für ansässige und neue Unternehmen

Zeitplan

Voraussichtliche Fertigstellung der Strecken und der neuen Elbebrücke

Beginn der Arbeiten am Streckenneubau in Sachsen-Anhalt und auf dem Stadtgebiet Wittenberge

Beginn der Arbeiten für den Bau der neuen, länderverbindenden Elbebrücke; Beginn der Verlegung der B 189 auf Brandenburger Seite

Bauvorbereitende Maßnahmen

In Brandenburg: Rodungen und Baumfällarbeiten, Kampfmittelräumung, Beginn von Erdarbeiten
In Sachsen-Anhalt: Baugrunderkundungen und archäologische Untersuchungen, Umsetzung landschaftspflegerische Maßnahmen (sogenannte CEF-Maßnahmen) zur Sicherung der ökologischen Funktion

Offizieller Baubeginn

Mit vorbereitenden Maßnahmen für den Baubeginn wurde auf dem Stadtgebiet Wittenberge bereits im September 2020 begonnen.

Projektstand

Die länderverbindende neue Elbebrücke bei Wittenberge sowie die anschließenden landseitigen Abschnitte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg bilden einen zusammenhängenden Abschnitt der neuen Autobahn A 14. Für diesen besteht seit dem 24. Oktober 2019 vollziehbares Baurecht. Der Spatenstich zum offiziellen Baubeginn erfolgte am 16. Oktober 2020. Die Fertigstellung ist für das Jahr 2025 vorgesehen.

Spatenstich A 14
Erster Spatenstich für den Abschnitt der A 14 zwischen der AS Seehausen-Nord und Wittenberge am 16. Oktober 2020 mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer und Ländervertretern.| Bildnachweis: René Legrand

Besonderheiten

Neue Brücke über die Elbe

Mit einer Gesamtlänge von 1.100 Metern (Vorland- und Strombrücke gemeinsam) ist die neue Elbquerung der A 14 bei Wittenberge die längste Brücke der gesamten A 14-Nordverlängerung. Für die Gestaltung der Strombrücke wurde im Jahr 2007 ein europaweiter Wettbewerb durchgeführt. Der Siegerentwurf des Ingenieurbüros Leonhardt, Andrä und Partner, gemeinsam mit dem Architekturbüro Jean-Jacques Zimmermann, schafft eine neue Landmarke für Wittenberge. Die elegante Konstruktion und das schlanke Erscheinungsbild der Brücke sorgen dafür, dass sich das neue Bauwerk in die Elblandschaft einfügt. Das Bauwerk wird höchsten Anforderungen im Hinblick auf den Natur- und Landschaftsschutz gerecht. Die Schutzgebiete im Bereich der Elbquerung werden durch den Bau der Brücke so wenig wie möglich beeinträchtigt. Die bestehende Elbebrücke der B 189 bleibt erhalten.

 

Überbauung der Bundesstraße B 189

In Sachsen-Anhalt wird die Autobahn A 14 abschnittsweise genau auf der Trasse der heutigen Bundesstraße B 189 errichtet. Dieser Bereich erstreckt sich etwa von der L 2 bis nördlich der Ortslage Geestgottberg. Durch die Errichtung der neuen Autobahntrasse über der bestehenden Trasse der Bundesstraße werden der Flächenverbrauch und die Eingriffe in Natur und Landschaft verringert. Der Verkehr auf der B 189 wird über die gesamte Bauzeit nicht unterbrochen. Um dies zu ermöglichen, wird in einem ersten Schritt die östliche Richtungsfahrbahn der A 14 neben der noch vorhandenen B 189 errichtet. Der Verkehr wird nach Fertigstellung von der B 189 auf diese Fahrbahn verlegt. Dann wird die westliche Fahrbahn der A 14 errichtet. Durch das wechselseitige Vorgehen können der Neubau der A 14 und die Verlegung der B 189 ohne Verkehrseinschränkungen umgesetzt werden.

Im Stadtgebiet Wittenberge wird die Bundesstraße B 189 zwischen der bestehenden Elbebrücke und der Bundesstraße B 195 ebenfalls in eine neue Lage gebracht, um Platz für die Trasse der A 14 zu schaffen. Die DEGES stellt sicher, dass die B 189 in Wittenberge während der gesamten Bauzeit durchgängig befahrbar bleibt. Abschnittsweise und zeitlich begrenzt werden einspurige Verkehrsführungen mit Ampelregelungen eingerichtet. Nach der Fertigstellung der B 189 in neuer Lage kommt es zu kurzzeitigen Einschränkungen, um die Anschlüsse an das Straßennetz herzustellen.

