Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff sowie Landesverkehrsminister Thomas Webel haben am Dienstag, 3. Dezember, den Startschuss für den Bau des nördlichen Teilstücks der Autobahn A 143, der Westumfahrung von Halle, gegeben.

Scheuer: „Mit dem heutigen Spatenstich wächst Deutschland noch weiter zusammen. Wir schließen die letzte Lücke im Autobahnring Halle und verkürzen die Reisezeiten zwischen Norddeutschland, Hessen und Thüringen. Das ist gut für die Menschen vor Ort – und für ganz Deutschland.“

„Wenn es um die Ansiedlung von Unternehmen geht, um Innovationen und neue Perspektiven für die Region, gehört eine leistungsfähige Verkehrsinfrastruktur unabdingbar hinzu. Die A 143 ist ein wichtiger Teil dieser Verkehrsinfrastruktur“, betonte Haseloff anlässlich des feierlichen Baubeginns. Die fertige A 143 werde die Belastung der Stadt Halle vom Durchgangsverkehr deutlich reduzieren.

Landesverkehrsminister Thomas Webel betonte: „Bei den Planungen wurde die berechtigte Forderung nach einer modernen Verkehrsinfrastruktur, die die Menschen in der Region entlastet, mit den sehr hohen Anforderungen an den Umweltschutz in Einklang gebracht. Den Belangen von Natur und Umwelt ist hier in einer bislang nie da gewesenen Weise Rechnung getragen worden.“

Der Bund investiert rund 350 Millionen Euro in den 12,7 Kilometer langen Neubauabschnitt zwischen der Anschlussstelle Halle-Neustadt (B 80) und der A 14. Die ersten 9 Kilometer der Westumfahrung Halle sind seit 2004 unter Verkehr. Die A 143 ist das letzte Teilstück des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nummer 13. Der von der DEGES realisierte Autobahnabschnitt soll planmäßig 2025 fertiggestellt sein.

Beim Weiterbau der A 143 werden Umwelt- und Schallschutz besonders berücksichtigt: Eingriffe in Natur und Landschaft werden durch vier Grünbrücken und einen Landschaftstunnel unter den Porphyrkuppen gemindert. Im Bereich Salzmünde führt die Autobahn durch einen Lärmschutztunnel, auf der Saalebrücke werden Lärmschutzwände errichtet.