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A 9: Nürnberg – Berlin (VDE Nr. 12) Abgeschlossen

Sechsstreifiger Ausbau von 43,1 km Strecke in Brandenburg und 49,5 km in Sachsen-Anhalt sowie 57,9 km in Thüringen.

Projektstand

  • Die 2011 begonnene sechsstreifige Erweiterung der A 9 zwischen der AS Triptis und der AS Schleiz stellt einen Lückenschluss zwischen den bereits sechsstreifig erweiterten Anschlussabschnitten dar. Mit dessen Fertigstellung und Verkehrsfreigabe am 5. September 2014 ist das Projekt vom Hermsdorfer Kreuz bis zur Landesgrenze Thüringen/Bayern durchgängig sechsstreifig befahrbar.
  • Im Freistaat Thüringen ist der 19,3 km lange Abschnitt Hirschberg (Landesgrenze Thüringen/Bayern) — Schleiz seit November 2004 unter Verkehr, der 16,7 km lange Abschnitt AS Triptis — Tautendorf seit November 2006.
  • Der sechsstreifige Ausbau der A 9 in Bran­denburg wurde Ende 1999, in Sachsen-Anhalt Ende 2003 abgeschlossen.

Verkehrsfreigabe A 9, Banddurchschnitt

Seitdem ist der insgesamt 92,6 km lange DEGES-Abschnitt in diesen beiden Bun­desländern komplett fertiggestellt.

  • Für den Abschnitt Triptis — Dittersdorf (10 km) liegt seit Juni 2007 der Planfest­stellungsbeschluss vor. Er ist seit November 2014 fertiggestellt und unter Verkehr.
  • Für den 9 km langen Abschnitt Ditters­dorf — Schleiz wurde im Juni 2006 das Baurecht erteilt. Er ist ebenfalls seit November 2014 fertiggestellt und unter Verkehr.

Diese beiden Abschnitte sind als ÖPP-Projekt (Öffentlich-Private-Partnerschaft) vergeben worden. Der Bund erhofft sich durch das Prinzip der Öffentlich-Privaten-Partnerschaften einen schnelleren, wirtschaftlicheren und qualitativ höherwertigeren Ausbau der Autobahnen. Dabei schließt er einen 20 bis 30 Jahre dauernden Vertrag mit einem privaten Auftragnehmer. Das private Unternehmen baut die Autobahn nicht nur aus, sondern betreibt und erhält sie auch. In der Ausschreibung für ÖPP-Projekte gibt der Bund lediglich das Ziel und die qualitativen Anforderungen vor — die genaue Ausführung bleibt dem Privaten überlassen. Das Unternehmen erhält vom Bund eine Anschubfinanzierung und ein Verfügbarkeitsentgelt, das gekürzt werden kann, wenn die Straße nicht wie vereinbart verfügbar ist.

Die Vergütung besteht also nicht in den Lkw-Mauteinnahmen auf der Vertragsstrecke, sondern in einem Verkehrsmengen unabhängigen regelmäßigen Entgelt für Ausbau, Erhaltung und Betrieb der Autobahn.

Umbau Hermsdorfer Kreuz

Nachdem im März 2009 das Planfeststellungsverfahrens eingeleitet wurde, liegt der Beschluss mit Datum vom 21. Dezember 2010 vor. Der Beschluss wird beklagt.

Grunderwerb

  • In Thüringen befindet sich die gesamte Strecke mit rund 850 Hektar auf ca. 3.120 Flurstücken im Grunderwerb, von denen bereits über 730 Hektar gesichert sind.
  • Die Schlussvermessung ist für 290 km beauftragt, davon ist für etwa 200 km die Vermessung vor Ort abgeschlossen. Die Ergebnisse sind bei den zuständigen Katasterämtern eingereicht.
  • In Sachsen-Anhalt sind rund 45 Hektar und in Thüringen über 35 Hektar Liegenschaften an die Flächenempfänger von Bund, Länder und Gemeinden abgegeben.

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