 

Sicherung der Wegebeziehungen im nachgeordneten Netz

Alle heute bestehenden Verkehrsbeziehungen im nachgeordneten Netz werden auch nach der Fertigstellung der A 14 weiter vorhanden sein. Hierfür werden im Streckenverlauf der A 14 mehrere Über- und Unterführungen errichtet. Die baufällige Krugbrücke im Zuge der Alandstraße wird durch einen Neubau ersetzt. Damit wird westlich der A 14 eine parallele Verbindung zwischen Geestgottberg und der L 2 geschaffen. Östlich der A 14 soll die heutige Kreisstraße K 1020 baulich aufgewertet und zur Landesstraße aufgestuft werden.

Lärmschutz

Zum Schutz der Anwohnerinnen und Anwohner entstehen Lärmschutzwände im Bereich der Ortslagen Vielbaum und Geestgottberg sowie von Märsche bis über die Elbebrücke. Die Lärmschutzwände auf der Elbebrücke dienen auch als Irritationsschutz: Sie werden so gestaltet, dass Vögel sie als Hindernis erkennen. Im Stadtgebiet Wittenberge kommt lärmarmer Asphalt zum Einsatz.

Schutz von Natur und Umwelt

Abschnitt 3 der Autobahn A 14 durchquert den Bereich der Elbauen. Mit zahlreichen Maßnahmen wird sichergestellt, dass die Eingriffe in die Lebenswelt von Tieren und Pflanzen so gering wie möglich ausfallen und die Natur im Streckenverlauf nicht nachhaltig beeinträchtigt wird. Ein Beispiel hierfür ist die neue Alandquerung. Die Brücke über den Aland dient auch als Unterführung für Wildtiere. Die Bündelung der A 14 mit der B 189 in diesem Streckenabschnitt verhindert die weitere Zerschneidung der Aland-Elbe-Niederung.

Nicht vermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft werden durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert. Dazu gehören die Anlage weiterer Flächen für den Arten- und Habitatschutz sowie die Schaffung von Überflutungsflächen, neuen Auenlebensräumen und Nistmöglichkeiten für Brutvögel.

Vorgesehener Bauablauf

Aktueller Status und Vorarbeiten (2020 bis 2022)

Mit vorbereitenden Arbeiten für den Baubeginn wurde auf dem Stadtgebiet Wittenberge im September 2020 begonnen. Zu diesen gehörten erste Baumfäll- und Erdarbeiten, mit denen die Voraussetzungen für die Verlegung der B 189 sowie für den Bau der neuen Elbebrücke geschaffen wurden.

Bereits mit der Räumung des Baufeldes werden ökologische Funktionen gestört. Um diese Funktionen aufrechtzuerhalten, sind umfangreiche landschaftspflegerische Maßnahmen erforderlich. Diese werden ein bis zwei Jahre nach Umsetzung ihre Wirkung entfalten können. Diese Maßnahmen bestehen zum Beispiel in der Änderung der Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen, in der Anlage von Pflanzungen und der Erstellung von Kleingewässern. Mit dem Bau darf erst begonnen werden, wenn diese Maßnahmen wirksam geworden sind.

In Brandenburg sind diese Voraussetzungen bereits weitgehend umgesetzt. Der Bau konnte im September/Oktober 2020 beginnen. Als Voraussetzung für den Bau der neuen Elbebrücke wird nun in einer ersten Phase die Bundesstraße B 189 zwischen der Bundesstraße B 195 und der bestehenden Elbequerung nach Osten verlegt, um Baufreiheit für die A 14 zu schaffen. Darüber hinaus erfolgten und erfolgen Vorbereitungsleistungen wie Leitungsverlegungen sowie Landschaftsbauleistungen.

In Sachsen-Anhalt haben im Jahr 2020 die notwendigen Landschaftsbauleistungen zur Sicherstellung von ökologischen Funktionen (sogenannte CEF-Maßnahmen) begonnen, um einen zügigen Baufortschritt zu ermöglichen. Abhängig von der Vorlaufzeit dieser Maßnahmen und ihrer festgestellten Funktionsfähigkeit können ab dem Jahr 2021 die umfangreichen archäologischen Untersuchungen beginnen. Im Bereich der Vorlandbrücke der Elbequerung wurde bereits im Winterhalbjahr (2020/2021) mit der Erkundung möglicher archäologischer Stätten (sogenannte Prospektion) begonnen.

