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A 143: Westumfahrung Halle (VDE Nr. 13) In Bau

Die A 143 schließt den Autobahn-Doppelring um Halle und Leipzig und entlastet gleichzeitig die Stadt Halle vom überregionalen Durchgangsverkehr.

Saalequerung (Visualisierung)
Saalequerung (Visualisierung)

Daten und Fakten

  • Gesamtlänge: 21,6 km
  • vierstreifiger Neubau
  • Abschnitt AD Halle-Süd – AS Halle-Neustadt seit Oktober 2004 durchgängig befahrbar
  • Baubeginn für den Nordabschnitt AS Halle-Neustadt – AD Halle-Nord erfolgte im Dezember 2019

Karte

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Projektbeschreibung

Der Abschnitt der A 143 vom Autobahndreieck (AD) Halle-Süd bis zur Anschlussstelle (AS) Halle-Neustadt über 9,0 Kilometer ist seit Oktober 2004 durchgängig befahrbar.

Der nördliche Teil von der AS Halle-Neustadt bis zum AD Halle-Nord konnte zunächst nicht weitergeführt werden. Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass trotz der vorgesehenen konfliktmindernden Maßnahmen der im Mai 2005 erteilte Planfeststellungsbeschluss rechtswidrig und nicht vollziehbar ist. Der Planfeststellungsbeschluss war dem­nach zu ergänzen.

Zu den notwendigen Ergänzungen gehörten erweiterte faunistische Untersuchungen zur Ergänzung bzw. Neufassung der FFH-Verträglichkeitsprüfung sowie die Erweiterung des landschaftspflegerischen Begleitplans (LBP) durch sogenannte vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Das ergänzende Planfeststellungsverfahren der 1. Änderung und Ergänzung zum Planfeststellungsbeschluss vom 18. Mai 2005 wurde im September 2009 eingeleitet.

Der geänderte RE-Entwurf wurde erneut zur Genehmigung vorgelegt. Der Gesehenvermerk des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) liegt mit Datum vom 10. November 2010 vor.

Aufgrund der erforderlichen Aktualisierung der Verkehrsuntersuchung auf den Prognosestand 2025 sowie zwischenzeitlich erforderlichen Aktualisierung der landschaftsplanerischen Unterlagen in Bezug auf die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse erfolgte im Zeitraum Juni/Juli 2011 sowie Juni/Juli 2012 die Auslegung der Planunterlagen zur 2. sowie 3. Änderung und Ergänzung zum Planfeststellungsbeschluss vom 18. Mai 2005. Anschließend lief ein 4. Planänderungsverfahren zur Optimierung des Landschaftstunnels Porphyrkuppen und den damit zusammenhängenden Änderungen und Ergänzungen der technischen Planung, der Streckenplanung und der Umweltplanung. Der Planfeststellungsbeschluss wurde am 16. April 2018 erteilt.

Das Projekt ist aufgrund der Erkenntnisse der Verträglichkeitsprüfung nur im Abweichungsverfahren zulässig. Aufgrund der Vermeidung der Beeinträchtigung prioritärer Lebensraumtypen entfällt das Verfahren zur Einholung einer Stellungnahme der EU-Kommission. Eine Unterrichtung der EU-Kommission erfolgte nach Planfeststellung.

Der feierliche Baubeginn für den knapp 13 Kilometer langen Nordabschnitt erfolgte am 3. Dezember 2019. Die Fertigstellung ist für 2025 vorgesehen.

Projektstand

Die bauvorbereitenden Maßnahmen für den Nordabschnitt laufen. Der erste Spatenstich fand am 3. Dezember 2019 statt.

Die Bauabwicklung erfolgt im Wesentlichen in fünf Losen:

  • Baulos 1: L 159, AS Salzmünde und Baugrube Lärmschutztunnel
  • Baulos 2: BW 05 Talbrücke Benkendorfer Bach
  • Baulos 3: Strecke und Bauwerke südlich der Saale
  • Baulos 4: Saaletalbrücke mit Lärmschutztunnel
  • Baulos 5: Strecke und Bauwerke nördlich der Saale einschließlich Tunnel an den Porphyrkuppen

Fragen und Antworten

Wird es eine Lärmschutzwand auf der Talbrücke Benkendorf geben?

Ein Anspruch der Ortslage Benkendorf auf eine Lärmschutzwand liegt nicht vor. Gemäß den aktuell gültigen schalltechnischen Berechnungen der Planfeststellungsunterlagen sind die gesetzlich festgelegten Grenzwerte für allgemeine Wohngebiete von 49 dB(A) nachts und 59 dB(A) tagsüber eingehalten.

