Steffen Bilger, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, hat am Dienstag, 1. Oktober 2019, gemeinsam mit Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller den symbolischen Spatenstich für die Ortsumgehung (OU) Kallmerode im Zuge der B 247 gesetzt.

Bilger: „Mit der Ortsumgehung Kallmerode binden wir die Mittelzentren Mühlhausen und Bad Langensalza künftig deutlich besser an die A 38 an. Davon profitieren insbesondere auch die Anwohner von Kallmerode: Wir entlasten sie spürbar vom Durchgangsverkehr.“ Dies betonte auch Thüringens Verkehrsministerin Keller: „Mit der Ortsumgehung schaffen wir endlich mehr Ruhe, Sicherheit und somit Lebensqualität für die Menschen in Kallmerode.“

Die Fertigstellung der Ortsumfahrung ist für 2022 geplant – also rechtzeitig vor der fünften Thüringer Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis im Jahr 2024. Auf der B 247 wird der Verkehr künftig östlich an Kallmerode vorbeigeführt. „Die Einwohner von Kallmerode haben sich seit Jahren engagiert für eine Ortsumfahrung eingesetzt. Jetzt sind die Tage des Durchgangsverkehrs gezählt und der Ort wird bald verkehrsberuhigter und sicherer sein“, so Keller. Rund 30 Millionen Euro investiert der Bund in die 5,5 Kilometer lange Ortsumfahrung einschließlich des Ausbauabschnittes, deren Bau mit einem ersten Brückenbauwerk beginnt.

Die Bundesstraße 247 ist eine strategisch enorm bedeutende Verkehrsachse. Sie verbindet die Wirtschaftsräume Mittelthüringen, Südniedersachsen und Nordhessen und die Autobahnen A 4, A 71 und A 38. Die B 247 bindet Mühlhausen und Bad Langensalza direkt an die überregionalen Verkehrswege an. Die Verkehrsdichte auf der B 247 ist dementsprechend hoch. Bis 2030 rechnen die Prognosen mit rund 11.000 Fahrzeugen am Tag, davon etwa 1.600 Fahrzeuge aus dem Schwerverkehr.

Für den Bau B 247 Ortsumgehung Kallmerode waren umfangreiche archäologische und ökologische Vorarbeiten notwendig, die im Juli 2018 begannen und nun abgeschlossen sind.

Die B 247 grenzt im Norden nahtlos an die Ortsumgehung von Leinefelde. Südlich der OU wird die B 247 im Rahmen der Baumaßnahme bei Dingelstädt ausgebaut und eine enge Kurve entschärft. Den südlichen Abschluss des Vorhabens bildet der Anschluss an die bereits in Betrieb befindliche OU Dingelstädt.