Seit Herbst 2020 werden in Sachsen-Anhalt Baugrunderkundungen durchgeführt. Parallel erfolgt die Vorbereitung der Ausschreibung für das Brückenbauwerk der Elbequerung. Mit der Vergabe der Bauleistung soll im Frühjahr 2021 begonnen werden. Baustart für die Elbquerung soll voraussichtlich im Frühjahr 2022 sein.

Mit der Ausführungsplanung der Streckenbauarbeiten in Sachsen-Anhalt wurde im Oktober 2020 begonnen.

 

Weiterer Bauablauf (2022 bis 2025)

Herzstück des Abschnitts ist das Brückenbauwerk über die Elbe. Der vorliegende und durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur genehmigte Bauwerksentwurf wurde bis Ende des Jahres 2020 verfeinert. Vergabereife Unterlagen sollen im Frühjahr 2021 vorliegen. Nach erfolgreicher Vergabe soll eine Auftragserteilung an ein qualifiziertes Bauunternehmen im Jahr 2021 erfolgen. Mit einem Baubeginn ist bei Vorliegen der Finanzierungszusage des Bundes im Frühjahr 2022 zu rechnen.

Die Streckenbauleistungen in Sachsen-Anhalt können erst nach Abschluss der archäologischen Untersuchungen starten. Dabei wird durch die neue Autobahn A 14 ein Teilbereich der vorhandenen B 189 überbaut werden. Zur Aufrechterhaltung des Verkehrs über die gesamte Bauzeit wird die Strecke in diesem Abschnitt wechselseitig gebaut. In einem ersten Schritt wird die östliche Richtungsfahrbahn der A 14 neben der noch vorhandenen B 189 errichtet. Der Verkehr wird nach Fertigstellung von der B 189 auf diese Fahrbahn verlegt, und dann die westliche Fahrbahn der A 14 errichtet. Mit der Gesamtfertigstellung ist im Jahr 2025 zu rechnen.

Fragen und Antworten

Hier finden Sie ausgewählte Fragen der Anwohnerinnen und Anwohner sowie
die Antworten der DEGES zu Abschnitt 3 (AS Seehausen-Nord bis Wittenberge).

Welche Lärmschutzmaßnahmen werden auf dem Abschnitt umgesetzt?

Die DEGES setzt in den einzelnen Bereichen des Abschnitts unterschiedliche Maßnahmen um. In Wittenberge wird offenporiger Asphalt (OPA), auch Flüsterasphalt genannt, auf der Strecke eingebaut. Dieser reduziert das Abrollgeräusch der Reifen und sorgt so für eine deutliche Verringerung des Lärms schon an der Quelle. Auf der Elbebrücke werden auf beiden Seiten Lärmschutzwände errichtet und ein lärmarmer Gussasphalt als Fahrbahnbelag hergestellt. In Sachsen-Anhalt werden die Lärmschutzwände im Bereich Märsche auf beiden Seiten um 300 Meter nach Süden verlängert. Außerdem sind auf Höhe Geestgottberg sowie auf der westlichen Seite bei Vielbaum Lärmschutzwände geplant. Die genaue Verortung der Lärmschutzwände ist auch in der Informationsbroschüre zu erkennen.

Aus welchen Materialien werden die Lärmschutzwände bestehen?

Aktuell sind Lärmschutzwände aus Holzbeton geplant, die sich gestalterisch in die Landschaft einpassen. Eine Begrünung ist in Teilbereichen (bei Vielbaum, Geestgottberg) anwohnerseitig vorgesehen.

Ist bei der Verlegung der Bundesstraße B 189 mit Verkehrseinschränkungen zu rechnen?

Die B 189 wird vor Baustart der A 14 in Brandenburg nach Osten verlegt. Das kann parallel zum laufenden Verkehr auf der jetzigen B 189 realisiert werden, sodass die Verkehrseinschränkungen auf der B 189 nur für wenige Tage bestehen werden, wenn nach Abschluss der Arbeiten der Verkehr auf die neue Fahrbahn verlegt wird. In Sachsen-Anhalt wird die neue Autobahn A 14 in dem Bereich, in dem sie über der Trasse der heutigen B 189 entsteht, wechselseitig gebaut. Das bedeutet, dass zunächst die westliche Fahrbahn der A 14 in Fahrtrichtung Süd errichtet wird, während der Verkehr weiter auf der bestehenden B 189 fließt. Wenn die Fahrbahn fertig ist, wird der Verkehr von der B 189 vollständig auf diese verlegt. Es folgt der Bau der östlichen Fahrbahn in Fahrtrichtung Nord.