Mit dem Bau der Saalebrücke erfolgt eine langfristige Sperrung der Kreisstraße 2127 in der Ortslage Schiepzig. Wie lange dauert die Sperrung? Bleibt der Schultransport gewährleistet?

Die Sperrung der K 2127 erfolgt voraussichtlich von Oktober 2020 bis September 2025. Die Omnibusbetriebe Saalekreis GmbH wurden innerhalb des Planfeststellungsverfahrens zur A 143 beteiligt. Deren Forderung keiner gleichzeitigen Sperrung der L 159 und der K 2127 wird bei der Realisierung der A 143 berücksichtigt.

Wie erfolgt die Unterhaltung und spätere Wiederherstellung der Feldwege von Benkendorf Richtung A 143?

Planfestgestellt sind bei Benkendorf die Baustraßen 8 und 10 als Baustellenzufahrt von der L 173 zum Baufeld A 143. In den Bauverträgen sind Zustandsfeststellung, Unterhaltung und ggf. Wiederherstellung geregelt. Der Weg entlang des Benkendorfer Bachs (Baustraße 10) wird als Schotterweg ausgebaut. Derzeit ist dies ein unbefestigter Wiesenweg, der als Baustraße nicht geeignet ist. Nach Bauende erfolgt der Umbau zu einem Wirtschaftsweg.

Erfolgen die notwendigen Erdmassentransporte auf der Trasse der Autobahn?

In den Bauabschnitten südlich und nördlich der Saale herrscht Massenausgleich. Damit müssen keine Bodenmassen über die Saale transportiert werden. Für die Massenverteilung in den Baufeldern sind Baustraßen im Baufeld längs der A 143 vorgesehen. Dies ist im planfestgestellten Baustraßenkonzept eingearbeitet.

Wer beseitigt die durch den Autobahnbau entstehenden Verschmutzungen im öffentlichen Verkehrsraum?

In den Bauverträgen ist vereinbart, dass die bauausführenden Firmen die durch sie entstehenden Verschmutzungen umgehend beseitigen. Die Umsetzung wird durch die örtliche Bauüberwachung kontrolliert.

Welcher Ausgleich ist z. B. für die Baumfällungen entlang der L 173 zwischen Benkendorf und Salzmünde vorgesehen?

Die Gesamtheit der Eingriffe in Natur und Lebensräume wird für das gesamte Bauprojekt ermittelt und aufsummiert. Der Eingriffsumfang wird über ein Punktesystem ermittelt. Ausgleichsmaßnahmen werden mittels einer festgelegten Punktebewertung bis zur Höhe der Eingriffspunktwerte umgesetzt. Eine genaue Zuordnung zu einem konkreten Eingriff ist nur sehr begrenzt möglich. Im Fall der A 143 wurde ein ganzes Maßnahmenkonzept entwickelt, welches Schwerpunktbereiche z. B. im Grüngürtel um Salzmünde, an den Muschelkalkhängen, am Benkendorfer Bach und am Zorges hat.

Wie lange laufen die Pflegeverträge nach Umsetzung der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen?

Standard bei Pflanzungen ist die Durchführung von einem Jahr Fertigstellungspflege und danach zwei Jahren Entwicklungspflege. Die Entwicklungspflege wurde bei den Maßnahmen der A 143 auf vier Jahre verlängert und so auch planfestgestellt.

Ist zu jeder Zeit (trotz Neubau der L 159n und der A 143) die Zufahrt nach Salzmünde gewährleistet?

Die Erreichbarkeit von Salzmünde über die L 159 wird zu jeder Zeit gegeben sein. Es kann jedoch an einzelnen Tagen zu kurzen Eingriffen in den Verkehr kommen, um bauliche Anbindungen der Neubaustrecke herzustellen. Diese Eingriffe werden über die einschlägigen Medien rechtzeitig bekanntgegeben.

Wie wird das nachgeordnete Straßennetz nach Fertigstellung der A 143 vor dem Verkehr geschützt, wenn die Autobahn verkehrsbedingt einmal gesperrt sein sollte?

Nach Freigabe der Trasse der A 143 werden Umleitungsstrecken vorgesehen, die über angrenzende Autobahntrassen geführt werden. Darüber wird im Falle einer Sperrung das wesentliche Verkehrsaufkommen umgeleitet.

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Präsentation Bürgerinformation Salzmünde

Die DEGES hat am Dienstag, 22. Oktober 2019, im Bürgersaal Bennstedt über den Weiterbau der A 143 informiert.

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