Auf welche Weise vermindert die DEGES die Staubentwicklung bei den Arbeiten am Damm?

Die DEGES befeuchtet die Fahrbahn regelmäßig und entfernt schädliche Materialien wie Sand und kleine Steine. Nach der Fertigstellung der Dammflächen werden diese mit einer Anspritzbegrünung versehen, um so auch die Staubbildung zu minimieren.

Wann startet der Bau der Elbebrücke und wie ist der Ablauf?

Ab Frühjahr 2022 beginnen die Arbeiten an der neuen Elbebrücke. Das verlinkte Video veranschaulicht den Bauablauf und das Verfahren beim Errichten der Brücke.

Wie sind die Lärmschutzwände auf der Elbebrücke aufgebaut?

Es handelt sich hierbei um Multifunktionswände aus Verbundsicherheitsglas mit einer Höhe von vier Metern. Sie dienen als Lärmschutz für Mensch und Tier sowie als Kollisions- und Irritationsschutz für Vögel und Fledermäuse. Im unteren Bereich sind die Multifunktionswände über eine Höhe von einem Meter lichtundurchlässig. Dadurch wird vermieden, dass Vögel und Fledermäuse durch die Fahrzeuge auf der Brücke geblendet werden. Auf die transparenten Flächen wird ein spezielles Punktemuster aufgetragen. Dieses ist nachweislich für Vögel gut erkennbar und dient effektiv als Kollisions- und Irritationsschutz. In den Planungsprozess hat die DEGES einen führenden Experten zum Thema Vermeidung von Vogelanprall an Glasflächen und Mitautor der Publikation „Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht“ der Schweizerischen Vogelwarte Sempach zur Beratung einbezogen.

Wie werden die umliegenden Straßen künftig neu sortiert?

In Brandenburg wird die heutige B 189 zwischen der Lenzener Straße und der Elbe in eine neue Lage etwas östlich von der derzeitigen Trasse gebracht. In ihrem neuen Verlauf führt sie als Landesstraße L 112 von der Lenzener Straße in Richtung Süden bis zur bzw. über die bestehende Elbebrücke. Auf der anderen Seite der Elbe in Sachsen-Anhalt wird die heutige B 189 zur Landesstraße L 38 abgestuft. Sie verläuft zunächst weiter auf der heutigen B 189-Trasse, bis sie südlich von Märsche auf die heutige Kreisstraße K 1020 stößt. Die K 1020 wird zur L 38 hochgestuft. Die Ertüchtigung der K 1020 erfolgt durch den Landkreis Stendal bis voraussichtlich 2023. Durch diese Führung entsteht östlich der A 14 eine Verbindung zwischen Wittenberge und der L 2 abseits der Autobahn. Der Teil der heutigen Bundesstraße B 189, der vom jetzigen Abzweig der K 1020 (spätere L 38) weiter nach Geestgottberg verläuft, wird zur Verlängerung der Alandstraße. Die Anbindung an die Alandstraße erfolgt mit Hilfe einer Unterführung der A 14 nördlich von Geestgottberg. Von dort verläuft die verlängerte Alandstraße zunächst parallel zur A 14 bis etwa Höhe Wahrenberger Weg. Ab dort folgt sie ihrem jetzigen Verlauf weiter in Richtung Süden zur Landestraße L 2. Die heute baufällige Krugbrücke wird durch einen Ersatzneubau ersetzt. Damit wird westlich der A 14 eine parallele Verbindung zwischen Geestgottberg und der L 2 geschaffen. Der künftige Verlauf sowie die Neuordnung sind auf Folie 11 ff in der Präsentation aus der Informationsveranstaltung vom 15. Juni 2021 zu erkennen.

Wann ist der Neubau der Krugbrücke im Verlauf der Alandstraße geplant?

Die Krugbrücke wird parallel zu den Arbeiten an der Autobahn errichtet. Aktuell ist der Baubeginn im Jahr 2023 geplant und die Bauzeit auf rund ein Jahr angesetzt.

Welche Ausgleichsmaßnahmen sind für die Eingriffe in die Natur vorgesehen?

Bei der Planung und beim Bau der Autobahn A 14 wird sichergestellt, dass die Eingriffe in die Lebenswelt von Tieren und Pflanzen so gering wie möglich ausfallen und die Natur im Streckenverlauf nicht nachhaltig beeinträchtigt wird. Nicht vermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft werden durch Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen kompensiert. So werden beispielsweise als Ausgleich für die erforderlichen Baumfällungen Bäume wieder neu gepflanzt. Für Baumverluste werden zum Beispiel auch sogenannte „Komplexmaßnahmen“ umgesetzt. Im Rahmen dieser Maßnahmen entsteht beispielsweise im Bereich des Elbdeichvorlandes ein Auwald. Zudem werden in der Landschaft selbst Gehölzbereiche neu erstellt. Mit diesen Arbeiten wurde bereits begonnen, zum Beispiel wurden bereits Bäume im Bereich der ehemaligen Bahnverladerampe gepflanzt. Weitere Ausgleichsmaßnahmen beinhalten die Anlage weiterer Flächen für den Arten- und Habitatschutz sowie die Schaffung von Überflutungsflächen, neuen Auenlebensräumen und Nistmöglichkeiten für Brutvögel.

Digitale Informationsveranstaltung

Alle Interessierten waren zur digitalen Informationsveranstaltung zum Bauablauf für den Neubau der Autobahn A 14 zwischen der Anschlussstelle Seehausen-Nord und Wittenberge eingeladen. Wir haben über den Stand der Planung informiert und es konnten Fragen an die Experten der DEGES gestellt werden.

Blick ins Studio
Blick ins Studio. | Bildnachweis: Saskia Uppenkamp

Sie haben unsere Veranstaltung verpasst? Dann können Sie sich hier die komplette Aufzeichnung ansehen:

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Wann und wie fand die In­formations­ver­anstal­tung statt?

Die Veranstaltung fand online am Dienstag, 15. Juni 2021, 19:00 bis 20:30 Uhr, statt.

Der Schutz der Gesundheit hat oberste Priorität. Um trotz Corona-Pandemie Austausch und Dialog zu ermöglichen, führten wir die Informationsveranstaltung digital durch.

Jeder mit einem internetfähigen Gerät konnte sich zuschalten, über die Chat-Funktion Fragen stellen und Hinweise geben. Es bestand auch die Möglichkeit, die Präsentation, die wir in der Veranstaltung hier bereitgestellt haben, anzusehen.

Präsentation zum Download

Die in der Veranstaltung gezeigte Präsentation mit allen Informationen zum Stand der Planung sowie unseren Kontaktmöglichkeiten können Sie sich hier als PDF-Datei herunterladen.

Ihre Fragen und Hinweise

Fragen oder Hinweise konnten Sie uns bereits im Vorfeld der Veranstaltung zukommen lassen. Alternativ bestand während der Veranstaltung die Möglichkeit, den Chat zu nutzen.

Ablauf der Informationsveranstaltung

  • Begrüßung und Einführung
  • Vortrag 1: Vorstellung des Abschnitts und der wesentlichen Bauabläufe
  • Diskussionsrunde mit Fragen aus dem Chat
  • Vortrag 2: Vorstellung der neuen länderverbindenden Elbebrücke und weitere Details zu den nächsten Schritten im Bauablauf
  • Diskussionsrunde mit Fragen aus dem Chat
  • Ausblick auf das weitere Vorgehen

Datenschutz und Netiquette

Die Veranstaltung wurde mitgeschnitten. Es ist vorgesehen, den Mitschnitt auf dieser Seite zu veröffentlichen. Hier finden Sie unsere Hinweise zum Datenschutz für Ihre Teilnahme an der digitalen Informationsveranstaltung. Alle Zuschauenden waren ohne Kamera und ohne Ton zugeschaltet, im späteren Mitschnitt also nicht zu sehen.

Broschüre zum Download

Alle Informationen auf einen Blick finden Sie in unserer Broschüre – leiten Sie diese gerne an Interessierte weiter!

A 14: Lückenschluss Magdeburg – Wittenberge – Schwerin

Die Nordverlängerung der Autobahn A 14 von Magdeburg über Wittenberge nach Schwerin ist das größte Bundesfernstraßenprojekt in den östlichen Bundesländern

Die gesamte Neubautrasse verläuft über eine Länge von insgesamt 155 Kilometern durch die Bundesländer Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Durch die Nordverlängerung wird die größte noch bestehende Lücke im deutschen Autobahnnetz geschlossen, mit Bundesinvestitionen von mehr als 1,7 Milliarden Euro wird dies möglich. Die Ortschaften im Einzugsbereich der neuen Autobahn werden mit der A 14 direkt an das deutsche Autobahnnetz und an das europäische Fernstraßennetz angebunden.

In Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern erschließt die neue Autobahn A 14 die bislang autobahnfreie Region zwischen den Autobahnen A 2, A 7, A 24 und A 10. Für die Wirtschaftsstandorte im mitteldeutschen Wirtschaftsraum wird eine leistungsfähige Anbindung zu den Häfen an der Ostseeküste geschaffen. Die Ortschaften im Einzugsbereich der neuen Autobahn werden mit der A 14 direkt an das deutsche Autobahnnetz und an das europäische Fernstraßennetz angebunden.

Im Zuge des A 14-Lückenschlusses entstehen 96,9 km in Sachsen-Anhalt, 32,1 km in Brandenburg und 25,8 km in Mecklenburg-Vorpommern.

Die DEGES setzt mehrere Abschnitte der Autobahn A 14 in Brandenburg und Sachsen-Anhalt um

Mecklenburg-Vorpommern

In Mecklenburg-Vorpommern ist die Autobahn A 14 bereits fertiggestellt und in Betrieb.

Brandenburg

In Brandenburg plant und realisiert die DEGES den A 14-Abschnitt von der Anschlussstelle Wittenberge bis zur Anschlussstelle Karstädt (Abschnitt 4). Der Planfeststellungsbeschluss wird frühestens Ende 2021 erwartet.

Der ebenfalls von der DEGES geplante und realisierte Abschnitt von der Anschlussstelle Karstädt bis zur Anschlussstelle Groß Warnow (Abschnitt 5) ist fertiggestellt und wurde im Dezember 2015 dem Verkehr übergeben.

Brandenburg und Sachsen-Anhalt

Die länderverbindende neue Elbebrücke bei Wittenberge sowie die anschließenden landseitigen Abschnitte in Sachsen-Anhalt und Brandenburg bilden einen zusammenhängenden Abschnitt (Abschnitt 3) der neuen Autobahn A 14. Für diesen besteht seit dem 24. Oktober 2019 vollziehbares Baurecht. Der Spatenstich zum offiziellen Baubeginn erfolgte am 16. Oktober 2020.

Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt plant und realisiert die DEGES den Bau der A 14 im Abschnitt zwischen der Anschlussstelle Dahlenwarsleben und der Anschlussstelle Wolmirstedt (Abschnitt 1.1). Das Planfeststellungsverfahren wurde im Februar 2011 eingeleitet. Der Planfeststellungsbeschluss erging am 14. Oktober 2020.

Die Umsetzung des Abschnitts von der Anschlussstelle Osterburg bis zur Anschlussstelle Seehausen Nord (Abschnitt 2.2) übernimmt die DEGES, sobald vollziehbares Baurecht vorliegt. Informationen zu diesem Abschnitt und weiteren in Planung und Bau befindlichen Abschnitten finden Sie auf der Webseite der Autobahn GmbH des Bundes, Niederlassung Ost.

Der Gesamtverlauf der Autobahn A 14 Magdeburg – Wittenberge – Schwerin – Wismar

Karte Gesamtverlauf

Förderung durch die EU

Die Länder Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern haben die DEGES auch mit der Erarbeitung des Großprojektantrages zur Förderung der A 14 Magdeburg – Wittenberge – Schwerin aus EFRE-Mitteln in der Förderperiode 2007 bis 2013 einschließlich Begleitung des Genehmigungsverfahrens beauftragt. Der Dienstleistungsvertrag konnte inzwischen erfolgreich abgeschlossen und abgerechnet werden.

Bürgertelefon

Sie haben Fragen zu einem unserer Projekte? Dann rufen Sie gerne an. Sie erreichen unser Bürgertelefon montags bis sonntags zwischen 8 und 20 Uhr unter der kostenlosen Telefonnummer 0800 5895 2479.

Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL

Unser Informationsdienst VERKEHRSPROJEKTE AKTUELL informiert regelmäßig über den aktuellen Stand aller DEGES Projekte in Brandenburg. Damit bleiben Sie auf dem Laufenden zu Planung, Veranstaltungen, Genehmigungsverfahren und Umsetzung der Verkehrsprojekte der DEGES in Brandenburg. Sie können sich online für den Informationsdienst anmelden und alle bisherigen Ausgaben anschauen.

Kontaktformular

Sie möchten mit uns in Kontakt treten? Dann schreiben Sie uns gerne über unser Kontaktformular. Wir beantworten Ihr Anliegen schnellstmöglich. Für eine persönliche Ansprache füllen Sie bitte auch das Feld Name aus (nicht verpflichtend).